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Zweisatz (antiproportional)

Beispiel:

Karls hat für seine Geburtstagsparty 48 Flaschen Spezi bekommen.

Wie viele Flaschen würde jeder bekommen, wenn insgesamt 6 Personen auf der Party wären?

Lösung einblenden

Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:

1 Gast48 Spezi-Flaschen
6 Gäste?

Um von 1 Gäste in der ersten Zeile auf 6 Gäste in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir mit 6 multiplizieren. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 48 Spezi-Flaschen durch 6 teilen, um auf den Wert zu kommen, der den 6 Gäste entspricht:

⋅ 6
1 Gast48 Spezi-Flaschen
6 Gäste?
: 6
⋅ 6
1 Gast48 Spezi-Flaschen
6 Gäste8 Spezi-Flaschen
: 6

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 6 Gäste entspricht: 8 Spezi-Flaschen

Dreisatz (antiproportional)

Beispiel:

Wenn Karla mit ihrem Handy jeden Tag immer 9 Minuten telefonieren würde, würden ihre Freiminuten noch genau 5 Tage halten.

Wann wären ihre Freiminuten aufgebraucht, wenn sie täglich 15 min telefonieren würde?

Lösung einblenden

Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


9 Minuten pro Tag5 Tage
??
15 Minuten pro Tag?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Minuten pro Tag in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 9 Minuten pro Tag teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 9 und von 15 sein, also der ggT(9,15) = 3.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 3 Minuten pro Tag:


9 Minuten pro Tag5 Tage
3 Minuten pro Tag?
15 Minuten pro Tag?

Um von 9 Minuten pro Tag in der ersten Zeile auf 3 Minuten pro Tag in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 3 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 5 Tage nicht durch 3 teilen, sondern mit 3 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 3 Minuten pro Tag links entspricht:

: 3

9 Minuten pro Tag5 Tage
3 Minuten pro Tag?
15 Minuten pro Tag?

⋅ 3
: 3

9 Minuten pro Tag5 Tage
3 Minuten pro Tag15 Tage
15 Minuten pro Tag?

⋅ 3

Jetzt müssen wir ja wieder die 3 Minuten pro Tag in der mittleren Zeile mit 5 multiplizieren, um auf die 15 Minuten pro Tag in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 3
⋅ 5

9 Minuten pro Tag5 Tage
3 Minuten pro Tag15 Tage
15 Minuten pro Tag?

⋅ 3
: 5

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 15 Tage in der mittleren Zeile durch 5 dividieren:

: 3
⋅ 5

9 Minuten pro Tag5 Tage
3 Minuten pro Tag15 Tage
15 Minuten pro Tag3 Tage

⋅ 3
: 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 15 Minuten pro Tag entspricht: 3 Tage

Tabelle (antiproportional)

Beispiel:

Die Tabelle zeigt Werte von zwei Größen mit einem antiproportionalen Zusammenhang. Übertrage die Tabelle in dein Heft und berechne mit dem Dreisatz die fehlende Größen.

4 CPU-Kerne12 ms
??
3 CPU-Kerne?

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Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die CPU-Kerne in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 4 CPU-Kerne teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 4 und von 3 sein, also der ggT(4,3) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 CPU-Kerne:


4 CPU-Kerne12 ms
1 CPU-Kern?
3 CPU-Kerne?

Um von 4 CPU-Kerne in der ersten Zeile auf 1 CPU-Kerne in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 4 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 12 ms nicht durch 4 teilen, sondern mit 4 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 CPU-Kerne links entspricht:

: 4

4 CPU-Kerne12 ms
1 CPU-Kern?
3 CPU-Kerne?

⋅ 4
: 4

4 CPU-Kerne12 ms
1 CPU-Kern48 ms
3 CPU-Kerne?

⋅ 4

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 CPU-Kerne in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 3 CPU-Kerne in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 4
⋅ 3

4 CPU-Kerne12 ms
1 CPU-Kern48 ms
3 CPU-Kerne?

⋅ 4
: 3

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 48 ms in der mittleren Zeile durch 3 dividieren:

: 4
⋅ 3

4 CPU-Kerne12 ms
1 CPU-Kern48 ms
3 CPU-Kerne16 ms

⋅ 4
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 CPU-Kerne entspricht: 16 ms

Dreisatz (antiprop.) beide Richtungen

Beispiel:

Ein Hausmeister hat ein extra Budget für die Schulreinigung in den Ferien, das er unter helfenden Schüler:innen aufteilen kann (er selbst bekommt nichts von dem Geld). Wenn er 8 Helfer:innen einstellt, reicht es für jeden 50 € Lohn.

Welchen Lohn könnte er jeder Helfer:in bezahlen, wenn er 10 Helfer:innen hätte?
Wie viele Helfer:innen könnte man mit einem Lohn von 20 € bezahlen?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


8 Helfer:innen50 € Lohn
??
10 Helfer:innen?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Helfer:innen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 8 Helfer:innen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 8 und von 10 sein, also der ggT(8,10) = 2.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 2 Helfer:innen:


8 Helfer:innen50 € Lohn
2 Helfer:innen?
10 Helfer:innen?

Um von 8 Helfer:innen in der ersten Zeile auf 2 Helfer:innen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 4 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 50 € Lohn nicht durch 4 teilen, sondern mit 4 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 2 Helfer:innen links entspricht:

: 4

8 Helfer:innen50 € Lohn
2 Helfer:innen200 € Lohn
10 Helfer:innen?

⋅ 4

Jetzt müssen wir ja wieder die 2 Helfer:innen in der mittleren Zeile mit 5 multiplizieren, um auf die 10 Helfer:innen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 4
⋅ 5

8 Helfer:innen50 € Lohn
2 Helfer:innen200 € Lohn
10 Helfer:innen40 € Lohn

⋅ 4
: 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 10 Helfer:innen entspricht: 40 € Lohn



Für die andere Frage (Wie viele Helfer:innen könnte man mit einem Lohn von 20 € bezahlen?) vertauschen wir die linke mit der rechten Spalte in der Tabelle, weil wir jetzt ja zwei "€ Lohn"-Werte haben und nach einem "Helfer:innen"-Wert gesucht wird:


50 € Lohn8 Helfer:innen
??
20 € Lohn?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die € Lohn in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 50 € Lohn teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 50 und von 20 sein, also der ggT(50,20) = 10.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 10 € Lohn:


50 € Lohn8 Helfer:innen
10 € Lohn?
20 € Lohn?

Um von 50 € Lohn in der ersten Zeile auf 10 € Lohn in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 5 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 8 Helfer:innen nicht durch 5 teilen, sondern mit 5 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 10 € Lohn links entspricht:

: 5

50 € Lohn8 Helfer:innen
10 € Lohn40 Helfer:innen
20 € Lohn?

⋅ 5

Jetzt müssen wir ja wieder die 10 € Lohn in der mittleren Zeile mit 2 multiplizieren, um auf die 20 € Lohn in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 5
⋅ 2

50 € Lohn8 Helfer:innen
10 € Lohn40 Helfer:innen
20 € Lohn20 Helfer:innen

⋅ 5
: 2

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 20 € Lohn entspricht: 20 Helfer:innen

Antiproportionalität überprüfen

Beispiel:

Prüfe, ob es sich um einen antiproportionalen Zusammenhang handelt; falls nicht, korrigiere die Werte so, dass der Zusammenhang antiproportional wird.

Lösung einblenden

Wir überprüfen zuerst, ob die 15 Tage den 3 Minuten pro Tag entsprechen.

: 4
⋅ 3

4 Minuten pro Tag12 Tage
1 Minute pro Tag48 Tage
3 Minuten pro Tag16 Tage

⋅ 4
: 3

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 15 Tage (für 3 Minuten pro Tag) war also falsch, richtig wäre 16 Tage gewesen.


Jetzt überprüfen wir, ob die 5 Tage den 12 Minuten pro Tag entsprechen.

: 1
⋅ 3

4 Minuten pro Tag12 Tage
4 Minuten pro Tag12 Tage
12 Minuten pro Tag4 Tage

⋅ 1
: 3

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 5 Tage (für 12 Minuten pro Tag) war also falsch, richtig wäre 4 Tage gewesen.