Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Symmetrie e-Funktionen

Beispiel:

Entscheide welche Symmetrie bei der Funktion f mit f(x)= x · ( 2 e x +2 e -x ) vorliegt.

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Wir betrachten einfach f(-x) und schauen dann, ob das zufällig wieder f(x) oder -f(x) ist:

f(-x) = ( -x ) · ( 2 e -x +2 e x ) = - x · ( 2 e -x +2 e x ) = -2 x · e x -2 x · e -x

Wenn man das mit f(x) = x · ( 2 e x +2 e -x ) = 2 x · e x +2 x · e -x vergleicht, kann man erkennen, dass f(-x) = -2 x · e x -2 x · e -x gerade das Negative von f(x), also -f(x) = -( x · 2 e x + x · 2 e -x ) ist.

Es gilt also: f(-x) = -f(x)

Somit liegt bei f Punktsymmetrie bezüglich des Ursprungs vor.

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 2 x 3 ) + lg( 50 x 9 ) - lg( 100 x ) soweit wie möglich.

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lg( 2 x 3 ) + lg( 50 x 9 ) - lg( 100 x )

= lg( 2 x 3 ) + lg( 50 x -9 ) - lg( 100 x -1 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 2 ) + lg( x 3 ) + ( lg( 50 ) + lg( 1 x 9 ) ) - ( lg( 100 ) + lg( 1 x ) )

= lg( 2 ) + lg( x 3 ) + lg( 50 ) + lg( 1 x 9 ) - lg( 100 ) - lg( 1 x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 2 ) +3 lg( x ) + lg( 50 ) -9 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 2 ) +3 lg( x ) + lg( 50 ) -9 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( x )

= -5 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( 50 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -5 lg( x ) + lg( 1 100 · 50 · 2 )

= -5 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -5 lg( x ) + lg( 1 )

= -5 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e 0,4x -0,8 -3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,4x -0,8 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,4x -0,8 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -3 hinter dem e 0,4x -0,8 wird zu allen Funktionswerten von e 0,4x -0,8 noch -3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e 0,4x -0,8 -3 = y | +3
e 0,4x -0,8 = y +3 |ln(⋅)
0,4x -0,8 = ln( y +3 )
0,4x -0,8 = ln( y +3 ) | +0,8
0,4x = ln( y +3 ) +0,8 |:0,4
x = 1 0,4 ln( y +3 ) + 0,8 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,4 ln( x +3 ) + 0,8 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,4 ln( x +3 ) + 0,8 0,4

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 2,5% seines Bestands. Bestimme die Halbwertszeit dieses radioaktives Elements.

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Die prozentuale Abnahme um 2.5% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 2.5% weggehen,
also Bneu = B - 2.5 100 ⋅B = (1 - 2.5 100 ) ⋅ B = 0,975 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,975.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.975( 1 2 ) ≈ 27.38 Tage

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart exponentiell abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 13 Millionen dieser Insekten geschätzt. 6 Jahre nach Beobachtungsbeginn werden noch 6,46 Millionen der Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 4 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 10,3 Millionen dieser Insekten?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=13 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 13 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 6 Jahre der Bestand 6.46 Millionen Insekten ist, also f(6) = 6.46. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 13 a t ein:

13 a 6 = 6,46 |:13
a 6 = 6,46 13 | 6
a1 = - 6,46 13 6 -0,89
a2 = 6,46 13 6 0,89

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,89 ≈ 0.89 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 13 0,89 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Jahre, also f(4):

f(4) = 13 0,89 4 8,156.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 10.3 Millionen Insekten ist, also f(t) = 10.3:

13 0,89 t = 10,3 |:13
0,89 t = 0,7923 |lg(⋅)
lg( 0,89 t ) = lg( 0,7923 )
t · lg( 0,89 ) = lg( 0,7923 ) |: lg( 0,89 )
t = lg( 0,7923 ) lg( 0,89 )
t = 1,9978

Nach ca. 1,998 Jahre ist also der Bestand = 10.3 Millionen Insekten.