Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log im Intervall bestimmen

Beispiel:

Finde zwei benachbarte ganze Zahlen, zwischen denen der Logarithmus log 2 (6) liegt.

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Wir suchen 2er-Potenzen in der Näher von 6, also eine die gerade noch kleiner und eine die schon größer als 6 ist.

Dabei kommt man auf 2 2 = 22 < 6 und auf 2 3 = 23 > 6.

Und da wir bei log 2 (6) ja das ☐ von 2☐ = 6 suchen, muss dieses ☐ irgendwo zwischen 2 und 3 liegen, wegen:
22 = 2 2 < 6 < 2 3 = 23

Es gilt somit: 2 < log 2 (6) < 3

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 2 ) + lg( 5 x 5 ) + lg( 1 10 x 2 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 2 ) + lg( 5 x 5 ) + lg( 1 10 x 2 )

= - lg( 1 2 ) + lg( 5 x -5 ) + lg( 1 10 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 2 ) + lg( 1 ) ) + ( lg( 5 ) + lg( 1 x 5 ) ) + ( lg( 1 10 ) + lg( x 2 ) )

= - lg( 1 2 ) - lg( 1 ) + lg( 5 ) + lg( 1 x 5 ) + lg( 1 10 ) + lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 2 ) +0 + lg( 5 ) -5 lg( x ) + lg( 1 10 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 2 ) +0 + lg( 5 ) -5 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 10 ) +2 lg( x )

= -3 lg( x ) - lg( 10 ) + lg( 5 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -3 lg( x ) + lg( 1 10 · 5 · 2 )

= -3 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -3 lg( x ) + lg( 1 )

= -3 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 4 e -0,3x +0,3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x +0,3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x +0,3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 4 vor e -0,3x +0,3 können die Funktionswerte von 4 e -0,3x +0,3 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y > 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

4 e -0,3x +0,3 = y |:4
e -0,3x +0,3 = 1 4 y |ln(⋅)
-0,3x +0,3 = ln( 1 4 y )
-0,3x +0,3 = ln( 1 4 y ) | -0,3
-0,3x = ln( 1 4 y ) -0,3 |:(-0,3 )
x = - 1 0,3 ln( 1 4 y ) + 0,3 0,3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,3 ln( 1 4 x ) + 0,3 0,3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,3 ln( 1 4 x ) + 0,3 0,3

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 199⋅ 0,7 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 199

f(1) = 199 ⋅ 0,7

f(2) = 199 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7

f(3) = 199 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7

f(4) = 199 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,7 multipliziert. Da 0,7 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,7-fache, also auf 70 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 70% = 30 %

c und a gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 4% seines Bestands. Zu Beginn sind 40kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind noch nach 13 Tagen da? b) Wann sind nur noch 31,3kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=40 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 4% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 4% weggehen,
also Bneu = B - 4 100 ⋅B = (1 - 4 100 ) ⋅ B = 0,96 ⋅ B. Somit ist das a=0,96.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 40⋅ 0,96 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=13 Tage, also f(13):

f(13) = 40⋅ 0,96 13 ≈ 23,528.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 31.3 kg ist, also f(t) = 31.3:

40⋅ 0,96 t = 31,3 |:40
0,96 t = 0,7825 |lg(⋅)
lg( 0,96 t ) = lg( 0,7825 )
t · lg( 0,96 ) = lg( 0,7825 ) |: lg( 0,96 )
t = lg( 0,7825 ) lg( 0,96 )
t = 6,0081

Nach ca. 6,008 Tage ist also der Bestand = 31.3 kg.