Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 10000000 x ) -3 lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 10000000 x ) -3 lg( x )
= lg( 10000000 ) - lg( x ) -3 lg( x )
= lg( 10 7 ) - lg( x ) -3 lg( x )
= 7 - lg( x ) -3 lg( x )
= -4 lg( x ) +7

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 50 x 3 ) + lg( 1 200 x 6 ) - lg( 1 4 x 4 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 50 x 3 ) + lg( 1 200 x 6 ) - lg( 1 4 x 4 )

= - lg( 1 50 x -3 ) + lg( 1 200 x -6 ) - lg( 1 4 x -4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 50 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 1 200 ) + lg( 1 x 6 ) ) - ( lg( 1 4 ) + lg( 1 x 4 ) )

= - lg( 1 50 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 1 200 ) + lg( 1 x 6 ) - lg( 1 4 ) - lg( 1 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 50 ) +3 lg( x ) + lg( 1 200 ) -6 lg( x ) - lg( 1 4 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 50 ) +3 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 200 ) -6 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) +4 lg( x )

= lg( x ) - lg( 200 ) + lg( 50 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( x ) + lg( 1 200 · 50 · 4 )

= lg( x ) + lg( 1 4 · 4 )

= lg( x ) + lg( 1 )

= lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e x -3 -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -2 hinter dem e x -3 wird zu allen Funktionswerten von e x -3 noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e x -3 -2 = y | +2
e x -3 = y +2 |ln(⋅)
x -3 = ln( y +2 )
x -3 = ln( y +2 ) | +3
x = ln( y +2 ) +3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( x +2 ) +3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( x +2 ) +3

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0,934 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0,934 t ablesen: a=0.934.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.934( 1 2 ) ≈ 10.15 (Zeiteinheiten)

c und a gegeben

Beispiel:

Bei einer Internetseite kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Nutzer wöchentlich um 24% vermehrt. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 2000 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 9 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 22000 angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=2000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 24% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 24% dazukommen,
also Bneu = B + 24 100 ⋅B = (1 + 24 100 ) ⋅ B = 1,24 ⋅ B. Somit ist das a=1,24.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 2000 1,24 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=9 Wochen, also f(9):

f(9) = 2000 1,24 9 13861,977.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 22000 Nutzer ist, also f(t) = 22000:

2000 1,24 t = 22000 |:2000
1,24 t = 11 |lg(⋅)
lg( 1,24 t ) = lg( 11 )
t · lg( 1,24 ) = lg( 11 ) |: lg( 1,24 )
t = lg( 11 ) lg( 1,24 )
t = 11,1472

Nach ca. 11,147 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 22000 Nutzer.