Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 500 x 4 ) + lg( 25 x ) + lg( 20 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 1 500 x 4 ) + lg( 25 x ) + lg( 20 )

= lg( 1 500 x 4 ) + lg( 25 x -1 ) + lg( 20 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 500 ) + lg( x 4 ) + ( lg( 25 ) + lg( 1 x ) ) + ( lg( 20 ) + lg( 1 ) )

= lg( 1 500 ) + lg( x 4 ) + lg( 25 ) + lg( 1 x ) + lg( 20 ) + lg( 1 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 500 ) +4 lg( x ) + lg( 25 ) - lg( x ) + lg( 20 ) +0

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 500 ) +4 lg( x ) + lg( 25 ) - lg( x ) + lg( 20 ) +0

= 3 lg( x ) - lg( 500 ) + lg( 25 ) + lg( 20 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 3 lg( x ) + lg( 1 500 · 25 · 20 )

= 3 lg( x ) + lg( 1 20 · 20 )

= 3 lg( x ) + lg( 1 )

= 3 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 2 x 2 ) - lg( 5000 x 5 ) - lg( 1 25 x 3 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 2 x 2 ) - lg( 5000 x 5 ) - lg( 1 25 x 3 )

= lg( 2 x 2 ) - lg( 5000 x 5 ) - lg( 1 25 x -3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 2 ) + lg( x 2 ) - ( lg( 5000 ) + lg( x 5 ) ) - ( lg( 1 25 ) + lg( 1 x 3 ) )

= lg( 2 ) + lg( x 2 ) - lg( 5000 ) - lg( x 5 ) - lg( 1 25 ) - lg( 1 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 2 ) +2 lg( x ) - lg( 5000 ) -5 lg( x ) - lg( 1 25 ) +3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 2 ) +2 lg( x ) - lg( 5000 ) -5 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 25 ) +3 lg( x )

= - lg( 5000 ) + lg( 25 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 5000 · 25 · 2 )

= lg( 1 100 )

= lg( 10 -2 )

= -2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 3 e x -2 -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -2 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -2 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 3 vor e x -2 können die Funktionswerte von 3 e x -2 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -2 hinter dem 3 e x -2 wird zu allen Funktionswerten von 3 e x -2 noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

3 e x -2 -2 = y | +2
3 e x -2 = y +2 |:3
e x -2 = 1 3 y + 2 3 |ln(⋅)
x -2 = ln( 1 3 y + 2 3 )
x -2 = ln( 1 3 y + 2 3 ) | +2
x = ln( 1 3 y + 2 3 ) +2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 3 x + 2 3 ) +2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 3 x + 2 3 ) +2

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,123 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,123 t ablesen: a=1.123.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.123(2) ≈ 5.98 (Zeiteinheiten)

c und a gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 6% verzinst. Zu Beginn sind 5000€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand nach 13 Jahren? b) Wann ist der Kontostand auf 9000€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=5000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 6% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 6% dazukommen,
also Bneu = B + 6 100 ⋅B = (1 + 6 100 ) ⋅ B = 1,06 ⋅ B. Somit ist das a=1,06.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 5000 1,06 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=13 Jahre, also f(13):

f(13) = 5000 1,06 13 10664,641.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 9000 € ist, also f(t) = 9000:

5000 1,06 t = 9000 |:5000
1,06 t = 9 5 |lg(⋅)
lg( 1,06 t ) = lg( 9 5 )
t · lg( 1,06 ) = lg( 9 5 ) |: lg( 1,06 )
t = lg( 9 5 ) lg( 1,06 )
t = 10,0875

Nach ca. 10,088 Jahre ist also der Kontostand = 9000 €.