Aufgabenbeispiele von Asymptoten

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alle Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) und waagrechten Asymptoten vom Graphen der Funktion f mit f(x) = -4x +3 ( 5 - x ) · ( x -1 )

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senkrechte Asymptoten

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

( 5 - x ) · ( x -1 ) = 0
( -x +5 ) · ( x -1 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

-x +5 = 0 | -5
-x = -5 |:(-1 )
x1 = 5

2. Fall:

x -1 = 0 | +1
x2 = 1

also Definitionsmenge D=R\{ 1 ; 5 }

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 1 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<1   1 - ⇒ f(x)= -4x +3 ( 5 - x ) · ( x -1 ) → -1 (+4) ⋅ "-0" = -1 "-0" → ∞

Für x ⟶   x>1   1 + ⇒ f(x)= -4x +3 ( 5 - x ) · ( x -1 ) → -1 (+4) ⋅ "+0" = -1 "+0" → -∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 1 mit einem VZW von + nach -

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 5 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<5   5 - ⇒ f(x)= -4x +3 ( 5 - x ) · ( x -1 ) → -17 "+0" ⋅ (+4) = -17 "+0" → -∞

Für x ⟶   x>5   5 + ⇒ f(x)= -4x +3 ( 5 - x ) · ( x -1 ) → -17 "-0" ⋅ (+4) = -17 "-0" → ∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 5 mit einem VZW von - nach +

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
-4x +3 ( 5 - x ) · ( x -1 ) = -4x +3 - x 2 +6x -5

-4x +3 - x 2 +6x -5 = x 2 · ( - 4 x + 3 x 2 ) x 2 · ( -1 + 6 x - 5 x 2 ) = - 4 x + 3 x 2 -1 + 6 x - 5 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= -4x +3 - x 2 +6x -5 = - 4 x + 3 x 2 -1 + 6 x - 5 x 2 → 0+0 -1 +0+0 = 0 -1 = 0

Die Funktion besitzt folglich eine waagrechte Asymptote bei y = 0 (x-Achse).

senkrechte Asymptote (einfach)

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 5x +2 4 + x

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

4 + x = 0
x +4 = 0 | -4
x = -4

also Definitionsmenge D=R\{ -4 }

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -4 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<-4   -4 - ⇒ f(x)= 5x +2 4 + x → -18 "-0" → ∞

Für x ⟶   x>-4   -4 + ⇒ f(x)= 5x +2 4 + x → -18 "+0" → -∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -4 mit einem VZW von + nach -

senkrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 5 x 2 +3x +2

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

x 2 +3x +2 = 0

Lösen mit der a-b-c-Formel (Mitternachtsformel):

eingesetzt in x1,2 = - b ± b 2 -4a · c 2a ergibt:

x1,2 = -3 ± 3 2 -4 · 1 · 2 2⋅1

x1,2 = -3 ± 9 -8 2

x1,2 = -3 ± 1 2

x1 = -3 + 1 2 = -3 +1 2 = -2 2 = -1

x2 = -3 - 1 2 = -3 -1 2 = -4 2 = -2

Lösen mit der p-q-Formel (x² + px + q = 0):

vor dem Einsetzen in x1,2 = - p 2 ± ( p 2 ) 2 - q
berechnen wir zuerst die Diskriminante D = ( p 2 ) 2 - q :

D = ( 3 2 ) 2 - 2 = 9 4 - 2 = 9 4 - 8 4 = 1 4

x1,2 = - 3 2 ± 1 4

x1 = - 3 2 - 1 2 = - 4 2 = -2

x2 = - 3 2 + 1 2 = - 2 2 = -1

also Definitionsmenge D=R\{ -2 ; -1 }

Um den Term besser auf Asymptoten untersuchen zu können, faktorisieren wir den Nenner:

5 x 2 +3x +2 = 5 ( x +1 ) · ( x +2 )

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -2 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<-2   -2 - ⇒ f(x)= 5 ( x +1 ) · ( x +2 ) → +5 (-1) ⋅ "-0" = +5 "+0" → ∞

Für x ⟶   x>-2   -2 + ⇒ f(x)= 5 ( x +1 ) · ( x +2 ) → +5 (-1) ⋅ "+0" = +5 "-0" → -∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -2 mit einem VZW von + nach -

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -1 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<-1   -1 - ⇒ f(x)= 5 ( x +1 ) · ( x +2 ) → +5 "-0" ⋅ (+1) = +5 "-0" → -∞

Für x ⟶   x>-1   -1 + ⇒ f(x)= 5 ( x +1 ) · ( x +2 ) → +5 "+0" ⋅ (+1) = +5 "+0" → ∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -1 mit einem VZW von - nach +

Polstellen und hebbare Def.-Lücken

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 2x +4 ( x +1 ) · ( x +2 )

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

( x +1 ) · ( x +2 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

x +1 = 0 | -1
x1 = -1

2. Fall:

x +2 = 0 | -2
x2 = -2

also Definitionsmenge D=R\{ -2 ; -1 }

Wir untersuchen das Verhalten für x → -2 und erkennen, dass sowohl der Zähler als auch der Nenner =0 werden.

Wir müssten also sowohl im Zähler als auch im Nenner einen Faktor (x +2) erkennen, die wir dann kürzen können:

2x +4 ( x +1 ) · ( x +2 ) = 2x +4 ( x +1 ) · ( x +2 ) = 2 x +1

Für x → -2 ⇒ f(x)= 2x +4 ( x +1 ) · ( x +2 ) = 2 x +1 → 2 -2 +1 = -2

Die Funktion besitzt folglich eine hebbare Definitionslücke (Loch) L(-2 | -2 )


Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -1 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<-1   -1 - ⇒ f(x)= 2x +4 ( x +1 ) · ( x +2 ) → +2 "-0" ⋅ (+1) = +2 "-0" → -∞

Für x ⟶   x>-1   -1 + ⇒ f(x)= 2x +4 ( x +1 ) · ( x +2 ) → +2 "+0" ⋅ (+1) = +2 "+0" → ∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -1 mit einem VZW von - nach +

Term mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm dessen Graph bei x1 = -1 und bei x2 = 0 jeweils eine senkrechte Asymptote, bei y = -2 eine waagrechte Asymptote und eine Nullstelle in N(-2|0) besitzt.

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Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptoten bei x1=-1 und x2=0 müssen die entsprechenden Linearterme in den Nenner unserer gesuchten Funktion, also:

? ( x +1 ) · ( x +0 ) = ? x 2 + x

Nullstellen in den Zähler

Im Zähler müssen auf jeden Fall mal die Nullstellen berücksichtigt werden, also

? ⋅ ( x +2 ) x 2 + x

Jetzt testen wir x +2 ( x +1 ) · ( x +0 ) auf die waagrechte Asymptote:

Da im Nenner eine quadratische Funktion ist, im Zähler auch nur eine lineare Funktion, muss die Funktion für x → ∞ gegen 0 laufen. Um diesen Grenzwert aber auf -2 zu bringen, quadrieren wir einfach den Linearterm des Zählers und geben im als Koeffizient -2. Jetzt stimmt auch die waagrechte Asympzote:

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
-2 ( x +2 ) 2 ( x +1 ) · ( x +0 ) = -2 x 2 -8x -8 x 2 + x

-2 x 2 -8x -8 x 2 + x = x 2 · ( -2 - 8 x - 8 x 2 ) x 2 · ( 1 + 1 x ) = -2 - 8 x - 8 x 2 1 + 1 x

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= -2 x 2 -8x -8 x 2 + x = -2 - 8 x - 8 x 2 1 + 1 x → -2 +0+0 1 +0 = -2 1 = -2

Mit f(x)= -2 ( x +2 ) 2 ( x +1 ) · ( x +0 ) sind also alle Bedingungen erfüllt

Bruchterm mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm (als Bruchterm) dessen Graph bei x= 2 eine senkrechte Asymptote mit einem VZW von - nach +, bei y = 0 eine waagrechte Asymptote und keine Nullstelle besitzt.

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Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptote bei x=2 (mit einem VZW von - nach +) muss der entsprechende Linearterm in den Nenner unserer gesuchten Funktion, also:

? x -2

Wenn wir den Zähler auf 1 setzen, also f(x)= 1 x -2 , passen bereits die Definitionslücke bei x = 2 und die fehlenden Nullstellen. Auch die waagrechte Asymptote bei y=0 passt:

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

1 x -2 = x · 1 x x · ( 1 - 2 x ) = 1 x 1 - 2 x

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= 1 x -2 = 1 x 1 - 2 x → 0 1 +0 = 0 1 = 0

Vorzeichenwechsel (VZW)

Für x ⟶   x<2   2- ⇒ f(x)= 1 x -2 → +1 "-0" → -∞

Für x ⟶   x>2   2+ ⇒ f(x)= 1 x -2 → +1 "+0" → ∞

Mit f(x)= 1 x -2 sind also alle Bedingungen erfüllt

waagrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = -3 x 2 · e -0,4x für x → -∞ und für x → ∞.

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Für x → -∞ ⇒ f(x)= -3 x 2 · e -0,4x → -∞ · ∞ → -∞

Für x → ∞ ⇒ f(x)= -3 x 2 · e -0,4x → -∞ · 0 → 0( Der Exponentialterm im zweiten Faktor wächst sehr viel schneller gegen 0 als der erste Faktor gegen -∞ und setzt sich deswegen durch)

Die Funktion besitzt folglich auf der rechten Seite (für x → ∞) eine waagrechte Asymptote bei y = 0 (x-Achse).

e-Fkt'n Verhalten → ∞

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = e 0,2x -1 für x → -∞ und für x → ∞.

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Für x → -∞ ⇒ f(x)= e 0,2x -1 → 0 -1 → -1

Für x → ∞ ⇒ f(x)= e 0,2x -1 → ∞ -1 → ∞

Die Funktion besitzt folglich auf der linken Seite (für x → -∞) eine waagrechte Asymptote bei y = -1 .