Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen


1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 0.00001x ) +3 lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

Lösung einblenden

Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 0.00001x ) +3 lg( x )
= lg( 0.00001 ) + lg( x ) +3 lg( x )
= lg( 10 -5 ) + lg( x ) +3 lg( x )
= -5 + lg( x ) +3 lg( x )
= 4 lg( x ) -5

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 25000 x 3 ) + lg( 50 x ) - lg( 1 5 x 2 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 1 25000 x 3 ) + lg( 50 x ) - lg( 1 5 x 2 )

= lg( 1 25000 x 3 ) + lg( 50 x -1 ) - lg( 1 5 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 25000 ) + lg( x 3 ) + ( lg( 50 ) + lg( 1 x ) ) - ( lg( 1 5 ) + lg( x 2 ) )

= lg( 1 25000 ) + lg( x 3 ) + lg( 50 ) + lg( 1 x ) - lg( 1 5 ) - lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 25000 ) +3 lg( x ) + lg( 50 ) - lg( x ) - lg( 1 5 ) -2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 25000 ) +3 lg( x ) + lg( 50 ) - lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 5 ) -2 lg( x )

= - lg( 25000 ) + lg( 50 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 25000 · 50 · 5 )

= lg( 1 100 )

= lg( 10 -2 )

= -2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,2x +0,2 -3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,2x +0,2 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,2x +0,2 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -3 hinter dem e -0,2x +0,2 wird zu allen Funktionswerten von e -0,2x +0,2 noch -3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -3}

Umkehrfunktion

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,2x +0,2 -3 = y | +3
e -0,2x +0,2 = y +3 |ln(⋅)
-0,2x +0,2 = ln( y +3 )
-0,2x +0,2 = ln( y +3 ) | -0,2
-0,2x = ln( y +3 ) -0,2 |:(-0,2 )
x = - 1 0,2 ln( y +3 ) + 0,2 0,2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,2 ln( x +3 ) + 0,2 0,2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,2 ln( x +3 ) + 0,2 0,2

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 5% seiner Bevölkerung. Wann hat sich die Bevölkerung halbiert?

Lösung einblenden

Die prozentuale Abnahme um 5% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 5% weggehen,
also Bneu = B - 5 100 ⋅B = (1 - 5 100 ) ⋅ B = 0,95 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,95.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.95( 1 2 ) ≈ 13.51 Jahre

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 6% verzinst. 6 Jahre nach dem das Konto eröffnet wurde, sind bereits 7092,6€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand 9 Jahre nach der Kontoeröffnung? b) Wann ist der Kontostand auf 7000€ angewachsen?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 6% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 6% dazukommen,
also Bneu = B + 6 100 ⋅B = (1 + 6 100 ) ⋅ B = 1,06 ⋅ B. Somit ist das a=1,06.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,06 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 6 Jahre der Bestand 7092.6 € ist, also f(6) = 7092.6. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,06 t ein:

c ⋅ 1.066 = 7092.6

c ⋅ 1.41852 = 7092.6 | : 1.41852

c = 5000

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 5000⋅ 1,06 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=9 Jahre, also f(9):

f(9) = 5000⋅ 1,06 9 ≈ 8447,395.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 7000 € ist, also f(t) = 7000:

5000⋅ 1,06 t = 7000 |:5000
1,06 t = 7 5 |lg(⋅)
lg( 1,06 t ) = lg( 7 5 )
t · lg( 1,06 ) = lg( 7 5 ) |: lg( 1,06 )
t = lg( 7 5 ) lg( 1,06 )
t = 5,7745

Nach ca. 5,775 Jahre ist also der Kontostand = 7000 €.