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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 6 Millionen Algen im Teich. Nach 8 Stunden sind es 9,696 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 10 Stunden? b) Wann waren es 9 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 6 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(8)= 6 e k · 8 = 9,6964.

6 e 8k = 9,6964 |:6
e 8k = 1,6161 |ln(⋅)
8k = ln( 1,6161 ) |:8
k = 1 8 ln( 1,6161 ) ≈ 0.06

also k ≈ 0.060001979921558, => f(t)= 6 e 0,06t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 6 e 0,0610 ≈ 10.9


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

6 e 0,06t = 9 |:6
e 0,06t = 3 2 |ln(⋅)
0,06t = ln( 3 2 ) |:0,06
t = 1 0,06 ln( 3 2 ) ≈ 6.7578

also t=6.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1618 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2166? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,9 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1618 ≈ -0.00042839751579725


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 166: f(166)= e -0,0004166 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.9?: f(t)=0.9

e -0,0004t = 0,9 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,9 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,9 ) ≈ 246.1694

also t=246.2

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 15% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 19 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 4 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 5 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.85) ≈ -0.16251892949777


=> f(t)= 19 e -0,1625t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 19 e -0,16254 ≈ 9.9


Wann wird der Wert 5?: f(t)=5

19 e -0,1625t = 5 |:19
e -0,1625t = 5 19 |ln(⋅)
-0,1625t = ln( 5 19 ) |:-0,1625
t = - 1 0,1625 ln( 5 19 ) ≈ 8.2154

also t=8.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 28°C wird eine Limo aus einem 10° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 5 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 15,32°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 7 Minuten? b) Wann ist sie 22°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=28 sein muss.

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = 28 - c · e -k · 0 = 28 - c = 28 - c

10 = 28 - c
10 = -c +28 | -10 + c
c = 18

somit gilt: f(t)= 28 -18 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 28 -18 e -k · 5 = 15,32.

28 -18 e -5k = 15,3156
-18 e -5k +28 = 15,3156 | -28
-18 e -5k = -12,6844 |:-18
e -5k = 0,7047 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,7047 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,7047 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.069996619729832, => f(t)= 28 -18 e -0,07t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 28 -18 e -0,077 ≈ 17


Wann wird der Wert 22?: f(t)=22

28 -18 e -0,07t = 22
-18 e -0,07t +28 = 22 | -28
-18 e -0,07t = -6 |:-18
e -0,07t = 1 3 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 1 3 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 1 3 ) ≈ 15.6945

also t=15.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 2% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3931 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 78 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 10 Monaten? b) Wann beträgt dieser 3919 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 78 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 78 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(3900 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=3900 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 3900 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3931 ein (Punktprobe).

3931 = 3900 - c · e -0,020
3931 = 3900 - c
3931 = -c +3900 | -3931 + c
c = -31

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 3900 +31 e -0,02x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 3900 +31 e -0,0210 ≈ 3925.4


Wann wird der Wert 3919?: f(t)=3919

3900 +31 e -0,02t = 3919
31 e -0,02t +3900 = 3919 | -3900
31 e -0,02t = 19 |:31
e -0,02t = 19 31 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 19 31 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 19 31 ) ≈ 24.4774

also t=24.5

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 13 e -0,05t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,05 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,05 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,05 13.863 min