Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen


1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: lg( 50 ) + lg( 20 ) .

Lösung einblenden

lg( 50 ) + lg( 20 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts an:

= lg( 50 · 20 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Parameter mit Graph bestimmen

Beispiel:

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Gegeben ist die Funktionenschar fk(x)= k x · e k x + k +3 k . Die Abbildung rechts zeigt den Graph von fk für ein bestimmtes k. Bestimme dieses k.

Lösung einblenden

Das Problem bei e-Funktionen ist ja, dass wir normale Funktionswerte sehr schwer berechnen und dann nur sehr ungenau ablesen können :(

Die einzigen Möglichkeiten gut ablesbare Werte zu finden, ist also dort, wo der Exponentialterm (annähernd) = 0 ist - oder eben =1 ist, weil dort der Exponent =0 ist.

  • Man kann schnell erkennen, dass für x = 0 der Exponentialterm k x · e k x + k = 0 wird.
    Am abgebildeten Graph kann man den y-Achsenabschnitt Sy(0|-3) gut erkennen. Es gilt folglich.
    fk(0 ) = k · 0 · e k 0 + k +3 k = 3 k = -3
    3k = -3 |:3
    k = -1

Der abgebildete Graph ist somit der von f-1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= - e x -2 -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -2 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -2 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -1 vor e x -2 wird e x -2 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei - e x -2 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -2 hinter dem - e x -2 wird zu allen Funktionswerten von - e x -2 noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -2}

Umkehrfunktion

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

- e x -2 -2 = y | +2
- e x -2 = y +2 |:-1
e x -2 = -y -2 |ln(⋅)
x -2 = ln( -y -2 )
x -2 = ln( -y -2 ) | +2
x = ln( -y -2 ) +2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( -x -2 ) +2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( -x -2 ) +2

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 5,1% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

Lösung einblenden

Die prozentuale Zunahme um 5.1% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 5.1% dazukommen,
also Bneu = B + 5.1 100 ⋅B = (1 + 5.1 100 ) ⋅ B = 1,051 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,051.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.051(2) ≈ 13.93 Jahre

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 60 Millionen Einwohner. Nach 8 Jahren hat der Staat noch 48,6 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 9 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 50 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=60 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 60 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 8 Jahre der Bestand 48.6 Millionen Einwohner ist, also f(8) = 48.6. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 60 a t ein:

60 a 8 = 48,6 |:60
a 8 = 0,81 | 8
a1 = - 0,81 8 -0,974
a2 = 0,81 8 0,974

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,974 ≈ 0.974 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 60 0,974 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Jahre, also f(9):

f(9) = 60 0,974 9 47,335.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 50 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 50:

60 0,974 t = 50 |:60
0,974 t = 5 6 |lg(⋅)
lg( 0,974 t ) = lg( 5 6 )
t · lg( 0,974 ) = lg( 5 6 ) |: lg( 0,974 )
t = lg( 5 6 ) lg( 0,974 )
t = 6,9208

Nach ca. 6,921 Jahre ist also der Bestand = 50 Millionen Einwohner.