Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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2. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( x 3 ) + lg( x 3 ) + lg( x ) zu einem Vielfachen von lg( x ) .

Lösung einblenden

Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a):
lg( x 3 ) + lg( x 3 ) + lg( x )
= lg( x 3 ) + lg( x 3 ) + lg( x 1 2 )
= 3 lg( x ) +3 lg( x ) + 1 2 lg( x )
= 13 2 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 25 x 3 ) + lg( 1 625 x ) - lg( 1 25 ) soweit wie möglich.

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lg( 25 x 3 ) + lg( 1 625 x ) - lg( 1 25 )

= lg( 25 x 3 ) + lg( 1 625 x -1 ) - lg( 1 25 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 25 ) + lg( x 3 ) + ( lg( 1 625 ) + lg( 1 x ) ) - ( lg( 1 25 ) + lg( 1 ) )

= lg( 25 ) + lg( x 3 ) + lg( 1 625 ) + lg( 1 x ) - lg( 1 25 ) - lg( 1 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 25 ) +3 lg( x ) + lg( 1 625 ) - lg( x ) - lg( 1 25 ) +0

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 25 ) +3 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 625 ) - lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 25 ) +0

= 2 lg( x ) - lg( 625 ) + lg( 25 ) + lg( 25 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 2 lg( x ) + lg( 1 625 · 25 · 25 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 25 · 25 )

= 2 lg( x ) + lg( 1 )

= 2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -3 e 0,2x -1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,2x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,2x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -3 vor e 0,2x wird e 0,2x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -3 e 0,2x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -1 hinter dem -3 e 0,2x wird zu allen Funktionswerten von -3 e 0,2x noch -1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-3 e 0,2x -1 = y | +1
-3 e 0,2x = y +1 |:-3
e 0,2x = - 1 3 y - 1 3 |ln(⋅)
0,2x = ln( - 1 3 y - 1 3 ) |:0,2
x = 1 0,2 ln( - 1 3 y - 1 3 )
x = 5 ln( - 1 3 y - 1 3 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 5 ln( - 1 3 x - 1 3 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 5 ln( - 1 3 x - 1 3 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0,869 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0,869 t ablesen: a=0.869.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.869( 1 2 ) ≈ 4.94 (Zeiteinheiten)

c und a gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 5% seines Bestands. Zu Beginn sind 50kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind noch nach 5 Tagen da? b) Wann sind nur noch 30kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=50 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 5% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 5% weggehen,
also Bneu = B - 5 100 ⋅B = (1 - 5 100 ) ⋅ B = 0,95 ⋅ B. Somit ist das a=0,95.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 50 0,95 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Tage, also f(5):

f(5) = 50 0,95 5 38,689.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 30 kg ist, also f(t) = 30:

50 0,95 t = 30 |:50
0,95 t = 3 5 |lg(⋅)
lg( 0,95 t ) = lg( 3 5 )
t · lg( 0,95 ) = lg( 3 5 ) |: lg( 0,95 )
t = lg( 3 5 ) lg( 0,95 )
t = 9,9589

Nach ca. 9,959 Tage ist also der Bestand = 30 kg.