Aufgabenbeispiele von Exponentialfunktionen / Logarithmen

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log berechnen (einfach)

Beispiel:

Berechne den Logarithmus log 2 (8) .

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Wir suchen den Logarithmus von 8 zur Basis 2, also die Hochzahl mit der man 2 potenzieren muss, um auf 8 zu kommen.

Also was muss in das Kästchen, damit 2☐ = 8 gilt.

Aus der Erinnerung an die Potenzrechnung oder durch systematisches Probieren kommt man auf die Lösung:

log 2 (8) = 3, eben weil 23 = 8 gilt .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 5 x 2 ) + lg( 1 20 x ) - lg( 1 4 x 4 ) soweit wie möglich.

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lg( 5 x 2 ) + lg( 1 20 x ) - lg( 1 4 x 4 )

= lg( 5 x 2 ) + lg( 1 20 x -1 ) - lg( 1 4 x -4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 5 ) + lg( x 2 ) + ( lg( 1 20 ) + lg( 1 x ) ) - ( lg( 1 4 ) + lg( 1 x 4 ) )

= lg( 5 ) + lg( x 2 ) + lg( 1 20 ) + lg( 1 x ) - lg( 1 4 ) - lg( 1 x 4 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 5 ) +2 lg( x ) + lg( 1 20 ) - lg( x ) - lg( 1 4 ) +4 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 5 ) +2 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 20 ) - lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) +4 lg( x )

= 5 lg( x ) - lg( 20 ) + lg( 5 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 5 lg( x ) + lg( 1 20 · 5 · 4 )

= 5 lg( x ) + lg( 1 4 · 4 )

= 5 lg( x ) + lg( 1 )

= 5 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 3 e -0,4x -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,4x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,4x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 3 vor e -0,4x können die Funktionswerte von 3 e -0,4x alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -2 hinter dem 3 e -0,4x wird zu allen Funktionswerten von 3 e -0,4x noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -2}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

3 e -0,4x -2 = y | +2
3 e -0,4x = y +2 |:3
e -0,4x = 1 3 y + 2 3 |ln(⋅)
-0,4x = ln( 1 3 y + 2 3 ) |:-0,4
x = - 1 0,4 ln( 1 3 y + 2 3 )
x = - 5 2 ln( 1 3 y + 2 3 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 5 2 ln( 1 3 x + 2 3 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 5 2 ln( 1 3 x + 2 3 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,067 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,067 t ablesen: a=1.067.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.067(2) ≈ 10.69 (Zeiteinheiten)

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 75 Millionen Einwohner. Nach 10 Jahren hat der Staat noch 57,04 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 11 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 69,1 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=75 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 75⋅ a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 10 Jahre der Bestand 57.04 Millionen Einwohner ist, also f(10) = 57.04. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 75⋅ a t ein:

75 a 10 = 57,04 |:75
a 10 = 0,76053 | ⋅10
a1 = - 0,76053 10 ≈ -0,973
a2 = 0,76053 10 ≈ 0,973

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,973 ≈ 0.973 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 75⋅ 0,973 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Jahre, also f(11):

f(11) = 75⋅ 0,973 11 ≈ 55,501.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 69.1 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 69.1:

75⋅ 0,973 t = 69,1 |:75
0,973 t = 0,9213 |lg(⋅)
lg( 0,973 t ) = lg( 0,9213 )
t · lg( 0,973 ) = lg( 0,9213 ) |: lg( 0,973 )
t = lg( 0,9213 ) lg( 0,973 )
t = 2,9947

Nach ca. 2,995 Jahre ist also der Bestand = 69.1 Millionen Einwohner.