Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 20 x 9 ) + lg( 2x ) + lg( 1 40 x 4 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

- lg( 1 20 x 9 ) + lg( 2x ) + lg( 1 40 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 20 ) + lg( x 9 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x ) ) + ( lg( 1 40 ) + lg( x 4 ) )

= - lg( 1 20 ) - lg( x 9 ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 40 ) + lg( x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 20 ) -9 lg( x ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 40 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 20 ) -9 lg( x ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 40 ) +4 lg( x )

= -4 lg( x ) - lg( 40 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -4 lg( x ) + lg( 1 40 · 20 · 2 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 )

= -4 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 4 ) - lg( 100 x 3 ) + lg( 25 x 5 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 4 ) - lg( 100 x 3 ) + lg( 25 x 5 )

= lg( 4 ) - lg( 100 x -3 ) + lg( 25 x -5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 4 ) + lg( 1 ) - ( lg( 100 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 25 ) + lg( 1 x 5 ) )

= lg( 4 ) + lg( 1 ) - lg( 100 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 25 ) + lg( 1 x 5 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 4 ) +0 - lg( 100 ) +3 lg( x ) + lg( 25 ) -5 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 4 ) +0 - lg( 100 ) +3 lg( x ) + lg( 25 ) -5 lg( x )

= -2 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( 25 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -2 lg( x ) + lg( 1 100 · 25 · 4 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 4 · 4 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 )

= -2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,4x +0,8 -3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,4x +0,8 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,4x +0,8 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -3 hinter dem e -0,4x +0,8 wird zu allen Funktionswerten von e -0,4x +0,8 noch -3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,4x +0,8 -3 = y | +3
e -0,4x +0,8 = y +3 |ln(⋅)
-0,4x +0,8 = ln( y +3 )
-0,4x +0,8 = ln( y +3 ) | -0,8
-0,4x = ln( y +3 ) -0,8 |:(-0,4 )
x = - 1 0,4 ln( y +3 ) + 0,8 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,4 ln( x +3 ) + 0,8 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,4 ln( x +3 ) + 0,8 0,4

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 104 ( 49 50 ) t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

Lösung einblenden

f(0) = 104

f(1) = 104 49 50

f(2) = 104 49 50 49 50

f(3) = 104 49 50 49 50 49 50

f(4) = 104 49 50 49 50 49 50 49 50

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 49 50 multipliziert. Da 49 50 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 49 50 -fache (oder auf das 98 100 -fache), also auf 98 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 98% = 2 %

c und a gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 2% verzinst. Zu Beginn sind 7000€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand nach 4 Jahren? b) Wann ist der Kontostand auf 8000€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=7000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 2% dazukommen,
also Bneu = B + 2 100 ⋅B = (1 + 2 100 ) ⋅ B = 1,02 ⋅ B. Somit ist das a=1,02.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 7000 1,02 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=4 Jahre, also f(4):

f(4) = 7000 1,02 4 7577,025.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 8000 € ist, also f(t) = 8000:

7000 1,02 t = 8000 |:7000
1,02 t = 8 7 |lg(⋅)
lg( 1,02 t ) = lg( 8 7 )
t · lg( 1,02 ) = lg( 8 7 ) |: lg( 1,02 )
t = lg( 8 7 ) lg( 1,02 )
t = 6,7431

Nach ca. 6,743 Jahre ist also der Kontostand = 8000 €.