Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen


log im Interval bestimmen

Beispiel:

Finde zwei benachbarte ganze Zahlen, zwischen denen der Logarithmus log 3 (49) liegt.

Lösung einblenden

Wir suchen 3er-Potenzen in der Näher von 49, also eine die gerade noch kleiner und eine die schon größer als 49 ist.

Dabei kommt man auf 3 3 = 33 < 49 und auf 3 4 = 34 > 49.

Und da wir bei log 3 (49) ja das ☐ von 3☐ = 49 suchen, muss dieses ☐ irgendwo zwischen 3 und 4 liegen, wegen:
33 = 3 3 < 49 < 3 4 = 34

Es gilt somit: 3 < log 3 (49) < 4

Parameter mit Graph bestimmen

Beispiel:

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Gegeben ist die Funktionenschar fk(x)= - ( x +2 k ) · e x + k -2 . Die Abbildung rechts zeigt den Graph von fk für ein bestimmtes k. Bestimme dieses k.

Lösung einblenden

Das Problem bei e-Funktionen ist ja, dass wir normale Funktionswerte sehr schwer berechnen und dann nur sehr ungenau ablesen können :(

Die einzige Möglichkeit gut ablesbare Werte zu finden, ist also dort, wo der Exponentialterm (annähernd) = 0 ist - oder eben =1 ist, weil dort der Exponent =0 ist.

  • Man kann schnell erkennen, dass der Exponentialterm - ( x +2 k ) · e x + k = 0 wird, wenn x +2 k = 0 ist, also für x = -2 k .
    Dann muss ja der y-Wert fk(-2 k ) = - ( ( -2 k ) +2 k ) · e ( -2 k ) + k -2 = 0 -2 = -2 sein.
    Da bei x = -2 k bei ( x +2 k ) auch das Vorzeichen wechselt, muss dieser Punkt P(-2 k | -2 ) im abgebildeten Graph bei P(1| -2 ) sein.
    Für den x-Wert dieses Punkts P gilt somit -2 k = 1
    Also gilt k = - 1 2

Der abgebildete Graph ist somit der von f - 1 2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 4 e -0,1x -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,1x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,1x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 4 vor e -0,1x können die Funktionswerte von 4 e -0,1x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -1 hinter dem 4 e -0,1x wird zu allen Funktionswerten von 4 e -0,1x noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

4 e -0,1x -1 = y | +1
4 e -0,1x = y +1 |:4
e -0,1x = 1 4 y + 1 4 |ln(⋅)
-0,1x = ln( 1 4 y + 1 4 ) |:-0,1
x = - 1 0,1 ln( 1 4 y + 1 4 )
x = -10 ln( 1 4 y + 1 4 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = -10 ln( 1 4 x + 1 4 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = -10 ln( 1 4 x + 1 4 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,067 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

Lösung einblenden

Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,067 t ablesen: a=1.067.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.067(2) ≈ 10.69 (Zeiteinheiten)

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beobachtungsbeginn 40kg vorhanden. Nach 4 Tagen nach sind nur noch 31,23kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 9 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 20kg vorhanden?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=40 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 40⋅ a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 4 Tage der Bestand 31.23 kg ist, also f(4) = 31.23. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 40⋅ a t ein:

40 a 4 = 31,23 |:40
a 4 = 0,78075 | ⋅4
a1 = - 0,78075 4 = -0,94
a2 = 0,78075 4 = 0,94

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,94 ≈ 0.94 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 40⋅ 0,94 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Tage, also f(9):

f(9) = 40⋅ 0,94 9 ≈ 22,92.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 20 kg ist, also f(t) = 20:

40⋅ 0,94 t = 20 |:40
0,94 t = 1 2 |lg(⋅)
lg( 0,94 t ) = lg( 1 2 )
t · lg( 0,94 ) = lg( 1 2 ) |: lg( 0,94 )
t = lg( 1 2 ) lg( 0,94 )
t = 11,2023

Nach ca. 11,202 Tage ist also der Bestand = 20 kg.