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Zweisatz (antiproportional)

Beispiel:

Zur Berechnung einer komplizierten Verschlüsselung muss ein Computer mit einem CPU-Kern 50 ms rechnen.

Wie lange bräuchte ein Computer mit 10 solchen CPU-Kernen?

Lösung einblenden

Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:

1 CPU-Kern50 ms
10 CPU-Kerne?

Um von 1 CPU-Kerne in der ersten Zeile auf 10 CPU-Kerne in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir mit 10 multiplizieren. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 50 ms durch 10 teilen, um auf den Wert zu kommen, der den 10 CPU-Kerne entspricht:

⋅ 10
1 CPU-Kern50 ms
10 CPU-Kerne?
: 10
⋅ 10
1 CPU-Kern50 ms
10 CPU-Kerne5 ms
: 10

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 10 CPU-Kerne entspricht: 5 ms

Dreisatz (antiproportional)

Beispiel:

Wenn Karla mit ihrem Handy jeden Tag immer 3 Minuten telefonieren würde, würden ihre Freiminuten noch genau 10 Tage halten.

Wann wären ihre Freiminuten aufgebraucht, wenn sie täglich 2 min telefonieren würde?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


3 Minuten pro Tag10 Tage
??
2 Minuten pro Tag?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Minuten pro Tag in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 3 Minuten pro Tag teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 3 und von 2 sein, also der ggT(3,2) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Minuten pro Tag:


3 Minuten pro Tag10 Tage
1 Minute pro Tag?
2 Minuten pro Tag?

Um von 3 Minuten pro Tag in der ersten Zeile auf 1 Minuten pro Tag in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 3 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 10 Tage nicht durch 3 teilen, sondern mit 3 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Minuten pro Tag links entspricht:

: 3

3 Minuten pro Tag10 Tage
1 Minute pro Tag?
2 Minuten pro Tag?

⋅ 3
: 3

3 Minuten pro Tag10 Tage
1 Minute pro Tag30 Tage
2 Minuten pro Tag?

⋅ 3

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Minuten pro Tag in der mittleren Zeile mit 2 multiplizieren, um auf die 2 Minuten pro Tag in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 3
⋅ 2

3 Minuten pro Tag10 Tage
1 Minute pro Tag30 Tage
2 Minuten pro Tag?

⋅ 3
: 2

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 30 Tage in der mittleren Zeile durch 2 dividieren:

: 3
⋅ 2

3 Minuten pro Tag10 Tage
1 Minute pro Tag30 Tage
2 Minuten pro Tag15 Tage

⋅ 3
: 2

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 2 Minuten pro Tag entspricht: 15 Tage

Tabelle (antiproportional)

Beispiel:

Die Tabelle zeigt Werte von zwei Größen mit einem antiproportionalen Zusammenhang. Übertrage die Tabelle in dein Heft und berechne mit dem Dreisatz die fehlende Größen.

7 Liter pro 100km800 km
??
4 Liter pro 100km?

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Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Liter pro 100km in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 7 Liter pro 100km teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 7 und von 4 sein, also der ggT(7,4) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Liter pro 100km:


7 Liter pro 100km800 km
1 Liter pro 100km?
4 Liter pro 100km?

Um von 7 Liter pro 100km in der ersten Zeile auf 1 Liter pro 100km in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 7 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 800 km nicht durch 7 teilen, sondern mit 7 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Liter pro 100km links entspricht:

: 7

7 Liter pro 100km800 km
1 Liter pro 100km?
4 Liter pro 100km?

⋅ 7
: 7

7 Liter pro 100km800 km
1 Liter pro 100km5600 km
4 Liter pro 100km?

⋅ 7

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Liter pro 100km in der mittleren Zeile mit 4 multiplizieren, um auf die 4 Liter pro 100km in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 7
⋅ 4

7 Liter pro 100km800 km
1 Liter pro 100km5600 km
4 Liter pro 100km?

⋅ 7
: 4

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 5600 km in der mittleren Zeile durch 4 dividieren:

: 7
⋅ 4

7 Liter pro 100km800 km
1 Liter pro 100km5600 km
4 Liter pro 100km1400 km

⋅ 7
: 4

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 4 Liter pro 100km entspricht: 1400 km

Dreisatz (antiprop.) beide Richtungen

Beispiel:

Karls hat für seine Geburtstagsparty Spezi bekommen. Dabei reicht es für jeden genau 10 Flaschen, wenn insgesamt 6 Personen auf seiner Party sind.

Wie viele Flaschen würde jeder bekommen, wenn insgesamt 5 Personen auf der Party wären?
Wie viele Personen können auf die Party, damit es für jeden zu 15 Flaschen reicht?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


6 Gäste10 Spezi-Flaschen
??
5 Gäste?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Gäste in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 6 Gäste teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 6 und von 5 sein, also der ggT(6,5) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Gäste:


6 Gäste10 Spezi-Flaschen
1 Gast?
5 Gäste?

Um von 6 Gäste in der ersten Zeile auf 1 Gäste in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 6 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 10 Spezi-Flaschen nicht durch 6 teilen, sondern mit 6 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Gäste links entspricht:

: 6

6 Gäste10 Spezi-Flaschen
1 Gast60 Spezi-Flaschen
5 Gäste?

⋅ 6

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Gäste in der mittleren Zeile mit 5 multiplizieren, um auf die 5 Gäste in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 6
⋅ 5

6 Gäste10 Spezi-Flaschen
1 Gast60 Spezi-Flaschen
5 Gäste12 Spezi-Flaschen

⋅ 6
: 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 5 Gäste entspricht: 12 Spezi-Flaschen



Für die andere Frage (Wie viele Personen können auf die Party, damit es für jeden zu 15 Flaschen reicht?) vertauschen wir die linke mit der rechten Spalte in der Tabelle, weil wir jetzt ja zwei "Spezi-Flaschen"-Werte haben und nach einem "Gäste"-Wert gesucht wird:


10 Spezi-Flaschen6 Gäste
??
15 Spezi-Flaschen?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Spezi-Flaschen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 10 Spezi-Flaschen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 10 und von 15 sein, also der ggT(10,15) = 5.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 5 Spezi-Flaschen:


10 Spezi-Flaschen6 Gäste
5 Spezi-Flaschen?
15 Spezi-Flaschen?

Um von 10 Spezi-Flaschen in der ersten Zeile auf 5 Spezi-Flaschen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 2 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 6 Gäste nicht durch 2 teilen, sondern mit 2 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 5 Spezi-Flaschen links entspricht:

: 2

10 Spezi-Flaschen6 Gäste
5 Spezi-Flaschen12 Gäste
15 Spezi-Flaschen?

⋅ 2

Jetzt müssen wir ja wieder die 5 Spezi-Flaschen in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 15 Spezi-Flaschen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 2
⋅ 3

10 Spezi-Flaschen6 Gäste
5 Spezi-Flaschen12 Gäste
15 Spezi-Flaschen4 Gäste

⋅ 2
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 15 Spezi-Flaschen entspricht: 4 Gäste

Antiproportionalität überprüfen

Beispiel:

Prüfe, ob es sich um einen antiproportionalen Zusammenhang handelt; falls nicht, korrigiere die Werte so, dass der Zusammenhang antiproportional wird.

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Wir überprüfen zuerst, ob die 28 Lose den 16 € Lospreis entsprechen.

: 3
⋅ 4

12 € Lospreis40 Lose
4 € Lospreis120 Lose
16 € Lospreis30 Lose

⋅ 3
: 4

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 28 Lose (für 16 € Lospreis) war also falsch, richtig wäre 30 Lose gewesen.


Jetzt überprüfen wir, ob die 120 Lose den 4 € Lospreis entsprechen.

: 3
⋅ 1

12 € Lospreis40 Lose
4 € Lospreis120 Lose
4 € Lospreis120 Lose

⋅ 3
: 1

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 120 Lose (für 4 € Lospreis) war also korrekt.