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Zweisatz (antiproportional)

Beispiel:

Wenn Frau Baumanns Auto nur ein Liter pro 100km verbrauchen würde, würde sie mit einer Tankfüllung 4500 km weit kommen.

Wie weit würde sie mit einer Tankfüllung kommen, wenn sie mit einem "9 Liter/100km "-Schnitt fahren würde?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:

1 Liter pro 100km4500 km
9 Liter pro 100km?

Um von 1 Liter pro 100km in der ersten Zeile auf 9 Liter pro 100km in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir mit 9 multiplizieren. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 4500 km durch 9 teilen, um auf den Wert zu kommen, der den 9 Liter pro 100km entspricht:

⋅ 9
1 Liter pro 100km4500 km
9 Liter pro 100km?
: 9
⋅ 9
1 Liter pro 100km4500 km
9 Liter pro 100km500 km
: 9

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 9 Liter pro 100km entspricht: 500 km

Dreisatz (antiproportional)

Beispiel:

Karls hat für seine Geburtstagsparty Spezi bekommen. Dabei reicht es für jeden genau 9 Flaschen, wenn insgesamt 4 Personen auf seiner Party sind.

Wie viele Flaschen würde jeder bekommen, wenn insgesamt 3 Personen auf der Party wären?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


4 Gäste9 Spezi-Flaschen
??
3 Gäste?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Gäste in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 4 Gäste teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 4 und von 3 sein, also der ggT(4,3) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Gäste:


4 Gäste9 Spezi-Flaschen
1 Gast?
3 Gäste?

Um von 4 Gäste in der ersten Zeile auf 1 Gäste in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 4 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 9 Spezi-Flaschen nicht durch 4 teilen, sondern mit 4 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Gäste links entspricht:

: 4

4 Gäste9 Spezi-Flaschen
1 Gast?
3 Gäste?

⋅ 4
: 4

4 Gäste9 Spezi-Flaschen
1 Gast36 Spezi-Flaschen
3 Gäste?

⋅ 4

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Gäste in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 3 Gäste in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 4
⋅ 3

4 Gäste9 Spezi-Flaschen
1 Gast36 Spezi-Flaschen
3 Gäste?

⋅ 4
: 3

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 36 Spezi-Flaschen in der mittleren Zeile durch 3 dividieren:

: 4
⋅ 3

4 Gäste9 Spezi-Flaschen
1 Gast36 Spezi-Flaschen
3 Gäste12 Spezi-Flaschen

⋅ 4
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 Gäste entspricht: 12 Spezi-Flaschen

Tabelle (antiproportional)

Beispiel:

Die Tabelle zeigt Werte von zwei Größen mit einem antiproportionalen Zusammenhang. Übertrage die Tabelle in dein Heft und berechne mit dem Dreisatz die fehlende Größen.

7 Minuten pro Tag8 Tage
??
4 Minuten pro Tag?

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Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Minuten pro Tag in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 7 Minuten pro Tag teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 7 und von 4 sein, also der ggT(7,4) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Minuten pro Tag:


7 Minuten pro Tag8 Tage
1 Minute pro Tag?
4 Minuten pro Tag?

Um von 7 Minuten pro Tag in der ersten Zeile auf 1 Minuten pro Tag in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 7 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 8 Tage nicht durch 7 teilen, sondern mit 7 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Minuten pro Tag links entspricht:

: 7

7 Minuten pro Tag8 Tage
1 Minute pro Tag?
4 Minuten pro Tag?

⋅ 7
: 7

7 Minuten pro Tag8 Tage
1 Minute pro Tag56 Tage
4 Minuten pro Tag?

⋅ 7

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Minuten pro Tag in der mittleren Zeile mit 4 multiplizieren, um auf die 4 Minuten pro Tag in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 7
⋅ 4

7 Minuten pro Tag8 Tage
1 Minute pro Tag56 Tage
4 Minuten pro Tag?

⋅ 7
: 4

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 56 Tage in der mittleren Zeile durch 4 dividieren:

: 7
⋅ 4

7 Minuten pro Tag8 Tage
1 Minute pro Tag56 Tage
4 Minuten pro Tag14 Tage

⋅ 7
: 4

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 4 Minuten pro Tag entspricht: 14 Tage

Dreisatz (antiprop.) beide Richtungen

Beispiel:

Ein Hausmeister hat ein extra Budget für die Schulreinigung in den Ferien, das er unter helfenden Schüler:innen aufteilen kann (er selbst bekommt nichts von dem Geld). Wenn er 5 Helfer:innen einstellt, reicht es für jeden 60 € Lohn.

Welchen Lohn könnte er jeder Helfer:in bezahlen, wenn er 3 Helfer:innen hätte?
Wie viele Helfer:innen könnte man mit einem Lohn von 3 € bezahlen?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


5 Helfer:innen60 € Lohn
??
3 Helfer:innen?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Helfer:innen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 5 Helfer:innen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 5 und von 3 sein, also der ggT(5,3) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Helfer:innen:


5 Helfer:innen60 € Lohn
1 Helfer:in?
3 Helfer:innen?

Um von 5 Helfer:innen in der ersten Zeile auf 1 Helfer:innen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 5 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 60 € Lohn nicht durch 5 teilen, sondern mit 5 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Helfer:innen links entspricht:

: 5

5 Helfer:innen60 € Lohn
1 Helfer:in300 € Lohn
3 Helfer:innen?

⋅ 5

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Helfer:innen in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 3 Helfer:innen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 5
⋅ 3

5 Helfer:innen60 € Lohn
1 Helfer:in300 € Lohn
3 Helfer:innen100 € Lohn

⋅ 5
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 Helfer:innen entspricht: 100 € Lohn



Um von 60 € Lohn in der ersten Zeile auf 3 € Lohn in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 20 teilen. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 5 Helfer:innen mit 20 multiplizieren, um auf den Wert zu kommen, der den 3 € Lohn entspricht:

: 20
60 € Lohn5 Helfer:innen
3 € Lohn?
⋅ 20
: 20
60 € Lohn5 Helfer:innen
3 € Lohn100 Helfer:innen
⋅ 20

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 € Lohn entspricht: 100 Helfer:innen

Antiproportionalität überprüfen

Beispiel:

Prüfe, ob es sich um einen antiproportionalen Zusammenhang handelt; falls nicht, korrigiere die Werte so, dass der Zusammenhang antiproportional wird.

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Wir überprüfen zuerst, ob die 4 Spezi-Flaschen den 12 Gäste entsprechen.

: 2
⋅ 3

8 Gäste6 Spezi-Flaschen
4 Gäste12 Spezi-Flaschen
12 Gäste4 Spezi-Flaschen

⋅ 2
: 3

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 4 Spezi-Flaschen(für 12 Gäste) war also korrekt.


Jetzt überprüfen wir, ob die 6 Spezi-Flaschen den 6 Gäste entsprechen.

: 4
⋅ 3

8 Gäste6 Spezi-Flaschen
2 Gäste24 Spezi-Flaschen
6 Gäste8 Spezi-Flaschen

⋅ 4
: 3

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 6 Spezi-Flaschen (für 6 Gäste) war also falsch, richtig wäre 8 Spezi-Flaschen gewesen.