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alle Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) und waagrechten Asymptoten vom Graphen der Funktion f mit f(x) = 3x -2 ( x +2 ) · ( x -2 )

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senkrechte Asymptoten

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

( x +2 ) · ( x -2 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

x +2 = 0 | -2
x1 = -2

2. Fall:

x -2 = 0 | +2
x2 = 2

also Definitionsmenge D=R\{ -2 ; 2 }

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -2 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<-2   -2 - ⇒ f(x)= 3x -2 ( x +2 ) · ( x -2 ) → -8 "-0" ⋅ (-4) = -8 "+0" → -∞

Für x ⟶   x>-2   -2 + ⇒ f(x)= 3x -2 ( x +2 ) · ( x -2 ) → -8 "+0" ⋅ (-4) = -8 "-0" → ∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -2 mit einem VZW von - nach +

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 2 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<2   2 - ⇒ f(x)= 3x -2 ( x +2 ) · ( x -2 ) → +4 (+4) ⋅ "-0" = +4 "-0" → -∞

Für x ⟶   x>2   2 + ⇒ f(x)= 3x -2 ( x +2 ) · ( x -2 ) → +4 (+4) ⋅ "+0" = +4 "+0" → ∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 2 mit einem VZW von - nach +

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
3x -2 ( x +2 ) · ( x -2 ) = 3x -2 x 2 -4

3x -2 x 2 -4 = x 2 · ( 3 x - 2 x 2 ) x 2 · ( 1 - 4 x 2 ) = 3 x - 2 x 2 1 - 4 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= 3x -2 x 2 -4 = 3 x - 2 x 2 1 - 4 x 2 → 0+0 1 +0 = 0 1 = 0

Die Funktion besitzt folglich eine waagrechte Asymptote bei y = 0 (x-Achse).

senkrechte Asymptote (einfach)

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 1 3 + x

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

3 + x = 0
x +3 = 0 | -3
x = -3

also Definitionsmenge D=R\{ -3 }

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -3 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<-3   -3 - ⇒ f(x)= 1 3 + x → +1 "-0" → -∞

Für x ⟶   x>-3   -3 + ⇒ f(x)= 1 3 + x → +1 "+0" → ∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -3 mit einem VZW von - nach +

senkrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 4 x 2 -3x -2 e 4x - e x

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

e 4x - e x = 0
( e 3x -1 ) · e x = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

e 3x -1 = 0 | +1
e 3x = 1 |ln(⋅)
3x = 0 |:3
x1 = 0 ≈ 0

2. Fall:

e x = 0

Diese Gleichung hat keine Lösung!

also Definitionsmenge D=R\{0}

Um den Term besser auf Asymptoten untersuchen zu können, faktorisieren wir den Nenner:

4 x 2 -3x -2 e 4x - e x = 4 x 2 -3x -2 ( e 3x -1 ) · e x

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 0 (von links und von rechts)

Für x ⟶   x<0   0 - ⇒ f(x)= 4 x 2 -3x -2 ( e 3x -1 ) · e x → -2 "-0" ⋅ (+1) = -2 "-0" → ∞

Für x ⟶   x>0   0 + ⇒ f(x)= 4 x 2 -3x -2 ( e 3x -1 ) · e x → -2 "+0" ⋅ (+1) = -2 "+0" → -∞

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 0 mit einem VZW von + nach -

Polstellen und hebbare Def.-Lücken

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = ( x -3 ) · ( x -4 ) 2x -6

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

2x -6 = 0 | +6
2x = 6 |:2
x = 3

also Definitionsmenge D=R\{ 3 }

Wir untersuchen das Verhalten für x → 3 und erkennen, dass sowohl der Zähler als auch der Nenner =0 werden.

Wir müssten also sowohl im Zähler als auch im Nenner einen Faktor (x -3) erkennen, die wir dann kürzen können:

( x -3 ) · ( x -4 ) 2x -6 = ( x -3 ) · ( x -4 ) 2x -6 = 1 2 ( x -4 )

Für x → 3 ⇒ f(x)= ( x -3 ) · ( x -4 ) 2x -6 = 1 2 ( x -4 ) → 1 2 ( 3 -4 ) = - 1 2

Die Funktion besitzt folglich eine hebbare Definitionslücke (Loch) L(3 | - 1 2 )


Term mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm dessen Graph bei x1 = -1 und bei x2 = -3 jeweils eine senkrechte Asymptote, bei y = 0 eine waagrechte Asymptote und eine Nullstelle in N(1|0) besitzt.

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Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptoten bei x1=-1 und x2=-3 müssen die entsprechenden Linearterme in den Nenner unserer gesuchten Funktion, also:

? ( x +1 ) · ( x +3 ) = ? x 2 +4x +3

Nullstellen in den Zähler

Im Zähler müssen auf jeden Fall mal die Nullstellen berücksichtigt werden, also

? ⋅ ( x -1 ) x 2 +4x +3

Jetzt testen wir x -1 ( x +1 ) · ( x +3 ) auf die waagrechte Asymptote:

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
x -1 ( x +1 ) · ( x +3 ) = x -1 x 2 +4x +3

x -1 x 2 +4x +3 = x 2 · ( 1 x - 1 x 2 ) x 2 · ( 1 + 4 x + 3 x 2 ) = 1 x - 1 x 2 1 + 4 x + 3 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= x -1 x 2 +4x +3 = 1 x - 1 x 2 1 + 4 x + 3 x 2 → 0+0 1 +0+0 = 0 1 = 0

Mit f(x)= x -1 ( x +1 ) · ( x +3 ) sind also alle Bedingungen erfüllt

Bruchterm mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm (als Bruchterm) dessen Graph bei x= -2 eine senkrechte Asymptote ohne VZW (beides mal f(x) → -∞), bei y = 0 eine waagrechte Asymptote und keine Nullstelle besitzt.

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Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptote bei x=-2 (ohne VZW (beides mal f(x) → -∞)) muss der entsprechende Linearterm in den Nenner unserer gesuchten Funktion. Da kein Vorzeichenwechsel vorliegt, muss es eine doppelte Nullstelle sein, also:

? ( x +2 ) 2 = ? x 2 +4x +4

Nullstellen in den Zähler

Im Zähler müssen auf jeden Fall mal die Nullstellen berücksichtigt werden, also

? ⋅ ( 1 ) x 2 +4x +4

Jetzt testen wir 1 ( x +2 ) 2 auf die waagrechte Asymptote:

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
1 ( x +2 ) 2 = 1 x 2 +4x +4

1 x 2 +4x +4 = x 2 · 1 x 2 x 2 · ( 1 + 4 x + 4 x 2 ) = 1 x 2 1 + 4 x + 4 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= 1 x 2 +4x +4 = 1 x 2 1 + 4 x + 4 x 2 → 0 1 +0+0 = 0 1 = 0

Mit f(x)= -1 ( x +2 ) 2 sind also alle Bedingungen erfüllt

waagrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = e 0,3x -5 + 3 x 3 für x → -∞ und für x → ∞.

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Für x → -∞ ⇒ f(x)= e 0,3x -5 + 3 x 3 → 0 -5 +0 → -5

Für x → ∞ ⇒ f(x)= e 0,3x -5 + 3 x 3 → ∞ -5 +0 → ∞

Die Funktion besitzt folglich auf der linken Seite (für x → -∞) eine waagrechte Asymptote bei y = -5 .

e-Fkt'n Verhalten → ∞

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = -4 + e 0,1x x 2 für x → -∞ und für x → ∞.

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Für x → -∞ ⇒ f(x)= -4 + e 0,1x x 2 → -4 + 0 ∞ → -4 +0 → -4

Für x → ∞ ⇒ f(x)= -4 + e 0,1x x 2 → -4 + ∞ ∞ → -4 + ∞ → ∞ e 0,1x x 2 → ∞ : ( Der Exponentialterm im Zähler wächst sehr viel schneller gegen ∞ bzw. gegen 0 als der Nenner und setzt sich deswegen durch)

Die Funktion besitzt folglich auf der linken Seite (für x → -∞) eine waagrechte Asymptote bei y = -4 .