Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 10 ( 1 1000 ) .

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Wir suchen den Logarithmus von 1 1000 zur Basis 10, also die Hochzahl mit der man 10 potenzieren muss, um auf 1 1000 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 10☐ = 1 1000 gilt.

An dem Bruch mit der 1 im Zähler kann man schnell erkennen, dass die Hochzahl negativ sein muss. Um auf den Betrag des gesuchten Exponenten zu kommen, können wir auch zuerst mal nur den Nenner als 10-Potenz zu schreiben versuchen, also 10☐ = 1 1000

Aus der Erinnerung an die Potenzrechnung oder durch systematisches Probieren kommt man auf die Lösung:

log 10 ( 1 1000 ) = -3, eben weil 10-3 = 1 1000 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 50 x 5 ) + lg( 5 x 4 ) + lg( 2 5 x ) soweit wie möglich.

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lg( 50 x 5 ) + lg( 5 x 4 ) + lg( 2 5 x )

= lg( 50 x -5 ) + lg( 5 x 4 ) + lg( 2 5 x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 50 ) + lg( 1 x 5 ) + ( lg( 5 ) + lg( x 4 ) ) + ( lg( 2 5 ) + lg( x ) )

= lg( 50 ) + lg( 1 x 5 ) + lg( 5 ) + lg( x 4 ) + lg( 2 5 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 50 ) -5 lg( x ) + lg( 5 ) +4 lg( x ) + lg( 2 5 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 50 ) -5 lg( x ) + lg( 5 ) +4 lg( x ) + lg( 2 ) - lg( 5 ) + lg( x )

= lg( 50 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 50 · 2 )

= lg( 100 )

= lg( 10 2 )

= 2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e 0,1x -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,1x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,1x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e 0,1x können die Funktionswerte von 2 e 0,1x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -1 hinter dem 2 e 0,1x wird zu allen Funktionswerten von 2 e 0,1x noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e 0,1x -1 = y | +1
2 e 0,1x = y +1 |:2
e 0,1x = 1 2 y + 1 2 |ln(⋅)
0,1x = ln( 1 2 y + 1 2 ) |:0,1
x = 1 0,1 ln( 1 2 y + 1 2 )
x = 10 ln( 1 2 y + 1 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 10 ln( 1 2 x + 1 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 10 ln( 1 2 x + 1 2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 5% seiner Bevölkerung. Wann hat sich die Bevölkerung halbiert?

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Die prozentuale Abnahme um 5% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 5% weggehen,
also Bneu = B - 5 100 ⋅B = (1 - 5 100 ) ⋅ B = 0,95 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,95.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.95( 1 2 ) ≈ 13.51 Jahre

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 2,7% seiner Bevölkerung. Nach 4 Jahren hat der Staat noch 53,78 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 6 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 50,9 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 2.7% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 2.7% weggehen,
also Bneu = B - 2.7 100 ⋅B = (1 - 2.7 100 ) ⋅ B = 0,973 ⋅ B. Somit ist das a=0,973.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,973 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 4 Jahre der Bestand 53.78 Millionen Einwohner ist, also f(4) = 53.78. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,973 t ein:

c ⋅ 0.9734 = 53.78

c ⋅ 0.8963 = 53.78 | : 0.8963

c = 60

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 60⋅ 0,973 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=6 Jahre, also f(6):

f(6) = 60⋅ 0,973 6 ≈ 50,913.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 50.9 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 50.9:

60⋅ 0,973 t = 50,9 |:60
0,973 t = 0,8483 |lg(⋅)
lg( 0,973 t ) = lg( 0,8483 )
t · lg( 0,973 ) = lg( 0,8483 ) |: lg( 0,973 )
t = lg( 0,8483 ) lg( 0,973 )
t = 6,0107

Nach ca. 6,011 Jahre ist also der Bestand = 50.9 Millionen Einwohner.