Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log im Interval bestimmen

Beispiel:

Finde zwei benachbarte ganze Zahlen, zwischen denen der Logarithmus log 16 (78) liegt.

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Wir suchen 16er-Potenzen in der Näher von 78, also eine die gerade noch kleiner und eine die schon größer als 78 ist.

Dabei kommt man auf 16 = 161 < 78 und auf 16 2 = 162 > 78.

Und da wir bei log 16 (78) ja das ☐ von 16 = 78 suchen, muss dieses ☐ irgendwo zwischen 1 und 2 liegen, wegen:
161 = 16 < 78 < 16 2 = 162

Es gilt somit: 1 < log 16 (78) < 2

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 4 x 4 ) - lg( 1 2 ) + lg( 1 8 x 3 ) soweit wie möglich.

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lg( 4 x 4 ) - lg( 1 2 ) + lg( 1 8 x 3 )

= lg( 4 x -4 ) - lg( 1 2 ) + lg( 1 8 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 4 ) + lg( 1 x 4 ) - ( lg( 1 2 ) + lg( 1 ) ) + ( lg( 1 8 ) + lg( x 3 ) )

= lg( 4 ) + lg( 1 x 4 ) - lg( 1 2 ) - lg( 1 ) + lg( 1 8 ) + lg( x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 4 ) -4 lg( x ) - lg( 1 2 ) +0 + lg( 1 8 ) +3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 4 ) -4 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 2 ) +0 + lg( 1 ) - lg( 8 ) +3 lg( x )

= - lg( x ) - lg( 8 ) + lg( 4 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= - lg( x ) + lg( 1 8 · 4 · 2 )

= - lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= - lg( x ) + lg( 1 )

= - lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -4 e -0,1x +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,1x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,1x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -4 vor e -0,1x wird e -0,1x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -4 e -0,1x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +2 hinter dem -4 e -0,1x wird zu allen Funktionswerten von -4 e -0,1x noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-4 e -0,1x +2 = y | -2
-4 e -0,1x = y -2 |:-4
e -0,1x = - 1 4 y + 1 2 |ln(⋅)
-0,1x = ln( - 1 4 y + 1 2 ) |:-0,1
x = - 1 0,1 ln( - 1 4 y + 1 2 )
x = -10 ln( - 1 4 y + 1 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = -10 ln( - 1 4 x + 1 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = -10 ln( - 1 4 x + 1 2 )

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 5 ( 11 10 ) t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 5

f(1) = 5 11 10

f(2) = 5 11 10 11 10

f(3) = 5 11 10 11 10 11 10

f(4) = 5 11 10 11 10 11 10 11 10

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 11 10 multipliziert. Da 11 10 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 11 10 -fache (oder auf das 110 100 -fache), also auf 110 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 110% - 100% = 10 %

c und a gegeben

Beispiel:

Bei einer Internetseite kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Nutzer wöchentlich um 19% vermehrt. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 1000 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 4 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 8000 angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=1000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 19% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 19% dazukommen,
also Bneu = B + 19 100 ⋅B = (1 + 19 100 ) ⋅ B = 1,19 ⋅ B. Somit ist das a=1,19.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 1000 1,19 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=4 Wochen, also f(4):

f(4) = 1000 1,19 4 2005,339.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 8000 Nutzer ist, also f(t) = 8000:

1000 1,19 t = 8000 |:1000
1,19 t = 8 |lg(⋅)
lg( 1,19 t ) = lg( 8 )
t · lg( 1,19 ) = lg( 8 ) |: lg( 1,19 )
t = lg( 8 ) lg( 1,19 )
t = 11,954

Nach ca. 11,954 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 8000 Nutzer.