Aufgabenbeispiele von Asymptoten

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alle Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) und waagrechten Asymptoten vom Graphen der Funktion f mit f(x) = -2 x 3 + x 2 -4x -1 x 2 - x -20

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senkrechte Asymptoten

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

x 2 - x -20 = 0

Lösen mit der a-b-c-Formel (Mitternachtsformel):

eingesetzt in x1,2 = - b ± b 2 -4a · c 2a ergibt:

x1,2 = +1 ± ( -1 ) 2 -4 · 1 · ( -20 ) 21

x1,2 = +1 ± 1 +80 2

x1,2 = +1 ± 81 2

x1 = 1 + 81 2 = 1 +9 2 = 10 2 = 5

x2 = 1 - 81 2 = 1 -9 2 = -8 2 = -4

Lösen mit der p-q-Formel (x² + px + q = 0):

vor dem Einsetzen in x1,2 = - p 2 ± ( p 2 ) 2 - q
berechnen wir zuerst die Diskriminante D = ( p 2 ) 2 - q :

D = ( - 1 2 ) 2 - ( -20 ) = 1 4 + 20 = 1 4 + 80 4 = 81 4

x1,2 = 1 2 ± 81 4

x1 = 1 2 - 9 2 = - 8 2 = -4

x2 = 1 2 + 9 2 = 10 2 = 5

also Definitionsmenge D=R\{ -4 ; 5 }

Um den Term besser auf Asymptoten untersuchen zu können, faktorisieren wir den Nenner:

-2 x 3 + x 2 -4x -1 x 2 - x -20 = -2 x 3 + x 2 -4x -1 ( x -5 ) · ( x +4 )

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -4 (von links und von rechts)

Für x   x<-4   -4 - ⇒ f(x)= -2 x 3 + x 2 -4x -1 ( x -5 ) · ( x +4 ) +159 (-9) ⋅ "-0" = +159 "+0"

Für x   x>-4   -4 + ⇒ f(x)= -2 x 3 + x 2 -4x -1 ( x -5 ) · ( x +4 ) +159 (-9) ⋅ "+0" = +159 "-0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -4 mit einem VZW von + nach -

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 5 (von links und von rechts)

Für x   x<5   5 - ⇒ f(x)= -2 x 3 + x 2 -4x -1 ( x -5 ) · ( x +4 ) -246 "-0" ⋅ (+9) = -246 "-0"

Für x   x>5   5 + ⇒ f(x)= -2 x 3 + x 2 -4x -1 ( x -5 ) · ( x +4 ) -246 "+0" ⋅ (+9) = -246 "+0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 5 mit einem VZW von + nach -

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

-2 x 3 + x 2 -4x -1 x 2 - x -20 = x 2 · ( -2x +1 - 4 x - 1 x 2 ) x 2 · ( 1 - 1 x - 20 x 2 ) = -2x +1 - 4 x - 1 x 2 1 - 1 x - 20 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= -2 x 3 + x 2 -4x -1 x 2 - x -20 = -2x +1 - 4 x - 1 x 2 1 - 1 x - 20 x 2 - +1 +0+0 1 +0+0 = -

Die Funktion besitzt folglich keine waagrechte Asymptote.

senkrechte Asymptote (einfach)

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 5 2 - x

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

2 - x = 0
-x +2 = 0 | -2
-x = -2 |:(-1 )
x = 2

also Definitionsmenge D=R\{ 2 }

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 2 (von links und von rechts)

Für x   x<2   2 - ⇒ f(x)= 5 2 - x +5 "+0"

Für x   x>2   2 + ⇒ f(x)= 5 2 - x +5 "-0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 2 mit einem VZW von + nach -

senkrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 2x +2 ( 1 + x ) · ( x +4 )

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

( 1 + x ) · ( x +4 ) = 0
( x +1 ) · ( x +4 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

x +1 = 0 | -1
x1 = -1

2. Fall:

x +4 = 0 | -4
x2 = -4

also Definitionsmenge D=R\{ -4 ; -1 }

Wir untersuchen das Verhalten für x → -1 und erkennen, dass sowohl der Zähler als auch der Nenner =0 werden.

Wir müssten also sowohl im Zähler als auch im Nenner einen Faktor (x +1) erkennen, die wir dann kürzen können:

2x +2 ( 1 + x ) · ( x +4 ) = 2x +2 ( 1 + x ) · ( x +4 ) = 2 x +4

Für x → -1 ⇒ f(x)= 2x +2 ( 1 + x ) · ( x +4 ) = 2 x +4 2 -1 +4 = 2 3

Die Funktion besitzt folglich eine hebbare Definitionslücke (Loch) L(-1 | 2 3 )


Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -4 (von links und von rechts)

Für x   x<-4   -4 - ⇒ f(x)= 2x +2 ( 1 + x ) · ( x +4 ) -6 (-3) ⋅ "-0" = -6 "+0" -

Für x   x>-4   -4 + ⇒ f(x)= 2x +2 ( 1 + x ) · ( x +4 ) -6 (-3) ⋅ "+0" = -6 "-0"

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -4 mit einem VZW von - nach +

Polstellen und hebbare Def.-Lücken

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = -3x -9 ( x +3 ) · ( x +5 )

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

( x +3 ) · ( x +5 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

x +3 = 0 | -3
x1 = -3

2. Fall:

x +5 = 0 | -5
x2 = -5

also Definitionsmenge D=R\{ -5 ; -3 }

Wir untersuchen das Verhalten für x → -3 und erkennen, dass sowohl der Zähler als auch der Nenner =0 werden.

Wir müssten also sowohl im Zähler als auch im Nenner einen Faktor (x +3) erkennen, die wir dann kürzen können:

-3x -9 ( x +3 ) · ( x +5 ) = -3x -9 ( x +3 ) · ( x +5 ) = - 3 x +5

Für x → -3 ⇒ f(x)= -3x -9 ( x +3 ) · ( x +5 ) = - 3 x +5 - 3 -3 +5 = - 3 2

Die Funktion besitzt folglich eine hebbare Definitionslücke (Loch) L(-3 | - 3 2 )


Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -5 (von links und von rechts)

Für x   x<-5   -5 - ⇒ f(x)= -3x -9 ( x +3 ) · ( x +5 ) +6 (-2) ⋅ "-0" = +6 "+0"

Für x   x>-5   -5 + ⇒ f(x)= -3x -9 ( x +3 ) · ( x +5 ) +6 (-2) ⋅ "+0" = +6 "-0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -5 mit einem VZW von + nach -

Term mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm dessen Graph bei x1 = 0 und bei x2 = -1 jeweils eine senkrechte Asymptote, bei y = -1 eine waagrechte Asymptote und keine Nullstelle besitzt.

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Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptoten bei x1=0 und x2=-1 müssen die entsprechenden Linearterme in den Nenner unserer gesuchten Funktion, also:

? ( x +0 ) · ( x +1 ) = ? x 2 + x

Nullstellen in den Zähler

Im Zähler müssen auf jeden Fall mal die Nullstellen berücksichtigt werden, also

? ⋅ ( 1 ) x 2 + x

Jetzt testen wir 1 ( x +0 ) · ( x +1 ) auf die waagrechte Asymptote:

Da im Nenner eine quadratische Funktion ist, brauchen wir im Zähler auch eine quadratische Funktion, die ja aber keine Nullstelle haben darf. (z.B. x²+1). Außerdem muss der Koeffizient vor dem x² in unserem Fall -1 sein, damit die waagrechte Asymptote (nach Ausklammern und Kürzen von x²) =-1 wird. Dies funktioniert z.B. mit dem Zähler -( x 2 +1 )

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
-( x 2 +1 ) ( x +0 ) · ( x +1 ) = - x 2 -1 x 2 + x

- x 2 -1 x 2 + x = x 2 · ( -1 - 1 x 2 ) x 2 · ( 1 + 1 x ) = -1 - 1 x 2 1 + 1 x

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= - x 2 -1 x 2 + x = -1 - 1 x 2 1 + 1 x -1 +0 1 +0 = -1 1 = -1

Mit f(x)= -( x 2 +1 ) ( x +0 ) · ( x +1 ) sind also alle Bedingungen erfüllt

Bruchterm mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm (als Bruchterm) dessen Graph bei x= -1 eine senkrechte Asymptote ohne VZW (beides mal f(x) → +∞), bei y = 1 eine waagrechte Asymptote und eine Nullstelle in N(0|0) besitzt.

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Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptote bei x=-1 (ohne VZW (beides mal f(x) → +∞)) muss der entsprechende Linearterm in den Nenner unserer gesuchten Funktion. Da kein Vorzeichenwechsel vorliegt, muss es eine doppelte Nullstelle sein, also:

? ( x +1 ) 2 = ? x 2 +2x +1

Nullstellen in den Zähler

Im Zähler müssen auf jeden Fall mal die Nullstellen berücksichtigt werden, also

? ⋅ ( x +0 ) x 2 +2x +1 = ?⋅ ( x ) x 2 +2x +1

Jetzt testen wir x ( x +1 ) 2 auf die waagrechte Asymptote:

Da im Nenner eine quadratische Funktion ist, im Zähler auch nur eine lineare Funktion, muss die Funktion für x → ∞ gegen 0 laufen. Um diesen Grenzwert aber auf 1 zu bringen, quadrieren wir einfach den Linearterm des Zählers und geben im als Koeffizient 1. Jetzt stimmt auch die waagrechte Asympzote:

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
x 2 ( x +1 ) 2 = x 2 x 2 +2x +1

x 2 x 2 +2x +1 = x 2 · 1 x 2 · ( 1 + 2 x + 1 x 2 ) = 1 1 + 2 x + 1 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= x 2 x 2 +2x +1 = 1 1 + 2 x + 1 x 2 1 1 +0+0 = 1 1 = 1

Mit f(x)= x 2 ( x +1 ) 2 sind also alle Bedingungen erfüllt

waagrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = - 1 x 3 + -2 e x für x → -∞ und für x → ∞.

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Für x → -∞ ⇒ f(x)= - 1 x 3 + -2 e x 0 + -2 0 0 - -

Für x → ∞ ⇒ f(x)= - 1 x 3 + -2 e x 0 + -2 0+0 0

Die Funktion besitzt folglich auf der rechten Seite (für x → ∞) eine waagrechte Asymptote bei y = 0 (x-Achse).

e-Fkt'n Verhalten → ∞

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = 3 x 2 · e 0,2x für x → -∞ und für x → ∞.

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Für x → -∞ ⇒ f(x)= 3 x 2 · e 0,2x · 0 0( Der Exponentialterm im zweiten Faktor wächst sehr viel schneller gegen 0 als der erste Faktor gegen und setzt sich deswegen durch)

Für x → ∞ ⇒ f(x)= 3 x 2 · e 0,2x ·

Die Funktion besitzt folglich auf der linken Seite (für x → -∞) eine waagrechte Asymptote bei y = 0 (x-Achse).