Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (einfach)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 3 (81) .

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Wir suchen den Logarithmus von 81 zur Basis 3, also die Hochzahl mit der man 3 potenzieren muss, um auf 81 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 3 = 81 gilt.

Aus der Erinnerung an die Potenzrechnung oder durch systematisches Probieren kommt man auf die Lösung:

log 3 (81) = 4, eben weil 34 = 81 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 20x ) - lg( 100 x 2 ) + lg( 5 x 5 ) soweit wie möglich.

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lg( 20x ) - lg( 100 x 2 ) + lg( 5 x 5 )

= lg( 20x ) - lg( 100 x -2 ) + lg( 5 x -5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 20 ) + lg( x ) - ( lg( 100 ) + lg( 1 x 2 ) ) + ( lg( 5 ) + lg( 1 x 5 ) )

= lg( 20 ) + lg( x ) - lg( 100 ) - lg( 1 x 2 ) + lg( 5 ) + lg( 1 x 5 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 20 ) + lg( x ) - lg( 100 ) +2 lg( x ) + lg( 5 ) -5 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 20 ) + lg( x ) - lg( 100 ) +2 lg( x ) + lg( 5 ) -5 lg( x )

= -2 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( 20 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -2 lg( x ) + lg( 1 100 · 20 · 5 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 5 · 5 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 )

= -2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= - e 0,1x +2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,1x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,1x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -1 vor e 0,1x wird e 0,1x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei - e 0,1x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +2 hinter dem - e 0,1x wird zu allen Funktionswerten von - e 0,1x noch 2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

- e 0,1x +2 = y | -2
- e 0,1x = y -2 |:-1
e 0,1x = -y +2 |ln(⋅)
0,1x = ln( -y +2 ) |:0,1
x = 1 0,1 ln( -y +2 )
x = 10 ln( -y +2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 10 ln( -x +2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 10 ln( -x +2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,043 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,043 t ablesen: a=1.043.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.043(2) ≈ 16.46 (Zeiteinheiten)

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man von exponentiellem Wachstum aus. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 11 Milionen Bakterien. 6 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 14,74Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 7 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 14,7 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=11 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 11 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 6 Stunden der Bestand 14.74 Millionen Bakterien ist, also f(6) = 14.74. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 11 a t ein:

11 a 6 = 14,74 |:11
a 6 = 1,34 | 6
a1 = - 1,34 6 -1,05
a2 = 1,34 6 1,05

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,05 ≈ 1.05 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 11 1,05 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=7 Stunden, also f(7):

f(7) = 11 1,05 7 15,478.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 14.7 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 14.7:

11 1,05 t = 14,7 |:11
1,05 t = 1,3364 |lg(⋅)
lg( 1,05 t ) = lg( 1,3364 )
t · lg( 1,05 ) = lg( 1,3364 ) |: lg( 1,05 )
t = lg( 1,3364 ) lg( 1,05 )
t = 5,9434

Nach ca. 5,943 Stunden ist also der Bestand = 14.7 Millionen Bakterien.