Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (schwer)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 4 ( 1 64 ) .

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Zuerst schreiben wir 1 64 um: 1 64 = 64 - 1 2

Man kann erkennen, dass 64 eine Potenz ist: 64 = 4 3

Also schreiben wir 1 64 = 64 - 1 2 = ( 4 3 ) - 1 2 = 4 - 3 2

log 4 ( 1 64 ) = log 4 ( 4 - 3 2 ) heißt, dass wir den Logarithmus von 4 - 3 2 zur Basis 4 suchen, also die Hochzahl mit der man 4 potenzieren muss, um auf 4 - 3 2 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 4 = 4 - 3 2 gilt.

Damit steht die Lösung praktisch schon da: log 4 ( 1 64 ) = log 4 ( 4 - 3 2 ) = - 3 2 , eben weil 4 - 3 2 = 1 64 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 2x ) + lg( 1 50 x 2 ) - lg( 1 25 x 2 ) soweit wie möglich.

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lg( 2x ) + lg( 1 50 x 2 ) - lg( 1 25 x 2 )

= lg( 2x ) + lg( 1 50 x 2 ) - lg( 1 25 x -2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 2 ) + lg( x ) + ( lg( 1 50 ) + lg( x 2 ) ) - ( lg( 1 25 ) + lg( 1 x 2 ) )

= lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 50 ) + lg( x 2 ) - lg( 1 25 ) - lg( 1 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 50 ) +2 lg( x ) - lg( 1 25 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 50 ) +2 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 25 ) +2 lg( x )

= 5 lg( x ) - lg( 50 ) + lg( 25 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 5 lg( x ) + lg( 1 50 · 25 · 2 )

= 5 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= 5 lg( x ) + lg( 1 )

= 5 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= - e x -1 +3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -1 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -1 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -1 vor e x -1 wird e x -1 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei - e x -1 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +3 hinter dem - e x -1 wird zu allen Funktionswerten von - e x -1 noch 3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

- e x -1 +3 = y | -3
- e x -1 = y -3 |:-1
e x -1 = -y +3 |ln(⋅)
x -1 = ln( -y +3 )
x -1 = ln( -y +3 ) | +1
x = ln( -y +3 ) +1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( -x +3 ) +1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( -x +3 ) +1

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 64 ( 49 50 ) t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 64

f(1) = 64 49 50

f(2) = 64 49 50 49 50

f(3) = 64 49 50 49 50 49 50

f(4) = 64 49 50 49 50 49 50 49 50

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 49 50 multipliziert. Da 49 50 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 49 50 -fache (oder auf das 98 100 -fache), also auf 98 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 98% = 2 %

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 13% seines Bestands. 8 Tage nach Beobachtungsbeginn sind nur noch 16,41kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 9 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 10kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 13% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 13% weggehen,
also Bneu = B - 13 100 ⋅B = (1 - 13 100 ) ⋅ B = 0,87 ⋅ B. Somit ist das a=0,87.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,87 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Tage der Bestand 16.41 kg ist, also f(8) = 16.41. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,87 t ein:

c ⋅ 0.878 = 16.41

c ⋅ 0.32821 = 16.41 | : 0.32821

c = 50

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 50 0,87 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Tage, also f(9):

f(9) = 50 0,87 9 14,277.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 10 kg ist, also f(t) = 10:

50 0,87 t = 10 |:50
0,87 t = 1 5 |lg(⋅)
lg( 0,87 t ) = lg( 1 5 )
t · lg( 0,87 ) = lg( 1 5 ) |: lg( 0,87 )
t = lg( 1 5 ) lg( 0,87 )
t = 11,5569

Nach ca. 11,557 Tage ist also der Bestand = 10 kg.