Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: lg( 20 ) + lg( 50 ) .

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lg( 20 ) + lg( 50 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts an:

= lg( 20 · 50 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Term aus Graph bestimmen

Beispiel:

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Bestimme den Funktionsterm c · a x der Exponentialfunktion f deren Graph im Schaubild abgebildetet ist.

Tipp: Betrachte dazu den Graph an den Stellen x=0 und x=1.

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Der Graph schneidet die y-Achse im Punkt (0|-2), also gilt f(0)=-2.

In den allgemeinen Funktionsterm f(x)= c · a x eingesetzt bedeutet das: -2 = c · a 0 = c ⋅ 1.

Dadurch wissen wir nun schon: c = -2 , also f(x)= -2⋅ a x .

Außerdem können wir den Punkt (1|-4) auf dem Graphen ablesen, also git f(1) = -4.

In unseren Funktionsterm f(x)= -2⋅ a x eingesetzt bedeutet das: -4 = -2⋅a = -2a .

Es gilt also: -4 = -2a | ⋅ (- 1 2 )

2 = a

Somit ist der Funtionsterm: f(x)= -2⋅ 2 x

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 4 e 0,2x +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,2x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,2x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 4 vor e 0,2x können die Funktionswerte von 4 e 0,2x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die +2 hinter dem 4 e 0,2x wird zu allen Funktionswerten von 4 e 0,2x noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

4 e 0,2x +2 = y | -2
4 e 0,2x = y -2 |:4
e 0,2x = 1 4 y - 1 2 |ln(⋅)
0,2x = ln( 1 4 y - 1 2 ) |:0,2
x = 1 0,2 ln( 1 4 y - 1 2 )
x = 5 ln( 1 4 y - 1 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 5 ln( 1 4 x - 1 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 5 ln( 1 4 x - 1 2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 3,1% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 3.1% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 3.1% dazukommen,
also Bneu = B + 3.1 100 ⋅B = (1 + 3.1 100 ) ⋅ B = 1,031 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,031.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.031(2) ≈ 22.7 Jahre

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 6% seines Bestands. 8 Tage nach Beobachtungsbeginn sind nur noch 6,1kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 9 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 6,9kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 6% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 6% weggehen,
also Bneu = B - 6 100 ⋅B = (1 - 6 100 ) ⋅ B = 0,94 ⋅ B. Somit ist das a=0,94.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,94 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Tage der Bestand 6.1 kg ist, also f(8) = 6.1. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,94 t ein:

c ⋅ 0.948 = 6.1

c ⋅ 0.60957 = 6.1 | : 0.60957

c = 10

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 10⋅ 0,94 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Tage, also f(9):

f(9) = 10⋅ 0,94 9 ≈ 5,73.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 6.9 kg ist, also f(t) = 6.9:

10⋅ 0,94 t = 6,9 |:10
0,94 t = 0,69 |lg(⋅)
lg( 0,94 t ) = lg( 0,69 )
t · lg( 0,94 ) = lg( 0,69 ) |: lg( 0,94 )
t = lg( 0,69 ) lg( 0,94 )
t = 5,9969

Nach ca. 5,997 Tage ist also der Bestand = 6.9 kg.