Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 5 2 x 3 ) + lg( 20 x ) + lg( 2 x 4 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 5 2 x 3 ) + lg( 20 x ) + lg( 2 x 4 )

= lg( 5 2 x -3 ) + lg( 20 x -1 ) + lg( 2 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 5 2 ) + lg( 1 x 3 ) + ( lg( 20 ) + lg( 1 x ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x 4 ) )

= lg( 5 2 ) + lg( 1 x 3 ) + lg( 20 ) + lg( 1 x ) + lg( 2 ) + lg( x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 5 2 ) -3 lg( x ) + lg( 20 ) - lg( x ) + lg( 2 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 5 ) - lg( 2 ) -3 lg( x ) + lg( 20 ) - lg( x ) + lg( 2 ) +4 lg( x )

= lg( 20 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 20 · 5 )

= lg( 100 )

= lg( 10 2 )

= 2

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 20 ) + lg( 2 x 3 ) + lg( 1 40 x 2 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

lg( 20 ) + lg( 2 x 3 ) + lg( 1 40 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 20 ) + lg( 1 ) + ( lg( 2 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 1 40 ) + lg( x 2 ) )

= lg( 20 ) + lg( 1 ) + lg( 2 ) + lg( x 3 ) + lg( 1 40 ) + lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 20 ) +0 + lg( 2 ) +3 lg( x ) + lg( 1 40 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 20 ) +0 + lg( 2 ) +3 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 40 ) +2 lg( x )

= 5 lg( x ) - lg( 40 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 5 lg( x ) + lg( 1 40 · 20 · 2 )

= 5 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= 5 lg( x ) + lg( 1 )

= 5 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -4 e -0,3x +3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -4 vor e -0,3x wird e -0,3x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -4 e -0,3x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +3 hinter dem -4 e -0,3x wird zu allen Funktionswerten von -4 e -0,3x noch 3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-4 e -0,3x +3 = y | -3
-4 e -0,3x = y -3 |:-4
e -0,3x = - 1 4 y + 3 4 |ln(⋅)
-0,3x = ln( - 1 4 y + 3 4 ) |:-0,3
x = - 1 0,3 ln( - 1 4 y + 3 4 )
x = - 10 3 ln( - 1 4 y + 3 4 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 10 3 ln( - 1 4 x + 3 4 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 10 3 ln( - 1 4 x + 3 4 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 6,7% seines Bestands. Bestimme die Halbwertszeit dieses radioaktives Elements.

Lösung einblenden

Die prozentuale Abnahme um 6.7% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 6.7% weggehen,
also Bneu = B - 6.7 100 ⋅B = (1 - 6.7 100 ) ⋅ B = 0,933 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,933.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.933( 1 2 ) ≈ 9.99 Tage

c und a gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 12% abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 11 Millionen dieser Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 4 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 5,1 Millionen dieser Insekten?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=11 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 12% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 12% weggehen,
also Bneu = B - 12 100 ⋅B = (1 - 12 100 ) ⋅ B = 0,88 ⋅ B. Somit ist das a=0,88.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 11 0,88 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Jahre, also f(4):

f(4) = 11 0,88 4 6,597.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 5.1 Millionen Insekten ist, also f(t) = 5.1:

11 0,88 t = 5,1 |:11
0,88 t = 0,4636 |lg(⋅)
lg( 0,88 t ) = lg( 0,4636 )
t · lg( 0,88 ) = lg( 0,4636 ) |: lg( 0,88 )
t = lg( 0,4636 ) lg( 0,88 )
t = 6,0136

Nach ca. 6,014 Jahre ist also der Bestand = 5.1 Millionen Insekten.