Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Eigenschaften von e-Funktionen

Beispiel:

Welche Eigenschaften hat die Funktion f mit f(x)= e -x .

Tipp: Skizziere zuerst den Graph von f auf einem Stück Papier.

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Als erstes erinnern wir uns an die natürliche Exponentialfunktion f0(x)= e x (im Schaubild in schwarzer Farbe eingezeichnet).

Da bei e -x das x von e x durch ein -x ersetzt wurde, wird der Graph von e -x gegenüber dem der natürlichen Exponentialfunktion an der y-Achse gespiegelt.

Daraus ergeben sich folgende Aussagen:

  • Alle Funktionswerte bleiben also >0, der Graph verläuft somit komplett über der x-Achse.
  • Die Funktionswerte werden also immer kleiner, die Funktion ist also streng monoton fallend.
  • Für x → ∞ strebt e -x gegen 0 .
  • Für x → - ∞ strebt e -x gegen .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 2 25 x 6 ) - lg( 1 4 x 2 ) + lg( 20 x 4 ) soweit wie möglich.

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- lg( 2 25 x 6 ) - lg( 1 4 x 2 ) + lg( 20 x 4 )

= - lg( 2 25 x 6 ) - lg( 1 4 x -2 ) + lg( 20 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 2 25 ) + lg( x 6 ) ) - ( lg( 1 4 ) + lg( 1 x 2 ) ) + ( lg( 20 ) + lg( x 4 ) )

= - lg( 2 25 ) - lg( x 6 ) - lg( 1 4 ) - lg( 1 x 2 ) + lg( 20 ) + lg( x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 2 25 ) -6 lg( x ) - lg( 1 4 ) +2 lg( x ) + lg( 20 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 2 ) + lg( 25 ) -6 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) +2 lg( x ) + lg( 20 ) +4 lg( x )

= lg( 25 ) + lg( 20 ) + lg( 4 ) - lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 25 · 20 · 4 2 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 4 e 0,2x +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,2x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,2x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 4 vor e 0,2x können die Funktionswerte von 4 e 0,2x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die +1 hinter dem 4 e 0,2x wird zu allen Funktionswerten von 4 e 0,2x noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

4 e 0,2x +1 = y | -1
4 e 0,2x = y -1 |:4
e 0,2x = 1 4 y - 1 4 |ln(⋅)
0,2x = ln( 1 4 y - 1 4 ) |:0,2
x = 1 0,2 ln( 1 4 y - 1 4 )
x = 5 ln( 1 4 y - 1 4 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 5 ln( 1 4 x - 1 4 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 5 ln( 1 4 x - 1 4 )

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element mit einer Halbwertszeit von 5,4 Jahren sind zu Beobachtungsbeginn 60kg vorhanden. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Masse des radioaktiven Elements nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 60 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 5.4 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 5,4 = 1 2 | 5,4
a = ( 1 2 ) 1 5,4

Das gesuchte a ist somit ( 1 2 ) 1 5,4 ≈ 0.88, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 60 0,88 t

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 2% verzinst. 6 Jahre nach dem das Konto eröffnet wurde, sind bereits 4504,65€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand 7 Jahre nach der Kontoeröffnung? b) Wann ist der Kontostand auf 4700€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 2% dazukommen,
also Bneu = B + 2 100 ⋅B = (1 + 2 100 ) ⋅ B = 1,02 ⋅ B. Somit ist das a=1,02.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,02 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 6 Jahre der Bestand 4504.65 € ist, also f(6) = 4504.65. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,02 t ein:

c ⋅ 1.026 = 4504.65

c ⋅ 1.12616 = 4504.65 | : 1.12616

c = 4000

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 4000 1,02 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=7 Jahre, also f(7):

f(7) = 4000 1,02 7 4594,743.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 4700 € ist, also f(t) = 4700:

4000 1,02 t = 4700 |:4000
1,02 t = 47 40 |lg(⋅)
lg( 1,02 t ) = lg( 47 40 )
t · lg( 1,02 ) = lg( 47 40 ) |: lg( 1,02 )
t = lg( 47 40 ) lg( 1,02 )
t = 8,1438

Nach ca. 8,144 Jahre ist also der Kontostand = 4700 €.