Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: lg( 2000 ) - lg( 20 ) .

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lg( 2000 ) - lg( 20 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a) - log(b) rückwärts an:

= lg( 2000 20 )

= lg( 100 )

= lg( 10 2 )

= 2

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 25 x 2 ) - lg( 1000 x 3 ) + lg( 4 x ) soweit wie möglich.

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lg( 25 x 2 ) - lg( 1000 x 3 ) + lg( 4 x )

= lg( 25 x -2 ) - lg( 1000 x -3 ) + lg( 4 x -1 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 25 ) + lg( 1 x 2 ) - ( lg( 1000 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 4 ) + lg( 1 x ) )

= lg( 25 ) + lg( 1 x 2 ) - lg( 1000 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 4 ) + lg( 1 x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 25 ) -2 lg( x ) - lg( 1000 ) +3 lg( x ) + lg( 4 ) - lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 25 ) -2 lg( x ) - lg( 1000 ) +3 lg( x ) + lg( 4 ) - lg( x )

= - lg( 1000 ) + lg( 25 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 1000 · 25 · 4 )

= lg( 1 10 )

= lg( 10 -1 )

= -1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,1x +0,1 +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,1x +0,1 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,1x +0,1 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die +2 hinter dem e -0,1x +0,1 wird zu allen Funktionswerten von e -0,1x +0,1 noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,1x +0,1 +2 = y | -2
e -0,1x +0,1 = y -2 |ln(⋅)
-0,1x +0,1 = ln( y -2 )
-0,1x +0,1 = ln( y -2 ) | -0,1
-0,1x = ln( y -2 ) -0,1 |:(-0,1 )
x = - 1 0,1 ln( y -2 ) + 0,1 0,1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,1 ln( x -2 ) + 0,1 0,1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,1 ln( x -2 ) + 0,1 0,1

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element mit einer Halbwertszeit von 17 Jahren sind zu Beobachtungsbeginn 80kg vorhanden. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Masse des radioaktiven Elements nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 80 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 17 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 17 = 1 2 | 17
a = 1 2 17

Das gesuchte a ist somit 1 2 17 ≈ 0.96, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 80 0,96 t

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei der Anzahl der Nutzer einer Internetseite kann man von exponentiellem Wachstum ausgehen. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 7000 Nutzer. Nach 8 Wochen zählt man bereits 19968,1 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 7 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 27000 angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=7000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 7000 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 8 Wochen der Bestand 19968.1 Nutzer ist, also f(8) = 19968.1. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 7000 a t ein:

7000 a 8 = 19968,1 |:7000
a 8 = 2,85259 | 8
a1 = - 2,85259 8 = -1,14
a2 = 2,85259 8 = 1,14

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,14 ≈ 1.14 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 7000 1,14 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=7 Wochen, also f(7):

f(7) = 7000 1,14 7 17515,882.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 27000 Nutzer ist, also f(t) = 27000:

7000 1,14 t = 27000 |:7000
1,14 t = 27 7 |lg(⋅)
lg( 1,14 t ) = lg( 27 7 )
t · lg( 1,14 ) = lg( 27 7 ) |: lg( 1,14 )
t = lg( 27 7 ) lg( 1,14 )
t = 10,3026

Nach ca. 10,303 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 27000 Nutzer.