Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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2. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache den Term 2 lg( 1 x 3 ) + lg( x 3 ) + lg( x ) zu einem Vielfachen von lg( x ) .

Lösung einblenden

Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a):
2 lg( 1 x 3 ) + lg( x 3 ) + lg( x )
= 2 lg( x -3 ) + lg( x 3 ) + lg( x 1 2 )
= -6 lg( x ) +3 lg( x ) + 1 2 lg( x )
= - 5 2 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 10 x 4 ) + lg( 20 x 3 ) + lg( 5x ) soweit wie möglich.

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lg( 10 x 4 ) + lg( 20 x 3 ) + lg( 5x )

= lg( 10 x -4 ) + lg( 20 x 3 ) + lg( 5x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 10 ) + lg( 1 x 4 ) + ( lg( 20 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 5 ) + lg( x ) )

= lg( 10 ) + lg( 1 x 4 ) + lg( 20 ) + lg( x 3 ) + lg( 5 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 10 ) -4 lg( x ) + lg( 20 ) +3 lg( x ) + lg( 5 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 10 ) -4 lg( x ) + lg( 20 ) +3 lg( x ) + lg( 5 ) + lg( x )

= lg( 20 ) + lg( 10 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 20 · 10 · 5 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e 0,3x -0,6 -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,3x -0,6 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,3x -0,6 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -1 hinter dem e 0,3x -0,6 wird zu allen Funktionswerten von e 0,3x -0,6 noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e 0,3x -0,6 -1 = y | +1
e 0,3x -0,6 = y +1 |ln(⋅)
0,3x -0,6 = ln( y +1 )
0,3x -0,6 = ln( y +1 ) | +0,6
0,3x = ln( y +1 ) +0,6 |:0,3
x = 1 0,3 ln( y +1 ) + 0,6 0,3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,3 ln( x +1 ) + 0,6 0,3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,3 ln( x +1 ) + 0,6 0,3

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 100 0,9 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 100

f(1) = 100 0,9

f(2) = 100 0,90,9

f(3) = 100 0,90,90,9

f(4) = 100 0,90,90,90,9

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,9 multipliziert. Da 0,9 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,9-fache, also auf 90 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 90% = 10 %

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 7% seines Bestands. 4 Tage nach Beobachtungsbeginn sind nur noch 37,4kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 11 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 30kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 7% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 7% weggehen,
also Bneu = B - 7 100 ⋅B = (1 - 7 100 ) ⋅ B = 0,93 ⋅ B. Somit ist das a=0,93.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,93 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 4 Tage der Bestand 37.4 kg ist, also f(4) = 37.4. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,93 t ein:

c ⋅ 0.934 = 37.4

c ⋅ 0.74805 = 37.4 | : 0.74805

c = 50

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 50 0,93 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Tage, also f(11):

f(11) = 50 0,93 11 22,505.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 30 kg ist, also f(t) = 30:

50 0,93 t = 30 |:50
0,93 t = 3 5 |lg(⋅)
lg( 0,93 t ) = lg( 3 5 )
t · lg( 0,93 ) = lg( 3 5 ) |: lg( 0,93 )
t = lg( 3 5 ) lg( 0,93 )
t = 7,039

Nach ca. 7,039 Tage ist also der Bestand = 30 kg.