Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 10 x ) - lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 10 x ) - lg( x )
= lg( 10 ) - lg( x ) - lg( x )
= 1 - lg( x ) - lg( x )
= -2 lg( x ) +1

Parameter mit Graph bestimmen

Beispiel:

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Gegeben ist die Funktionenschar fk(x)= 3 k e k x +2 k +3 . Die Abbildung rechts zeigt den Graph von fk für ein bestimmtes k. Bestimme dieses k.

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Das Problem bei e-Funktionen ist ja, dass wir normale Funktionswerte sehr schwer berechnen und dann nur sehr ungenau ablesen können :(

Die einzige Möglichkeit gut ablesbare Werte zu finden, ist also dort, wo der Exponentialterm (annähernd) = 0 ist - oder eben =1 ist, weil dort der Exponent =0 ist.

  • Da das k ja ein fester Wert ist, kann 3 k e k x +2 k niemals = 0 werden.
  • Wenn der Exponent k x +2 k jedoch betragsmäßig sehr große und negative Werte annimmt, strebt der Exponentialterm 3 k e k x +2 k recht schnell gegen 0. Das lässt sich auch gut in der waagrechten Asymptote bei 3 erkennen.
    Dieser zweite Summand ist aber unabhängig von k, so dass uns die Lage der Asymptote keinen Anhaltspunkt für den Wert von k gibt.
  • Wir müssen also den Exponent k x +2 k = 0 bekommen, um einen präzise ablesbaren Punkt auf dem Graph zu bekommen.
    k x +2 k = 0 | - ( 2 k )
    k x = -2 k |:( k )
    x = -2
    Wenn wir nun -2 in fk einsetzen erhalten wir folgende Gleichung:
    fk(-2 ) = 3 k e k ( -2 ) +2 k +3 = 3k +3
    im abgebildeten Term können wir aber ja f(-2 ) = 2 ablesen, es gilt somit:
    3k +3 = 2 | -3
    3k = -1 |:3
    k = - 1 3

Der abgebildete Graph ist somit der von f - 1 3

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e 0,3x -0,6 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,3x -0,6 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,3x -0,6 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e 0,3x -0,6 können die Funktionswerte von 2 e 0,3x -0,6 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y > 0}

Umkehrfunktion

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e 0,3x -0,6 = y |:2
e 0,3x -0,6 = 1 2 y |ln(⋅)
0,3x -0,6 = ln( 1 2 y )
0,3x -0,6 = ln( 1 2 y ) | +0,6
0,3x = ln( 1 2 y ) +0,6 |:0,3
x = 1 0,3 ln( 1 2 y ) + 0,6 0,3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,3 ln( 1 2 x ) + 0,6 0,3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,3 ln( 1 2 x ) + 0,6 0,3

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 18% abnimmt. Wann hat sich die Anzahl dieser Insektenart halbiert?

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Die prozentuale Abnahme um 18% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 18% weggehen,
also Bneu = B - 18 100 ⋅B = (1 - 18 100 ) ⋅ B = 0,82 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,82.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.82( 1 2 ) ≈ 3.49 Jahre

c und a gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 1,1% seiner Bevölkerung. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 65 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 6 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 57,6 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=65 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 1.1% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 1.1% weggehen,
also Bneu = B - 1.1 100 ⋅B = (1 - 1.1 100 ) ⋅ B = 0,989 ⋅ B. Somit ist das a=0,989.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 65 0,989 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=6 Jahre, also f(6):

f(6) = 65 0,989 6 60,826.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 57.6 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 57.6:

65 0,989 t = 57,6 |:65
0,989 t = 0,8862 |lg(⋅)
lg( 0,989 t ) = lg( 0,8862 )
t · lg( 0,989 ) = lg( 0,8862 ) |: lg( 0,989 )
t = lg( 0,8862 ) lg( 0,989 )
t = 10,9224

Nach ca. 10,922 Jahre ist also der Bestand = 57.6 Millionen Einwohner.