Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (schwer)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 100 ( 1 100000 ) .

Lösung einblenden

Zuerst schreiben wir 1 100000 um: 1 100000 = 100000 -1

Man kann erkennen, dass 100000 eine Potenz ist: 100000 = 10 5

Also schreiben wir 1 100000 = 100000 -1 = ( 10 5 ) -1 = 10 -5

Da wir nicht den Logarithmus zur Basis 10 sondern zur Basis 100 suchen und 100 gerade 10² ist (also 10 = 100 = 100 1 2 ), formen wir 10 -5 noch so um, dass sie 100 als Basis hat:

10 -5 = ( 100 1 2 ) -5 = 100 - 5 2

log 100 ( 1 100000 ) = log 100 ( 10 -5 ) heißt, dass wir den Logarithmus von 10 -5 = 100 - 5 2 zur Basis 100 suchen, also die Hochzahl mit der man 100 potenzieren muss, um auf 10 -5 = 100 - 5 2 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 100☐ = 10 -5 = 100 - 5 2 gilt.

Damit steht die Lösung praktisch schon da: log 100 ( 1 100000 ) = log 100 ( 10 -5 ) = log 100 ( 100 - 5 2 ) = - 5 2 , eben weil 100 - 5 2 = 1 100000 gilt .

Term aus Graph bestimmen

Beispiel:

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Bestimme den Funktionsterm c · a x der Exponentialfunktion f deren Graph im Schaubild abgebildetet ist.

Tipp: Betrachte dazu den Graph an den Stellen x=0 und x=1.

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Der Graph schneidet die y-Achse im Punkt (0| 1 2 ), also gilt f(0)= 1 2 .

In den allgemeinen Funktionsterm f(x)= c · a x eingesezt bedeutet das: 1 2 = c · a 0 = c ⋅ 1.

Dadurch wissen wir nun schon: c = 1 2 , also f(x)= 1 2 ⋅ a x .

Außerdem können wir den Punkt (1| 3 2 ) auf dem Graphen ablesen, also git f(1) = 3 2 .

In unseren Funktionsterm f(x)= 1 2 ⋅ a x eingesezt bedeutet das: 3 2 = 1 2 ⋅a = 1 2 a .

Es gilt also: 3 2 = 1 2 a | ⋅ 2

3 = a

Somit ist der Funtionsterm: f(x)= 1 2 ⋅ 3 x

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e 0,3x +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,3x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,3x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die +2 hinter dem e 0,3x wird zu allen Funktionswerten von e 0,3x noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e 0,3x +2 = y | -2
e 0,3x = y -2 |ln(⋅)
0,3x = ln( y -2 ) |:0,3
x = 1 0,3 ln( y -2 )
x = 10 3 ln( y -2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 10 3 ln( x -2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 10 3 ln( x -2 )

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 113⋅ 0,7 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 113

f(1) = 113 ⋅ 0,7

f(2) = 113 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7

f(3) = 113 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7

f(4) = 113 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7 ⋅ 0,7

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,7 multipliziert. Da 0,7 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,7-fache, also auf 70 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 70% = 30 %

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 1,7% seiner Bevölkerung. Nach 10 Jahren hat der Staat noch 50,55 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 4 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 53,2 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 1.7% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 1.7% weggehen,
also Bneu = B - 1.7 100 ⋅B = (1 - 1.7 100 ) ⋅ B = 0,983 ⋅ B. Somit ist das a=0,983.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,983 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 10 Jahre der Bestand 50.55 Millionen Einwohner ist, also f(10) = 50.55. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,983 t ein:

c ⋅ 0.98310 = 50.55

c ⋅ 0.84243 = 50.55 | : 0.84243

c = 60

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 60⋅ 0,983 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Jahre, also f(4):

f(4) = 60⋅ 0,983 4 ≈ 56,023.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 53.2 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 53.2:

60⋅ 0,983 t = 53,2 |:60
0,983 t = 0,8867 |lg(⋅)
lg( 0,983 t ) = lg( 0,8867 )
t · lg( 0,983 ) = lg( 0,8867 ) |: lg( 0,983 )
t = lg( 0,8867 ) lg( 0,983 )
t = 7,0131

Nach ca. 7,013 Jahre ist also der Bestand = 53.2 Millionen Einwohner.