Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen


1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 0,01x ) +5 lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

Lösung einblenden

Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 0,01x ) +5 lg( x )
= lg( 0,01 ) + lg( x ) +5 lg( x )
= lg( 10 -2 ) + lg( x ) +5 lg( x )
= -2 + lg( x ) +5 lg( x )
= 6 lg( x ) -2

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 25 x ) + lg( 1 50 x 8 ) + lg( 2 x 3 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

- lg( 1 25 x ) + lg( 1 50 x 8 ) + lg( 2 x 3 )

= - lg( 1 25 x -1 ) + lg( 1 50 x -8 ) + lg( 2 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 25 ) + lg( 1 x ) ) + ( lg( 1 50 ) + lg( 1 x 8 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x 3 ) )

= - lg( 1 25 ) - lg( 1 x ) + lg( 1 50 ) + lg( 1 x 8 ) + lg( 2 ) + lg( x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 25 ) + lg( x ) + lg( 1 50 ) -8 lg( x ) + lg( 2 ) +3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 25 ) + lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 50 ) -8 lg( x ) + lg( 2 ) +3 lg( x )

= -4 lg( x ) - lg( 50 ) + lg( 25 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -4 lg( x ) + lg( 1 50 · 25 · 2 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 )

= -4 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e -0,3x -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e -0,3x können die Funktionswerte von 2 e -0,3x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -1 hinter dem 2 e -0,3x wird zu allen Funktionswerten von 2 e -0,3x noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e -0,3x -1 = y | +1
2 e -0,3x = y +1 |:2
e -0,3x = 1 2 y + 1 2 |ln(⋅)
-0,3x = ln( 1 2 y + 1 2 ) |:-0,3
x = - 1 0,3 ln( 1 2 y + 1 2 )
x = - 10 3 ln( 1 2 y + 1 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 10 3 ln( 1 2 x + 1 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 10 3 ln( 1 2 x + 1 2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 1,2% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

Lösung einblenden

Die prozentuale Zunahme um 1.2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 1.2% dazukommen,
also Bneu = B + 1.2 100 ⋅B = (1 + 1.2 100 ) ⋅ B = 1,012 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,012.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.012(2) ≈ 58.11 Jahre

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einer Internetseite kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Nutzer wöchentlich um 10% vermehrt. Nach 6 Wochen zählt man bereits 14172,49 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 12 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 28000 angewachsen?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 10% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 10% dazukommen,
also Bneu = B + 10 100 ⋅B = (1 + 10 100 ) ⋅ B = 1,1 ⋅ B. Somit ist das a=1,1.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,1 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 6 Wochen der Bestand 14172.49 Nutzer ist, also f(6) = 14172.49. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,1 t ein:

c ⋅ 1.16 = 14172.49

c ⋅ 1.77156 = 14172.49 | : 1.77156

c = 8000

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 8000 1,1 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=12 Wochen, also f(12):

f(12) = 8000 1,1 12 25107,427.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 28000 Nutzer ist, also f(t) = 28000:

8000 1,1 t = 28000 |:8000
1,1 t = 7 2 |lg(⋅)
lg( 1,1 t ) = lg( 7 2 )
t · lg( 1,1 ) = lg( 7 2 ) |: lg( 1,1 )
t = lg( 7 2 ) lg( 1,1 )
t = 13,1441

Nach ca. 13,144 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 28000 Nutzer.