Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (schwer)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 100 ( 1 10000000 ) .

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Zuerst schreiben wir 1 10000000 um: 1 10000000 = 10000000 -1

Man kann erkennen, dass 10000000 eine Potenz ist: 10000000 = 10 7

Also schreiben wir 1 10000000 = 10000000 -1 = ( 10 7 ) -1 = 10 -7

Da wir nicht den Logarithmus zur Basis 10 sondern zur Basis 100 suchen und 100 gerade 10² ist (also 10 = 100 = 100 1 2 ), formen wir 10 -7 noch so um, dass sie 100 als Basis hat:

10 -7 = ( 100 1 2 ) -7 = 100 - 7 2

log 100 ( 1 10000000 ) = log 100 ( 10 -7 ) heißt, dass wir den Logarithmus von 10 -7 = 100 - 7 2 zur Basis 100 suchen, also die Hochzahl mit der man 100 potenzieren muss, um auf 10 -7 = 100 - 7 2 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 100 = 10 -7 = 100 - 7 2 gilt.

Damit steht die Lösung praktisch schon da: log 100 ( 1 10000000 ) = log 100 ( 10 -7 ) = log 100 ( 100 - 7 2 ) = - 7 2 , eben weil 100 - 7 2 = 1 10000000 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 50 x 4 ) - lg( 1 50 x 3 ) + lg( 1 250 x 7 ) soweit wie möglich.

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lg( 50 x 4 ) - lg( 1 50 x 3 ) + lg( 1 250 x 7 )

= lg( 50 x 4 ) - lg( 1 50 x -3 ) + lg( 1 250 x -7 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 50 ) + lg( x 4 ) - ( lg( 1 50 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 1 250 ) + lg( 1 x 7 ) )

= lg( 50 ) + lg( x 4 ) - lg( 1 50 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 1 250 ) + lg( 1 x 7 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 50 ) +4 lg( x ) - lg( 1 50 ) +3 lg( x ) + lg( 1 250 ) -7 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 50 ) +4 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 50 ) +3 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 250 ) -7 lg( x )

= - lg( 250 ) + lg( 50 ) + lg( 50 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 250 · 50 · 50 )

= lg( 10 )

= lg( 10 )

= 1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,2x +0,4 +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,2x +0,4 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,2x +0,4 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die +1 hinter dem e -0,2x +0,4 wird zu allen Funktionswerten von e -0,2x +0,4 noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,2x +0,4 +1 = y | -1
e -0,2x +0,4 = y -1 |ln(⋅)
-0,2x +0,4 = ln( y -1 )
-0,2x +0,4 = ln( y -1 ) | -0,4
-0,2x = ln( y -1 ) -0,4 |:(-0,2 )
x = - 1 0,2 ln( y -1 ) + 0,4 0,2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,2 ln( x -1 ) + 0,4 0,2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,2 ln( x -1 ) + 0,4 0,2

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,117 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,117 t ablesen: a=1.117.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.117(2) ≈ 6.26 (Zeiteinheiten)

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 60 Millionen Einwohner. Nach 2 Jahren hat der Staat noch 55,99 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 9 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 40 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=60 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 60 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 2 Jahre der Bestand 55.99 Millionen Einwohner ist, also f(2) = 55.99. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 60 a t ein:

60 a 2 = 55,99 |:60
a 2 = 0,93317 | 2
a1 = - 0,93317 -0,966
a2 = 0,93317 0,966

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,966 ≈ 0.966 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 60 0,966 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Jahre, also f(9):

f(9) = 60 0,966 9 43,949.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 40 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 40:

60 0,966 t = 40 |:60
0,966 t = 2 3 |lg(⋅)
lg( 0,966 t ) = lg( 2 3 )
t · lg( 0,966 ) = lg( 2 3 ) |: lg( 0,966 )
t = lg( 2 3 ) lg( 0,966 )
t = 11,7215

Nach ca. 11,722 Jahre ist also der Bestand = 40 Millionen Einwohner.