Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log im Interval bestimmen

Beispiel:

Finde zwei benachbarte ganze Zahlen, zwischen denen der Logarithmus log 5 (93) liegt.

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Wir suchen 5er-Potenzen in der Näher von 93, also eine die gerade noch kleiner und eine die schon größer als 93 ist.

Dabei kommt man auf 5 2 = 52 < 93 und auf 5 3 = 53 > 93.

Und da wir bei log 5 (93) ja das ☐ von 5☐ = 93 suchen, muss dieses ☐ irgendwo zwischen 2 und 3 liegen, wegen:
52 = 5 2 < 93 < 5 3 = 53

Es gilt somit: 2 < log 5 (93) < 3

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 20 x 3 ) - lg( 2 5 x ) - lg( 1 20 x 2 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 20 x 3 ) - lg( 2 5 x ) - lg( 1 20 x 2 )

= - lg( 1 20 x -3 ) - lg( 2 5 x ) - lg( 1 20 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 20 ) + lg( 1 x 3 ) ) - ( lg( 2 5 ) + lg( x ) ) - ( lg( 1 20 ) + lg( x 2 ) )

= - lg( 1 20 ) - lg( 1 x 3 ) - lg( 2 5 ) - lg( x ) - lg( 1 20 ) - lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 20 ) +3 lg( x ) - lg( 2 5 ) - lg( x ) - lg( 1 20 ) -2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 20 ) +3 lg( x ) - lg( 2 ) + lg( 5 ) - lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 20 ) -2 lg( x )

= lg( 20 ) + lg( 20 ) + lg( 5 ) - lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 20 · 20 · 5 2 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -4 e x -2 +3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -2 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -2 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -4 vor e x -2 wird e x -2 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -4 e x -2 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +3 hinter dem -4 e x -2 wird zu allen Funktionswerten von -4 e x -2 noch 3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-4 e x -2 +3 = y | -3
-4 e x -2 = y -3 |:-4
e x -2 = - 1 4 y + 3 4 |ln(⋅)
x -2 = ln( - 1 4 y + 3 4 )
x -2 = ln( - 1 4 y + 3 4 ) | +2
x = ln( - 1 4 y + 3 4 ) +2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( - 1 4 x + 3 4 ) +2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( - 1 4 x + 3 4 ) +2

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht davon aus, dass sie sich innerhalb von 6,6 Stunden verdoppelt. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 12 Milionen Bakterien. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Bakterienanzahl in Milionen nach t Stunden angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 12 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Verdopplungszeit: TV = loga(2).

Also 6.6 = loga(2). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 6,6 = 2 | ⋅6,6
a1 = - 2 1 6,6 ≈ -1,111
a2 = 2 1 6,6 ≈ 1,111

Das gesuchte a ist somit 1,111 ≈ 1.11, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 12⋅ 1,11 t

c und a gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 8% abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 10 Millionen dieser Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 5 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 4,3 Millionen dieser Insekten?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=10 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 8% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 8% weggehen,
also Bneu = B - 8 100 ⋅B = (1 - 8 100 ) ⋅ B = 0,92 ⋅ B. Somit ist das a=0,92.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 10⋅ 0,92 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Jahre, also f(5):

f(5) = 10⋅ 0,92 5 ≈ 6,591.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 4.3 Millionen Insekten ist, also f(t) = 4.3:

10⋅ 0,92 t = 4,3 |:10
0,92 t = 0,43 |lg(⋅)
lg( 0,92 t ) = lg( 0,43 )
t · lg( 0,92 ) = lg( 0,43 ) |: lg( 0,92 )
t = lg( 0,43 ) lg( 0,92 )
t = 10,1218

Nach ca. 10,122 Jahre ist also der Bestand = 4.3 Millionen Insekten.