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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 5g vorhanden. Nach 3 Tagen sind nur noch 4,053g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 5 Tagen da? b) Wann sind nur noch 3g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 5 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 5 e k · 3 = 4,0529.

5 e 3k = 4,0529 |:5
e 3k = 0,8106 |ln(⋅)
3k = ln( 0,8106 ) |:3
k = 1 3 ln( 0,8106 ) ≈ -0.07

also k ≈ -0.069993521595976, => f(t)= 5 e -0,07t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 5 e -0,07⋅5 ≈ 3.5


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

5 e -0,07t = 3 |:5
e -0,07t = 3 5 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 3 5 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 3 5 ) ≈ 7.2975

also t=7.3

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 13 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 16-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 31 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 40-Tausend Euro gestiegen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 13 ≈ 0.053319013889227


=> f(t)= 16 e 0,0533t


Wert zur Zeit 31: f(31)= 16 e 0,0533⋅31 ≈ 83.6


Wann wird der Wert 40?: f(t)=40

16 e 0,0533t = 40 |:16
e 0,0533t = 5 2 |ln(⋅)
0,0533t = ln( 5 2 ) |:0,0533
t = 1 0,0533 ln( 5 2 ) ≈ 17.1851

also t=17.2

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 15% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 3 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 3 Stunden? b) Wann sind es 5 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.15) ≈ 0.13976194237516


=> f(t)= 3 e 0,1398t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 3 e 0,1398⋅3 ≈ 4.6


Wann wird der Wert 5?: f(t)=5

3 e 0,1398t = 5 |:3
e 0,1398t = 5 3 |ln(⋅)
0,1398t = ln( 5 3 ) |:0,1398
t = 1 0,1398 ln( 5 3 ) ≈ 3.654

also t=3.7

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 26°C wird eine Limo aus einem 6° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 10 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 17,87°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 11 Minuten? b) Wann ist sie 19°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=26 sein muss.

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = 26 - c · e -k · 0 = 26 - c = 26 - c

6 = 26 - c
6 = -c +26 | -6 + c
c = 20

somit gilt: f(t)= 26 -20 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 26 -20 e -k · 10 = 17,87.

26 -20 e -10k = 17,8686
-20 e -10k +26 = 17,8686 | -26
-20 e -10k = -8,1314 |:-20
e -10k = 0,4066 |ln(⋅)
-10k = ln( 0,4066 ) |:-10
k = - 1 10 ln( 0,4066 ) ≈ 0.09

also k ≈ 0.089992537778789, => f(t)= 26 -20 e -0,09t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 26 -20 e -0,09⋅11 ≈ 18.6


Wann wird der Wert 19?: f(t)=19

26 -20 e -0,09t = 19
-20 e -0,09t +26 = 19 | -26
-20 e -0,09t = -7 |:-20
e -0,09t = 7 20 |ln(⋅)
-0,09t = ln( 7 20 ) |:-0,09
t = - 1 0,09 ln( 7 20 ) ≈ 11.6647

also t=11.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 8ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 1% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 15 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 91ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 8 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 8 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(800 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=800 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 800 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 800 - c · e -0,01⋅0
0 = 800 - c
0 = -c +800 |0 + c
c = 800

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 800 -800 e -0,01x


Wert zur Zeit 15: f(15)= 800 -800 e -0,01⋅15 ≈ 111.4


Wann wird der Wert 91?: f(t)=91

800 -800 e -0,01t = 91
-800 e -0,01t +800 = 91 | -800
-800 e -0,01t = -709 |:-800
e -0,01t = 709 800 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 709 800 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 709 800 ) ≈ 12.0756

also t=12.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 17 e 0,03t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,03 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,03 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,03 ≈ 23.105 min