Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 10000000000x ) +2 lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

Lösung einblenden

Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 10000000000x ) +2 lg( x )
= lg( 10000000000 ) + lg( x ) +2 lg( x )
= lg( 10 10 ) + lg( x ) +2 lg( x )
= 10 + lg( x ) +2 lg( x )
= 3 lg( x ) +10

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 5 ) + lg( 4 x 2 ) + lg( 1 2 x 2 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 5 ) + lg( 4 x 2 ) + lg( 1 2 x 2 )

= lg( 5 ) + lg( 4 x -2 ) + lg( 1 2 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 5 ) + lg( 1 ) + ( lg( 4 ) + lg( 1 x 2 ) ) + ( lg( 1 2 ) + lg( x 2 ) )

= lg( 5 ) + lg( 1 ) + lg( 4 ) + lg( 1 x 2 ) + lg( 1 2 ) + lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 5 ) +0 + lg( 4 ) -2 lg( x ) + lg( 1 2 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 5 ) +0 + lg( 4 ) -2 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 2 ) +2 lg( x )

= lg( 5 ) + lg( 4 ) - lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 5 · 4 2 )

= lg( 10 )

= lg( 10 )

= 1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e 0,4x -0,8 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,4x -0,8 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,4x -0,8 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e 0,4x -0,8 können die Funktionswerte von 2 e 0,4x -0,8 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y > 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e 0,4x -0,8 = y |:2
e 0,4x -0,8 = 1 2 y |ln(⋅)
0,4x -0,8 = ln( 1 2 y )
0,4x -0,8 = ln( 1 2 y ) | +0,8
0,4x = ln( 1 2 y ) +0,8 |:0,4
x = 1 0,4 ln( 1 2 y ) + 0,8 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,4 ln( 1 2 x ) + 0,8 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,4 ln( 1 2 x ) + 0,8 0,4

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Ein Konto wird mit 4000€ eröffnet und wird mit einem festen Zinssatz verzinst. Nach 14,2 Jahren hat sich der der Kontostand verdoppelt. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die den Kontostand nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 4000 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Verdopplungszeit: TV = loga(2).

Also 14.2 = loga(2). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 14,2 = 2 | 14,2
a1 = - 2 1 14,2 -1,05
a2 = 2 1 14,2 1,05

Das gesuchte a ist somit 1,05 ≈ 1.05, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 4000 1,05 t

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 1,6% seiner Bevölkerung. Nach 8 Jahren hat der Staat noch 65,92 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 12 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 55 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 1.6% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 1.6% weggehen,
also Bneu = B - 1.6 100 ⋅B = (1 - 1.6 100 ) ⋅ B = 0,984 ⋅ B. Somit ist das a=0,984.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,984 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Jahre der Bestand 65.92 Millionen Einwohner ist, also f(8) = 65.92. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,984 t ein:

c ⋅ 0.9848 = 65.92

c ⋅ 0.87894 = 65.92 | : 0.87894

c = 75

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 75 0,984 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=12 Jahre, also f(12):

f(12) = 75 0,984 12 61,802.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 55 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 55:

75 0,984 t = 55 |:75
0,984 t = 11 15 |lg(⋅)
lg( 0,984 t ) = lg( 11 15 )
t · lg( 0,984 ) = lg( 11 15 ) |: lg( 0,984 )
t = lg( 11 15 ) lg( 0,984 )
t = 19,2292

Nach ca. 19,229 Jahre ist also der Bestand = 55 Millionen Einwohner.