Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log im Interval bestimmen

Beispiel:

Finde zwei benachbarte ganze Zahlen, zwischen denen der Logarithmus log 4 ( 1 41 ) liegt.

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Wir suchen 4er-Potenzen in der Näher von 1 41 , also eine die gerade noch kleiner und eine die schon größer als 1 41 ist.

Dabei kommt man auf 1 64 = 1 4 3 = 4-3 < 1 41 und auf 1 16 = 1 4 2 = 4-2 > 1 41 .

Und da wir bei log 4 ( 1 41 ) ja das ☐ von 4 = 1 41 suchen, muss dieses ☐ irgendwo zwischen -3 und -2 liegen, wegen:
4-3 = 1 4 3 = 1 64 < 1 41 < 1 16 = 1 4 2 = 4-2

Es gilt somit: -3 < log 4 ( 1 41 ) < -2

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 2 x 2 ) + lg( 2 x 3 ) + lg( 1 4 ) soweit wie möglich.

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lg( 2 x 2 ) + lg( 2 x 3 ) + lg( 1 4 )

= lg( 2 x 2 ) + lg( 2 x -3 ) + lg( 1 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 2 ) + lg( x 2 ) + ( lg( 2 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 1 4 ) + lg( 1 ) )

= lg( 2 ) + lg( x 2 ) + lg( 2 ) + lg( 1 x 3 ) + lg( 1 4 ) + lg( 1 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 2 ) +2 lg( x ) + lg( 2 ) -3 lg( x ) + lg( 1 4 ) +0

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 2 ) +2 lg( x ) + lg( 2 ) -3 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 4 ) +0

= - lg( x ) - lg( 4 ) + lg( 2 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= - lg( x ) + lg( 1 4 · 2 · 2 )

= - lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= - lg( x ) + lg( 1 )

= - lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -3 e x -1 -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -1 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -1 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -3 vor e x -1 wird e x -1 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -3 e x -1 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -2 hinter dem -3 e x -1 wird zu allen Funktionswerten von -3 e x -1 noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-3 e x -1 -2 = y | +2
-3 e x -1 = y +2 |:-3
e x -1 = - 1 3 y - 2 3 |ln(⋅)
x -1 = ln( - 1 3 y - 2 3 )
x -1 = ln( - 1 3 y - 2 3 ) | +1
x = ln( - 1 3 y - 2 3 ) +1

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( - 1 3 x - 2 3 ) +1

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( - 1 3 x - 2 3 ) +1

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 80 1,35 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 80

f(1) = 80 1,35

f(2) = 80 1,351,35

f(3) = 80 1,351,351,35

f(4) = 80 1,351,351,351,35

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,35 multipliziert. Da 1,35 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,35-fache, also auf 135 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 135% - 100% = 35 %

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 80 Millionen Einwohner. Nach 8 Jahren hat der Staat noch 63,22 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 5 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 60 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=80 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 80 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 8 Jahre der Bestand 63.22 Millionen Einwohner ist, also f(8) = 63.22. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 80 a t ein:

80 a 8 = 63,22 |:80
a 8 = 0,79025 | 8
a1 = - 0,79025 8 -0,971
a2 = 0,79025 8 0,971

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,971 ≈ 0.971 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 80 0,971 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Jahre, also f(5):

f(5) = 80 0,971 5 69,054.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 60 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 60:

80 0,971 t = 60 |:80
0,971 t = 3 4 |lg(⋅)
lg( 0,971 t ) = lg( 3 4 )
t · lg( 0,971 ) = lg( 3 4 ) |: lg( 0,971 )
t = lg( 3 4 ) lg( 0,971 )
t = 9,7755

Nach ca. 9,776 Jahre ist also der Bestand = 60 Millionen Einwohner.