Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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Symmetrie e-Funktionen

Beispiel:

Entscheide welche Symmetrie bei der Funktion f mit f(x)= x · e x 2 +2x vorliegt.

Lösung einblenden

Wir betrachten einfach f(-x) und schauen dann, ob das zufällig wieder f(x) oder -f(x) ist:

f(-x) = ( -x ) · e ( -x ) 2 +2( -x ) = - x · e x 2 -2x

Wenn man das mit f(x) = x · e x 2 +2x vergleicht, kann man erkennen, dass f(-x) = - x · e x 2 -2x
weder gleich f(x) = x · e x 2 +2x noch gleich -f(x) = - x · e x 2 +2x = - x · e x 2 +2x ist.

Wir können dies ja auch anhand eines Gegenbeispiels nachweisen:

f(1) = 1 · e 1 2 +2⋅1 = 1 · e 3 ≈ 20.086
Aber: f(-1) = -1 · e ( -1 ) 2 +2⋅( -1 ) = -1 · e -1 ≈ -0.368

Es gilt also: f(-x) ≠ f(x) und f(-x) ≠ -f(x)

Somit liegt bei f keine Symmetrie zum KoSy vor.

Term aus Graph bestimmen

Beispiel:

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Bestimme den Funktionsterm c · a x der Exponentialfunktion f deren Graph im Schaubild abgebildetet ist.

Tipp: Betrachte dazu den Graph an den Stellen x=0 und x=1.

Lösung einblenden

Der Graph schneidet die y-Achse im Punkt (0| 1 2 ), also gilt f(0)= 1 2 .

In den allgemeinen Funktionsterm f(x)= c · a x eingesetzt bedeutet das: 1 2 = c · a 0 = c ⋅ 1.

Dadurch wissen wir nun schon: c = 1 2 , also f(x)= 1 2 ⋅ a x .

Außerdem können wir den Punkt (1| 3 2 ) auf dem Graphen ablesen, also git f(1) = 3 2 .

In unseren Funktionsterm f(x)= 1 2 ⋅ a x eingesetzt bedeutet das: 3 2 = 1 2 ⋅a = 1 2 a .

Es gilt also: 3 2 = 1 2 a | ⋅ 2

3 = a

Somit ist der Funtionsterm: f(x)= 1 2 ⋅ 3 x

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -2 e -0,4x +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,4x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,4x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -2 vor e -0,4x wird e -0,4x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -2 e -0,4x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +2 hinter dem -2 e -0,4x wird zu allen Funktionswerten von -2 e -0,4x noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-2 e -0,4x +2 = y | -2
-2 e -0,4x = y -2 |:-2
e -0,4x = - 1 2 y +1 |ln(⋅)
-0,4x = ln( - 1 2 y +1 ) |:-0,4
x = - 1 0,4 ln( - 1 2 y +1 )
x = - 5 2 ln( - 1 2 y +1 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 5 2 ln( - 1 2 x +1 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 5 2 ln( - 1 2 x +1 )

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Bei einem Staat mit 20 Millionen Einwohner geht man davon aus, dass die Einwohnerzahl exponentiell abnimmt. Nach 17 Jahren hat sich die Bevölkerung halbiert?Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Einwohnerzahl in Millionen Einwohner nach t Jahren angibt.

Lösung einblenden

Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 20 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 17 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 17 = 1 2 | ⋅17
a = 1 2 17

Das gesuchte a ist somit 1 2 17 ≈ 0.96, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 20⋅ 0,96 t

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 1,1% seiner Bevölkerung. Nach 6 Jahren hat der Staat noch 74,86 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 11 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 73,2 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 1.1% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 1.1% weggehen,
also Bneu = B - 1.1 100 ⋅B = (1 - 1.1 100 ) ⋅ B = 0,989 ⋅ B. Somit ist das a=0,989.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,989 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 6 Jahre der Bestand 74.86 Millionen Einwohner ist, also f(6) = 74.86. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,989 t ein:

c ⋅ 0.9896 = 74.86

c ⋅ 0.93579 = 74.86 | : 0.93579

c = 80

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 80⋅ 0,989 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Jahre, also f(11):

f(11) = 80⋅ 0,989 11 ≈ 70,835.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 73.2 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 73.2:

80⋅ 0,989 t = 73,2 |:80
0,989 t = 0,915 |lg(⋅)
lg( 0,989 t ) = lg( 0,915 )
t · lg( 0,989 ) = lg( 0,915 ) |: lg( 0,989 )
t = lg( 0,915 ) lg( 0,989 )
t = 8,0311

Nach ca. 8,031 Jahre ist also der Bestand = 73.2 Millionen Einwohner.