Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 2 x 4 ) - lg( 1 20 x 4 ) + lg( 25 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 2 x 4 ) - lg( 1 20 x 4 ) + lg( 25 )

= lg( 2 x -4 ) - lg( 1 20 x -4 ) + lg( 25 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 2 ) + lg( 1 x 4 ) - ( lg( 1 20 ) + lg( 1 x 4 ) ) + ( lg( 25 ) + lg( 1 ) )

= lg( 2 ) + lg( 1 x 4 ) - lg( 1 20 ) - lg( 1 x 4 ) + lg( 25 ) + lg( 1 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 2 ) -4 lg( x ) - lg( 1 20 ) +4 lg( x ) + lg( 25 ) +0

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 2 ) -4 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 20 ) +4 lg( x ) + lg( 25 ) +0

= lg( 25 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 25 · 20 · 2 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Parameter mit Graph bestimmen

Beispiel:

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Gegeben ist die Funktionenschar fk(x)= k e k x + k +1 . Die Abbildung rechts zeigt den Graph von fk für ein bestimmtes k. Bestimme dieses k.

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Das Problem bei e-Funktionen ist ja, dass wir normale Funktionswerte sehr schwer berechnen und dann nur sehr ungenau ablesen können :(

Die einzige Möglichkeit gut ablesbare Werte zu finden, ist also dort, wo der Exponentialterm (annähernd) = 0 ist - oder eben =1 ist, weil dort der Exponent =0 ist.

  • Da das k ja ein fester Wert ist, kann k e k x + k niemals = 0 werden.
  • Wenn der Exponent k x + k jedoch betragsmäßig sehr große und negative Werte annimmt, strebt der Exponentialterm k e k x + k recht schnell gegen 0. Das lässt sich auch gut in der waagrechten Asymptote bei 1 erkennen.
    Dieser zweite Summand ist aber unabhängig von k, so dass uns die Lage der Asymptote keinen Anhaltspunkt für den Wert von k gibt.
  • Wir müssen also den Exponent k x + k = 0 bekommen, um einen präzise ablesbaren Punkt auf dem Graph zu bekommen.
    k x + k = 0 | - ( k )
    k x = - k |:( k )
    x = -1
    Wenn wir nun -1 in fk einsetzen erhalten wir folgende Gleichung:
    fk(-1 ) = k e k ( -1 ) + k +1 = k +1
    im abgebildeten Term können wir aber ja f(-1 ) = 0 ablesen, es gilt somit:
    k +1 = 0 | -1
    k = -1

Der abgebildete Graph ist somit der von f-1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e x -1 -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -1 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -1 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e x -1 können die Funktionswerte von 2 e x -1 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -1 hinter dem 2 e x -1 wird zu allen Funktionswerten von 2 e x -1 noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e x -1 -1 = y | +1
2 e x -1 = y +1 |:2
e x -1 = 1 2 y + 1 2 |ln(⋅)
x -1 = ln( 1 2 y + 1 2 )
x -1 = ln( 1 2 y + 1 2 ) | +1
x = ln( 1 2 y + 1 2 ) +1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 2 x + 1 2 ) +1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 2 x + 1 2 ) +1

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,087 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,087 t ablesen: a=1.087.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.087(2) ≈ 8.31 (Zeiteinheiten)

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man von exponentiellem Wachstum aus. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 17 Milionen Bakterien. 8 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 108Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 12 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 87 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=17 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 17 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 8 Stunden der Bestand 108 Millionen Bakterien ist, also f(8) = 108. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 17 a t ein:

17 a 8 = 108 |:17
a 8 = 108 17 | 8
a1 = - 108 17 8 -1,26
a2 = 108 17 8 1,26

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,26 ≈ 1.26 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 17 1,26 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=12 Stunden, also f(12):

f(12) = 17 1,26 12 272,205.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 87 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 87:

17 1,26 t = 87 |:17
1,26 t = 87 17 |lg(⋅)
lg( 1,26 t ) = lg( 87 17 )
t · lg( 1,26 ) = lg( 87 17 ) |: lg( 1,26 )
t = lg( 87 17 ) lg( 1,26 )
t = 7,0645

Nach ca. 7,065 Stunden ist also der Bestand = 87 Millionen Bakterien.