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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 10 Millionen Algen im Teich. Nach 8 Stunden sind es 11,735 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 9 Stunden? b) Wann waren es 11 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(8)= 10 e k · 8 = 11,7351.

10 e 8k = 11,7351 |:10
e 8k = 1,1735 |ln(⋅)
8k = ln( 1,1735 ) |:8
k = 1 8 ln( 1,1735 ) ≈ 0.02

also k ≈ 0.019998842038618, => f(t)= 10 e 0,02t


Wert zur Zeit 9: f(9)= 10 e 0,029 ≈ 12


Wann wird der Wert 11?: f(t)=11

10 e 0,02t = 11 |:10
e 0,02t = 11 10 |ln(⋅)
0,02t = ln( 11 10 ) |:0,02
t = 1 0,02 ln( 11 10 ) ≈ 4.7655

also t=4.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 748 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 19g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 2239 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 3,8g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 748 ≈ -0.00092666735368977


=> f(t)= 19 e -0,0009t


Wert zur Zeit 2239: f(2239)= 19 e -0,00092239 ≈ 2.4


Wann wird der Wert 3.8?: f(t)=3.8

19 e -0,0009t = 3,8 |:19
e -0,0009t = 0,2 |ln(⋅)
-0,0009t = ln( 0,2 ) |:-0,0009
t = - 1 0,0009 ln( 0,2 ) ≈ 1736.179

also t=1736.2

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 6% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 18 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann sind es 23 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 18 ist, gilt: f(0)= 18, also 18 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 18 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.06) ≈ 0.058268908123976


=> f(t)= 18 e 0,0583t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 18 e 0,05834 ≈ 22.7


Wann wird der Wert 23?: f(t)=23

18 e 0,0583t = 23 |:18
e 0,0583t = 23 18 |ln(⋅)
0,0583t = ln( 23 18 ) |:0,0583
t = 1 0,0583 ln( 23 18 ) ≈ 4.2045

also t=4.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 25°C wird eine Limo aus einem 4° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 8 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 9,75°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 11 Minuten? b) Wann ist sie 24°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=25 sein muss.

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = 25 - c · e -k · 0 = 25 - c = 25 - c

4 = 25 - c
4 = -c +25 | -4 + c
c = 21

somit gilt: f(t)= 25 -21 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(8)= 25 -21 e -k · 8 = 9,75.

25 -21 e -8k = 9,7509
-21 e -8k +25 = 9,7509 | -25
-21 e -8k = -15,2491 |:-21
e -8k = 0,7261 |ln(⋅)
-8k = ln( 0,7261 ) |:-8
k = - 1 8 ln( 0,7261 ) ≈ 0.04

also k ≈ 0.040008441574492, => f(t)= 25 -21 e -0,04t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 25 -21 e -0,0411 ≈ 11.5


Wann wird der Wert 24?: f(t)=24

25 -21 e -0,04t = 24
-21 e -0,04t +25 = 24 | -25
-21 e -0,04t = -1 |:-21
e -0,04t = 1 21 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 1 21 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 1 21 ) ≈ 76.1131

also t=76.1

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 8ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 1% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 14 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 719ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 8 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 8 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(800 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=800 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 800 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 800 - c · e -0,010
0 = 800 - c
0 = -c +800 |0 + c
c = 800

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 800 -800 e -0,01x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 800 -800 e -0,0114 ≈ 104.5


Wann wird der Wert 719?: f(t)=719

800 -800 e -0,01t = 719
-800 e -0,01t +800 = 719 | -800
-800 e -0,01t = -81 |:-800
e -0,01t = 81 800 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 81 800 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 81 800 ) ≈ 229.0163

also t=229

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 7 e -0,1t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,1 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,1 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,1 6.931 min