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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 13g vorhanden. Nach 3 Tagen sind nur noch 10,538g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 5 Tagen da? b) Wann sind nur noch 7g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 13 e k · 3 = 10,5376.

13 e 3k = 10,5376 |:13
e 3k = 0,8106 |ln(⋅)
3k = ln( 0,8106 ) |:3
k = 1 3 ln( 0,8106 ) ≈ -0.07

also k ≈ -0.069993521595976, => f(t)= 13 e -0,07t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 13 e -0,075 ≈ 9.2


Wann wird der Wert 7?: f(t)=7

13 e -0,07t = 7 |:13
e -0,07t = 7 13 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 7 13 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 7 13 ) ≈ 8.8434

also t=8.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1850 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2255? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,5 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1850 ≈ -0.00037467415165402


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 255: f(255)= e -0,0004255 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.5?: f(t)=0.5

e -0,0004t = 0,5 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,5 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,5 ) ≈ 1848.3925

also t=1848.4

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 17% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 3 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 3 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.83) ≈ -0.18632957819149


=> f(t)= 3 e -0,1863t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 3 e -0,18633 ≈ 1.7


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

3 e -0,1863t = 1 |:3
e -0,1863t = 1 3 |ln(⋅)
-0,1863t = ln( 1 3 ) |:-0,1863
t = - 1 0,1863 ln( 1 3 ) ≈ 5.897

also t=5.9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 30°C wird eine Limo aus einem 5° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 9 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 9,12°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 10 Minuten? b) Wann ist sie 9°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=30 sein muss.

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = 30 - c · e -k · 0 = 30 - c = 30 - c

5 = 30 - c
5 = -c +30 | -5 + c
c = 25

somit gilt: f(t)= 30 -25 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 30 -25 e -k · 9 = 9,12.

30 -25 e -9k = 9,1182
-25 e -9k +30 = 9,1182 | -30
-25 e -9k = -20,8818 |:-25
e -9k = 0,8353 |ln(⋅)
-9k = ln( 0,8353 ) |:-9
k = - 1 9 ln( 0,8353 ) ≈ 0.02

also k ≈ 0.01999603746892, => f(t)= 30 -25 e -0,02t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 30 -25 e -0,0210 ≈ 9.5


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

30 -25 e -0,02t = 9
-25 e -0,02t +30 = 9 | -30
-25 e -0,02t = -21 |:-25
e -0,02t = 21 25 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 21 25 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 21 25 ) ≈ 8.7177

also t=8.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,3% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 10 Jahren, wenn jedes Jahr 0,4 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 81 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.4 - 0.013⋅f(t)

wenn man 0.013 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.013( 0.4 0.013 - f(t))

also f'(t) = 0.013(30.77 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=30.77 und der Wachstumsfaktor k=0.013 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 30,77 - c · e -0,013t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 30,77 - c · e -0,0130
80 = 30,77 - c
80 = -c +30,77 | -80 + c
c = -49,23

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 30,77 +49,23 e -0,013x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 30,77 +49,23 e -0,01310 ≈ 74


Wann wird der Wert 81?: f(t)=81

30,77 +49,23 e -0,013t = 81
49,23 e -0,013t +30,77 = 81 | -30,77
49,23 e -0,013t = 50,23 |:49,23
e -0,013t = 1,0203 |ln(⋅)
-0,013t = ln( 1,0203 ) |:-0,013
t = - 1 0,013 ln( 1,0203 ) ≈ -1.5459

also t=-1.5

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 6 e 0,07t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,07 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,07 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,07 9.902 min