Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen


Symmetrie e-Funktionen

Beispiel:

Entscheide welche Symmetrie bei der Funktion f mit f(x)= x 3 · e x +1 vorliegt.

Lösung einblenden

Wir betrachten einfach f(-x) und schauen dann, ob das zufällig wieder f(x) oder -f(x) ist:

f(-x) = ( -x ) 3 · e ( -x ) +1 = - x 3 · e -x +1

Wenn man das mit f(x) = x 3 · e x +1 vergleicht, kann man erkennen, dass f(-x) = - x 3 · e -x +1
weder gleich f(x) = x 3 · e x +1 noch gleich -f(x) = - x 3 · e x +1 = - x 3 · e x +1 ist.

Wir können dies ja auch anhand eines Gegenbeispiels nachweisen:

f(1) = 1 3 · e 1 +1 = 1 · e 2 ≈ 7.389
Aber: f(-1) = ( -1 ) 3 · e -1 +1 = -1 · e 0 ≈ -1

Es gilt also: f(-x) ≠ f(x) und f(-x) ≠ -f(x)

Somit liegt bei f keine Symmetrie zum KoSy vor.

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 50x ) - lg( 1000000 x 3 ) + lg( 20 x 4 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 50x ) - lg( 1000000 x 3 ) + lg( 20 x 4 )

= lg( 50x ) - lg( 1000000 x -3 ) + lg( 20 x -4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 50 ) + lg( x ) - ( lg( 1000000 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 20 ) + lg( 1 x 4 ) )

= lg( 50 ) + lg( x ) - lg( 1000000 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 20 ) + lg( 1 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 50 ) + lg( x ) - lg( 1000000 ) +3 lg( x ) + lg( 20 ) -4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 50 ) + lg( x ) - lg( 1000000 ) +3 lg( x ) + lg( 20 ) -4 lg( x )

= - lg( 1000000 ) + lg( 50 ) + lg( 20 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 1.000.000 · 50 · 20 )

= lg( 1 1000 )

= lg( 10 -3 )

= -3

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e x -3 +3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e x -3 können die Funktionswerte von 2 e x -3 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die +3 hinter dem 2 e x -3 wird zu allen Funktionswerten von 2 e x -3 noch 3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 3}

Umkehrfunktion

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e x -3 +3 = y | -3
2 e x -3 = y -3 |:2
e x -3 = 1 2 y - 3 2 |ln(⋅)
x -3 = ln( 1 2 y - 3 2 )
x -3 = ln( 1 2 y - 3 2 ) | +3
x = ln( 1 2 y - 3 2 ) +3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 2 x - 3 2 ) +3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 2 x - 3 2 ) +3

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 2% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

Lösung einblenden

Die prozentuale Zunahme um 2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 2% dazukommen,
also Bneu = B + 2 100 ⋅B = (1 + 2 100 ) ⋅ B = 1,02 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,02.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.02(2) ≈ 35 Jahre

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart exponentiell abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 11 Millionen dieser Insekten geschätzt. 5 Jahre nach Beobachtungsbeginn werden noch 6,14 Millionen der Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 6 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 3,4 Millionen dieser Insekten?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=11 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 11 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 5 Jahre der Bestand 6.14 Millionen Insekten ist, also f(5) = 6.14. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 11 a t ein:

11 a 5 = 6,14 |:11
a 5 = 0,55818 | 5
a = 0,55818 5

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,55818 5 ≈ 0.89 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 11 0,89 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=6 Jahre, also f(6):

f(6) = 11 0,89 6 5,467.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 3.4 Millionen Insekten ist, also f(t) = 3.4:

11 0,89 t = 3,4 |:11
0,89 t = 0,3091 |lg(⋅)
lg( 0,89 t ) = lg( 0,3091 )
t · lg( 0,89 ) = lg( 0,3091 ) |: lg( 0,89 )
t = lg( 0,3091 ) lg( 0,89 )
t = 10,0751

Nach ca. 10,075 Jahre ist also der Bestand = 3.4 Millionen Insekten.