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Binomialvert. Abstand vom Erwartungswert
Beispiel:
In einer Chip-Fabrik werden neue High Tech Chips produziert. Leider ist die Technik noch nicht so ganz ausgereift, weswegen Ausschuss mit einer Wahrscheinlichkeit von p=0,35 entsteht. Es wird eine Stichprobe der Menge 86 entnommen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der defekten Chips nicht mehr als 20% vom Erwartungswert abweicht?
Den Erwartungswert berechnet man als E=n⋅p=86⋅0.35 = 30.1
Die 20% Abweichung wären dann zwischen 80% von 30.1, also 0.8⋅ 30.1 = 24.08 und 120% von 30.1, also 1.2⋅ 30.1 = 36.12
Da die Trefferzahl ja nicht weiter von 30.1 entfernt sein darf als 24.08 bzw. 36.12, muss sie also zwischen 25 und 36 liegen.
Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=86 und p=0.35.
=
(TI-Befehl: binomcdf(86,0.35,36) - binomcdf(86,0.35,24))
n und p aus Erwartungswert und Standardabw.
Beispiel:
Bei einer Binomialverteilung sind der Erwartungswert μ = 162 und die Standardabweichung σ = 9 bekannt.
Bestimme die Parameter n (Stichprobengröße) und p (Einzelwahrscheinlichkeit) dieser Binomialverteilung.
Für den Erwartungswert μ und die Standardabweichung σ gelten die Formeln:
(1) μ = n ⋅ p, also 162 = n ⋅ p
(2) σ =
Setzt man nun 9 für σ und 162 für n ⋅ p in die 2. Formel ein, so erhält man:
9 =
(wenn man nun auf beiden Seiten quadriert braucht man anschließend keine Probe, weil wir es ausschließlich mit positiven Werten zu tun haben)
81 = 162 ⋅ (1-p) |:162
= 1-p
= 1-p
Also gilt p = 1 - =
Jetzt kann man das n einfach durch Einsetzen von p in (1) bestimmen:
162 = n ⋅ |⋅
Somit gilt: n = 324
