Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 12 ( 12 4 ) .

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Wir suchen den Logarithmus von 12 4 zur Basis 12, also die Hochzahl mit der man 12 potenzieren muss, um auf 12 4 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 12 = 12 4 gilt.

Wenn wir jetzt die 12 4 als 12 1 4 umschreiben, steht die Lösung praktisch schon da: 12 = 12 1 4

log 12 ( 12 4 ) = 1 4 , eben weil 12 1 4 = 12 4 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 25 x 5 ) + lg( 2x ) + lg( 1 500 x 4 ) soweit wie möglich.

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lg( 25 x 5 ) + lg( 2x ) + lg( 1 500 x 4 )

= lg( 25 x -5 ) + lg( 2x ) + lg( 1 500 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 25 ) + lg( 1 x 5 ) + ( lg( 2 ) + lg( x ) ) + ( lg( 1 500 ) + lg( x 4 ) )

= lg( 25 ) + lg( 1 x 5 ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 500 ) + lg( x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 25 ) -5 lg( x ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 500 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 25 ) -5 lg( x ) + lg( 2 ) + lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 500 ) +4 lg( x )

= - lg( 500 ) + lg( 25 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 500 · 25 · 2 )

= lg( 1 10 )

= lg( 10 -1 )

= -1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e x -3 -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e x -3 können die Funktionswerte von 2 e x -3 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -1 hinter dem 2 e x -3 wird zu allen Funktionswerten von 2 e x -3 noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e x -3 -1 = y | +1
2 e x -3 = y +1 |:2
e x -3 = 1 2 y + 1 2 |ln(⋅)
x -3 = ln( 1 2 y + 1 2 )
x -3 = ln( 1 2 y + 1 2 ) | +3
x = ln( 1 2 y + 1 2 ) +3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 2 x + 1 2 ) +3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 2 x + 1 2 ) +3

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 138 0,7 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 138

f(1) = 138 0,7

f(2) = 138 0,70,7

f(3) = 138 0,70,70,7

f(4) = 138 0,70,70,70,7

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,7 multipliziert. Da 0,7 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,7-fache, also auf 70 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 70% = 30 %

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 80 Millionen Einwohner. Nach 10 Jahren hat der Staat noch 71,62 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 11 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 73,2 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=80 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 80 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 10 Jahre der Bestand 71.62 Millionen Einwohner ist, also f(10) = 71.62. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 80 a t ein:

80 a 10 = 71,62 |:80
a 10 = 0,89525 | 10
a1 = - 0,89525 10 -0,989
a2 = 0,89525 10 0,989

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,989 ≈ 0.989 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 80 0,989 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Jahre, also f(11):

f(11) = 80 0,989 11 70,835.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 73.2 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 73.2:

80 0,989 t = 73,2 |:80
0,989 t = 0,915 |lg(⋅)
lg( 0,989 t ) = lg( 0,915 )
t · lg( 0,989 ) = lg( 0,915 ) |: lg( 0,989 )
t = lg( 0,915 ) lg( 0,989 )
t = 8,0311

Nach ca. 8,031 Jahre ist also der Bestand = 73.2 Millionen Einwohner.