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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 12g vorhanden. Nach 7 Tagen sind nur noch 6,391g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 8 Tagen da? b) Wann sind nur noch 7g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(7)= 12 e k · 7 = 6,3911.

12 e 7k = 6,3911 |:12
e 7k = 0,5326 |ln(⋅)
7k = ln( 0,5326 ) |:7
k = 1 7 ln( 0,5326 ) ≈ -0.09

also k ≈ -0.089997800800329, => f(t)= 12 e -0,09t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 12 e -0,098 ≈ 5.8


Wann wird der Wert 7?: f(t)=7

12 e -0,09t = 7 |:12
e -0,09t = 7 12 |ln(⋅)
-0,09t = ln( 7 12 ) |:-0,09
t = - 1 0,09 ln( 7 12 ) ≈ 5.9889

also t=6

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 832 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 15g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 1998 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 3g Gaußium da?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 15 ist, gilt: f(0)= 15, also 15 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 15 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 832 ≈ -0.00083310959201916


=> f(t)= 15 e -0,0008t


Wert zur Zeit 1998: f(1998)= 15 e -0,00081998 ≈ 2.8


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

15 e -0,0008t = 3 |:15
e -0,0008t = 1 5 |ln(⋅)
-0,0008t = ln( 1 5 ) |:-0,0008
t = - 1 0,0008 ln( 1 5 ) ≈ 1932.0983

also t=1932.1

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 8% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 14 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 5 Stunden? b) Wann sind es 18 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 14 ist, gilt: f(0)= 14, also 14 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 14 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.08) ≈ 0.076961041136128


=> f(t)= 14 e 0,077t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 14 e 0,0775 ≈ 20.6


Wann wird der Wert 18?: f(t)=18

14 e 0,077t = 18 |:14
e 0,077t = 9 7 |ln(⋅)
0,077t = ln( 9 7 ) |:0,077
t = 1 0,077 ln( 9 7 ) ≈ 3.2638

also t=3.3

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 60° erhitzt hat. Nach 2 min ist das Wasser auf 53° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 60 ist, gilt: f(0)= 60, also 60 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

60 = 20 - c
60 = -c +20 | -60 + c
c = -40

somit gilt: f(t)= 20 +40 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 20 +40 e -k · 2 = 53.

20 +40 e -2k = 52,9991
40 e -2k +20 = 52,9991 | -20
40 e -2k = 32,9991 |:40
e -2k = 0,825 |ln(⋅)
-2k = ln( 0,825 ) |:-2
k = - 1 2 ln( 0,825 ) ≈ 0.0962

also k ≈ 0.096185946323728, => f(t)= 20 +40 e -0,0962t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +40 e -0,09621 ≈ 56.3


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +40 e -0,0962t = 50
40 e -0,0962t +20 = 50 | -20
40 e -0,0962t = 30 |:40
e -0,0962t = 3 4 |ln(⋅)
-0,0962t = ln( 3 4 ) |:-0,0962
t = - 1 0,0962 ln( 3 4 ) ≈ 2.9905

also t=3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,2% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 12 Jahren, wenn jedes Jahr 0,5 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 72 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.5 - 0.012⋅f(t)

wenn man 0.012 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.012( 0.5 0.012 - f(t))

also f'(t) = 0.012(41.67 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=41.67 und der Wachstumsfaktor k=0.012 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 41,67 - c · e -0,012t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 41,67 - c · e -0,0120
80 = 41,67 - c
80 = -c +41,67 | -80 + c
c = -38,33

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 41,67 +38,33 e -0,012x


Wert zur Zeit 12: f(12)= 41,67 +38,33 e -0,01212 ≈ 74.9


Wann wird der Wert 72?: f(t)=72

41,67 +38,33 e -0,012t = 72
38,33 e -0,012t +41,67 = 72 | -41,67
38,33 e -0,012t = 30,33 |:38,33
e -0,012t = 0,7913 |ln(⋅)
-0,012t = ln( 0,7913 ) |:-0,012
t = - 1 0,012 ln( 0,7913 ) ≈ 19.5065

also t=19.5

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 17 e 0,01t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,01 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,01 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,01 69.315 min