Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: lg( 0,005 ) - lg( 5 ) .

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lg( 0,005 ) - lg( 5 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a) - log(b) rückwärts an:

= lg( 0.005 5 )

= lg( 0,001 )

= lg( 10 -3 )

= -3

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 4 x ) + lg( 5 x 2 ) + lg( 5 x 3 ) soweit wie möglich.

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lg( 4 x ) + lg( 5 x 2 ) + lg( 5 x 3 )

= lg( 4 x -1 ) + lg( 5 x -2 ) + lg( 5 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 4 ) + lg( 1 x ) + ( lg( 5 ) + lg( 1 x 2 ) ) + ( lg( 5 ) + lg( x 3 ) )

= lg( 4 ) + lg( 1 x ) + lg( 5 ) + lg( 1 x 2 ) + lg( 5 ) + lg( x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 4 ) - lg( x ) + lg( 5 ) -2 lg( x ) + lg( 5 ) +3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 4 ) - lg( x ) + lg( 5 ) -2 lg( x ) + lg( 5 ) +3 lg( x )

= lg( 5 ) + lg( 5 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 5 · 5 · 4 )

= lg( 100 )

= lg( 10 2 )

= 2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 3 e x -3 +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 3 vor e x -3 können die Funktionswerte von 3 e x -3 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die +2 hinter dem 3 e x -3 wird zu allen Funktionswerten von 3 e x -3 noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

3 e x -3 +2 = y | -2
3 e x -3 = y -2 |:3
e x -3 = 1 3 y - 2 3 |ln(⋅)
x -3 = ln( 1 3 y - 2 3 )
x -3 = ln( 1 3 y - 2 3 ) | +3
x = ln( 1 3 y - 2 3 ) +3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 3 x - 2 3 ) +3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 3 x - 2 3 ) +3

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

In einem Land halbiert sich die Anzahl einer bestimmten Insektenart alle 4 Jahre. Zu Beginn der Beobachtung wurden 11 Millionen dieser Insekten geschätzt.Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Anzahl in Milionen der Insekten in Millionen nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 11 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 4 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 4 = 1 2 | ⋅4
a1 = - 1 2 4 ≈ -0,841
a2 = 1 2 4 ≈ 0,841

Das gesuchte a ist somit 0,841 ≈ 0.84, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 11⋅ 0,84 t

c und a gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 14% abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 11 Millionen dieser Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 8 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 1 Millionen dieser Insekten?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=11 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 14% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 14% weggehen,
also Bneu = B - 14 100 ⋅B = (1 - 14 100 ) ⋅ B = 0,86 ⋅ B. Somit ist das a=0,86.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 11⋅ 0,86 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=8 Jahre, also f(8):

f(8) = 11⋅ 0,86 8 ≈ 3,291.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 1 Millionen Insekten ist, also f(t) = 1:

11⋅ 0,86 t = 1 |:11
0,86 t = 1 11 |lg(⋅)
lg( 0,86 t ) = lg( 1 11 )
t · lg( 0,86 ) = lg( 1 11 ) |: lg( 0,86 )
t = lg( 1 11 ) lg( 0,86 )
t = 15,8987

Nach ca. 15,899 Jahre ist also der Bestand = 1 Millionen Insekten.