Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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2. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( x 4 ) + lg( 1 x ) zu einem Vielfachen von lg( x ) .

Lösung einblenden

Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a):
lg( x 4 ) + lg( 1 x )
= lg( x 4 ) + lg( x - 1 2 )
= 4 lg( x ) - 1 2 lg( x )
= 7 2 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 40 ) + lg( 2 x 4 ) - lg( 1 20 x 9 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

- lg( 40 ) + lg( 2 x 4 ) - lg( 1 20 x 9 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 40 ) + lg( 1 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x 4 ) ) - ( lg( 1 20 ) + lg( x 9 ) )

= - lg( 40 ) - lg( 1 ) + lg( 2 ) + lg( x 4 ) - lg( 1 20 ) - lg( x 9 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 40 ) +0 + lg( 2 ) +4 lg( x ) - lg( 1 20 ) -9 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 40 ) +0 + lg( 2 ) +4 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 20 ) -9 lg( x )

= -5 lg( x ) - lg( 40 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -5 lg( x ) + lg( 1 40 · 20 · 2 )

= -5 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -5 lg( x ) + lg( 1 )

= -5 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= - e 0,4x -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,4x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,4x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -1 vor e 0,4x wird e 0,4x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei - e 0,4x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -2 hinter dem - e 0,4x wird zu allen Funktionswerten von - e 0,4x noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

- e 0,4x -2 = y | +2
- e 0,4x = y +2 |:-1
e 0,4x = -y -2 |ln(⋅)
0,4x = ln( -y -2 ) |:0,4
x = 1 0,4 ln( -y -2 )
x = 5 2 ln( -y -2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 5 2 ln( -x -2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 5 2 ln( -x -2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,033 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,033 t ablesen: a=1.033.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.033(2) ≈ 21.35 (Zeiteinheiten)

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei der Anzahl der Nutzer einer Internetseite kann man von exponentiellem Wachstum ausgehen. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 3000 Nutzer. Nach 3 Wochen zählt man bereits 4214,78 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 6 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 7000 angewachsen?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=3000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 3000 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 3 Wochen der Bestand 4214.78 Nutzer ist, also f(3) = 4214.78. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 3000 a t ein:

3000 a 3 = 4214,78 |:3000
a 3 = 1,40493 | 3
a = 1,40493 3

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,40493 3 ≈ 1.12 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 3000 1,12 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=6 Wochen, also f(6):

f(6) = 3000 1,12 6 5921,468.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 7000 Nutzer ist, also f(t) = 7000:

3000 1,12 t = 7000 |:3000
1,12 t = 7 3 |lg(⋅)
lg( 1,12 t ) = lg( 7 3 )
t · lg( 1,12 ) = lg( 7 3 ) |: lg( 1,12 )
t = lg( 7 3 ) lg( 1,12 )
t = 7,4765

Nach ca. 7,477 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 7000 Nutzer.