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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 16g vorhanden. Nach 9 Tagen sind nur noch 7,788g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 12 Tagen da? b) Wann sind nur noch 8g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 16 e k · 9 = 7,788.

16 e 9k = 7,788 |:16
e 9k = 0,4868 |ln(⋅)
9k = ln( 0,4868 ) |:9
k = 1 9 ln( 0,4868 ) ≈ -0.08

also k ≈ -0.079989101985418, => f(t)= 16 e -0,08t


Wert zur Zeit 12: f(12)= 16 e -0,0812 ≈ 6.1


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

16 e -0,08t = 8 |:16
e -0,08t = 1 2 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 1 2 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 1 2 ) ≈ 8.6643

also t=8.7

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 15 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 13-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 36 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 18,57-Tausend Euro gestiegen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 15 ≈ 0.04620981203733


=> f(t)= 13 e 0,04621t


Wert zur Zeit 36: f(36)= 13 e 0,0462136 ≈ 68.6


Wann wird der Wert 18.57?: f(t)=18.57

13 e 0,04621t = 18,57 |:13
e 0,04621t = 1,4285 |ln(⋅)
0,04621t = ln( 1,4285 ) |:0,04621
t = 1 0,04621 ln( 1,4285 ) ≈ 7.7175

also t=7.7

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 15% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 4 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 3 Stunden? b) Wann sind es 6 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.15) ≈ 0.13976194237516


=> f(t)= 4 e 0,1398t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 4 e 0,13983 ≈ 6.1


Wann wird der Wert 6?: f(t)=6

4 e 0,1398t = 6 |:4
e 0,1398t = 3 2 |ln(⋅)
0,1398t = ln( 3 2 ) |:0,1398
t = 1 0,1398 ln( 3 2 ) ≈ 2.9003

also t=2.9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 27°C wird eine Limo aus einem 10° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 10 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 17,67°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 13 Minuten? b) Wann ist sie 13°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=27 sein muss.

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = 27 - c · e -k · 0 = 27 - c = 27 - c

10 = 27 - c
10 = -c +27 | -10 + c
c = 17

somit gilt: f(t)= 27 -17 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 27 -17 e -k · 10 = 17,67.

27 -17 e -10k = 17,6702
-17 e -10k +27 = 17,6702 | -27
-17 e -10k = -9,3298 |:-17
e -10k = 0,5488 |ln(⋅)
-10k = ln( 0,5488 ) |:-10
k = - 1 10 ln( 0,5488 ) ≈ 0.06

also k ≈ 0.060002120257046, => f(t)= 27 -17 e -0,06t


Wert zur Zeit 13: f(13)= 27 -17 e -0,0613 ≈ 19.2


Wann wird der Wert 13?: f(t)=13

27 -17 e -0,06t = 13
-17 e -0,06t +27 = 13 | -27
-17 e -0,06t = -14 |:-17
e -0,06t = 14 17 |ln(⋅)
-0,06t = ln( 14 17 ) |:-0,06
t = - 1 0,06 ln( 14 17 ) ≈ 3.2359

also t=3.2

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 7ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 4% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 12 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 140ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 7 - 0.04⋅f(t)

wenn man 0.04 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.04( 7 0.04 - f(t))

also f'(t) = 0.04(175 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=175 und der Wachstumsfaktor k=0.04 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 175 - c · e -0,04t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 175 - c · e -0,040
0 = 175 - c
0 = -c +175 |0 + c
c = 175

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 175 -175 e -0,04x


Wert zur Zeit 12: f(12)= 175 -175 e -0,0412 ≈ 66.7


Wann wird der Wert 140?: f(t)=140

175 -175 e -0,04t = 140
-175 e -0,04t +175 = 140 | -175
-175 e -0,04t = -35 |:-175
e -0,04t = 1 5 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 1 5 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 1 5 ) ≈ 40.2359

also t=40.2

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 9 e 0,08t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,08 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,08 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,08 8.664 min