Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (einfach)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 10 (100000) .

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Wir suchen den Logarithmus von 100000 zur Basis 10, also die Hochzahl mit der man 10 potenzieren muss, um auf 100000 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 10 = 100000 gilt.

Aus der Erinnerung an die Potenzrechnung oder durch systematisches Probieren kommt man auf die Lösung:

log 10 (100000) = 5, eben weil 105 = 100000 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 25 x 3 ) - lg( 1 20 x ) + lg( 1 500 x 2 ) soweit wie möglich.

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lg( 25 x 3 ) - lg( 1 20 x ) + lg( 1 500 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 25 ) + lg( x 3 ) - ( lg( 1 20 ) + lg( x ) ) + ( lg( 1 500 ) + lg( x 2 ) )

= lg( 25 ) + lg( x 3 ) - lg( 1 20 ) - lg( x ) + lg( 1 500 ) + lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 25 ) +3 lg( x ) - lg( 1 20 ) - lg( x ) + lg( 1 500 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 25 ) +3 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 20 ) - lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 500 ) +2 lg( x )

= 4 lg( x ) - lg( 500 ) + lg( 25 ) + lg( 20 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 4 lg( x ) + lg( 1 500 · 25 · 20 )

= 4 lg( x ) + lg( 1 20 · 20 )

= 4 lg( x ) + lg( 1 )

= 4 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,3x +0,3 -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x +0,3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x +0,3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -1 hinter dem e -0,3x +0,3 wird zu allen Funktionswerten von e -0,3x +0,3 noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,3x +0,3 -1 = y | +1
e -0,3x +0,3 = y +1 |ln(⋅)
-0,3x +0,3 = ln( y +1 )
-0,3x +0,3 = ln( y +1 ) | -0,3
-0,3x = ln( y +1 ) -0,3 |:(-0,3 )
x = - 1 0,3 ln( y +1 ) + 0,3 0,3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,3 ln( x +1 ) + 0,3 0,3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,3 ln( x +1 ) + 0,3 0,3

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 197 0,5 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 197

f(1) = 197 0,5

f(2) = 197 0,50,5

f(3) = 197 0,50,50,5

f(4) = 197 0,50,50,50,5

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,5 multipliziert. Da 0,5 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,5-fache, also auf 50 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 50% = 50 %

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart exponentiell abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 12 Millionen dieser Insekten geschätzt. 4 Jahre nach Beobachtungsbeginn werden noch 6,56 Millionen der Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 11 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 7,6 Millionen dieser Insekten?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=12 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 12 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 4 Jahre der Bestand 6.56 Millionen Insekten ist, also f(4) = 6.56. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 12 a t ein:

12 a 4 = 6,56 |:12
a 4 = 0,54667 | 4
a1 = - 0,54667 4 -0,86
a2 = 0,54667 4 0,86

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,86 ≈ 0.86 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 12 0,86 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Jahre, also f(11):

f(11) = 12 0,86 11 2,284.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 7.6 Millionen Insekten ist, also f(t) = 7.6:

12 0,86 t = 7,6 |:12
0,86 t = 0,6333 |lg(⋅)
lg( 0,86 t ) = lg( 0,6333 )
t · lg( 0,86 ) = lg( 0,6333 ) |: lg( 0,86 )
t = lg( 0,6333 ) lg( 0,86 )
t = 3,0288

Nach ca. 3,029 Jahre ist also der Bestand = 7.6 Millionen Insekten.