Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (einfach)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 2 (8) .

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Wir suchen den Logarithmus von 8 zur Basis 2, also die Hochzahl mit der man 2 potenzieren muss, um auf 8 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 2 = 8 gilt.

Aus der Erinnerung an die Potenzrechnung oder durch systematisches Probieren kommt man auf die Lösung:

log 2 (8) = 3, eben weil 23 = 8 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 100 x 6 ) + lg( 25 x 3 ) + lg( 4 x ) soweit wie möglich.

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lg( 1 100 x 6 ) + lg( 25 x 3 ) + lg( 4 x )

= lg( 1 100 x -6 ) + lg( 25 x 3 ) + lg( 4 x -1 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 100 ) + lg( 1 x 6 ) + ( lg( 25 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 4 ) + lg( 1 x ) )

= lg( 1 100 ) + lg( 1 x 6 ) + lg( 25 ) + lg( x 3 ) + lg( 4 ) + lg( 1 x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 100 ) -6 lg( x ) + lg( 25 ) +3 lg( x ) + lg( 4 ) - lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 100 ) -6 lg( x ) + lg( 25 ) +3 lg( x ) + lg( 4 ) - lg( x )

= -4 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( 25 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -4 lg( x ) + lg( 1 100 · 25 · 4 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 4 · 4 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 )

= -4 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 4 e 0,1x -0,3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,1x -0,3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,1x -0,3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 4 vor e 0,1x -0,3 können die Funktionswerte von 4 e 0,1x -0,3 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y > 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

4 e 0,1x -0,3 = y |:4
e 0,1x -0,3 = 1 4 y |ln(⋅)
0,1x -0,3 = ln( 1 4 y )
0,1x -0,3 = ln( 1 4 y ) | +0,3
0,1x = ln( 1 4 y ) +0,3 |:0,1
x = 1 0,1 ln( 1 4 y ) + 0,3 0,1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,1 ln( 1 4 x ) + 0,3 0,1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,1 ln( 1 4 x ) + 0,3 0,1

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,057 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,057 t ablesen: a=1.057.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.057(2) ≈ 12.5 (Zeiteinheiten)

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 2,6% seiner Bevölkerung. Nach 6 Jahren hat der Staat noch 68,3 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 10 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 60 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 2.6% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 2.6% weggehen,
also Bneu = B - 2.6 100 ⋅B = (1 - 2.6 100 ) ⋅ B = 0,974 ⋅ B. Somit ist das a=0,974.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,974 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 6 Jahre der Bestand 68.3 Millionen Einwohner ist, also f(6) = 68.3. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,974 t ein:

c ⋅ 0.9746 = 68.3

c ⋅ 0.8538 = 68.3 | : 0.8538

c = 80

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 80 0,974 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=10 Jahre, also f(10):

f(10) = 80 0,974 10 61,472.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 60 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 60:

80 0,974 t = 60 |:80
0,974 t = 3 4 |lg(⋅)
lg( 0,974 t ) = lg( 3 4 )
t · lg( 0,974 ) = lg( 3 4 ) |: lg( 0,974 )
t = lg( 3 4 ) lg( 0,974 )
t = 10,9202

Nach ca. 10,92 Jahre ist also der Bestand = 60 Millionen Einwohner.