Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (einfach)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 12 (144) .

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Wir suchen den Logarithmus von 144 zur Basis 12, also die Hochzahl mit der man 12 potenzieren muss, um auf 144 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 12 = 144 gilt.

Aus der Erinnerung an die Potenzrechnung oder durch systematisches Probieren kommt man auf die Lösung:

log 12 (144) = 2, eben weil 122 = 144 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 40000 x 2 ) + lg( 20 ) + lg( 2 x 2 ) soweit wie möglich.

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lg( 1 40000 x 2 ) + lg( 20 ) + lg( 2 x 2 )

= lg( 1 40000 x 2 ) + lg( 20 ) + lg( 2 x -2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 40000 ) + lg( x 2 ) + ( lg( 20 ) + lg( 1 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( 1 x 2 ) )

= lg( 1 40000 ) + lg( x 2 ) + lg( 20 ) + lg( 1 ) + lg( 2 ) + lg( 1 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 40000 ) +2 lg( x ) + lg( 20 ) +0 + lg( 2 ) -2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 40000 ) +2 lg( x ) + lg( 20 ) +0 + lg( 2 ) -2 lg( x )

= - lg( 40000 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 40000 · 20 · 2 )

= lg( 1 1000 )

= lg( 10 -3 )

= -3

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= - e x -3 -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -1 vor e x -3 wird e x -3 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei - e x -3 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -1 hinter dem - e x -3 wird zu allen Funktionswerten von - e x -3 noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

- e x -3 -1 = y | +1
- e x -3 = y +1 |:-1
e x -3 = -y -1 |ln(⋅)
x -3 = ln( -y -1 )
x -3 = ln( -y -1 ) | +3
x = ln( -y -1 ) +3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( -x -1 ) +3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( -x -1 ) +3

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 15% abnimmt. Wann hat sich die Anzahl dieser Insektenart halbiert?

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Die prozentuale Abnahme um 15% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 15% weggehen,
also Bneu = B - 15 100 ⋅B = (1 - 15 100 ) ⋅ B = 0,85 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,85.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.85( 1 2 ) ≈ 4.27 Jahre

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 2% verzinst. 2 Jahre nach dem das Konto eröffnet wurde, sind bereits 7282,8€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand 12 Jahre nach der Kontoeröffnung? b) Wann ist der Kontostand auf 7600€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 2% dazukommen,
also Bneu = B + 2 100 ⋅B = (1 + 2 100 ) ⋅ B = 1,02 ⋅ B. Somit ist das a=1,02.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,02 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 2 Jahre der Bestand 7282.8 € ist, also f(2) = 7282.8. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,02 t ein:

c ⋅ 1.022 = 7282.8

c ⋅ 1.0404 = 7282.8 | : 1.0404

c = 7000

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 7000 1,02 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=12 Jahre, also f(12):

f(12) = 7000 1,02 12 8877,693.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 7600 € ist, also f(t) = 7600:

7000 1,02 t = 7600 |:7000
1,02 t = 38 35 |lg(⋅)
lg( 1,02 t ) = lg( 38 35 )
t · lg( 1,02 ) = lg( 38 35 ) |: lg( 1,02 )
t = lg( 38 35 ) lg( 1,02 )
t = 4,1529

Nach ca. 4,153 Jahre ist also der Kontostand = 7600 €.