Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache log 5 ( x ) - log 5 ( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
log 5 ( x ) - log 5 ( x )
= log 5 ( 1 ) + log 5 ( x ) - log 5 ( x )
= log 5 ( 1 ) + log 5 ( x ) - log 5 ( x )
= 0 + log 5 ( x ) - log 5 ( x )
=0

Term aus Graph bestimmen

Beispiel:

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Bestimme den Funktionsterm c · a x der Exponentialfunktion f deren Graph im Schaubild abgebildetet ist.

Tipp: Betrachte dazu den Graph an den Stellen x=0 und x=1.

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Der Graph schneidet die y-Achse im Punkt (0| - 1 2 ), also gilt f(0)= - 1 2 .

In den allgemeinen Funktionsterm f(x)= c · a x eingesezt bedeutet das: - 1 2 = c · a 0 = c ⋅ 1.

Dadurch wissen wir nun schon: c = - 1 2 , also f(x)= - 1 2 ⋅ a x .

Außerdem können wir den Punkt (1|-1) auf dem Graphen ablesen, also git f(1) = -1.

In unseren Funktionsterm f(x)= - 1 2 ⋅ a x eingesezt bedeutet das: -1 = - 1 2 ⋅a = - 1 2 a .

Es gilt also: -1 = - 1 2 a | ⋅ -2

2 = a

Somit ist der Funtionsterm: f(x)= - 1 2 ⋅ 2 x

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e 0,4x -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,4x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,4x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e 0,4x können die Funktionswerte von 2 e 0,4x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -1 hinter dem 2 e 0,4x wird zu allen Funktionswerten von 2 e 0,4x noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e 0,4x -1 = y | +1
2 e 0,4x = y +1 |:2
e 0,4x = 1 2 y + 1 2 |ln(⋅)
0,4x = ln( 1 2 y + 1 2 ) |:0,4
x = 1 0,4 ln( 1 2 y + 1 2 )
x = 5 2 ln( 1 2 y + 1 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 5 2 ln( 1 2 x + 1 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 5 2 ln( 1 2 x + 1 2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0,854 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0,854 t ablesen: a=0.854.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.854( 1 2 ) ≈ 4.39 (Zeiteinheiten)

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 55 Millionen Einwohner. Nach 2 Jahren hat der Staat noch 52,39 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 9 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 45 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=55 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 55⋅ a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 2 Jahre der Bestand 52.39 Millionen Einwohner ist, also f(2) = 52.39. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 55⋅ a t ein:

55 a 2 = 52,39 |:55
a 2 = 0,95255 | ⋅2
a1 = - 0,95255 ≈ -0,976
a2 = 0,95255 ≈ 0,976

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,976 ≈ 0.976 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 55⋅ 0,976 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Jahre, also f(9):

f(9) = 55⋅ 0,976 9 ≈ 44,199.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 45 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 45:

55⋅ 0,976 t = 45 |:55
0,976 t = 9 11 |lg(⋅)
lg( 0,976 t ) = lg( 9 11 )
t · lg( 0,976 ) = lg( 9 11 ) |: lg( 0,976 )
t = lg( 9 11 ) lg( 0,976 )
t = 8,2605

Nach ca. 8,261 Jahre ist also der Bestand = 45 Millionen Einwohner.