Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 0,01x ) -4 lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 0,01x ) -4 lg( x )
= lg( 0,01 ) + lg( x ) -4 lg( x )
= lg( 10 -2 ) + lg( x ) -4 lg( x )
= -2 + lg( x ) -4 lg( x )
= -3 lg( x ) -2

Parameter mit Graph bestimmen

Beispiel:

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Gegeben ist die Funktionenschar fk(x)= e 9 10 x - k +3 k . Die Abbildung rechts zeigt den Graph von fk für ein bestimmtes k. Bestimme dieses k.

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Das Problem bei e-Funktionen ist ja, dass wir normale Funktionswerte sehr schwer berechnen und dann nur sehr ungenau ablesen können :(

Die einzige Möglichkeit gut ablesbare Werte zu finden, ist also dort, wo der Exponentialterm (annähernd) = 0 ist - oder eben =1 ist, weil dort der Exponent =0 ist.

  • Hier kann man schnell erkennen, dass der Exponentialterm e 9 10 x - k niemals = 0 werden kann.
    Da jedoch der zweite Summand 3 k abhängig von k ist, Kann man über die Asymptote den Parameter k bestimmen.
    Denn für x → -∞ strebt fk(x) → 0 + 3 k
    Aus dem Schaubild erkennt man eine waagrechte Asymptote bei y = 6, somit muss 3 k = 6 gelten;
    Also gilt k = 2

Der abgebildete Graph ist somit der von f2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e x -3 -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e x -3 können die Funktionswerte von 2 e x -3 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -2 hinter dem 2 e x -3 wird zu allen Funktionswerten von 2 e x -3 noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e x -3 -2 = y | +2
2 e x -3 = y +2 |:2
e x -3 = 1 2 y +1 |ln(⋅)
x -3 = ln( 1 2 y +1 )
x -3 = ln( 1 2 y +1 ) | +3
x = ln( 1 2 y +1 ) +3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 2 x +1 ) +3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 2 x +1 ) +3

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 4,8% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 4.8% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 4.8% dazukommen,
also Bneu = B + 4.8 100 ⋅B = (1 + 4.8 100 ) ⋅ B = 1,048 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,048.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.048(2) ≈ 14.78 Jahre

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man von exponentiellem Wachstum aus. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 25 Milionen Bakterien. 13 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 47,14Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 5 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 30,4 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=25 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 25 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 13 Stunden der Bestand 47.14 Millionen Bakterien ist, also f(13) = 47.14. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 25 a t ein:

25 a 13 = 47,14 |:25
a 13 = 1,8856 | 13
a = 1,8856 13

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,8856 13 ≈ 1.05 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 25 1,05 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Stunden, also f(5):

f(5) = 25 1,05 5 31,907.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 30.4 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 30.4:

25 1,05 t = 30,4 |:25
1,05 t = 1,216 |lg(⋅)
lg( 1,05 t ) = lg( 1,216 )
t · lg( 1,05 ) = lg( 1,216 ) |: lg( 1,05 )
t = lg( 1,216 ) lg( 1,05 )
t = 4,0083

Nach ca. 4,008 Stunden ist also der Bestand = 30.4 Millionen Bakterien.