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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 12g vorhanden. Nach 4 Tagen sind nur noch 10,643g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 5 Tagen da? b) Wann sind nur noch 9g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 12 e k · 4 = 10,643.

12 e 4k = 10,643 |:12
e 4k = 0,8869 |ln(⋅)
4k = ln( 0,8869 ) |:4
k = 1 4 ln( 0,8869 ) ≈ -0.03

also k ≈ -0.030005760649933, => f(t)= 12 e -0,03t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 12 e -0,035 ≈ 10.3


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

12 e -0,03t = 9 |:12
e -0,03t = 3 4 |ln(⋅)
-0,03t = ln( 3 4 ) |:-0,03
t = - 1 0,03 ln( 3 4 ) ≈ 9.5894

also t=9.6

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 76 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 50 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 76: f(76)= 0,00002 e 0,115176 ≈ 0.1


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

0,00002 e 0,1151t = 50 |:0,00002
e 0,1151t = 2500000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 2500000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 2500000 ) ≈ 127.9457

also t=127.9

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 15% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 16 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 2 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 6 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.85) ≈ -0.16251892949777


=> f(t)= 16 e -0,1625t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 16 e -0,16252 ≈ 11.6


Wann wird der Wert 6?: f(t)=6

16 e -0,1625t = 6 |:16
e -0,1625t = 3 8 |ln(⋅)
-0,1625t = ln( 3 8 ) |:-0,1625
t = - 1 0,1625 ln( 3 8 ) ≈ 6.0359

also t=6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 28°C wird eine Limo aus einem 6° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 9 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 15,18°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 10 Minuten? b) Wann ist sie 9°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=28 sein muss.

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = 28 - c · e -k · 0 = 28 - c = 28 - c

6 = 28 - c
6 = -c +28 | -6 + c
c = 22

somit gilt: f(t)= 28 -22 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 28 -22 e -k · 9 = 15,18.

28 -22 e -9k = 15,1795
-22 e -9k +28 = 15,1795 | -28
-22 e -9k = -12,8205 |:-22
e -9k = 0,5828 |ln(⋅)
-9k = ln( 0,5828 ) |:-9
k = - 1 9 ln( 0,5828 ) ≈ 0.06

also k ≈ 0.059990133851232, => f(t)= 28 -22 e -0,06t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 28 -22 e -0,0610 ≈ 15.9


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

28 -22 e -0,06t = 9
-22 e -0,06t +28 = 9 | -28
-22 e -0,06t = -19 |:-22
e -0,06t = 19 22 |ln(⋅)
-0,06t = ln( 19 22 ) |:-0,06
t = - 1 0,06 ln( 19 22 ) ≈ 2.4434

also t=2.4

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,1% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 13 Jahren, wenn jedes Jahr 0,4 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 71 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.4 - 0.011⋅f(t)

wenn man 0.011 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.011( 0.4 0.011 - f(t))

also f'(t) = 0.011(36.36 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=36.36 und der Wachstumsfaktor k=0.011 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 36,36 - c · e -0,011t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 36,36 - c · e -0,0110
80 = 36,36 - c
80 = -c +36,36 | -80 + c
c = -43,64

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 36,36 +43,64 e -0,011x


Wert zur Zeit 13: f(13)= 36,36 +43,64 e -0,01113 ≈ 74.2


Wann wird der Wert 71?: f(t)=71

36,36 +43,64 e -0,011t = 71
43,64 e -0,011t +36,36 = 71 | -36,36
43,64 e -0,011t = 34,64 |:43,64
e -0,011t = 0,7938 |ln(⋅)
-0,011t = ln( 0,7938 ) |:-0,011
t = - 1 0,011 ln( 0,7938 ) ≈ 20.9931

also t=21

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 14 e 0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,09 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,09 7.702 min