Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 10000000000 x ) -5 lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

Lösung einblenden

Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 10000000000 x ) -5 lg( x )
= lg( 10000000000 ) - lg( x ) -5 lg( x )
= lg( 10 10 ) - lg( x ) -5 lg( x )
= 10 - lg( x ) -5 lg( x )
= -6 lg( x ) +10

Parameter mit Graph bestimmen

Beispiel:

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Gegeben ist die Funktionenschar fk(x)= k e 1 5 k x - 1 5 k -1 . Die Abbildung rechts zeigt den Graph von fk für ein bestimmtes k. Bestimme dieses k.

Lösung einblenden

Das Problem bei e-Funktionen ist ja, dass wir normale Funktionswerte sehr schwer berechnen und dann nur sehr ungenau ablesen können :(

Die einzige Möglichkeit gut ablesbare Werte zu finden, ist also dort, wo der Exponentialterm (annähernd) = 0 ist - oder eben =1 ist, weil dort der Exponent =0 ist.

  • Da das k ja ein fester Wert ist, kann k e 1 5 k x - 1 5 k niemals = 0 werden.
  • Wenn der Exponent 1 5 k x - 1 5 k jedoch betragsmäßig sehr große und negative Werte annimmt, strebt der Exponentialterm k e 1 5 k x - 1 5 k recht schnell gegen 0. Das lässt sich auch gut in der waagrechten Asymptote bei -1 erkennen.
    Dieser zweite Summand ist aber unabhängig von k, so dass uns die Lage der Asymptote keinen Anhaltspunkt für den Wert von k gibt.
  • Wir müssen also den Exponent 1 5 k x - 1 5 k = 0 bekommen, um einen präzise ablesbaren Punkt auf dem Graph zu bekommen.
    1 5 k x - 1 5 k = 0 |⋅ 5
    5( 1 5 k x - 1 5 k ) = 0
    k x - k = 0 | - ( - k )
    k x = k |:( k )
    x = 1
    Wenn wir nun 1 in fk einsetzen erhalten wir folgende Gleichung:
    fk(1 ) = k e 1 5 k ⋅1 - 1 5 k -1 = k -1
    im abgebildeten Term können wir aber ja f(1 ) = 4 ablesen, es gilt somit:
    k -1 = 4 | +1
    k = 5

Der abgebildete Graph ist somit der von f5

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -2 e 0,4x -0,8 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,4x -0,8 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,4x -0,8 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -2 vor e 0,4x -0,8 wird e 0,4x -0,8 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -2 e 0,4x -0,8 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y < 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-2 e 0,4x -0,8 = y |:-2
e 0,4x -0,8 = - 1 2 y |ln(⋅)
0,4x -0,8 = ln( - 1 2 y )
0,4x -0,8 = ln( - 1 2 y ) | +0,8
0,4x = ln( - 1 2 y ) +0,8 |:0,4
x = 1 0,4 ln( - 1 2 y ) + 0,8 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,4 ln( - 1 2 x ) + 0,8 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,4 ln( - 1 2 x ) + 0,8 0,4

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,044 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,044 t ablesen: a=1.044.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.044(2) ≈ 16.1 (Zeiteinheiten)

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 8%. 6 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 36,5Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 8 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 53 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 8% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 8% dazukommen,
also Bneu = B + 8 100 ⋅B = (1 + 8 100 ) ⋅ B = 1,08 ⋅ B. Somit ist das a=1,08.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,08 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 6 Stunden der Bestand 36.5 Millionen Bakterien ist, also f(6) = 36.5. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,08 t ein:

c ⋅ 1.086 = 36.5

c ⋅ 1.58687 = 36.5 | : 1.58687

c = 23

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 23⋅ 1,08 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=8 Stunden, also f(8):

f(8) = 23⋅ 1,08 8 ≈ 42,571.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 53 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 53:

23⋅ 1,08 t = 53 |:23
1,08 t = 53 23 |lg(⋅)
lg( 1,08 t ) = lg( 53 23 )
t · lg( 1,08 ) = lg( 53 23 ) |: lg( 1,08 )
t = lg( 53 23 ) lg( 1,08 )
t = 10,847

Nach ca. 10,847 Stunden ist also der Bestand = 53 Millionen Bakterien.