Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: lg( 250000 ) + lg( 4 ) .

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lg( 250000 ) + lg( 4 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts an:

= lg( 250000 · 4 )

= lg( 1000000 )

= lg( 10 6 )

= 6

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 50 x 4 ) - lg( 1 25 x 2 ) - lg( 25 2 x 6 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 50 x 4 ) - lg( 1 25 x 2 ) - lg( 25 2 x 6 )

= - lg( 1 50 x -4 ) - lg( 1 25 x -2 ) - lg( 25 2 x 6 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 50 ) + lg( 1 x 4 ) ) - ( lg( 1 25 ) + lg( 1 x 2 ) ) - ( lg( 25 2 ) + lg( x 6 ) )

= - lg( 1 50 ) - lg( 1 x 4 ) - lg( 1 25 ) - lg( 1 x 2 ) - lg( 25 2 ) - lg( x 6 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 50 ) +4 lg( x ) - lg( 1 25 ) +2 lg( x ) - lg( 25 2 ) -6 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 50 ) +4 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 25 ) +2 lg( x ) - lg( 25 ) + lg( 2 ) -6 lg( x )

= lg( 50 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 50 · 2 )

= lg( 100 )

= lg( 10 2 )

= 2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -2 e x -2 +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -2 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -2 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -2 vor e x -2 wird e x -2 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -2 e x -2 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +1 hinter dem -2 e x -2 wird zu allen Funktionswerten von -2 e x -2 noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-2 e x -2 +1 = y | -1
-2 e x -2 = y -1 |:-2
e x -2 = - 1 2 y + 1 2 |ln(⋅)
x -2 = ln( - 1 2 y + 1 2 )
x -2 = ln( - 1 2 y + 1 2 ) | +2
x = ln( - 1 2 y + 1 2 ) +2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( - 1 2 x + 1 2 ) +2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( - 1 2 x + 1 2 ) +2

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,032 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,032 t ablesen: a=1.032.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.032(2) ≈ 22.01 (Zeiteinheiten)

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 8% seines Bestands. 6 Tage nach Beobachtungsbeginn sind nur noch 42,44kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 5 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 20kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 8% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 8% weggehen,
also Bneu = B - 8 100 ⋅B = (1 - 8 100 ) ⋅ B = 0,92 ⋅ B. Somit ist das a=0,92.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,92 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 6 Tage der Bestand 42.44 kg ist, also f(6) = 42.44. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,92 t ein:

c ⋅ 0.926 = 42.44

c ⋅ 0.60636 = 42.44 | : 0.60636

c = 70

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 70 0,92 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Tage, also f(5):

f(5) = 70 0,92 5 46,136.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 20 kg ist, also f(t) = 20:

70 0,92 t = 20 |:70
0,92 t = 2 7 |lg(⋅)
lg( 0,92 t ) = lg( 2 7 )
t · lg( 0,92 ) = lg( 2 7 ) |: lg( 0,92 )
t = lg( 2 7 ) lg( 0,92 )
t = 15,0245

Nach ca. 15,025 Tage ist also der Bestand = 20 kg.