Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 80 x 2 ) - lg( 1 4 x 3 ) + lg( 20x ) soweit wie möglich.

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lg( 1 80 x 2 ) - lg( 1 4 x 3 ) + lg( 20x )

= lg( 1 80 x -2 ) - lg( 1 4 x -3 ) + lg( 20x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 80 ) + lg( 1 x 2 ) - ( lg( 1 4 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 20 ) + lg( x ) )

= lg( 1 80 ) + lg( 1 x 2 ) - lg( 1 4 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 20 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 80 ) -2 lg( x ) - lg( 1 4 ) +3 lg( x ) + lg( 20 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 80 ) -2 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) +3 lg( x ) + lg( 20 ) + lg( x )

= 2 lg( x ) - lg( 80 ) + lg( 20 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 2 lg( x ) + lg( 1 80 · 20 · 4 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 4 · 4 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 )

= 2 lg( x )

Parameter mit Graph bestimmen

Beispiel:

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Gegeben ist die Funktionenschar fk(x)= 5 k e k x +5 k +3 . Die Abbildung rechts zeigt den Graph von fk für ein bestimmtes k. Bestimme dieses k.

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Das Problem bei e-Funktionen ist ja, dass wir normale Funktionswerte sehr schwer berechnen und dann nur sehr ungenau ablesen können :(

Die einzige Möglichkeit gut ablesbare Werte zu finden, ist also dort, wo der Exponentialterm (annähernd) = 0 ist - oder eben =1 ist, weil dort der Exponent =0 ist.

  • Da das k ja ein fester Wert ist, kann 5 k e k x +5 k niemals = 0 werden.
  • Wenn der Exponent k x +5 k jedoch betragsmäßig sehr große und negative Werte annimmt, strebt der Exponentialterm 5 k e k x +5 k recht schnell gegen 0. Das lässt sich auch gut in der waagrechten Asymptote bei 3 erkennen.
    Dieser zweite Summand ist aber unabhängig von k, so dass uns die Lage der Asymptote keinen Anhaltspunkt für den Wert von k gibt.
  • Wir müssen also den Exponent k x +5 k = 0 bekommen, um einen präzise ablesbaren Punkt auf dem Graph zu bekommen.
    k x +5 k = 0 | - ( 5 k )
    k x = -5 k |:( k )
    x = -5
    Wenn wir nun -5 in fk einsetzen erhalten wir folgende Gleichung:
    fk(-5 ) = 5 k e k ( -5 ) +5 k +3 = 5k +3
    im abgebildeten Term können wir aber ja f(-5 ) = -1 ablesen, es gilt somit:
    5k +3 = -1 | -3
    5k = -4 |:5
    k = - 4 5 = -0.8

Der abgebildete Graph ist somit der von f - 4 5

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,3x +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die +1 hinter dem e -0,3x wird zu allen Funktionswerten von e -0,3x noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,3x +1 = y | -1
e -0,3x = y -1 |ln(⋅)
-0,3x = ln( y -1 ) |:-0,3
x = - 1 0,3 ln( y -1 )
x = - 10 3 ln( y -1 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 10 3 ln( x -1 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 10 3 ln( x -1 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0,873 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0,873 t ablesen: a=0.873.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.873( 1 2 ) ≈ 5.1 (Zeiteinheiten)

c und a gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 5% verzinst. Zu Beginn sind 1000€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand nach 13 Jahren? b) Wann ist der Kontostand auf 3000€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=1000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 5% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 5% dazukommen,
also Bneu = B + 5 100 ⋅B = (1 + 5 100 ) ⋅ B = 1,05 ⋅ B. Somit ist das a=1,05.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 1000 1,05 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=13 Jahre, also f(13):

f(13) = 1000 1,05 13 1885,649.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 3000 € ist, also f(t) = 3000:

1000 1,05 t = 3000 |:1000
1,05 t = 3 |lg(⋅)
lg( 1,05 t ) = lg( 3 )
t · lg( 1,05 ) = lg( 3 ) |: lg( 1,05 )
t = lg( 3 ) lg( 1,05 )
t = 22,5171

Nach ca. 22,517 Jahre ist also der Kontostand = 3000 €.