nach Aufgabentypen suchen

Aufgabentypen anhand von Beispielen durchstöbern

Browserfenster aktualisieren (F5), um neue Beispiele bei den Aufgabentypen zu sehen

alle Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) und waagrechten Asymptoten vom Graphen der Funktion f mit f(x) = -4 x 2 +2x -1 x 2 +3x -4

Lösung einblenden

senkrechte Asymptoten

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

x 2 +3x -4 = 0

Lösen mit der a-b-c-Formel (Mitternachtsformel):

eingesetzt in x1,2 = - b ± b 2 -4a · c 2a ergibt:

x1,2 = -3 ± 3 2 -4 · 1 · ( -4 ) 21

x1,2 = -3 ± 9 +16 2

x1,2 = -3 ± 25 2

x1 = -3 + 25 2 = -3 +5 2 = 2 2 = 1

x2 = -3 - 25 2 = -3 -5 2 = -8 2 = -4

Lösen mit der p-q-Formel (x² + px + q = 0):

vor dem Einsetzen in x1,2 = - p 2 ± ( p 2 ) 2 - q
berechnen wir zuerst die Diskriminante D = ( p 2 ) 2 - q :

D = ( 3 2 ) 2 - ( -4 ) = 9 4 + 4 = 9 4 + 16 4 = 25 4

x1,2 = - 3 2 ± 25 4

x1 = - 3 2 - 5 2 = - 8 2 = -4

x2 = - 3 2 + 5 2 = 2 2 = 1

also Definitionsmenge D=R\{ -4 ; 1 }

Um den Term besser auf Asymptoten untersuchen zu können, faktorisieren wir den Nenner:

-4 x 2 +2x -1 x 2 +3x -4 = -4 x 2 +2x -1 ( x -1 ) · ( x +4 )

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -4 (von links und von rechts)

Für x   x<-4   -4 - ⇒ f(x)= -4 x 2 +2x -1 ( x -1 ) · ( x +4 ) -73 (-5) ⋅ "-0" = -73 "+0" -

Für x   x>-4   -4 + ⇒ f(x)= -4 x 2 +2x -1 ( x -1 ) · ( x +4 ) -73 (-5) ⋅ "+0" = -73 "-0"

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -4 mit einem VZW von - nach +

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 1 (von links und von rechts)

Für x   x<1   1 - ⇒ f(x)= -4 x 2 +2x -1 ( x -1 ) · ( x +4 ) -3 "-0" ⋅ (+5) = -3 "-0"

Für x   x>1   1 + ⇒ f(x)= -4 x 2 +2x -1 ( x -1 ) · ( x +4 ) -3 "+0" ⋅ (+5) = -3 "+0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 1 mit einem VZW von + nach -

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

-4 x 2 +2x -1 x 2 +3x -4 = x 2 · ( -4 + 2 x - 1 x 2 ) x 2 · ( 1 + 3 x - 4 x 2 ) = -4 + 2 x - 1 x 2 1 + 3 x - 4 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= -4 x 2 +2x -1 x 2 +3x -4 = -4 + 2 x - 1 x 2 1 + 3 x - 4 x 2 -4 +0+0 1 +0+0 = -4 1 = -4

Die Funktion besitzt folglich eine waagrechte Asymptote bei y = -4 .

senkrechte Asymptote (einfach)

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = -2 e -4x -1

Lösung einblenden

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

e -4x -1 = 0 | +1
e -4x = 1 |ln(⋅)
-4x = 0 |:-4
x = 0 ≈ 0

also Definitionsmenge D=R\{0}

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 0 (von links und von rechts)

Für x   x<0   0 - ⇒ f(x)= -2 e -4x -1 -2 "+0" -

Für x   x>0   0 + ⇒ f(x)= -2 e -4x -1 -2 "-0"

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 0 mit einem VZW von - nach +

senkrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 4x -4 ( -1 - x ) · ( x +3 )

Lösung einblenden

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

( -1 - x ) · ( x +3 ) = 0
( -x -1 ) · ( x +3 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

-x -1 = 0 | +1
-x = 1 |:(-1 )
x1 = -1

2. Fall:

x +3 = 0 | -3
x2 = -3

also Definitionsmenge D=R\{ -3 ; -1 }

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -3 (von links und von rechts)

Für x   x<-3   -3 - ⇒ f(x)= 4x -4 ( -1 - x ) · ( x +3 ) -16 (+2) ⋅ "-0" = -16 "-0"

Für x   x>-3   -3 + ⇒ f(x)= 4x -4 ( -1 - x ) · ( x +3 ) -16 (+2) ⋅ "+0" = -16 "+0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -3 mit einem VZW von + nach -

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -1 (von links und von rechts)

Für x   x<-1   -1 - ⇒ f(x)= 4x -4 ( -1 - x ) · ( x +3 ) -8 "+0" ⋅ (+2) = -8 "+0" -

Für x   x>-1   -1 + ⇒ f(x)= 4x -4 ( -1 - x ) · ( x +3 ) -8 "-0" ⋅ (+2) = -8 "-0"

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -1 mit einem VZW von - nach +

Polstellen und hebbare Def.-Lücken

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = -x +3 ( x -3 ) · ( x -2 )

Lösung einblenden

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

( x -3 ) · ( x -2 ) = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

x -3 = 0 | +3
x1 = 3

2. Fall:

x -2 = 0 | +2
x2 = 2

also Definitionsmenge D=R\{ 2 ; 3 }

Wir untersuchen das Verhalten für x → 3 und erkennen, dass sowohl der Zähler als auch der Nenner =0 werden.

Wir müssten also sowohl im Zähler als auch im Nenner einen Faktor (x -3) erkennen, die wir dann kürzen können:

-x +3 ( x -3 ) · ( x -2 ) = -1 1 · ( x -2 )

Für x → 3 ⇒ f(x)= -x +3 ( x -3 ) · ( x -2 ) = -1 1 · ( x -2 ) -1 1 · ( 3 -2 ) = -1

Die Funktion besitzt folglich eine hebbare Definitionslücke (Loch) L(3 | -1 )


Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 2 (von links und von rechts)

Für x   x<2   2 - ⇒ f(x)= -x +3 ( x -3 ) · ( x -2 ) +1 (-1) ⋅ "-0" = +1 "+0"

Für x   x>2   2 + ⇒ f(x)= -x +3 ( x -3 ) · ( x -2 ) +1 (-1) ⋅ "+0" = +1 "-0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 2 mit einem VZW von + nach -

Term mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm dessen Graph bei x= 1 eine senkrechte Asymptote ohne VZW (beides mal f(x) → +∞), bei y = 3 eine waagrechte Asymptote und keine Nullstelle besitzt.

Lösung einblenden

Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptote bei x=1 (ohne VZW (beides mal f(x) → +∞)) muss der entsprechende Linearterm in den Nenner unserer gesuchten Funktion. Da kein Vorzeichenwechsel vorliegt, muss es eine doppelte Nullstelle sein, also:

? ( x -1 ) 2 = ? x 2 -2x +1

Nullstellen in den Zähler

Im Zähler müssen auf jeden Fall mal die Nullstellen berücksichtigt werden, also

? ⋅ ( 1 ) x 2 -2x +1

Jetzt testen wir 1 ( x -1 ) 2 auf die waagrechte Asymptote:

Da im Nenner eine quadratische Funktion ist, brauchen wir im Zähler auch eine quadratische Funktion, die ja aber keine Nullstelle haben darf. (z.B. x²+1). Außerdem muss der Koeffizient vor dem x² in unserem Fall 3 sein, damit die waagrechte Asymptote (nach Ausklammern und Kürzen von x²) =3 wird. Dies funktioniert z.B. mit dem Zähler 3( x 2 +1 )

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
3( x 2 +1 ) ( x -1 ) 2 = 3 x 2 +3 x 2 -2x +1

3 x 2 +3 x 2 -2x +1 = x 2 · ( 3 + 3 x 2 ) x 2 · ( 1 - 2 x + 1 x 2 ) = 3 + 3 x 2 1 - 2 x + 1 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= 3 x 2 +3 x 2 -2x +1 = 3 + 3 x 2 1 - 2 x + 1 x 2 3 +0 1 +0+0 = 3 1 = 3

Mit f(x)= 3( x 2 +1 ) ( x -1 ) 2 sind also alle Bedingungen erfüllt

Bruchterm mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm (als Bruchterm) dessen Graph bei x= -2 eine senkrechte Asymptote mit einem VZW von + nach -, bei y = 0 eine waagrechte Asymptote und keine Nullstelle besitzt.

Lösung einblenden

Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptote bei x=-2 (mit einem VZW von + nach -) muss der entsprechende Linearterm in den Nenner unserer gesuchten Funktion, also:

? x +2

Wenn wir den Zähler auf 1 setzen, also f(x)= 1 x +2 , passen bereits die Definitionslücke bei x = -2 und die fehlenden Nullstellen. Auch die waagrechte Asymptote bei y=0 passt:

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

1 x +2 = x · 1 x x · ( 1 + 2 x ) = 1 x 1 + 2 x

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= 1 x +2 = 1 x 1 + 2 x 0 1 +0 = 0 1 = 0

Vorzeichenwechsel (VZW)

Für x   x<-2   -2- ⇒ f(x)= 1 x +2 +1 "-0" -

Für x   x>-2   -2+ ⇒ f(x)= 1 x +2 +1 "+0"

Wir haben also den falschen VZW. Wenn wir aber den Zähler mit -1 multiplizieren, bekommen wir gerade das entgegengesetzte Verhalten in der Nähe der Definitionslücke.

Mit f(x)= -1 x +2 sind also alle Bedingungen erfüllt

waagrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = 2 x -4 für x → -∞ und für x → ∞.

Lösung einblenden

Für x → -∞ ⇒ f(x)= 2 x -4 0 -4 -4

Für x → ∞ ⇒ f(x)= 2 x -4 0 -4 -4

Die Funktion besitzt folglich eine waagrechte Asymptote bei y = -4 .

e-Fkt'n Verhalten → ∞

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = e 0,2x 3x -3 für x → -∞ und für x → ∞.

Lösung einblenden

Für x → -∞ ⇒ f(x)= e 0,2x 3x -3 0 - -3 0 -3 -3

Für x → ∞ ⇒ f(x)= e 0,2x 3x -3 -3 -3 e 0,2x 3x : ( Der Exponentialterm im Zähler wächst sehr viel schneller gegen ∞ bzw. gegen 0 als der Nenner und setzt sich deswegen durch)

Die Funktion besitzt folglich auf der linken Seite (für x → -∞) eine waagrechte Asymptote bei y = -3 .