Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 0,001x ) +5 lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 0,001x ) +5 lg( x )
= lg( 0,001 ) + lg( x ) +5 lg( x )
= lg( 10 -3 ) + lg( x ) +5 lg( x )
= -3 + lg( x ) +5 lg( x )
= 6 lg( x ) -3

Parameter mit Graph bestimmen

Beispiel:

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Gegeben ist die Funktionenschar fk(x)= 2 k x · e k x +2 k +2 k . Die Abbildung rechts zeigt den Graph von fk für ein bestimmtes k. Bestimme dieses k.

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Das Problem bei e-Funktionen ist ja, dass wir normale Funktionswerte sehr schwer berechnen und dann nur sehr ungenau ablesen können :(

Die einzigen Möglichkeiten gut ablesbare Werte zu finden, ist also dort, wo der Exponentialterm (annähernd) = 0 ist - oder eben =1 ist, weil dort der Exponent =0 ist.

  • Man kann schnell erkennen, dass für x = 0 der Exponentialterm 2 k x · e k x +2 k = 0 wird.
    Am abgebildeten Graph kann man den y-Achsenabschnitt Sy(0|-1) gut erkennen. Es gilt folglich.
    fk(0 ) = 2 k · 0 · e k 0 +2 k +2 k = 2 k = -1
    2k = -1 |:2
    k = - 1 2 = -0.5

Der abgebildete Graph ist somit der von f - 1 2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e 0,2x -0,4 -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,2x -0,4 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,2x -0,4 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -1 hinter dem e 0,2x -0,4 wird zu allen Funktionswerten von e 0,2x -0,4 noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e 0,2x -0,4 -1 = y | +1
e 0,2x -0,4 = y +1 |ln(⋅)
0,2x -0,4 = ln( y +1 )
0,2x -0,4 = ln( y +1 ) | +0,4
0,2x = ln( y +1 ) +0,4 |:0,2
x = 1 0,2 ln( y +1 ) + 0,4 0,2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,2 ln( x +1 ) + 0,4 0,2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,2 ln( x +1 ) + 0,4 0,2

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 5,9% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 5.9% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 5.9% dazukommen,
also Bneu = B + 5.9 100 ⋅B = (1 + 5.9 100 ) ⋅ B = 1,059 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,059.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.059(2) ≈ 12.09 Jahre

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 65 Millionen Einwohner. Nach 8 Jahren hat der Staat noch 48,48 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 5 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 60,4 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=65 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 65 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 8 Jahre der Bestand 48.48 Millionen Einwohner ist, also f(8) = 48.48. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 65 a t ein:

65 a 8 = 48,48 |:65
a 8 = 0,74585 | 8
a1 = - 0,74585 8 -0,964
a2 = 0,74585 8 0,964

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,964 ≈ 0.964 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 65 0,964 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Jahre, also f(5):

f(5) = 65 0,964 5 54,113.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 60.4 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 60.4:

65 0,964 t = 60,4 |:65
0,964 t = 0,9292 |lg(⋅)
lg( 0,964 t ) = lg( 0,9292 )
t · lg( 0,964 ) = lg( 0,9292 ) |: lg( 0,964 )
t = lg( 0,9292 ) lg( 0,964 )
t = 2,0028

Nach ca. 2,003 Jahre ist also der Bestand = 60.4 Millionen Einwohner.