Aufgabenbeispiele von MiAnKa

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37 Wurzelterme vereinfachen

Beispiel:

Vereinfache den folgenden Term: x 3 x 2 · ( x 3 ) 2

Dabei darf im Ergebnis nur noch eine Hochzahl stehen!

Lösung einblenden

x 3 x 2 · ( x 3 ) 2

Wir schreiben zuerst die Wurzelterme in Potenzterme mit rationalen Hochzahlen um:

= x 1 3 x 2 · x 2 3

= x 1 3 · x 2 3 x 2

= x 1 3 + 2 3 x 2

= x x 2

= x 1 -2

= x -1

= 1 x

42 Bruchgleichungen

Beispiel:

Löse die folgende Gleichung:

x x +3 - 6 x -3 = 18 x 2 -9

Lösung einblenden

D=R\{ -3 ; 3 }

x x +3 - 6 x -3 = 18 ( x +3 ) ( x -3 ) |(Nenner faktorisiert)

Wir multiplizieren den Nenner ( x +3 ) ( x -3 ) weg!

x x +3 - 6 x -3 = 18 ( x +3 ) ( x -3 ) |⋅( ( x +3 ) ( x -3 ) )
x x +3 · ( x +3 ) ( x -3 ) - 6 x -3 · ( x +3 ) ( x -3 ) = 18 ( x +3 ) ( x -3 ) · ( x +3 ) ( x -3 )
x ( x -3 ) -6x -18 = 18 x +3 x +3
x ( x -3 ) -6x -18 = 18
x 2 -3x -6x -18 = 18
x 2 -9x -18 = 18
x 2 -9x -18 = 18 | -18

x 2 -9x -36 = 0

Lösen mit der a-b-c-Formel (Mitternachtsformel):

eingesetzt in x1,2 = - b ± b 2 -4a · c 2a ergibt:

x1,2 = +9 ± ( -9 ) 2 -4 · 1 · ( -36 ) 21

x1,2 = +9 ± 81 +144 2

x1,2 = +9 ± 225 2

x1 = 9 + 225 2 = 9 +15 2 = 24 2 = 12

x2 = 9 - 225 2 = 9 -15 2 = -6 2 = -3

Lösen mit der p-q-Formel (x² + px + q = 0):

vor dem Einsetzen in x1,2 = - p 2 ± ( p 2 ) 2 - q
berechnen wir zuerst die Diskriminante D = ( p 2 ) 2 - q :

D = ( - 9 2 ) 2 - ( -36 ) = 81 4 + 36 = 81 4 + 144 4 = 225 4

x1,2 = 9 2 ± 225 4

x1 = 9 2 - 15 2 = - 6 2 = -3

x2 = 9 2 + 15 2 = 24 2 = 12

Lösung x= -3 ist nicht in der Definitionsmenge!

L={ 12 }

Funktionstermbestimmung (Grad 4)

Beispiel:

Der Graph einer ganzrationalen Funktion vierten Grades ist achsensymmetrisch zur y-Achse, schneidet die y-Achse 3 Einheiten oberhalb des Ursprungs und hat den Hochpunkt H(1|4 ).

Bestimme den Term der Funktion f.

Lösung einblenden

Wenn eine ganzrationale Funktion achsensymmetrisch zur y-Achse ist, kann der Funktionsterm nur gerade x-Exponenten haben.

f(-x) = f(x)

Der gesuchte Funktionsterm muss also f(x)= a x 4 + b x 2 + c für bestimmte Werte für a, b und c sein.

Da ihr Graph die y-Achse 3 Einheiten oberhalb des Ursprungs schneidet, muss f(0) = 3 gelten.

Und weil der (Hoch-)Punkt H(1|4 ) auf dem Graph von f liegt, muss f(1) = 4 gelten.

Außerdem wissen wir ja, dass H(1|4 ) ein Hochpunkt ist, also muss f'(1)=0 sein.

Somit haben wir drei Informationen:

  1. f(0) = 3 (y-Achsenabschnitt)
  2. f(1)=4 (H(1|4 ) liegt auf dem Graph)
  3. f'(1)=0 (Hochpunkt bei x=1)

Diese Informationen setzen wir in die allgemeine Funktion und deren Ableitung ein:
f(x)= a x 4 + b x 2 + c
f '(x)= 4 a x 3 +2 b x +0

Daraus ergibt sich:

  1. f(0) = 3: a 0 4 + b 0 2 + c = 3, also c = 3
  2. f(1)=4 : a 1 4 + b 1 2 + c = 4 , also 1⋅a + 1⋅b + c = 4
  3. f'(1)=0: 4 a 1 3 +2 b 1 +0 = 0, also 4a + 2b = 0

Wir sehen beim Betrachten der ersten Gleichungen, dass c = 3 ist und setzen dies in die zweite Gleichung ein:

2. f(1)=4 1⋅a + 1⋅b + 3 = 4 oder umgeformt:
1⋅a + 1⋅b = 1


Somit erhalten wir folgendes Lineare Gleichungssystem:

a +b = 1 (I) 4a +2b = 0 (II)

langsame Rechnung einblenden4·(I) -1·(II)

1a 1b = 1 (I) ( 4 -4 )a +( 4 -2 )b = ( 4 +0) (II)
a +b = 1 (I) +2b = 4 (II)
Zeile (II): +2b = 4

b = 2

eingesetzt in Zeile (I):

a +(2 ) = 1 | -2
1 a = -1 | : 1

a = -1

Die gesuchte Funktion ist also:

f(x) = - x 4 +2 x 2 +3

65 Graph-Term-Zuordnung

Beispiel:

Ordne die Funktionen den Graphen zu.

f(x)= 1 x

g(x)= cos( x )

h(x)= x

i(x)= x 3

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Zu Graph Nr. 1:

Den Graph von 1 x erkennt man an den Asymptoten an den beiden Achsen. Es handelt sich um eine Hyperbel. Je näher x an 0 kommt, umso betragsmäßig größer wird der Funktionswert (weil ja x im Nenner steht). Je weiter x sich von 0 entfernt, umso betragsmäßig kleiner wird der Funktionswert, weil ja der Nenner immer größer wird. Der Graph verläuft durch die Punkte (1|1) und (-1|-1), weil f(1) = 1 1 = 1 und f(-1) = 1 -1 = -1. Im Gegensatz zu 1 x 2 hat er für negative x-Werte negative Funktionswerte und für positive x-Werte positive Funktionswerte.

Der Graph Nr. 1 gehört also zur Funktion f(x) = 1 x .

Zu Graph Nr. 2:

Der Graph von x hat im Bereich für negative x keine Funktionswerte. Er steigt zunächst sehr schnell, dann nimmt die Steigung aber ab. Er sieht aus wie eine halbe Parabel, die um 90° gedreht wurde. Er besitzt die Punkte (0|0), (1|1), (4|2), usw.

Der Graph Nr. 2 gehört also zur Funktion h(x) = x .

Zu Graph Nr. 3:

Den Graph von x 3 erkennt man an seinem Sattelpunkt und der immer größer werdenden Steigung, je weiter sich der Graph vom Ursprung entfernt. Er besitzt die Punkte (-2|-8), (-1|1), (0|0), (1|1), (2|8), usw.

Der Graph Nr. 3 gehört also zur Funktion i(x) = x 3 .

Zu Graph Nr. 4:

Der Graph von cos( x ) schwingt zwischen 1 und -1. Im Gegensatz zum Sinus startet der Kosinus für x=0 bei 1 (cos(0)=1). Im Einheitskreis rechts wird dies deutlich:

Der Graph Nr. 4 gehört also zur Funktion g(x) = cos( x ) .

65 Graph-Term-Zuordnung 2

Beispiel:

Ordne die Funktionen den Graphen zu.

f(x)= sin( x )

g(x)= x 3

h(x)= x

i(x)=tan(x)

j(x)= cos( x )

k(x)= 1 x 2

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Zu Graph Nr. 1:

Der Graph von cos( x ) schwingt zwischen 1 und -1. Im Gegensatz zum Sinus startet der Kosinus für x=0 bei 1 (cos(0)=1). Im Einheitskreis rechts wird dies deutlich:

Der Graph Nr. 1 gehört also zur Funktion j(x) = cos( x ) .

Zu Graph Nr. 2:

Den Graph von 1 x 2 erkennt man an den Asymptoten an den beiden Achsen. Es handelt sich um eine Hyperbel. Je näher x an 0 kommt, umso größer wird der Funktionswert. Je weiter x sich von 0 entfernt, umso kleiner wird der Funktionswert (weil ja x im Nenner steht). Im Gegensatz zu 1 x hat er sowohl für negative, als auch für positive x positive Funktionswerte. Er ist also achsensymmetrisch bzgl. der y-Achse und enthält z.B. die Punkte (1|1) und (-1|1).

Der Graph Nr. 2 gehört also zur Funktion k(x) = 1 x 2 .

Zu Graph Nr. 3:

Beim Graph von tan(x) = sin( x ) cos( x ) sieht man viele Asymptoten. Für x=0 ist tan(0)= sin(0) cos(0) = 0, da sin(0)=0. Für größer werdende x wird der Bruch sin(x) cos(x) , also der Tangens sehr schnell größer, da sin(x) immer größer und cos(x) immer kleiner wird. Geht x gegen π 2 , so geht der cos(x) gegen 0 und tan(x) = sin(x) cos(x) strebt somit gegen ∞. Daher kommen die Asymptoten. Für x> π 2 wird der Kosinus und damit der Funktionswert negativ, bleibt aber vom Betrag her sehr groß und wird bei x = π wieder 0, da sin(0) = 0. Da sowohl sin(x) als auch cos(x) 2π-periodisch sind, ist auch der tan(x) 2π-periodisch. (aufgrund der Punkt- bzw. Achsen-Symmetrie von sin(x) und cos(x) bezüglich der Mitte einer Periode ist tan(x) sogar π-periodisch).

Der Graph Nr. 3 gehört also zur Funktion i(x) = tan(x).

Zu Graph Nr. 4:

Den Graph von x 3 erkennt man an seinem Sattelpunkt und der immer größer werdenden Steigung, je weiter sich der Graph vom Ursprung entfernt. Er besitzt die Punkte (-2|-8), (-1|1), (0|0), (1|1), (2|8), usw.

Der Graph Nr. 4 gehört also zur Funktion g(x) = x 3 .

65 Graph-Term-Zuordnung 2 + Trans.

Beispiel:

Ordne die Funktionen den Graphen zu.

f(x)=tan(x)

g(x)= ln( x ) +1

h(x)= 1 x 2 +1

i(x)= ln( x )

j(x)= 1 x 2

k(x)=tan(x)+1

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Zu Graph Nr. 1:

Den Graph von 1 x 2 erkennt man an den Asymptoten an den beiden Achsen. Es handelt sich um eine Hyperbel. Je näher x an 0 kommt, umso größer wird der Funktionswert. Je weiter x sich von 0 entfernt, umso kleiner wird der Funktionswert (weil ja x im Nenner steht). Im Gegensatz zu 1 x hat er sowohl für negative, als auch für positive x positive Funktionswerte. Er ist also achsensymmetrisch bzgl. der y-Achse und enthält z.B. die Punkte (1|1) und (-1|1).

Der Graph Nr. 1 gehört also zur Funktion j(x) = 1 x 2 .

Zu Graph Nr. 2:

Der Graph von ln( x ) besitzt für negative x-Werte keine Funktionswerte, weil man den Logarithmus nur aus positiven Zahlen ziehen kann. Für x → 0 streben die y-Werte gegen -∞. Der Graph nähert sich somit der negativen y-Achse asymptotisch an. Für positive x-Werte steigt er sehr langsam an. Er schneidet die x-Achse im Punkt (1|0), da e 0 = 1 und somit ln( 1 ) = 0 ist.

Am Graph Nr. 2 kann man all diese Eigenschaften erkennen, außer dass eben alle Punkte des Graphen noch zusätzlich um 1 in y-Richtung verschoben wurden.

Der Graph Nr. 2 gehört also zur Funktion g(x) = ln( x ) +1 .

Zu Graph Nr. 3:

Beim Graph von tan(x) = sin( x ) cos( x ) sieht man viele Asymptoten. Für x=0 ist tan(0)= sin(0) cos(0) = 0, da sin(0)=0. Für größer werdende x wird der Bruch sin(x) cos(x) , also der Tangens sehr schnell größer, da sin(x) immer größer und cos(x) immer kleiner wird. Geht x gegen π 2 , so geht der cos(x) gegen 0 und tan(x) = sin(x) cos(x) strebt somit gegen ∞. Daher kommen die Asymptoten. Für x> π 2 wird der Kosinus und damit der Funktionswert negativ, bleibt aber vom Betrag her sehr groß und wird bei x = π wieder 0, da sin(0) = 0. Da sowohl sin(x) als auch cos(x) 2π-periodisch sind, ist auch der tan(x) 2π-periodisch. (aufgrund der Punkt- bzw. Achsen-Symmetrie von sin(x) und cos(x) bezüglich der Mitte einer Periode ist tan(x) sogar π-periodisch).

Am Graph Nr. 3 kann man all diese Eigenschaften erkennen, außer dass eben alle Punkte des Graphen noch zusätzlich um 1 in y-Richtung verschoben wurden.

Der Graph Nr. 3 gehört also zur Funktion k(x) = tan(x)+1.

Zu Graph Nr. 4:

Beim Graph von tan(x) = sin( x ) cos( x ) sieht man viele Asymptoten. Für x=0 ist tan(0)= sin(0) cos(0) = 0, da sin(0)=0. Für größer werdende x wird der Bruch sin(x) cos(x) , also der Tangens sehr schnell größer, da sin(x) immer größer und cos(x) immer kleiner wird. Geht x gegen π 2 , so geht der cos(x) gegen 0 und tan(x) = sin(x) cos(x) strebt somit gegen ∞. Daher kommen die Asymptoten. Für x> π 2 wird der Kosinus und damit der Funktionswert negativ, bleibt aber vom Betrag her sehr groß und wird bei x = π wieder 0, da sin(0) = 0. Da sowohl sin(x) als auch cos(x) 2π-periodisch sind, ist auch der tan(x) 2π-periodisch. (aufgrund der Punkt- bzw. Achsen-Symmetrie von sin(x) und cos(x) bezüglich der Mitte einer Periode ist tan(x) sogar π-periodisch).

Der Graph Nr. 4 gehört also zur Funktion f(x) = tan(x).