Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (schwer)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 18 ( 1 18 ) .

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Zuerst schreiben wir 1 18 um: 1 18 = 18 - 1 2

log 18 ( 1 18 ) = log 18 ( 18 - 1 2 ) heißt, dass wir den Logarithmus von 18 - 1 2 zur Basis 18 suchen, also die Hochzahl mit der man 18 potenzieren muss, um auf 18 - 1 2 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 18 = 18 - 1 2 gilt.

Damit steht die Lösung praktisch schon da: log 18 ( 1 18 ) = log 18 ( 18 - 1 2 ) = - 1 2 , eben weil 18 - 1 2 = 1 18 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 25x ) + lg( 1 50 x 3 ) + lg( 2x ) soweit wie möglich.

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lg( 25x ) + lg( 1 50 x 3 ) + lg( 2x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 25 ) + lg( x ) + ( lg( 1 50 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x ) )

= lg( 25 ) + lg( x ) + lg( 1 50 ) + lg( x 3 ) + lg( 2 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 25 ) + lg( x ) + lg( 1 50 ) +3 lg( x ) + lg( 2 ) + lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 25 ) + lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 50 ) +3 lg( x ) + lg( 2 ) + lg( x )

= 5 lg( x ) - lg( 50 ) + lg( 25 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 5 lg( x ) + lg( 1 50 · 25 · 2 )

= 5 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= 5 lg( x ) + lg( 1 )

= 5 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 3 e -0,4x +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,4x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,4x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 3 vor e -0,4x können die Funktionswerte von 3 e -0,4x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die +1 hinter dem 3 e -0,4x wird zu allen Funktionswerten von 3 e -0,4x noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

3 e -0,4x +1 = y | -1
3 e -0,4x = y -1 |:3
e -0,4x = 1 3 y - 1 3 |ln(⋅)
-0,4x = ln( 1 3 y - 1 3 ) |:-0,4
x = - 1 0,4 ln( 1 3 y - 1 3 )
x = - 5 2 ln( 1 3 y - 1 3 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 5 2 ln( 1 3 x - 1 3 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 5 2 ln( 1 3 x - 1 3 )

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 198 1,35 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 198

f(1) = 198 1,35

f(2) = 198 1,351,35

f(3) = 198 1,351,351,35

f(4) = 198 1,351,351,351,35

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,35 multipliziert. Da 1,35 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,35-fache, also auf 135 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 135% - 100% = 35 %

c und a gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 23%. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 8 Milionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 6 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 208 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=8 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 23% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 23% dazukommen,
also Bneu = B + 23 100 ⋅B = (1 + 23 100 ) ⋅ B = 1,23 ⋅ B. Somit ist das a=1,23.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 8 1,23 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=6 Stunden, also f(6):

f(6) = 8 1,23 6 27,703.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 208 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 208:

8 1,23 t = 208 |:8
1,23 t = 26 |lg(⋅)
lg( 1,23 t ) = lg( 26 )
t · lg( 1,23 ) = lg( 26 ) |: lg( 1,23 )
t = lg( 26 ) lg( 1,23 )
t = 15,7385

Nach ca. 15,739 Stunden ist also der Bestand = 208 Millionen Bakterien.