Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (schwer)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 12 ( 12 ) .

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Zuerst schreiben wir 12 um: 12 = 12 1 2

log 12 ( 12 ) = log 12 ( 12 1 2 ) heißt, dass wir den Logarithmus von 12 1 2 zur Basis 12 suchen, also die Hochzahl mit der man 12 potenzieren muss, um auf 12 1 2 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 12☐ = 12 1 2 gilt.

Damit steht die Lösung praktisch schon da: log 12 ( 12 ) = log 12 ( 12 1 2 ) = 1 2 , eben weil 12 1 2 = 12 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 125 x 3 ) + lg( 5 ) + lg( 25 x 2 ) soweit wie möglich.

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- lg( 125 x 3 ) + lg( 5 ) + lg( 25 x 2 )

= - lg( 125 x -3 ) + lg( 5 ) + lg( 25 x -2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 125 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 5 ) + lg( 1 ) ) + ( lg( 25 ) + lg( 1 x 2 ) )

= - lg( 125 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 5 ) + lg( 1 ) + lg( 25 ) + lg( 1 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 125 ) +3 lg( x ) + lg( 5 ) +0 + lg( 25 ) -2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 125 ) +3 lg( x ) + lg( 5 ) +0 + lg( 25 ) -2 lg( x )

= lg( x ) - lg( 125 ) + lg( 25 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( x ) + lg( 1 125 · 25 · 5 )

= lg( x ) + lg( 1 5 · 5 )

= lg( x ) + lg( 1 )

= lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e 0,1x -3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,1x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,1x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e 0,1x können die Funktionswerte von 2 e 0,1x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -3 hinter dem 2 e 0,1x wird zu allen Funktionswerten von 2 e 0,1x noch -3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e 0,1x -3 = y | +3
2 e 0,1x = y +3 |:2
e 0,1x = 1 2 y + 3 2 |ln(⋅)
0,1x = ln( 1 2 y + 3 2 ) |:0,1
x = 1 0,1 ln( 1 2 y + 3 2 )
x = 10 ln( 1 2 y + 3 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 10 ln( 1 2 x + 3 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 10 ln( 1 2 x + 3 2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 11%. Bestimme die Zeit bis sich die Größe der Bakterienkultur verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 11% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 11% dazukommen,
also Bneu = B + 11 100 ⋅B = (1 + 11 100 ) ⋅ B = 1,11 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,11.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.11(2) ≈ 6.64 Stunden

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 2000€ eröffnet und wird mit einem festen Zinssatz verzinst. Nach 6 Jahren beträgt der Kontostand bereits 2680,19€. a) Wie hoch ist der Kontostand 9 Jahre nach der Kontoeröffnung? b) Wann ist der Kontostand auf 2700€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=2000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 2000⋅ a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 6 Jahre der Bestand 2680.19 € ist, also f(6) = 2680.19. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 2000⋅ a t ein:

2000 a 6 = 2680,19 |:2000
a 6 = 1,3401 | ⋅6
a1 = - 1,3401 6 = -1,05
a2 = 1,3401 6 = 1,05

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,05 ≈ 1.05 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 2000⋅ 1,05 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=9 Jahre, also f(9):

f(9) = 2000⋅ 1,05 9 ≈ 3102,656.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 2700 € ist, also f(t) = 2700:

2000⋅ 1,05 t = 2700 |:2000
1,05 t = 27 20 |lg(⋅)
lg( 1,05 t ) = lg( 27 20 )
t · lg( 1,05 ) = lg( 27 20 ) |: lg( 1,05 )
t = lg( 27 20 ) lg( 1,05 )
t = 6,1509

Nach ca. 6,151 Jahre ist also der Kontostand = 2700 €.