Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: lg( 0,02 ) - lg( 20 ) .

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lg( 0,02 ) - lg( 20 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a) - log(b) rückwärts an:

= lg( 0.02 20 )

= lg( 0,001 )

= lg( 10 -3 )

= -3

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 20 x ) + lg( 1 400 x 2 ) - lg( 1 2 x 3 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 20 x ) + lg( 1 400 x 2 ) - lg( 1 2 x 3 )

= - lg( 1 20 x ) + lg( 1 400 x -2 ) - lg( 1 2 x -3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 20 ) + lg( x ) ) + ( lg( 1 400 ) + lg( 1 x 2 ) ) - ( lg( 1 2 ) + lg( 1 x 3 ) )

= - lg( 1 20 ) - lg( x ) + lg( 1 400 ) + lg( 1 x 2 ) - lg( 1 2 ) - lg( 1 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 20 ) - lg( x ) + lg( 1 400 ) -2 lg( x ) - lg( 1 2 ) +3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 20 ) - lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 400 ) -2 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 2 ) +3 lg( x )

= - lg( 400 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 400 · 20 · 2 )

= lg( 1 10 )

= lg( 10 -1 )

= -1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,3x +0,6 +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x +0,6 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x +0,6 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die +2 hinter dem e -0,3x +0,6 wird zu allen Funktionswerten von e -0,3x +0,6 noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,3x +0,6 +2 = y | -2
e -0,3x +0,6 = y -2 |ln(⋅)
-0,3x +0,6 = ln( y -2 )
-0,3x +0,6 = ln( y -2 ) | -0,6
-0,3x = ln( y -2 ) -0,6 |:(-0,3 )
x = - 1 0,3 ln( y -2 ) + 0,6 0,3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,3 ln( x -2 ) + 0,6 0,3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,3 ln( x -2 ) + 0,6 0,3

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element mit einer Halbwertszeit von 6,6 Jahren sind zu Beobachtungsbeginn 40kg vorhanden. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Masse des radioaktiven Elements nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 40 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 6.6 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 6,6 = 1 2 | 6,6
a1 = - ( 1 2 ) 1 6,6 -0,9
a2 = ( 1 2 ) 1 6,6 0,9

Das gesuchte a ist somit 0,9 ≈ 0.9, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 40 0,9 t

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 3% seines Bestands. 10 Tage nach Beobachtungsbeginn sind nur noch 7,37kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 9 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 6,5kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 3% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 3% weggehen,
also Bneu = B - 3 100 ⋅B = (1 - 3 100 ) ⋅ B = 0,97 ⋅ B. Somit ist das a=0,97.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,97 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 10 Tage der Bestand 7.37 kg ist, also f(10) = 7.37. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,97 t ein:

c ⋅ 0.9710 = 7.37

c ⋅ 0.73742 = 7.37 | : 0.73742

c = 10

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 10 0,97 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Tage, also f(9):

f(9) = 10 0,97 9 7,602.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 6.5 kg ist, also f(t) = 6.5:

10 0,97 t = 6,5 |:10
0,97 t = 0,65 |lg(⋅)
lg( 0,97 t ) = lg( 0,65 )
t · lg( 0,97 ) = lg( 0,65 ) |: lg( 0,97 )
t = lg( 0,65 ) lg( 0,97 )
t = 14,1429

Nach ca. 14,143 Tage ist also der Bestand = 6.5 kg.