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alle Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) und waagrechten Asymptoten vom Graphen der Funktion f mit f(x) = 2x -4 - x 2 +3x +10

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senkrechte Asymptoten

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

- x 2 +3x +10 = 0

Lösen mit der a-b-c-Formel (Mitternachtsformel):

eingesetzt in x1,2 = - b ± b 2 -4a · c 2a ergibt:

x1,2 = -3 ± 3 2 -4 · ( -1 ) · 10 2( -1 )

x1,2 = -3 ± 9 +40 -2

x1,2 = -3 ± 49 -2

x1 = -3 + 49 -2 = -3 +7 -2 = 4 -2 = -2

x2 = -3 - 49 -2 = -3 -7 -2 = -10 -2 = 5

Lösen mit der p-q-Formel (x² + px + q = 0):

Um die Gleichung auf die Form "x² + px + q = 0" zu bekommen, müssen wir zuerst die ganze Gleichung durch "-1 " teilen:

- x 2 +3x +10 = 0 |: -1

x 2 -3x -10 = 0

vor dem Einsetzen in x1,2 = - p 2 ± ( p 2 ) 2 - q
berechnen wir zuerst die Diskriminante D = ( p 2 ) 2 - q :

D = ( - 3 2 ) 2 - ( -10 ) = 9 4 + 10 = 9 4 + 40 4 = 49 4

x1,2 = 3 2 ± 49 4

x1 = 3 2 - 7 2 = - 4 2 = -2

x2 = 3 2 + 7 2 = 10 2 = 5

also Definitionsmenge D=R\{ -2 ; 5 }

Um den Term besser auf Asymptoten untersuchen zu können, faktorisieren wir den Nenner:

2x -4 - x 2 +3x +10 = 2x -4 - ( x +2 ) · ( x -5 )

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -2 (von links und von rechts)

Für x   x<-2   -2 - ⇒ f(x)= 2x -4 - ( x +2 ) · ( x -5 ) -8 -1 ⋅"-0" ⋅ (-7) = -8 "-0"

Für x   x>-2   -2 + ⇒ f(x)= 2x -4 - ( x +2 ) · ( x -5 ) -8 -1 ⋅"+0" ⋅ (-7) = -8 "+0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -2 mit einem VZW von + nach -

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 5 (von links und von rechts)

Für x   x<5   5 - ⇒ f(x)= 2x -4 - ( x +2 ) · ( x -5 ) +6 -1 ⋅(+7) ⋅ "-0" = +6 "+0"

Für x   x>5   5 + ⇒ f(x)= 2x -4 - ( x +2 ) · ( x -5 ) +6 -1 ⋅(+7) ⋅ "+0" = +6 "-0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 5 mit einem VZW von + nach -

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

2x -4 - x 2 +3x +10 = x 2 · ( 2 x - 4 x 2 ) x 2 · ( -1 + 3 x + 10 x 2 ) = 2 x - 4 x 2 -1 + 3 x + 10 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= 2x -4 - x 2 +3x +10 = 2 x - 4 x 2 -1 + 3 x + 10 x 2 0+0 -1 +0+0 = 0 -1 = 0

Die Funktion besitzt folglich eine waagrechte Asymptote bei y = 0 (x-Achse).

senkrechte Asymptote (einfach)

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = 4x +3 e 3x - e x

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Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

e 3x - e x = 0
( e 2x -1 ) · e x = 0

Ein Produkt ist genau dann =0, wenn mindestens einer der beiden Faktoren =0 ist.

1. Fall:

e 2x -1 = 0 | +1
e 2x = 1 |ln(⋅)
2x = 0 |:2
x1 = 0 ≈ 0

2. Fall:

e x = 0

Diese Gleichung hat keine Lösung!

also Definitionsmenge D=R\{0}

Um den Term besser auf Asymptoten untersuchen zu können, faktorisieren wir den Nenner:

4x +3 e 3x - e x = 4x +3 ( e 2x -1 ) · e x

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 0 (von links und von rechts)

Für x   x<0   0 - ⇒ f(x)= 4x +3 ( e 2x -1 ) · e x +3 "-0" ⋅ (+1) = +3 "-0" -

Für x   x>0   0 + ⇒ f(x)= 4x +3 ( e 2x -1 ) · e x +3 "+0" ⋅ (+1) = +3 "+0"

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 0 mit einem VZW von - nach +

senkrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = -4 - x 2 - x +12

Lösung einblenden

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

- x 2 - x +12 = 0

Lösen mit der a-b-c-Formel (Mitternachtsformel):

eingesetzt in x1,2 = - b ± b 2 -4a · c 2a ergibt:

x1,2 = +1 ± ( -1 ) 2 -4 · ( -1 ) · 12 2( -1 )

x1,2 = +1 ± 1 +48 -2

x1,2 = +1 ± 49 -2

x1 = 1 + 49 -2 = 1 +7 -2 = 8 -2 = -4

x2 = 1 - 49 -2 = 1 -7 -2 = -6 -2 = 3

Lösen mit der p-q-Formel (x² + px + q = 0):

Um die Gleichung auf die Form "x² + px + q = 0" zu bekommen, müssen wir zuerst die ganze Gleichung durch "-1 " teilen:

- x 2 - x +12 = 0 |: -1

x 2 + x -12 = 0

vor dem Einsetzen in x1,2 = - p 2 ± ( p 2 ) 2 - q
berechnen wir zuerst die Diskriminante D = ( p 2 ) 2 - q :

D = ( 1 2 ) 2 - ( -12 ) = 1 4 + 12 = 1 4 + 48 4 = 49 4

x1,2 = - 1 2 ± 49 4

x1 = - 1 2 - 7 2 = - 8 2 = -4

x2 = - 1 2 + 7 2 = 6 2 = 3

also Definitionsmenge D=R\{ -4 ; 3 }

Um den Term besser auf Asymptoten untersuchen zu können, faktorisieren wir den Nenner:

-4 - x 2 - x +12 = -4 - ( x +4 ) · ( x -3 )

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → -4 (von links und von rechts)

Für x   x<-4   -4 - ⇒ f(x)= -4 - ( x +4 ) · ( x -3 ) -4 -1 ⋅"-0" ⋅ (-7) = -4 "-0"

Für x   x>-4   -4 + ⇒ f(x)= -4 - ( x +4 ) · ( x -3 ) -4 -1 ⋅"+0" ⋅ (-7) = -4 "+0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= -4 mit einem VZW von + nach -

Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 3 (von links und von rechts)

Für x   x<3   3 - ⇒ f(x)= -4 - ( x +4 ) · ( x -3 ) -4 -1 ⋅(+7) ⋅ "-0" = -4 "+0" -

Für x   x>3   3 + ⇒ f(x)= -4 - ( x +4 ) · ( x -3 ) -4 -1 ⋅(+7) ⋅ "+0" = -4 "-0"

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 3 mit einem VZW von - nach +

Polstellen und hebbare Def.-Lücken

Beispiel:

Bestimme alle senkrechten Asymptoten (mit VZW) von der Funktion f mit f(x) = -3x -3 x 2 -1

Lösung einblenden

Zuerst untersucht man die Funktion auf Definitionslücken, also in unserem Fall, ob der Nenner =0 werden kann.

x 2 -1 = 0 | +1
x 2 = 1 | 2
x1 = - 1 = -1
x2 = 1 = 1

also Definitionsmenge D=R\{ -1 ; 1 }

Um den Term besser auf Asymptoten untersuchen zu können, faktorisieren wir den Nenner:

-3x -3 x 2 -1 = -3x -3 ( x +1 ) · ( x -1 )

Wir untersuchen das Verhalten für x → -1 und erkennen, dass sowohl der Zähler als auch der Nenner =0 werden.

Wir müssten also sowohl im Zähler als auch im Nenner einen Faktor (x +1) erkennen, die wir dann kürzen können:

-3x -3 ( x +1 ) · ( x -1 ) = -3x -3 ( x +1 ) · ( x -1 ) = - 3 x -1

Für x → -1 ⇒ f(x)= -3x -3 ( x +1 ) · ( x -1 ) = - 3 x -1 - 3 -1 -1 = 3 2

Die Funktion besitzt folglich eine hebbare Definitionslücke (Loch) L(-1 | 3 2 )


Wir untersuchen nun das Verhalten für x → 1 (von links und von rechts)

Für x   x<1   1 - ⇒ f(x)= -3x -3 ( x +1 ) · ( x -1 ) -6 (+2) ⋅ "-0" = -6 "-0"

Für x   x>1   1 + ⇒ f(x)= -3x -3 ( x +1 ) · ( x -1 ) -6 (+2) ⋅ "+0" = -6 "+0" -

Die Funktion besitzt folglich eine senkrechte Asymptote bei x= 1 mit einem VZW von + nach -

Term mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm dessen Graph bei x1 = 2 und bei x2 = 3 jeweils eine senkrechte Asymptote, bei y = -1 eine waagrechte Asymptote und in N1(4|0) und N2(1|0) Nullstellen besitzt.

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Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptoten bei x1=2 und x2=3 müssen die entsprechenden Linearterme in den Nenner unserer gesuchten Funktion, also:

? ( x -2 ) · ( x -3 ) = ? x 2 -5x +6

Nullstellen in den Zähler

Im Zähler müssen auf jeden Fall mal die Nullstellen berücksichtigt werden, also

? ⋅ ( ( x -4 ) · ( x -1 ) ) x 2 -5x +6 = ?⋅ ( x 2 -5x +4 ) x 2 -5x +6

Jetzt testen wir x 2 -5x +4 ( x -2 ) · ( x -3 ) auf die waagrechte Asymptote:

Um die waagrechte Asymptote von 1 auf -1 zu bringen multiplizieren wir einfach den Zähler mit -1 und erhalten so:

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
-( x 2 -5x +4 ) ( x -2 ) · ( x -3 ) = - x 2 +5x -4 x 2 -5x +6

- x 2 +5x -4 x 2 -5x +6 = x 2 · ( -1 + 5 x - 4 x 2 ) x 2 · ( 1 - 5 x + 6 x 2 ) = -1 + 5 x - 4 x 2 1 - 5 x + 6 x 2

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= - x 2 +5x -4 x 2 -5x +6 = -1 + 5 x - 4 x 2 1 - 5 x + 6 x 2 -1 +0+0 1 +0+0 = -1 1 = -1

Mit f(x)= -( x 2 -5x +4 ) ( x -2 ) · ( x -3 ) sind also alle Bedingungen erfüllt

Bruchterm mit Asymptoten bestimmen

Beispiel:

Bestimme einen Funktionsterm (als Bruchterm) dessen Graph bei x1 = 1 und bei x2 = 0 jeweils eine senkrechte Asymptote, bei y = -1 eine waagrechte Asymptote und in N1(4|0) und N2(2|0) Nullstellen besitzt.

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Zuerst der Nenner

Aufgrund der senkrechten Asymptoten bei x1=1 und x2=0 müssen die entsprechenden Linearterme in den Nenner unserer gesuchten Funktion, also:

? ( x -1 ) · ( x +0 ) = ? x 2 - x

Nullstellen in den Zähler

Im Zähler müssen auf jeden Fall mal die Nullstellen berücksichtigt werden, also

? ⋅ ( ( x -4 ) · ( x -2 ) ) x 2 - x = ?⋅ ( x 2 -6x +8 ) x 2 - x

Jetzt testen wir x 2 -6x +8 ( x -1 ) · ( x +0 ) auf die waagrechte Asymptote:

Um die waagrechte Asymptote von 1 auf -1 zu bringen multiplizieren wir einfach den Zähler mit -1 und erhalten so:

waagrechte Asymptoten

Um die waagrechte Asymtote zu ermitteln, wird in Zähler und Nenner die höchste x-Potenz des Nenners ausgeklammert:

Vorher sollte man allerdings noch ausmultiplizien.
-( x 2 -6x +8 ) ( x -1 ) · ( x +0 ) = - x 2 +6x -8 x 2 - x

- x 2 +6x -8 x 2 - x = x 2 · ( -1 + 6 x - 8 x 2 ) x 2 · ( 1 - 1 x ) = -1 + 6 x - 8 x 2 1 - 1 x

So können wir einfach das Verhalten für x→ ±∞ untersuchen:

Für x → ±∞ ⇒ f(x)= - x 2 +6x -8 x 2 - x = -1 + 6 x - 8 x 2 1 - 1 x -1 +0+0 1 +0 = -1 1 = -1

Mit f(x)= -( x 2 -6x +8 ) ( x -1 ) · ( x +0 ) sind also alle Bedingungen erfüllt

waagrechte Asymptoten

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = 2 x 3 -2 für x → -∞ und für x → ∞.

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Für x → -∞ ⇒ f(x)= 2 x 3 -2 0 -2 -2

Für x → ∞ ⇒ f(x)= 2 x 3 -2 0 -2 -2

Die Funktion besitzt folglich eine waagrechte Asymptote bei y = -2 .

e-Fkt'n Verhalten → ∞

Beispiel:

Bestimme das Verhalten der Funktion f mit f(x) = e 0,1x 5x für x → -∞ und für x → ∞.

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Für x → -∞ ⇒ f(x)= e 0,1x 5x 0 - 0

Für x → ∞ ⇒ f(x)= e 0,1x 5x ( Der Exponentialterm im Zähler wächst sehr viel schneller gegen ∞ bzw. gegen 0 als der Nenner und setzt sich deswegen durch)

Die Funktion besitzt folglich auf der linken Seite (für x → -∞) eine waagrechte Asymptote bei y = 0 (x-Achse).