Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 125 2 x 4 ) + lg( 4 x 6 ) - lg( 1 4 x 2 ) soweit wie möglich.

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lg( 125 2 x 4 ) + lg( 4 x 6 ) - lg( 1 4 x 2 )

= lg( 125 2 x 4 ) + lg( 4 x -6 ) - lg( 1 4 x -2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 125 2 ) + lg( x 4 ) + ( lg( 4 ) + lg( 1 x 6 ) ) - ( lg( 1 4 ) + lg( 1 x 2 ) )

= lg( 125 2 ) + lg( x 4 ) + lg( 4 ) + lg( 1 x 6 ) - lg( 1 4 ) - lg( 1 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 125 2 ) +4 lg( x ) + lg( 4 ) -6 lg( x ) - lg( 1 4 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 125 ) - lg( 2 ) +4 lg( x ) + lg( 4 ) -6 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) +2 lg( x )

= lg( 125 ) + lg( 4 ) + lg( 4 ) - lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 125 · 4 · 4 2 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 80 x 3 ) + lg( 20 x 2 ) - lg( 1 4 x 4 ) soweit wie möglich.

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- lg( 80 x 3 ) + lg( 20 x 2 ) - lg( 1 4 x 4 )

= - lg( 80 x 3 ) + lg( 20 x 2 ) - lg( 1 4 x -4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 80 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 20 ) + lg( x 2 ) ) - ( lg( 1 4 ) + lg( 1 x 4 ) )

= - lg( 80 ) - lg( x 3 ) + lg( 20 ) + lg( x 2 ) - lg( 1 4 ) - lg( 1 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 80 ) -3 lg( x ) + lg( 20 ) +2 lg( x ) - lg( 1 4 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 80 ) -3 lg( x ) + lg( 20 ) +2 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) +4 lg( x )

= 3 lg( x ) - lg( 80 ) + lg( 20 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 3 lg( x ) + lg( 1 80 · 20 · 4 )

= 3 lg( x ) + lg( 1 4 · 4 )

= 3 lg( x ) + lg( 1 )

= 3 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 4 e 0,2x -0,4 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,2x -0,4 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,2x -0,4 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 4 vor e 0,2x -0,4 können die Funktionswerte von 4 e 0,2x -0,4 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y > 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

4 e 0,2x -0,4 = y |:4
e 0,2x -0,4 = 1 4 y |ln(⋅)
0,2x -0,4 = ln( 1 4 y )
0,2x -0,4 = ln( 1 4 y ) | +0,4
0,2x = ln( 1 4 y ) +0,4 |:0,2
x = 1 0,2 ln( 1 4 y ) + 0,4 0,2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,2 ln( 1 4 x ) + 0,4 0,2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,2 ln( 1 4 x ) + 0,4 0,2

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 11 ( 3 5 ) t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 11

f(1) = 11 3 5

f(2) = 11 3 5 3 5

f(3) = 11 3 5 3 5 3 5

f(4) = 11 3 5 3 5 3 5 3 5

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 3 5 multipliziert. Da 3 5 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 3 5 -fache (oder auf das 60 100 -fache), also auf 60 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 60% = 40 %

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 55 Millionen Einwohner. Nach 2 Jahren hat der Staat noch 52,93 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 4 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 52,9 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=55 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 55 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 2 Jahre der Bestand 52.93 Millionen Einwohner ist, also f(2) = 52.93. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 55 a t ein:

55 a 2 = 52,93 |:55
a 2 = 0,96236 | 2
a1 = - 0,96236 -0,981
a2 = 0,96236 0,981

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,981 ≈ 0.981 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 55 0,981 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Jahre, also f(4):

f(4) = 55 0,981 4 50,938.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 52.9 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 52.9:

55 0,981 t = 52,9 |:55
0,981 t = 0,9618 |lg(⋅)
lg( 0,981 t ) = lg( 0,9618 )
t · lg( 0,981 ) = lg( 0,9618 ) |: lg( 0,981 )
t = lg( 0,9618 ) lg( 0,981 )
t = 2,0304

Nach ca. 2,03 Jahre ist also der Bestand = 52.9 Millionen Einwohner.