Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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2. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( x 4 ) +4 lg( 1 x ) zu einem Vielfachen von lg( x ) .

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a):
lg( x 4 ) +4 lg( 1 x )
= lg( x 4 ) +4 lg( x -1 )
= 4 lg( x ) -4 lg( x )
=0

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 200 x 4 ) + lg( 4x ) + lg( 50 x 3 ) soweit wie möglich.

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- lg( 200 x 4 ) + lg( 4x ) + lg( 50 x 3 )

= - lg( 200 x -4 ) + lg( 4x ) + lg( 50 x -3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 200 ) + lg( 1 x 4 ) ) + ( lg( 4 ) + lg( x ) ) + ( lg( 50 ) + lg( 1 x 3 ) )

= - lg( 200 ) - lg( 1 x 4 ) + lg( 4 ) + lg( x ) + lg( 50 ) + lg( 1 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 200 ) +4 lg( x ) + lg( 4 ) + lg( x ) + lg( 50 ) -3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 200 ) +4 lg( x ) + lg( 4 ) + lg( x ) + lg( 50 ) -3 lg( x )

= 2 lg( x ) - lg( 200 ) + lg( 50 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 2 lg( x ) + lg( 1 200 · 50 · 4 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 4 · 4 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 )

= 2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -2 e 0,3x -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,3x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,3x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -2 vor e 0,3x wird e 0,3x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -2 e 0,3x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -1 hinter dem -2 e 0,3x wird zu allen Funktionswerten von -2 e 0,3x noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-2 e 0,3x -1 = y | +1
-2 e 0,3x = y +1 |:-2
e 0,3x = - 1 2 y - 1 2 |ln(⋅)
0,3x = ln( - 1 2 y - 1 2 ) |:0,3
x = 1 0,3 ln( - 1 2 y - 1 2 )
x = 10 3 ln( - 1 2 y - 1 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 10 3 ln( - 1 2 x - 1 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 10 3 ln( - 1 2 x - 1 2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0,882 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0,882 t ablesen: a=0.882.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.882( 1 2 ) ≈ 5.52 (Zeiteinheiten)

c und a gegeben

Beispiel:

Bei einer Internetseite kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Nutzer wöchentlich um 23% vermehrt. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 1000 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 11 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 41000 angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=1000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 23% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 23% dazukommen,
also Bneu = B + 23 100 ⋅B = (1 + 23 100 ) ⋅ B = 1,23 ⋅ B. Somit ist das a=1,23.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 1000 1,23 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=11 Wochen, also f(11):

f(11) = 1000 1,23 11 9748,914.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 41000 Nutzer ist, also f(t) = 41000:

1000 1,23 t = 41000 |:1000
1,23 t = 41 |lg(⋅)
lg( 1,23 t ) = lg( 41 )
t · lg( 1,23 ) = lg( 41 ) |: lg( 1,23 )
t = lg( 41 ) lg( 1,23 )
t = 17,9387

Nach ca. 17,939 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 41000 Nutzer.