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Zweisatz (antiproportional)

Beispiel:

Bei einer großen Baustelle muss das Erdreich der Baugrube abtransportiert werden. 1 Lastwagen müsste dafür 50 mal fahren.

Wie oft müssten 5 LKWs fahren?

Lösung einblenden

Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:

1 Lastwagen50 Fuhren
5 Lastwagen?

Um von 1 Lastwagen in der ersten Zeile auf 5 Lastwagen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir mit 5 multiplizieren. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 50 Fuhren durch 5 teilen, um auf den Wert zu kommen, der den 5 Lastwagen entspricht:

⋅ 5
1 Lastwagen50 Fuhren
5 Lastwagen?
: 5
⋅ 5
1 Lastwagen50 Fuhren
5 Lastwagen10 Fuhren
: 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 5 Lastwagen entspricht: 10 Fuhren

Dreisatz (antiproportional)

Beispiel:

Zur Berechnung einer komplizierten Verschlüsselung muss ein Computer mit 12 CPU-Kernen 4 ms rechnen.

Wie lange bräuchte ein Computer mit 16 solchen CPU-Kernen?

Lösung einblenden

Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


12 CPU-Kerne4 ms
??
16 CPU-Kerne?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die CPU-Kerne in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 12 CPU-Kerne teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 12 und von 16 sein, also der ggT(12,16) = 4.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 4 CPU-Kerne:


12 CPU-Kerne4 ms
4 CPU-Kerne?
16 CPU-Kerne?

Um von 12 CPU-Kerne in der ersten Zeile auf 4 CPU-Kerne in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 3 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 4 ms nicht durch 3 teilen, sondern mit 3 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 4 CPU-Kerne links entspricht:

: 3

12 CPU-Kerne4 ms
4 CPU-Kerne?
16 CPU-Kerne?

⋅ 3
: 3

12 CPU-Kerne4 ms
4 CPU-Kerne12 ms
16 CPU-Kerne?

⋅ 3

Jetzt müssen wir ja wieder die 4 CPU-Kerne in der mittleren Zeile mit 4 multiplizieren, um auf die 16 CPU-Kerne in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 3
⋅ 4

12 CPU-Kerne4 ms
4 CPU-Kerne12 ms
16 CPU-Kerne?

⋅ 3
: 4

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 12 ms in der mittleren Zeile durch 4 dividieren:

: 3
⋅ 4

12 CPU-Kerne4 ms
4 CPU-Kerne12 ms
16 CPU-Kerne3 ms

⋅ 3
: 4

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 16 CPU-Kerne entspricht: 3 ms

Tabelle (antiproportional)

Beispiel:

Die Tabelle zeigt Werte von zwei Größen mit einem antiproportionalen Zusammenhang. Übertrage die Tabelle in dein Heft und berechne mit dem Dreisatz die fehlende Größen.

4 CPU-Kerne6 ms
??
3 CPU-Kerne?

Lösung einblenden

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die CPU-Kerne in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 4 CPU-Kerne teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 4 und von 3 sein, also der ggT(4,3) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 CPU-Kerne:


4 CPU-Kerne6 ms
1 CPU-Kern?
3 CPU-Kerne?

Um von 4 CPU-Kerne in der ersten Zeile auf 1 CPU-Kerne in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 4 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 6 ms nicht durch 4 teilen, sondern mit 4 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 CPU-Kerne links entspricht:

: 4

4 CPU-Kerne6 ms
1 CPU-Kern?
3 CPU-Kerne?

⋅ 4
: 4

4 CPU-Kerne6 ms
1 CPU-Kern24 ms
3 CPU-Kerne?

⋅ 4

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 CPU-Kerne in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 3 CPU-Kerne in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 4
⋅ 3

4 CPU-Kerne6 ms
1 CPU-Kern24 ms
3 CPU-Kerne?

⋅ 4
: 3

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 24 ms in der mittleren Zeile durch 3 dividieren:

: 4
⋅ 3

4 CPU-Kerne6 ms
1 CPU-Kern24 ms
3 CPU-Kerne8 ms

⋅ 4
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 CPU-Kerne entspricht: 8 ms

Dreisatz (antiprop.) beide Richtungen

Beispiel:

Wenn Karla mit ihrem Handy jeden Tag immer 10 Minuten telefonieren würde, würden ihre Freiminuten noch genau 3 Tage halten.

Wann wären ihre Freiminuten aufgebraucht, wenn sie täglich 15 min telefonieren würde?
Wie lange kann sie täglich telefonieren, wenn die Freiminuten 10 Tage reichen sollen?

Lösung einblenden

Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


10 Minuten pro Tag3 Tage
??
15 Minuten pro Tag?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Minuten pro Tag in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 10 Minuten pro Tag teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 10 und von 15 sein, also der ggT(10,15) = 5.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 5 Minuten pro Tag:


10 Minuten pro Tag3 Tage
5 Minuten pro Tag?
15 Minuten pro Tag?

Um von 10 Minuten pro Tag in der ersten Zeile auf 5 Minuten pro Tag in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 2 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 3 Tage nicht durch 2 teilen, sondern mit 2 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 5 Minuten pro Tag links entspricht:

: 2

10 Minuten pro Tag3 Tage
5 Minuten pro Tag6 Tage
15 Minuten pro Tag?

⋅ 2

Jetzt müssen wir ja wieder die 5 Minuten pro Tag in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 15 Minuten pro Tag in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 2
⋅ 3

10 Minuten pro Tag3 Tage
5 Minuten pro Tag6 Tage
15 Minuten pro Tag2 Tage

⋅ 2
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 15 Minuten pro Tag entspricht: 2 Tage



Für die andere Frage (Wie lange kann sie täglich telefonieren, wenn die Freiminuten 10 Tage reichen sollen?) vertauschen wir die linke mit der rechten Spalte in der Tabelle, weil wir jetzt ja zwei "Tage"-Werte haben und nach einem "Minuten pro Tag"-Wert gesucht wird:


3 Tage10 Minuten pro Tag
??
10 Tage?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Tage in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 3 Tage teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 3 und von 10 sein, also der ggT(3,10) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Tage:


3 Tage10 Minuten pro Tag
1 Tag?
10 Tage?

Um von 3 Tage in der ersten Zeile auf 1 Tage in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 3 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 10 Minuten pro Tag nicht durch 3 teilen, sondern mit 3 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Tage links entspricht:

: 3

3 Tage10 Minuten pro Tag
1 Tag30 Minuten pro Tag
10 Tage?

⋅ 3

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Tage in der mittleren Zeile mit 10 multiplizieren, um auf die 10 Tage in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 3
⋅ 10

3 Tage10 Minuten pro Tag
1 Tag30 Minuten pro Tag
10 Tage3 Minuten pro Tag

⋅ 3
: 10

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 10 Tage entspricht: 3 Minuten pro Tag

Antiproportionalität überprüfen

Beispiel:

Prüfe, ob es sich um einen antiproportionalen Zusammenhang handelt; falls nicht, korrigiere die Werte so, dass der Zusammenhang antiproportional wird.

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Wir überprüfen zuerst, ob die 21 Lose den 15 € Lospreis entsprechen.

: 2
⋅ 3

10 € Lospreis30 Lose
5 € Lospreis60 Lose
15 € Lospreis20 Lose

⋅ 2
: 3

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 21 Lose (für 15 € Lospreis) war also falsch, richtig wäre 20 Lose gewesen.


Jetzt überprüfen wir, ob die 100 Lose den 3 € Lospreis entsprechen.

: 10
⋅ 3

10 € Lospreis30 Lose
1 € Lospreis300 Lose
3 € Lospreis100 Lose

⋅ 10
: 3

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 100 Lose (für 3 € Lospreis) war also korrekt.