Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (schwer)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 2 ( 1 2 ) .

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Zuerst schreiben wir 1 2 um: 1 2 = 2 - 1 2

log 2 ( 1 2 ) = log 2 ( 2 - 1 2 ) heißt, dass wir den Logarithmus von 2 - 1 2 zur Basis 2 suchen, also die Hochzahl mit der man 2 potenzieren muss, um auf 2 - 1 2 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 2 = 2 - 1 2 gilt.

Damit steht die Lösung praktisch schon da: log 2 ( 1 2 ) = log 2 ( 2 - 1 2 ) = - 1 2 , eben weil 2 - 1 2 = 1 2 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 100 x 6 ) + lg( 20x ) + lg( 5 x 3 ) soweit wie möglich.

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lg( 1 100 x 6 ) + lg( 20x ) + lg( 5 x 3 )

= lg( 1 100 x -6 ) + lg( 20x ) + lg( 5 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 100 ) + lg( 1 x 6 ) + ( lg( 20 ) + lg( x ) ) + ( lg( 5 ) + lg( x 3 ) )

= lg( 1 100 ) + lg( 1 x 6 ) + lg( 20 ) + lg( x ) + lg( 5 ) + lg( x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 100 ) -6 lg( x ) + lg( 20 ) + lg( x ) + lg( 5 ) +3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 100 ) -6 lg( x ) + lg( 20 ) + lg( x ) + lg( 5 ) +3 lg( x )

= -2 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( 20 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -2 lg( x ) + lg( 1 100 · 20 · 5 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 5 · 5 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 )

= -2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e 0,4x -1,2 -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,4x -1,2 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,4x -1,2 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die -2 hinter dem e 0,4x -1,2 wird zu allen Funktionswerten von e 0,4x -1,2 noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e 0,4x -1,2 -2 = y | +2
e 0,4x -1,2 = y +2 |ln(⋅)
0,4x -1,2 = ln( y +2 )
0,4x -1,2 = ln( y +2 ) | +1,2
0,4x = ln( y +2 ) +1,2 |:0,4
x = 1 0,4 ln( y +2 ) + 1,2 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,4 ln( x +2 ) + 1,2 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,4 ln( x +2 ) + 1,2 0,4

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 9,2% seines Bestands. Bestimme die Halbwertszeit dieses radioaktives Elements.

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Die prozentuale Abnahme um 9.2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 9.2% weggehen,
also Bneu = B - 9.2 100 ⋅B = (1 - 9.2 100 ) ⋅ B = 0,908 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,908.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.908( 1 2 ) ≈ 7.18 Tage

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beobachtungsbeginn 40kg vorhanden. Nach 4 Tagen nach sind nur noch 27,43kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 5 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 20kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=40 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 40 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 4 Tage der Bestand 27.43 kg ist, also f(4) = 27.43. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 40 a t ein:

40 a 4 = 27,43 |:40
a 4 = 0,68575 | 4
a1 = - 0,68575 4 = -0,91
a2 = 0,68575 4 = 0,91

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,91 ≈ 0.91 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 40 0,91 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Tage, also f(5):

f(5) = 40 0,91 5 24,961.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 20 kg ist, also f(t) = 20:

40 0,91 t = 20 |:40
0,91 t = 1 2 |lg(⋅)
lg( 0,91 t ) = lg( 1 2 )
t · lg( 0,91 ) = lg( 1 2 ) |: lg( 0,91 )
t = lg( 1 2 ) lg( 0,91 )
t = 7,3496

Nach ca. 7,35 Tage ist also der Bestand = 20 kg.