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Zweisatz (antiproportional)

Beispiel:

Um den noch fehlenden Betrag für eine Klassenfahrt zu bekommen, veranstaltet eine Schulkasse ein Lotterie. Wenn sie 1€ für ein Los verlangen, müssten sie 400 Lose verkaufen um genügend Geld zusammen zu bekommen.

Wie viele Lose müssten sie bei einem Lospreis von 8 € verkaufen?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:

1 € Lospreis400 Lose
8 € Lospreis?

Um von 1 € Lospreis in der ersten Zeile auf 8 € Lospreis in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir mit 8 multiplizieren. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 400 Lose durch 8 teilen, um auf den Wert zu kommen, der den 8 € Lospreis entspricht:

⋅ 8
1 € Lospreis400 Lose
8 € Lospreis?
: 8
⋅ 8
1 € Lospreis400 Lose
8 € Lospreis50 Lose
: 8

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 8 € Lospreis entspricht: 50 Lose

Dreisatz (antiproportional)

Beispiel:

Ein Hausmeister hat ein extra Budget für die Schulreinigung in den Ferien, das er unter helfenden Schüler:innen aufteilen kann (er selbst bekommt nichts von dem Geld). Wenn er 5 Helfer:innen einstellt, reicht es für jeden 90 € Lohn.

Welchen Lohn könnte er jeder Helfer:in bezahlen, wenn er 3 Helfer:innen hätte?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


5 Helfer:innen90 € Lohn
??
3 Helfer:innen?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Helfer:innen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 5 Helfer:innen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 5 und von 3 sein, also der ggT(5,3) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Helfer:innen:


5 Helfer:innen90 € Lohn
1 Helfer:in?
3 Helfer:innen?

Um von 5 Helfer:innen in der ersten Zeile auf 1 Helfer:innen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 5 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 90 € Lohn nicht durch 5 teilen, sondern mit 5 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Helfer:innen links entspricht:

: 5

5 Helfer:innen90 € Lohn
1 Helfer:in?
3 Helfer:innen?

⋅ 5
: 5

5 Helfer:innen90 € Lohn
1 Helfer:in450 € Lohn
3 Helfer:innen?

⋅ 5

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Helfer:innen in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 3 Helfer:innen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 5
⋅ 3

5 Helfer:innen90 € Lohn
1 Helfer:in450 € Lohn
3 Helfer:innen?

⋅ 5
: 3

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 450 € Lohn in der mittleren Zeile durch 3 dividieren:

: 5
⋅ 3

5 Helfer:innen90 € Lohn
1 Helfer:in450 € Lohn
3 Helfer:innen150 € Lohn

⋅ 5
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 Helfer:innen entspricht: 150 € Lohn

Tabelle (antiproportional)

Beispiel:

Die Tabelle zeigt Werte von zwei Größen mit einem antiproportionalen Zusammenhang. Übertrage die Tabelle in dein Heft und berechne mit dem Dreisatz die fehlende Größen.

20 Gäste3 Spezi-Flaschen
??
30 Gäste?

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Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Gäste in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 20 Gäste teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 20 und von 30 sein, also der ggT(20,30) = 10.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 10 Gäste:


20 Gäste3 Spezi-Flaschen
10 Gäste?
30 Gäste?

Um von 20 Gäste in der ersten Zeile auf 10 Gäste in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 2 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 3 Spezi-Flaschen nicht durch 2 teilen, sondern mit 2 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 10 Gäste links entspricht:

: 2

20 Gäste3 Spezi-Flaschen
10 Gäste?
30 Gäste?

⋅ 2
: 2

20 Gäste3 Spezi-Flaschen
10 Gäste6 Spezi-Flaschen
30 Gäste?

⋅ 2

Jetzt müssen wir ja wieder die 10 Gäste in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 30 Gäste in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 2
⋅ 3

20 Gäste3 Spezi-Flaschen
10 Gäste6 Spezi-Flaschen
30 Gäste?

⋅ 2
: 3

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 6 Spezi-Flaschen in der mittleren Zeile durch 3 dividieren:

: 2
⋅ 3

20 Gäste3 Spezi-Flaschen
10 Gäste6 Spezi-Flaschen
30 Gäste2 Spezi-Flaschen

⋅ 2
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 30 Gäste entspricht: 2 Spezi-Flaschen

Dreisatz (antiprop.) beide Richtungen

Beispiel:

Wenn Karla mit ihrem Handy jeden Tag immer 5 Minuten telefonieren würde, würden ihre Freiminuten noch genau 9 Tage halten.

Wann wären ihre Freiminuten aufgebraucht, wenn sie täglich 3 min telefonieren würde?
Wie lange kann sie täglich telefonieren, wenn die Freiminuten 5 Tage reichen sollen?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


5 Minuten pro Tag9 Tage
??
3 Minuten pro Tag?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Minuten pro Tag in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 5 Minuten pro Tag teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 5 und von 3 sein, also der ggT(5,3) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Minuten pro Tag:


5 Minuten pro Tag9 Tage
1 Minute pro Tag?
3 Minuten pro Tag?

Um von 5 Minuten pro Tag in der ersten Zeile auf 1 Minuten pro Tag in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 5 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 9 Tage nicht durch 5 teilen, sondern mit 5 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Minuten pro Tag links entspricht:

: 5

5 Minuten pro Tag9 Tage
1 Minute pro Tag45 Tage
3 Minuten pro Tag?

⋅ 5

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Minuten pro Tag in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 3 Minuten pro Tag in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 5
⋅ 3

5 Minuten pro Tag9 Tage
1 Minute pro Tag45 Tage
3 Minuten pro Tag15 Tage

⋅ 5
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 Minuten pro Tag entspricht: 15 Tage



Für die andere Frage (Wie lange kann sie täglich telefonieren, wenn die Freiminuten 5 Tage reichen sollen?) vertauschen wir die linke mit der rechten Spalte in der Tabelle, weil wir jetzt ja zwei "Tage"-Werte haben und nach einem "Minuten pro Tag"-Wert gesucht wird:


9 Tage5 Minuten pro Tag
??
5 Tage?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Tage in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 9 Tage teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 9 und von 5 sein, also der ggT(9,5) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Tage:


9 Tage5 Minuten pro Tag
1 Tag?
5 Tage?

Um von 9 Tage in der ersten Zeile auf 1 Tage in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 9 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 5 Minuten pro Tag nicht durch 9 teilen, sondern mit 9 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Tage links entspricht:

: 9

9 Tage5 Minuten pro Tag
1 Tag45 Minuten pro Tag
5 Tage?

⋅ 9

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Tage in der mittleren Zeile mit 5 multiplizieren, um auf die 5 Tage in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 9
⋅ 5

9 Tage5 Minuten pro Tag
1 Tag45 Minuten pro Tag
5 Tage9 Minuten pro Tag

⋅ 9
: 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 5 Tage entspricht: 9 Minuten pro Tag

Antiproportionalität überprüfen

Beispiel:

Prüfe, ob es sich um einen antiproportionalen Zusammenhang handelt; falls nicht, korrigiere die Werte so, dass der Zusammenhang antiproportional wird.

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Wir überprüfen zuerst, ob die 1503 km den 2 Liter pro 100km entsprechen.

: 3
⋅ 2

3 Liter pro 100km1000 km
1 Liter pro 100km3000 km
2 Liter pro 100km1500 km

⋅ 3
: 2

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 1503 km (für 2 Liter pro 100km) war also falsch, richtig wäre 1500 km gewesen.


Jetzt überprüfen wir, ob die 599 km den 5 Liter pro 100km entsprechen.

: 3
⋅ 5

3 Liter pro 100km1000 km
1 Liter pro 100km3000 km
5 Liter pro 100km600 km

⋅ 3
: 5

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 599 km (für 5 Liter pro 100km) war also falsch, richtig wäre 600 km gewesen.