Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Symmetrie e-Funktionen

Beispiel:

Entscheide welche Symmetrie bei der Funktion f mit f(x)= x 3 + e x 4 vorliegt.

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Wir betrachten einfach f(-x) und schauen dann, ob das zufällig wieder f(x) oder -f(x) ist:

f(-x) = ( -x ) 3 + e ( -x ) 4 = - x 3 + e x 4 = e x 4 - x 3

Wenn man das mit f(x) = x 3 + e x 4 = e x 4 + x 3 vergleicht, kann man erkennen, dass f(-x) = e x 4 - x 3
weder gleich f(x) = x 3 + e x 4 noch gleich -f(x) = -( x 3 + e x 4 ) = -( e x 4 + x 3 ) ist.

Wir können dies ja auch anhand eines Gegenbeispiels nachweisen:

f(1) = 1 3 + e 1 4 = 1 + e ≈ 3.718
Aber: f(-1) = ( -1 ) 3 + e ( -1 ) 4 = -1 + e ≈ 1.718

Es gilt also: f(-x) ≠ f(x) und f(-x) ≠ -f(x)

Somit liegt bei f keine Symmetrie zum KoSy vor.

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 4 x ) - lg( 1 4 x 4 ) + lg( 1 16 x 2 ) soweit wie möglich.

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lg( 4 x ) - lg( 1 4 x 4 ) + lg( 1 16 x 2 )

= lg( 4 x -1 ) - lg( 1 4 x 4 ) + lg( 1 16 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 4 ) + lg( 1 x ) - ( lg( 1 4 ) + lg( x 4 ) ) + ( lg( 1 16 ) + lg( x 2 ) )

= lg( 4 ) + lg( 1 x ) - lg( 1 4 ) - lg( x 4 ) + lg( 1 16 ) + lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 4 ) - lg( x ) - lg( 1 4 ) -4 lg( x ) + lg( 1 16 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 4 ) - lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) -4 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 16 ) +2 lg( x )

= -3 lg( x ) - lg( 16 ) + lg( 4 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -3 lg( x ) + lg( 1 16 · 4 · 4 )

= -3 lg( x ) + lg( 1 4 · 4 )

= -3 lg( x ) + lg( 1 )

= -3 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= - e -0,1x +0,3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,1x +0,3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,1x +0,3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -1 vor e -0,1x +0,3 wird e -0,1x +0,3 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei - e -0,1x +0,3 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y < 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

- e -0,1x +0,3 = y |:-1
e -0,1x +0,3 = -1 y |ln(⋅)
-0,1x +0,3 = ln( -y )
-0,1x +0,3 = ln( -y ) | -0,3
-0,1x = ln( -y ) -0,3 |:(-0,1 )
x = - 1 0,1 ln( -y ) + 0,3 0,1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,1 ln( -x ) + 0,3 0,1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,1 ln( -x ) + 0,3 0,1

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 1,8% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 1.8% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 1.8% dazukommen,
also Bneu = B + 1.8 100 ⋅B = (1 + 1.8 100 ) ⋅ B = 1,018 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,018.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.018(2) ≈ 38.85 Jahre

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beobachtungsbeginn 80kg vorhanden. Nach 10 Tagen nach sind nur noch 27,89kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 5 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 60kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=80 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 80 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 10 Tage der Bestand 27.89 kg ist, also f(10) = 27.89. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 80 a t ein:

80 a 10 = 27,89 |:80
a 10 = 27,89 80 | 10
a1 = - 27,89 80 10 -0,9
a2 = 27,89 80 10 0,9

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,9 ≈ 0.9 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 80 0,9 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Tage, also f(5):

f(5) = 80 0,9 5 47,239.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 60 kg ist, also f(t) = 60:

80 0,9 t = 60 |:80
0,9 t = 3 4 |lg(⋅)
lg( 0,9 t ) = lg( 3 4 )
t · lg( 0,9 ) = lg( 3 4 ) |: lg( 0,9 )
t = lg( 3 4 ) lg( 0,9 )
t = 2,7305

Nach ca. 2,731 Tage ist also der Bestand = 60 kg.