Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Eigenschaften von e-Funktionen

Beispiel:

Welche Eigenschaften hat die Funktion f mit f(x)= e x +2 -3 .

Tipp: Skizziere zuerst den Graph von f auf einem Stück Papier.

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Als erstes erinnern wir uns an die natürliche Exponentialfunktion f0(x)= e x (im Schaubild in schwarzer Farbe eingezeichnet).

Da bei e x +2 -3 zu jedem Funktionswert von e x noch -3 addiert wird, ist der Graph von e x +2 -3 gegenüber dem der natürlichen Exponentialfunktion, um 3 nach unten verschoben.

Da bei e x +2 -3 das x von e x durch ein 'x+2' ersetzt wurde, wird der Graph der natürlichen Exponentialfunktion um -2 in x-Richtung verschoben .

Daraus ergeben sich folgende Aussagen:

  • Dadurch schneidet der Graph von f die x-Achse.
  • Die Funktionswerte werden also immer größer, die Funktion ist also streng monoton wachsend.
  • Für x → ∞ strebt e x +2 -3 gegen .
  • Für x → - ∞ strebt e x +2 -3 gegen 0 -3 = -3 .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 20 x 2 ) + lg( 1 500 x 3 ) + lg( 25 x 5 ) soweit wie möglich.

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lg( 20 x 2 ) + lg( 1 500 x 3 ) + lg( 25 x 5 )

= lg( 20 x -2 ) + lg( 1 500 x 3 ) + lg( 25 x -5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 20 ) + lg( 1 x 2 ) + ( lg( 1 500 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 25 ) + lg( 1 x 5 ) )

= lg( 20 ) + lg( 1 x 2 ) + lg( 1 500 ) + lg( x 3 ) + lg( 25 ) + lg( 1 x 5 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 20 ) -2 lg( x ) + lg( 1 500 ) +3 lg( x ) + lg( 25 ) -5 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 20 ) -2 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 500 ) +3 lg( x ) + lg( 25 ) -5 lg( x )

= -4 lg( x ) - lg( 500 ) + lg( 25 ) + lg( 20 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -4 lg( x ) + lg( 1 500 · 25 · 20 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 20 · 20 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 )

= -4 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 3 e x -3 -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 3 vor e x -3 können die Funktionswerte von 3 e x -3 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -2 hinter dem 3 e x -3 wird zu allen Funktionswerten von 3 e x -3 noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

3 e x -3 -2 = y | +2
3 e x -3 = y +2 |:3
e x -3 = 1 3 y + 2 3 |ln(⋅)
x -3 = ln( 1 3 y + 2 3 )
x -3 = ln( 1 3 y + 2 3 ) | +3
x = ln( 1 3 y + 2 3 ) +3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 3 x + 2 3 ) +3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 3 x + 2 3 ) +3

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 168 1,25 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 168

f(1) = 168 1,25

f(2) = 168 1,251,25

f(3) = 168 1,251,251,25

f(4) = 168 1,251,251,251,25

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,25 multipliziert. Da 1,25 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,25-fache, also auf 125 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 125% - 100% = 25 %

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man von exponentiellem Wachstum aus. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 16 Milionen Bakterien. 5 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 50,81Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 8 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 116 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=16 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 16 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 5 Stunden der Bestand 50.81 Millionen Bakterien ist, also f(5) = 50.81. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 16 a t ein:

16 a 5 = 50,81 |:16
a 5 = 3,17563 | 5
a = 3,17563 5

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 3,17563 5 ≈ 1.26 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 16 1,26 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=8 Stunden, also f(8):

f(8) = 16 1,26 8 101,645.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 116 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 116:

16 1,26 t = 116 |:16
1,26 t = 29 4 |lg(⋅)
lg( 1,26 t ) = lg( 29 4 )
t · lg( 1,26 ) = lg( 29 4 ) |: lg( 1,26 )
t = lg( 29 4 ) lg( 1,26 )
t = 8,5716

Nach ca. 8,572 Stunden ist also der Bestand = 116 Millionen Bakterien.