Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 4 x 4 ) + lg( 2x ) + lg( 1 8 x 9 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 4 x 4 ) + lg( 2x ) + lg( 1 8 x 9 )

= lg( 4 x 4 ) + lg( 2x ) + lg( 1 8 x -9 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 4 ) + lg( x 4 ) + ( lg( 2 ) + lg( x ) ) + ( lg( 1 8 ) + lg( 1 x 9 ) )

= lg( 4 ) + lg( x 4 ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 8 ) + lg( 1 x 9 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 4 ) +4 lg( x ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 8 ) -9 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 4 ) +4 lg( x ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 8 ) -9 lg( x )

= -4 lg( x ) - lg( 8 ) + lg( 4 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -4 lg( x ) + lg( 1 8 · 4 · 2 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 )

= -4 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 5 x 3 ) - lg( 1 50 x ) + lg( 2 5 x 2 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

- lg( 1 5 x 3 ) - lg( 1 50 x ) + lg( 2 5 x 2 )

= - lg( 1 5 x -3 ) - lg( 1 50 x ) + lg( 2 5 x -2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 5 ) + lg( 1 x 3 ) ) - ( lg( 1 50 ) + lg( x ) ) + ( lg( 2 5 ) + lg( 1 x 2 ) )

= - lg( 1 5 ) - lg( 1 x 3 ) - lg( 1 50 ) - lg( x ) + lg( 2 5 ) + lg( 1 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 5 ) +3 lg( x ) - lg( 1 50 ) - lg( x ) + lg( 2 5 ) -2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 5 ) +3 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 50 ) - lg( x ) + lg( 2 ) - lg( 5 ) -2 lg( x )

= lg( 50 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 50 · 2 )

= lg( 100 )

= lg( 10 2 )

= 2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e x -1 +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -1 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -1 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die +2 hinter dem e x -1 wird zu allen Funktionswerten von e x -1 noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e x -1 +2 = y | -2
e x -1 = y -2 |ln(⋅)
x -1 = ln( y -2 )
x -1 = ln( y -2 ) | +1
x = ln( y -2 ) +1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( x -2 ) +1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( x -2 ) +1

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 1,1% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 1.1% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 1.1% dazukommen,
also Bneu = B + 1.1 100 ⋅B = (1 + 1.1 100 ) ⋅ B = 1,011 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,011.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.011(2) ≈ 63.36 Jahre

c und a gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 9% abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 13 Millionen dieser Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 4 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 3 Millionen dieser Insekten?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=13 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 9% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 9% weggehen,
also Bneu = B - 9 100 ⋅B = (1 - 9 100 ) ⋅ B = 0,91 ⋅ B. Somit ist das a=0,91.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 13⋅ 0,91 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Jahre, also f(4):

f(4) = 13⋅ 0,91 4 ≈ 8,915.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 3 Millionen Insekten ist, also f(t) = 3:

13⋅ 0,91 t = 3 |:13
0,91 t = 3 13 |lg(⋅)
lg( 0,91 t ) = lg( 3 13 )
t · lg( 0,91 ) = lg( 3 13 ) |: lg( 0,91 )
t = lg( 3 13 ) lg( 0,91 )
t = 15,5479

Nach ca. 15,548 Jahre ist also der Bestand = 3 Millionen Insekten.