Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 50 x 2 ) + lg( 1 10 x 3 ) - lg( 1 2 x ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 50 x 2 ) + lg( 1 10 x 3 ) - lg( 1 2 x )

= - lg( 1 50 x -2 ) + lg( 1 10 x -3 ) - lg( 1 2 x -1 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 50 ) + lg( 1 x 2 ) ) + ( lg( 1 10 ) + lg( 1 x 3 ) ) - ( lg( 1 2 ) + lg( 1 x ) )

= - lg( 1 50 ) - lg( 1 x 2 ) + lg( 1 10 ) + lg( 1 x 3 ) - lg( 1 2 ) - lg( 1 x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 50 ) +2 lg( x ) + lg( 1 10 ) -3 lg( x ) - lg( 1 2 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 50 ) +2 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 10 ) -3 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 2 ) + lg( x )

= lg( 50 ) - lg( 10 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 50 10 · 2 )

= lg( 10 )

= lg( 10 )

= 1

Term aus Graph bestimmen

Beispiel:

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Bestimme den Funktionsterm c · a x der Exponentialfunktion f deren Graph im Schaubild abgebildetet ist.

Tipp: Betrachte dazu den Graph an den Stellen x=0 und x=1.

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Der Graph schneidet die y-Achse im Punkt (0|1), also gilt f(0)=1.

In den allgemeinen Funktionsterm f(x)= c · a x eingesezt bedeutet das: 1 = c · a 0 = c ⋅ 1.

Dadurch wissen wir nun schon: c = 1 , also f(x)= a x .

Außerdem können wir den Punkt (1|3) auf dem Graphen ablesen, also git f(1) = 3.

In unseren Funktionsterm f(x)= a x eingesezt bedeutet das: 3 = a = a .

Es gilt also: 3 = a

Somit ist der Funtionsterm: f(x)= 3 x

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,1x +0,1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,1x +0,1 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,1x +0,1 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y > 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,1x +0,1 = y |ln(⋅)
-0,1x +0,1 = ln( y )
-0,1x +0,1 = ln( y ) | -0,1
-0,1x = ln( y ) -0,1 |:(-0,1 )
x = - 1 0,1 ln( y ) + 0,1 0,1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,1 ln( x ) + 0,1 0,1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,1 ln( x ) + 0,1 0,1

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 131 1,3 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 131

f(1) = 131 1,3

f(2) = 131 1,31,3

f(3) = 131 1,31,31,3

f(4) = 131 1,31,31,31,3

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,3 multipliziert. Da 1,3 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,3-fache, also auf 130 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 130% - 100% = 30 %

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 1,5% seiner Bevölkerung. Nach 2 Jahren hat der Staat noch 67,92 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 7 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 63 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 1.5% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 1.5% weggehen,
also Bneu = B - 1.5 100 ⋅B = (1 - 1.5 100 ) ⋅ B = 0,985 ⋅ B. Somit ist das a=0,985.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,985 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 2 Jahre der Bestand 67.92 Millionen Einwohner ist, also f(2) = 67.92. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,985 t ein:

c ⋅ 0.9852 = 67.92

c ⋅ 0.97023 = 67.92 | : 0.97023

c = 70

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 70 0,985 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=7 Jahre, also f(7):

f(7) = 70 0,985 7 62,973.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 63 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 63:

70 0,985 t = 63 |:70
0,985 t = 9 10 |lg(⋅)
lg( 0,985 t ) = lg( 9 10 )
t · lg( 0,985 ) = lg( 9 10 ) |: lg( 0,985 )
t = lg( 9 10 ) lg( 0,985 )
t = 6,9712

Nach ca. 6,971 Jahre ist also der Bestand = 63 Millionen Einwohner.