Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 4 x 4 ) - lg( 1 2 x 2 ) + lg( 2 x 3 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 1 4 x 4 ) - lg( 1 2 x 2 ) + lg( 2 x 3 )

= lg( 1 4 x -4 ) - lg( 1 2 x -2 ) + lg( 2 x -3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 4 ) + lg( 1 x 4 ) - ( lg( 1 2 ) + lg( 1 x 2 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( 1 x 3 ) )

= lg( 1 4 ) + lg( 1 x 4 ) - lg( 1 2 ) - lg( 1 x 2 ) + lg( 2 ) + lg( 1 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 4 ) -4 lg( x ) - lg( 1 2 ) +2 lg( x ) + lg( 2 ) -3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 4 ) -4 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 2 ) +2 lg( x ) + lg( 2 ) -3 lg( x )

= -5 lg( x ) - lg( 4 ) + lg( 2 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -5 lg( x ) + lg( 1 4 · 2 · 2 )

= -5 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -5 lg( x ) + lg( 1 )

= -5 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 2000 x 2 ) + lg( 5 x ) + lg( 4 x 3 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 1 2000 x 2 ) + lg( 5 x ) + lg( 4 x 3 )

= lg( 1 2000 x -2 ) + lg( 5 x -1 ) + lg( 4 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 2000 ) + lg( 1 x 2 ) + ( lg( 5 ) + lg( 1 x ) ) + ( lg( 4 ) + lg( x 3 ) )

= lg( 1 2000 ) + lg( 1 x 2 ) + lg( 5 ) + lg( 1 x ) + lg( 4 ) + lg( x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 2000 ) -2 lg( x ) + lg( 5 ) - lg( x ) + lg( 4 ) +3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 2000 ) -2 lg( x ) + lg( 5 ) - lg( x ) + lg( 4 ) +3 lg( x )

= - lg( 2000 ) + lg( 5 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 2000 · 5 · 4 )

= lg( 1 100 )

= lg( 10 -2 )

= -2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -4 e -0,3x +0,6 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x +0,6 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x +0,6 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -4 vor e -0,3x +0,6 wird e -0,3x +0,6 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -4 e -0,3x +0,6 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y < 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-4 e -0,3x +0,6 = y |:-4
e -0,3x +0,6 = - 1 4 y |ln(⋅)
-0,3x +0,6 = ln( - 1 4 y )
-0,3x +0,6 = ln( - 1 4 y ) | -0,6
-0,3x = ln( - 1 4 y ) -0,6 |:(-0,3 )
x = - 1 0,3 ln( - 1 4 y ) + 0,6 0,3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,3 ln( - 1 4 x ) + 0,6 0,3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,3 ln( - 1 4 x ) + 0,6 0,3

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Alle 6,6 Wochen verdoppelt sich die Anzahl der Nutzer einer Internetseite. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 3000 Nutzer.Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Anzahl der Nutzer nach t Wochen angibt.

Lösung einblenden

Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 3000 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Verdopplungszeit: TV = loga(2).

Also 6.6 = loga(2). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 6,6 = 2 | 6,6
a1 = - 2 1 6,6 -1,111
a2 = 2 1 6,6 1,111

Das gesuchte a ist somit 1,111 ≈ 1.11, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 3000 1,11 t

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei der Anzahl der Nutzer einer Internetseite kann man von exponentiellem Wachstum ausgehen. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 1000 Nutzer. Nach 8 Wochen zählt man bereits 4021,39 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 10 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 8000 angewachsen?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=1000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 1000 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 8 Wochen der Bestand 4021.39 Nutzer ist, also f(8) = 4021.39. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 1000 a t ein:

1000 a 8 = 4021,39 |:1000
a 8 = 4,02139 | 8
a1 = - 4,02139 8 = -1,19
a2 = 4,02139 8 = 1,19

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,19 ≈ 1.19 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 1000 1,19 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=10 Wochen, also f(10):

f(10) = 1000 1,19 10 5694,684.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 8000 Nutzer ist, also f(t) = 8000:

1000 1,19 t = 8000 |:1000
1,19 t = 8 |lg(⋅)
lg( 1,19 t ) = lg( 8 )
t · lg( 1,19 ) = lg( 8 ) |: lg( 1,19 )
t = lg( 8 ) lg( 1,19 )
t = 11,954

Nach ca. 11,954 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 8000 Nutzer.