Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: lg( 4000 ) + lg( 25 ) .

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lg( 4000 ) + lg( 25 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts an:

= lg( 4000 · 25 )

= lg( 100000 )

= lg( 10 5 )

= 5

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 2 x ) + lg( 1 40 x 2 ) - lg( 1 20 x ) soweit wie möglich.

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lg( 2 x ) + lg( 1 40 x 2 ) - lg( 1 20 x )

= lg( 2 x -1 ) + lg( 1 40 x 2 ) - lg( 1 20 x -1 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 2 ) + lg( 1 x ) + ( lg( 1 40 ) + lg( x 2 ) ) - ( lg( 1 20 ) + lg( 1 x ) )

= lg( 2 ) + lg( 1 x ) + lg( 1 40 ) + lg( x 2 ) - lg( 1 20 ) - lg( 1 x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 2 ) - lg( x ) + lg( 1 40 ) +2 lg( x ) - lg( 1 20 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 2 ) - lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 40 ) +2 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 20 ) + lg( x )

= 2 lg( x ) - lg( 40 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 2 lg( x ) + lg( 1 40 · 20 · 2 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 )

= 2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e 0,1x -3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,1x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,1x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -3 hinter dem e 0,1x wird zu allen Funktionswerten von e 0,1x noch -3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e 0,1x -3 = y | +3
e 0,1x = y +3 |ln(⋅)
0,1x = ln( y +3 ) |:0,1
x = 1 0,1 ln( y +3 )
x = 10 ln( y +3 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 10 ln( x +3 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 10 ln( x +3 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 23%. Bestimme die Zeit bis sich die Größe der Bakterienkultur verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 23% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 23% dazukommen,
also Bneu = B + 23 100 ⋅B = (1 + 23 100 ) ⋅ B = 1,23 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,23.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.23(2) ≈ 3.35 Stunden

c und a gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 20%. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 4 Milionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 8 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 104 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=4 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 20% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 20% dazukommen,
also Bneu = B + 20 100 ⋅B = (1 + 20 100 ) ⋅ B = 1,2 ⋅ B. Somit ist das a=1,2.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 4 1,2 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=8 Stunden, also f(8):

f(8) = 4 1,2 8 17,199.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 104 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 104:

4 1,2 t = 104 |:4
1,2 t = 26 |lg(⋅)
lg( 1,2 t ) = lg( 26 )
t · lg( 1,2 ) = lg( 26 ) |: lg( 1,2 )
t = lg( 26 ) lg( 1,2 )
t = 17,8701

Nach ca. 17,87 Stunden ist also der Bestand = 104 Millionen Bakterien.