Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 8 x 2 ) - lg( 1 5 x 2 ) - lg( 1 25 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 8 x 2 ) - lg( 1 5 x 2 ) - lg( 1 25 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 8 ) + lg( x 2 ) - ( lg( 1 5 ) + lg( x 2 ) ) - ( lg( 1 25 ) + lg( 1 ) )

= lg( 8 ) + lg( x 2 ) - lg( 1 5 ) - lg( x 2 ) - lg( 1 25 ) - lg( 1 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 8 ) +2 lg( x ) - lg( 1 5 ) -2 lg( x ) - lg( 1 25 ) +0

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 8 ) +2 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 5 ) -2 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 25 ) +0

= lg( 25 ) + lg( 8 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 25 · 8 · 5 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 100000 x 5 ) - lg( 1 50 x ) + lg( 20 x 4 ) soweit wie möglich.

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lg( 1 100000 x 5 ) - lg( 1 50 x ) + lg( 20 x 4 )

= lg( 1 100.000 x -5 ) - lg( 1 50 x -1 ) + lg( 20 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 100.000 ) + lg( 1 x 5 ) - ( lg( 1 50 ) + lg( 1 x ) ) + ( lg( 20 ) + lg( x 4 ) )

= lg( 1 100.000 ) + lg( 1 x 5 ) - lg( 1 50 ) - lg( 1 x ) + lg( 20 ) + lg( x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 100.000 ) -5 lg( x ) - lg( 1 50 ) + lg( x ) + lg( 20 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 100000 ) -5 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 50 ) + lg( x ) + lg( 20 ) +4 lg( x )

= - lg( 100000 ) + lg( 50 ) + lg( 20 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 100.000 · 50 · 20 )

= lg( 1 100 )

= lg( 10 -2 )

= -2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 3 e 0,1x -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,1x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,1x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 3 vor e 0,1x können die Funktionswerte von 3 e 0,1x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -2 hinter dem 3 e 0,1x wird zu allen Funktionswerten von 3 e 0,1x noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

3 e 0,1x -2 = y | +2
3 e 0,1x = y +2 |:3
e 0,1x = 1 3 y + 2 3 |ln(⋅)
0,1x = ln( 1 3 y + 2 3 ) |:0,1
x = 1 0,1 ln( 1 3 y + 2 3 )
x = 10 ln( 1 3 y + 2 3 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 10 ln( 1 3 x + 2 3 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 10 ln( 1 3 x + 2 3 )

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 77⋅ 1,15 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 77

f(1) = 77 ⋅ 1,15

f(2) = 77 ⋅ 1,15 ⋅ 1,15

f(3) = 77 ⋅ 1,15 ⋅ 1,15 ⋅ 1,15

f(4) = 77 ⋅ 1,15 ⋅ 1,15 ⋅ 1,15 ⋅ 1,15

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,15 multipliziert. Da 1,15 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,15-fache, also auf 115 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 115% - 100% = 15 %

c und a gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 2% verzinst. Zu Beginn sind 3000€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand nach 7 Jahren? b) Wann ist der Kontostand auf 3500€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=3000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 2% dazukommen,
also Bneu = B + 2 100 ⋅B = (1 + 2 100 ) ⋅ B = 1,02 ⋅ B. Somit ist das a=1,02.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 3000⋅ 1,02 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=7 Jahre, also f(7):

f(7) = 3000⋅ 1,02 7 ≈ 3446,057.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 3500 € ist, also f(t) = 3500:

3000⋅ 1,02 t = 3500 |:3000
1,02 t = 7 6 |lg(⋅)
lg( 1,02 t ) = lg( 7 6 )
t · lg( 1,02 ) = lg( 7 6 ) |: lg( 1,02 )
t = lg( 7 6 ) lg( 1,02 )
t = 7,7844

Nach ca. 7,784 Jahre ist also der Kontostand = 3500 €.