Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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2. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( x 2 ) + lg( 1 x 2 ) + lg( x ) zu einem Vielfachen von lg( x ) .

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a):
lg( x 2 ) + lg( 1 x 2 ) + lg( x )
= lg( x 2 ) + lg( x -2 ) + lg( x 1 2 )
= 2 lg( x ) -2 lg( x ) + 1 2 lg( x )
= 1 2 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 5 x 2 ) - lg( 100 x 4 ) + lg( 20 x 8 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 5 x 2 ) - lg( 100 x 4 ) + lg( 20 x 8 )

= - lg( 1 5 x -2 ) - lg( 100 x -4 ) + lg( 20 x -8 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 5 ) + lg( 1 x 2 ) ) - ( lg( 100 ) + lg( 1 x 4 ) ) + ( lg( 20 ) + lg( 1 x 8 ) )

= - lg( 1 5 ) - lg( 1 x 2 ) - lg( 100 ) - lg( 1 x 4 ) + lg( 20 ) + lg( 1 x 8 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 5 ) +2 lg( x ) - lg( 100 ) +4 lg( x ) + lg( 20 ) -8 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 5 ) +2 lg( x ) - lg( 100 ) +4 lg( x ) + lg( 20 ) -8 lg( x )

= -2 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( 20 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -2 lg( x ) + lg( 1 100 · 20 · 5 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 5 · 5 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 )

= -2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -2 e x -1 +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -1 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -1 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -2 vor e x -1 wird e x -1 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -2 e x -1 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +1 hinter dem -2 e x -1 wird zu allen Funktionswerten von -2 e x -1 noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-2 e x -1 +1 = y | -1
-2 e x -1 = y -1 |:-2
e x -1 = - 1 2 y + 1 2 |ln(⋅)
x -1 = ln( - 1 2 y + 1 2 )
x -1 = ln( - 1 2 y + 1 2 ) | +1
x = ln( - 1 2 y + 1 2 ) +1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( - 1 2 x + 1 2 ) +1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( - 1 2 x + 1 2 ) +1

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Ein Konto wird mit 4000€ eröffnet und wird mit einem festen Zinssatz verzinst. Nach 35 Jahren hat sich der der Kontostand verdoppelt. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die den Kontostand nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 4000 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Verdopplungszeit: TV = loga(2).

Also 35 = loga(2). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 35 = 2 | 35
a = 2 35

Das gesuchte a ist somit 2 35 ≈ 1.02, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 4000 1,02 t

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 32%. 8 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 36,87Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 13 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 104 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 32% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 32% dazukommen,
also Bneu = B + 32 100 ⋅B = (1 + 32 100 ) ⋅ B = 1,32 ⋅ B. Somit ist das a=1,32.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,32 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Stunden der Bestand 36.87 Millionen Bakterien ist, also f(8) = 36.87. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,32 t ein:

c ⋅ 1.328 = 36.87

c ⋅ 9.21704 = 36.87 | : 9.21704

c = 4

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 4 1,32 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=13 Stunden, also f(13):

f(13) = 4 1,32 13 147,748.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 104 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 104:

4 1,32 t = 104 |:4
1,32 t = 26 |lg(⋅)
lg( 1,32 t ) = lg( 26 )
t · lg( 1,32 ) = lg( 26 ) |: lg( 1,32 )
t = lg( 26 ) lg( 1,32 )
t = 11,7353

Nach ca. 11,735 Stunden ist also der Bestand = 104 Millionen Bakterien.