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Zweisatz (antiproportional)

Beispiel:

Wenn Karla mit ihrem Handy jeden Tag immer 1 Minute telefonieren würde, würden ihre Freiminuten noch genau 30 Tage halten.

Wann wären ihre Freiminuten aufgebraucht, wenn sie täglich 5 min telefonieren würde?

Lösung einblenden

Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:

1 Minute pro Tag30 Tage
5 Minuten pro Tag?

Um von 1 Minuten pro Tag in der ersten Zeile auf 5 Minuten pro Tag in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir mit 5 multiplizieren. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 30 Tage durch 5 teilen, um auf den Wert zu kommen, der den 5 Minuten pro Tag entspricht:

⋅ 5
1 Minute pro Tag30 Tage
5 Minuten pro Tag?
: 5
⋅ 5
1 Minute pro Tag30 Tage
5 Minuten pro Tag6 Tage
: 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 5 Minuten pro Tag entspricht: 6 Tage

Dreisatz (antiproportional)

Beispiel:

Karls hat für seine Geburtstagsparty Spezi bekommen. Dabei reicht es für jeden genau 6 Flaschen, wenn insgesamt 6 Personen auf seiner Party sind.

Wie viele Flaschen würde jeder bekommen, wenn insgesamt 4 Personen auf der Party wären?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


6 Gäste6 Spezi-Flaschen
??
4 Gäste?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Gäste in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 6 Gäste teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 6 und von 4 sein, also der ggT(6,4) = 2.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 2 Gäste:


6 Gäste6 Spezi-Flaschen
2 Gäste?
4 Gäste?

Um von 6 Gäste in der ersten Zeile auf 2 Gäste in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 3 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 6 Spezi-Flaschen nicht durch 3 teilen, sondern mit 3 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 2 Gäste links entspricht:

: 3

6 Gäste6 Spezi-Flaschen
2 Gäste?
4 Gäste?

⋅ 3
: 3

6 Gäste6 Spezi-Flaschen
2 Gäste18 Spezi-Flaschen
4 Gäste?

⋅ 3

Jetzt müssen wir ja wieder die 2 Gäste in der mittleren Zeile mit 2 multiplizieren, um auf die 4 Gäste in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 3
⋅ 2

6 Gäste6 Spezi-Flaschen
2 Gäste18 Spezi-Flaschen
4 Gäste?

⋅ 3
: 2

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 18 Spezi-Flaschen in der mittleren Zeile durch 2 dividieren:

: 3
⋅ 2

6 Gäste6 Spezi-Flaschen
2 Gäste18 Spezi-Flaschen
4 Gäste9 Spezi-Flaschen

⋅ 3
: 2

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 4 Gäste entspricht: 9 Spezi-Flaschen

Tabelle (antiproportional)

Beispiel:

Die Tabelle zeigt Werte von zwei Größen mit einem antiproportionalen Zusammenhang. Übertrage die Tabelle in dein Heft und berechne mit dem Dreisatz die fehlende Größen.

7 Lastwagen8 Fuhren
??
4 Lastwagen?

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Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Lastwagen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 7 Lastwagen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 7 und von 4 sein, also der ggT(7,4) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Lastwagen:


7 Lastwagen8 Fuhren
1 Lastwagen?
4 Lastwagen?

Um von 7 Lastwagen in der ersten Zeile auf 1 Lastwagen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 7 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 8 Fuhren nicht durch 7 teilen, sondern mit 7 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Lastwagen links entspricht:

: 7

7 Lastwagen8 Fuhren
1 Lastwagen?
4 Lastwagen?

⋅ 7
: 7

7 Lastwagen8 Fuhren
1 Lastwagen56 Fuhren
4 Lastwagen?

⋅ 7

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Lastwagen in der mittleren Zeile mit 4 multiplizieren, um auf die 4 Lastwagen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 7
⋅ 4

7 Lastwagen8 Fuhren
1 Lastwagen56 Fuhren
4 Lastwagen?

⋅ 7
: 4

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 56 Fuhren in der mittleren Zeile durch 4 dividieren:

: 7
⋅ 4

7 Lastwagen8 Fuhren
1 Lastwagen56 Fuhren
4 Lastwagen14 Fuhren

⋅ 7
: 4

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 4 Lastwagen entspricht: 14 Fuhren

Dreisatz (antiprop.) beide Richtungen

Beispiel:

Ein Hausmeister hat ein extra Budget für die Schulreinigung in den Ferien, das er unter helfenden Schüler:innen aufteilen kann (er selbst bekommt nichts von dem Geld). Wenn er 4 Helfer:innen einstellt, reicht es für jeden 60 € Lohn.

Welchen Lohn könnte er jeder Helfer:in bezahlen, wenn er 3 Helfer:innen hätte?
Wie viele Helfer:innen könnte man mit einem Lohn von 12 € bezahlen?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


4 Helfer:innen60 € Lohn
??
3 Helfer:innen?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Helfer:innen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 4 Helfer:innen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 4 und von 3 sein, also der ggT(4,3) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Helfer:innen:


4 Helfer:innen60 € Lohn
1 Helfer:in?
3 Helfer:innen?

Um von 4 Helfer:innen in der ersten Zeile auf 1 Helfer:innen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 4 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 60 € Lohn nicht durch 4 teilen, sondern mit 4 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Helfer:innen links entspricht:

: 4

4 Helfer:innen60 € Lohn
1 Helfer:in240 € Lohn
3 Helfer:innen?

⋅ 4

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Helfer:innen in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 3 Helfer:innen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 4
⋅ 3

4 Helfer:innen60 € Lohn
1 Helfer:in240 € Lohn
3 Helfer:innen80 € Lohn

⋅ 4
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 Helfer:innen entspricht: 80 € Lohn



Um von 60 € Lohn in der ersten Zeile auf 12 € Lohn in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 5 teilen. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 4 Helfer:innen mit 5 multiplizieren, um auf den Wert zu kommen, der den 12 € Lohn entspricht:

: 5
60 € Lohn4 Helfer:innen
12 € Lohn?
⋅ 5
: 5
60 € Lohn4 Helfer:innen
12 € Lohn20 Helfer:innen
⋅ 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 12 € Lohn entspricht: 20 Helfer:innen

Antiproportionalität überprüfen

Beispiel:

Prüfe, ob es sich um einen antiproportionalen Zusammenhang handelt; falls nicht, korrigiere die Werte so, dass der Zusammenhang antiproportional wird.

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Wir überprüfen zuerst, ob die 27 € Lohn den 8 Helfer:innen entsprechen.

: 3
⋅ 4

6 Helfer:innen40 € Lohn
2 Helfer:innen120 € Lohn
8 Helfer:innen30 € Lohn

⋅ 3
: 4

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 27 € Lohn (für 8 Helfer:innen) war also falsch, richtig wäre 30 € Lohn gewesen.


Jetzt überprüfen wir, ob die 14 € Lohn den 16 Helfer:innen entsprechen.

: 3
⋅ 8

6 Helfer:innen40 € Lohn
2 Helfer:innen120 € Lohn
16 Helfer:innen15 € Lohn

⋅ 3
: 8

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 14 € Lohn (für 16 Helfer:innen) war also falsch, richtig wäre 15 € Lohn gewesen.