Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Eigenschaften von e-Funktionen

Beispiel:

Welche Eigenschaften hat die Funktion f mit f(x)= e -( x -2 ) .

Tipp: Skizziere zuerst den Graph von f auf einem Stück Papier.

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Als erstes erinnern wir uns an die natürliche Exponentialfunktion f0(x)= e x (im Schaubild in schwarzer Farbe eingezeichnet).

Da bei e -( x -2 ) das x von e x durch ein -x ersetzt wurde, wird der Graph von e -( x -2 ) gegenüber dem der natürlichen Exponentialfunktion an der y-Achse gespiegelt.

Da bei e -( x -2 ) das x von e x durch ein 'x-2' ersetzt wurde, wird der Graph der natürlichen Exponentialfunktion um 2 in x-Richtung verschoben .

Daraus ergeben sich folgende Aussagen:

  • Alle Funktionswerte bleiben also >0, der Graph verläuft somit komplett über der x-Achse.
  • Die Funktionswerte werden also immer kleiner, die Funktion ist also streng monoton fallend.
  • Für x → ∞ strebt e -( x -2 ) gegen 0 .
  • Für x → - ∞ strebt e -( x -2 ) gegen .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 4 x 5 ) + lg( 2 x 4 ) + lg( 2 x 2 ) soweit wie möglich.

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- lg( 4 x 5 ) + lg( 2 x 4 ) + lg( 2 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 4 ) + lg( x 5 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x 4 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x 2 ) )

= - lg( 4 ) - lg( x 5 ) + lg( 2 ) + lg( x 4 ) + lg( 2 ) + lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 4 ) -5 lg( x ) + lg( 2 ) +4 lg( x ) + lg( 2 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 4 ) -5 lg( x ) + lg( 2 ) +4 lg( x ) + lg( 2 ) +2 lg( x )

= lg( x ) - lg( 4 ) + lg( 2 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( x ) + lg( 1 4 · 2 · 2 )

= lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= lg( x ) + lg( 1 )

= lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,3x +0,3 -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x +0,3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x +0,3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -1 hinter dem e -0,3x +0,3 wird zu allen Funktionswerten von e -0,3x +0,3 noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,3x +0,3 -1 = y | +1
e -0,3x +0,3 = y +1 |ln(⋅)
-0,3x +0,3 = ln( y +1 )
-0,3x +0,3 = ln( y +1 ) | -0,3
-0,3x = ln( y +1 ) -0,3 |:(-0,3 )
x = - 1 0,3 ln( y +1 ) + 0,3 0,3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,3 ln( x +1 ) + 0,3 0,3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,3 ln( x +1 ) + 0,3 0,3

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0,896 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0,896 t ablesen: a=0.896.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.896( 1 2 ) ≈ 6.31 (Zeiteinheiten)

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 4% verzinst. 8 Jahre nach dem das Konto eröffnet wurde, sind bereits 2737,14€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand 6 Jahre nach der Kontoeröffnung? b) Wann ist der Kontostand auf 2600€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 4% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 4% dazukommen,
also Bneu = B + 4 100 ⋅B = (1 + 4 100 ) ⋅ B = 1,04 ⋅ B. Somit ist das a=1,04.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,04 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Jahre der Bestand 2737.14 € ist, also f(8) = 2737.14. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,04 t ein:

c ⋅ 1.048 = 2737.14

c ⋅ 1.36857 = 2737.14 | : 1.36857

c = 2000

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 2000 1,04 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=6 Jahre, also f(6):

f(6) = 2000 1,04 6 2530,638.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 2600 € ist, also f(t) = 2600:

2000 1,04 t = 2600 |:2000
1,04 t = 13 10 |lg(⋅)
lg( 1,04 t ) = lg( 13 10 )
t · lg( 1,04 ) = lg( 13 10 ) |: lg( 1,04 )
t = lg( 13 10 ) lg( 1,04 )
t = 6,6894

Nach ca. 6,689 Jahre ist also der Kontostand = 2600 €.