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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 13g vorhanden. Nach 9 Tagen sind nur noch 6,924g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 10 Tagen da? b) Wann sind nur noch 8g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 13 e k · 9 = 6,9237.

13 e 9k = 6,9237 |:13
e 9k = 0,5326 |ln(⋅)
9k = ln( 0,5326 ) |:9
k = 1 9 ln( 0,5326 ) ≈ -0.07

also k ≈ -0.069998289511367, => f(t)= 13 e -0,07t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 13 e -0,0710 ≈ 6.5


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

13 e -0,07t = 8 |:13
e -0,07t = 8 13 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 8 13 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 8 13 ) ≈ 6.9358

also t=6.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1826 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2145? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,4 Milliarden Blondies?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1826 ≈ -0.00037959867500545


=> f(t)= e -0,00038t


Wert zur Zeit 145: f(145)= e -0,00038145 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.4?: f(t)=0.4

e -0,00038t = 0,4 |ln(⋅)
-0,00038t = ln( 0,4 ) |:-0,00038
t = - 1 0,00038 ln( 0,4 ) ≈ 2411.2914

also t=2411.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 10% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 2 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 50% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.9) ≈ -0.10536051565783


=> f(t)= 100 e -0,1054t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 100 e -0,10542 ≈ 81


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

100 e -0,1054t = 50 |:100
e -0,1054t = 1 2 |ln(⋅)
-0,1054t = ln( 1 2 ) |:-0,1054
t = - 1 0,1054 ln( 1 2 ) ≈ 6.5763

also t=6.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 32°C wird eine Limo aus einem 8° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 10 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 15,91°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 13 Minuten? b) Wann ist sie 28°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=32 sein muss.

Da der Anfangsbestand 8 ist, gilt: f(0)= 8, also 8 = 32 - c · e -k · 0 = 32 - c = 32 - c

8 = 32 - c
8 = -c +32 | -8 + c
c = 24

somit gilt: f(t)= 32 -24 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 32 -24 e -k · 10 = 15,91.

32 -24 e -10k = 15,9123
-24 e -10k +32 = 15,9123 | -32
-24 e -10k = -16,0877 |:-24
e -10k = 0,6703 |ln(⋅)
-10k = ln( 0,6703 ) |:-10
k = - 1 10 ln( 0,6703 ) ≈ 0.04

also k ≈ 0.040002990561823, => f(t)= 32 -24 e -0,04t


Wert zur Zeit 13: f(13)= 32 -24 e -0,0413 ≈ 17.7


Wann wird der Wert 28?: f(t)=28

32 -24 e -0,04t = 28
-24 e -0,04t +32 = 28 | -32
-24 e -0,04t = -4 |:-24
e -0,04t = 1 6 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 1 6 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 1 6 ) ≈ 44.794

also t=44.8

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,2% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 11 Jahren, wenn jedes Jahr 0,6 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 79 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.6 - 0.012⋅f(t)

wenn man 0.012 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.012( 0.6 0.012 - f(t))

also f'(t) = 0.012(50 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=50 und der Wachstumsfaktor k=0.012 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 50 - c · e -0,012t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 50 - c · e -0,0120
80 = 50 - c
80 = -c +50 | -80 + c
c = -30

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 50 +30 e -0,012x


Wert zur Zeit 11: f(11)= 50 +30 e -0,01211 ≈ 76.3


Wann wird der Wert 79?: f(t)=79

50 +30 e -0,012t = 79
30 e -0,012t +50 = 79 | -50
30 e -0,012t = 29 |:30
e -0,012t = 29 30 |ln(⋅)
-0,012t = ln( 29 30 ) |:-0,012
t = - 1 0,012 ln( 29 30 ) ≈ 2.8251

also t=2.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 9 e -0,07t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,07 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,07 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,07 9.902 min