Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 4 (1) .

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Wir suchen den Logarithmus von 1 zur Basis 4, also die Hochzahl mit der man 4 potenzieren muss, um auf 1 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 4☐ = 1 gilt.

An dem Bruch mit der 1 im Zähler kann man schnell erkennen, dass die Hochzahl negativ sein muss. Um auf den Betrag des gesuchten Exponenten zu kommen, können wir auch zuerst mal nur den Nenner als 4-Potenz zu schreiben versuchen, also 4☐ = 1

Aus der Erinnerung an die Potenzrechnung oder durch systematisches Probieren kommt man auf die Lösung:

log 4 (1) = 0, eben weil 40 = 1 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1600x ) - lg( 1 4 x 2 ) + lg( 4 x 3 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1600x ) - lg( 1 4 x 2 ) + lg( 4 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1600 ) + lg( x ) ) - ( lg( 1 4 ) + lg( x 2 ) ) + ( lg( 4 ) + lg( x 3 ) )

= - lg( 1600 ) - lg( x ) - lg( 1 4 ) - lg( x 2 ) + lg( 4 ) + lg( x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1600 ) - lg( x ) - lg( 1 4 ) -2 lg( x ) + lg( 4 ) +3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1600 ) - lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) -2 lg( x ) + lg( 4 ) +3 lg( x )

= - lg( 1600 ) + lg( 4 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 1600 · 4 · 4 )

= lg( 1 100 )

= lg( 10 -2 )

= -2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -4 e 0,3x -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,3x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,3x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -4 vor e 0,3x wird e 0,3x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -4 e 0,3x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -2 hinter dem -4 e 0,3x wird zu allen Funktionswerten von -4 e 0,3x noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-4 e 0,3x -2 = y | +2
-4 e 0,3x = y +2 |:-4
e 0,3x = - 1 4 y - 1 2 |ln(⋅)
0,3x = ln( - 1 4 y - 1 2 ) |:0,3
x = 1 0,3 ln( - 1 4 y - 1 2 )
x = 10 3 ln( - 1 4 y - 1 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 10 3 ln( - 1 4 x - 1 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 10 3 ln( - 1 4 x - 1 2 )

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 111⋅ 1,1 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 111

f(1) = 111 ⋅ 1,1

f(2) = 111 ⋅ 1,1 ⋅ 1,1

f(3) = 111 ⋅ 1,1 ⋅ 1,1 ⋅ 1,1

f(4) = 111 ⋅ 1,1 ⋅ 1,1 ⋅ 1,1 ⋅ 1,1

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,1 multipliziert. Da 1,1 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,1-fache, also auf 110 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 110% - 100% = 10 %

c und a gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 12% seines Bestands. Zu Beginn sind 40kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind noch nach 9 Tagen da? b) Wann sind nur noch 20kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=40 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 12% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 12% weggehen,
also Bneu = B - 12 100 ⋅B = (1 - 12 100 ) ⋅ B = 0,88 ⋅ B. Somit ist das a=0,88.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 40⋅ 0,88 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Tage, also f(9):

f(9) = 40⋅ 0,88 9 ≈ 12,659.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 20 kg ist, also f(t) = 20:

40⋅ 0,88 t = 20 |:40
0,88 t = 1 2 |lg(⋅)
lg( 0,88 t ) = lg( 1 2 )
t · lg( 0,88 ) = lg( 1 2 ) |: lg( 0,88 )
t = lg( 1 2 ) lg( 0,88 )
t = 5,4223

Nach ca. 5,422 Tage ist also der Bestand = 20 kg.