Aufgabenbeispiele von exponent. Wachstum

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prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 47 ( 19 20 ) t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 47

f(1) = 47 19 20

f(2) = 47 19 20 19 20

f(3) = 47 19 20 19 20 19 20

f(4) = 47 19 20 19 20 19 20 19 20

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 19 20 multipliziert. Da 19 20 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 19 20 -fache (oder auf das 95 100 -fache), also auf 95 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 95% = 5 %

c und a gegeben

Beispiel:

Bei einer Internetseite kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Nutzer wöchentlich um 17% vermehrt. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 7000 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 12 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 107000 angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=7000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 17% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 17% dazukommen,
also Bneu = B + 17 100 ⋅B = (1 + 17 100 ) ⋅ B = 1,17 ⋅ B. Somit ist das a=1,17.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 7000 1,17 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=12 Wochen, also f(12):

f(12) = 7000 1,17 12 46060,472.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 107000 Nutzer ist, also f(t) = 107000:

7000 1,17 t = 107000 |:7000
1,17 t = 107 7 |lg(⋅)
lg( 1,17 t ) = lg( 107 7 )
t · lg( 1,17 ) = lg( 107 7 ) |: lg( 1,17 )
t = lg( 107 7 ) lg( 1,17 )
t = 17,3685

Nach ca. 17,369 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 107000 Nutzer.

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart exponentiell abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 12 Millionen dieser Insekten geschätzt. 12 Jahre nach Beobachtungsbeginn werden noch 4,41 Millionen der Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 13 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 4,8 Millionen dieser Insekten?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=12 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 12 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 12 Jahre der Bestand 4.41 Millionen Insekten ist, also f(12) = 4.41. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 12 a t ein:

12 a 12 = 4,41 |:12
a 12 = 4,41 12 | 12
a1 = - 4,41 12 12 -0,92
a2 = 4,41 12 12 0,92

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,92 ≈ 0.92 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 12 0,92 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=13 Jahre, also f(13):

f(13) = 12 0,92 13 4,059.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 4.8 Millionen Insekten ist, also f(t) = 4.8:

12 0,92 t = 4,8 |:12
0,92 t = 0,4 |lg(⋅)
lg( 0,92 t ) = lg( 0,4 )
t · lg( 0,92 ) = lg( 0,4 ) |: lg( 0,92 )
t = lg( 0,4 ) lg( 0,92 )
t = 10,9891

Nach ca. 10,989 Jahre ist also der Bestand = 4.8 Millionen Insekten.

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 3,1% seiner Bevölkerung. Nach 8 Jahren hat der Staat noch 54,41 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 11 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 50 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 3.1% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 3.1% weggehen,
also Bneu = B - 3.1 100 ⋅B = (1 - 3.1 100 ) ⋅ B = 0,969 ⋅ B. Somit ist das a=0,969.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,969 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Jahre der Bestand 54.41 Millionen Einwohner ist, also f(8) = 54.41. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,969 t ein:

c ⋅ 0.9698 = 54.41

c ⋅ 0.7773 = 54.41 | : 0.7773

c = 70

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 70 0,969 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Jahre, also f(11):

f(11) = 70 0,969 11 49,506.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 50 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 50:

70 0,969 t = 50 |:70
0,969 t = 5 7 |lg(⋅)
lg( 0,969 t ) = lg( 5 7 )
t · lg( 0,969 ) = lg( 5 7 ) |: lg( 0,969 )
t = lg( 5 7 ) lg( 0,969 )
t = 10,6848

Nach ca. 10,685 Jahre ist also der Bestand = 50 Millionen Einwohner.

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0,924 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0,924 t ablesen: a=0.924.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.924( 1 2 ) ≈ 8.77 (Zeiteinheiten)

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 5% seiner Bevölkerung. Wann hat sich die Bevölkerung halbiert?

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Die prozentuale Abnahme um 5% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 5% weggehen,
also Bneu = B - 5 100 ⋅B = (1 - 5 100 ) ⋅ B = 0,95 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,95.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.95( 1 2 ) ≈ 13.51 Jahre

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Ein Konto wird mit 3000€ eröffnet und wird mit einem festen Zinssatz verzinst. Nach 35 Jahren hat sich der der Kontostand verdoppelt. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die den Kontostand nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 3000 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Verdopplungszeit: TV = loga(2).

Also 35 = loga(2). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 35 = 2 | 35
a = 2 35

Das gesuchte a ist somit 2 35 ≈ 1.02, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 3000 1,02 t