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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 10g vorhanden. Nach 6 Tagen sind nur noch 6,57g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 7 Tagen da? b) Wann sind nur noch 4g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 10 e k · 6 = 6,5705.

10 e 6k = 6,5705 |:10
e 6k = 0,6571 |ln(⋅)
6k = ln( 0,6571 ) |:6
k = 1 6 ln( 0,6571 ) ≈ -0.07

also k ≈ -0.069986510846386, => f(t)= 10 e -0,07t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 10 e -0,07⋅7 ≈ 6.1


Wann wird der Wert 4?: f(t)=4

10 e -0,07t = 4 |:10
e -0,07t = 2 5 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 2 5 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 2 5 ) ≈ 13.0899

also t=13.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 813 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 17g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 1137 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 5,1g Gaußium da?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 17 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 813 ≈ -0.00085257955788431


=> f(t)= 17 e -0,0009t


Wert zur Zeit 1137: f(1137)= 17 e -0,0009⋅1137 ≈ 6.4


Wann wird der Wert 5.1?: f(t)=5.1

17 e -0,0009t = 5,1 |:17
e -0,0009t = 0,3 |ln(⋅)
-0,0009t = ln( 0,3 ) |:-0,0009
t = - 1 0,0009 ln( 0,3 ) ≈ 1411.457

also t=1411.5

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 15% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 55% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.85) ≈ -0.16251892949777


=> f(t)= 100 e -0,1625t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,1625⋅5 ≈ 44.4


Wann wird der Wert 55?: f(t)=55

100 e -0,1625t = 55 |:100
e -0,1625t = 11 20 |ln(⋅)
-0,1625t = ln( 11 20 ) |:-0,1625
t = - 1 0,1625 ln( 11 20 ) ≈ 3.679

also t=3.7

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 65° erhitzt hat. Nach 4 min ist das Wasser auf 54° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 4 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 65 ist, gilt: f(0)= 65, also 65 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

65 = 20 - c
65 = -c +20 | -65 + c
c = -45

somit gilt: f(t)= 20 +45 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 20 +45 e -k · 4 = 54.

20 +45 e -4k = 53,9967
45 e -4k +20 = 53,9967 | -20
45 e -4k = 33,9967 |:45
e -4k = 0,7555 |ln(⋅)
-4k = ln( 0,7555 ) |:-4
k = - 1 4 ln( 0,7555 ) ≈ 0.0701

also k ≈ 0.070093874317336, => f(t)= 20 +45 e -0,0701t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 20 +45 e -0,0701⋅4 ≈ 54


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +45 e -0,0701t = 50
45 e -0,0701t +20 = 50 | -20
45 e -0,0701t = 30 |:45
e -0,0701t = 2 3 |ln(⋅)
-0,0701t = ln( 2 3 ) |:-0,0701
t = - 1 0,0701 ln( 2 3 ) ≈ 5.7841

also t=5.8

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,2% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 5 Jahren, wenn jedes Jahr 0,6 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 63 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.6 - 0.012⋅f(t)

wenn man 0.012 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.012( 0.6 0.012 - f(t))

also f'(t) = 0.012(50 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=50 und der Wachstumsfaktor k=0.012 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 50 - c · e -0,012t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 50 - c · e -0,012⋅0
80 = 50 - c
80 = -c +50 | -80 + c
c = -30

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 50 +30 e -0,012x


Wert zur Zeit 5: f(5)= 50 +30 e -0,012⋅5 ≈ 78.3


Wann wird der Wert 63?: f(t)=63

50 +30 e -0,012t = 63
30 e -0,012t +50 = 63 | -50
30 e -0,012t = 13 |:30
e -0,012t = 13 30 |ln(⋅)
-0,012t = ln( 13 30 ) |:-0,012
t = - 1 0,012 ln( 13 30 ) ≈ 69.6873

also t=69.7

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 20 e 0,1t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,1 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,1 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,1 ≈ 6.931 min