Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 2 125 x ) - lg( 1 4 x 3 ) + lg( 4 x 4 ) soweit wie möglich.

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- lg( 2 125 x ) - lg( 1 4 x 3 ) + lg( 4 x 4 )

= - lg( 2 125 x -1 ) - lg( 1 4 x -3 ) + lg( 4 x -4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 2 125 ) + lg( 1 x ) ) - ( lg( 1 4 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 4 ) + lg( 1 x 4 ) )

= - lg( 2 125 ) - lg( 1 x ) - lg( 1 4 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 4 ) + lg( 1 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 2 125 ) + lg( x ) - lg( 1 4 ) +3 lg( x ) + lg( 4 ) -4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 2 ) + lg( 125 ) + lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) +3 lg( x ) + lg( 4 ) -4 lg( x )

= lg( 125 ) + lg( 4 ) + lg( 4 ) - lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 125 · 4 · 4 2 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 40 x 2 ) + lg( 2 x 3 ) + lg( 20x ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

- lg( 40 x 2 ) + lg( 2 x 3 ) + lg( 20x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 40 ) + lg( x 2 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 20 ) + lg( x ) )

= - lg( 40 ) - lg( x 2 ) + lg( 2 ) + lg( x 3 ) + lg( 20 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 40 ) -2 lg( x ) + lg( 2 ) +3 lg( x ) + lg( 20 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 40 ) -2 lg( x ) + lg( 2 ) +3 lg( x ) + lg( 20 ) + lg( x )

= 2 lg( x ) - lg( 40 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 2 lg( x ) + lg( 1 40 · 20 · 2 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 )

= 2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e 0,2x -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,2x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,2x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -2 hinter dem e 0,2x wird zu allen Funktionswerten von e 0,2x noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e 0,2x -2 = y | +2
e 0,2x = y +2 |ln(⋅)
0,2x = ln( y +2 ) |:0,2
x = 1 0,2 ln( y +2 )
x = 5 ln( y +2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 5 ln( x +2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 5 ln( x +2 )

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Alle 5,7 Wochen verdoppelt sich die Anzahl der Nutzer einer Internetseite. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 3000 Nutzer.Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Anzahl der Nutzer nach t Wochen angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 3000 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Verdopplungszeit: TV = loga(2).

Also 5.7 = loga(2). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 5,7 = 2 | 5,7
a = 2 1 5,7

Das gesuchte a ist somit 2 1 5,7 ≈ 1.13, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 3000 1,13 t

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 26%. 8 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 146,11Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 10 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 423 Millionen Bakterien?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 26% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 26% dazukommen,
also Bneu = B + 26 100 ⋅B = (1 + 26 100 ) ⋅ B = 1,26 ⋅ B. Somit ist das a=1,26.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,26 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Stunden der Bestand 146.11 Millionen Bakterien ist, also f(8) = 146.11. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,26 t ein:

c ⋅ 1.268 = 146.11

c ⋅ 6.35279 = 146.11 | : 6.35279

c = 23

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 23 1,26 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=10 Stunden, also f(10):

f(10) = 23 1,26 10 231,971.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 423 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 423:

23 1,26 t = 423 |:23
1,26 t = 423 23 |lg(⋅)
lg( 1,26 t ) = lg( 423 23 )
t · lg( 1,26 ) = lg( 423 23 ) |: lg( 1,26 )
t = lg( 423 23 ) lg( 1,26 )
t = 12,5994

Nach ca. 12,599 Stunden ist also der Bestand = 423 Millionen Bakterien.