Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (schwer)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 16 ( 64 ) .

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Man kann erkennen, dass 64 eine Potenz ist: 64 = 4 3

Da wir nicht den Logarithmus zur Basis 4 sondern zur Basis 16 suchen und 16 gerade 4² ist (also 4 = 16 = 16 1 2 ), formen wir 4 3 noch so um, dass sie 16 als Basis hat:

4 3 = ( 16 1 2 ) 3 = 16 3 2

log 16 ( 64 ) heißt, dass wir den Logarithmus von 4 3 = 16 3 2 zur Basis 16 suchen, also die Hochzahl mit der man 16 potenzieren muss, um auf 4 3 = 16 3 2 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 16 = 4 3 = 16 3 2 gilt.

Damit steht die Lösung praktisch schon da: log 16 ( 64 ) = log 16 ( 16 3 2 ) = 3 2 , eben weil 16 3 2 = 64 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 50 x 5 ) + lg( 25x ) + lg( 1 1.250.000 x 4 ) soweit wie möglich.

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lg( 50 x 5 ) + lg( 25x ) + lg( 1 1.250.000 x 4 )

= lg( 50 x -5 ) + lg( 25x ) + lg( 1 1.250.000 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 50 ) + lg( 1 x 5 ) + ( lg( 25 ) + lg( x ) ) + ( lg( 1 1.250.000 ) + lg( x 4 ) )

= lg( 50 ) + lg( 1 x 5 ) + lg( 25 ) + lg( x ) + lg( 1 1.250.000 ) + lg( x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 50 ) -5 lg( x ) + lg( 25 ) + lg( x ) + lg( 1 1.250.000 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 50 ) -5 lg( x ) + lg( 25 ) + lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 1250000 ) +4 lg( x )

= - lg( 1250000 ) + lg( 50 ) + lg( 25 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 1.250.000 · 50 · 25 )

= lg( 1 1000 )

= lg( 10 -3 )

= -3

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 3 e x -1 -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -1 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -1 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 3 vor e x -1 können die Funktionswerte von 3 e x -1 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -2 hinter dem 3 e x -1 wird zu allen Funktionswerten von 3 e x -1 noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

3 e x -1 -2 = y | +2
3 e x -1 = y +2 |:3
e x -1 = 1 3 y + 2 3 |ln(⋅)
x -1 = ln( 1 3 y + 2 3 )
x -1 = ln( 1 3 y + 2 3 ) | +1
x = ln( 1 3 y + 2 3 ) +1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 3 x + 2 3 ) +1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 3 x + 2 3 ) +1

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 164 0,8 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 164

f(1) = 164 0,8

f(2) = 164 0,80,8

f(3) = 164 0,80,80,8

f(4) = 164 0,80,80,80,8

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,8 multipliziert. Da 0,8 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,8-fache, also auf 80 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 80% = 20 %

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 60 Millionen Einwohner. Nach 10 Jahren hat der Staat noch 45,17 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 8 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 50 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=60 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 60 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 10 Jahre der Bestand 45.17 Millionen Einwohner ist, also f(10) = 45.17. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 60 a t ein:

60 a 10 = 45,17 |:60
a 10 = 0,75283 | 10
a1 = - 0,75283 10 -0,972
a2 = 0,75283 10 0,972

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,972 ≈ 0.972 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 60 0,972 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=8 Jahre, also f(8):

f(8) = 60 0,972 8 47,806.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 50 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 50:

60 0,972 t = 50 |:60
0,972 t = 5 6 |lg(⋅)
lg( 0,972 t ) = lg( 5 6 )
t · lg( 0,972 ) = lg( 5 6 ) |: lg( 0,972 )
t = lg( 5 6 ) lg( 0,972 )
t = 6,4199

Nach ca. 6,42 Jahre ist also der Bestand = 50 Millionen Einwohner.