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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 5 Millionen Algen im Teich. Nach 3 Stunden sind es 5,637 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 4 Stunden? b) Wann waren es 7 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 5 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 5 e k · 3 = 5,6375.

5 e 3k = 5,6375 |:5
e 3k = 1,1275 |ln(⋅)
3k = ln( 1,1275 ) |:3
k = 1 3 ln( 1,1275 ) ≈ 0.04

also k ≈ 0.040000930798232, => f(t)= 5 e 0,04t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 5 e 0,044 ≈ 5.9


Wann wird der Wert 7?: f(t)=7

5 e 0,04t = 7 |:5
e 0,04t = 7 5 |ln(⋅)
0,04t = ln( 7 5 ) |:0,04
t = 1 0,04 ln( 7 5 ) ≈ 8.4118

also t=8.4

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1018 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2209? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,6 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1018 ≈ -0.00068089114003924


=> f(t)= e -0,0007t


Wert zur Zeit 209: f(209)= e -0,0007209 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.6?: f(t)=0.6

e -0,0007t = 0,6 |ln(⋅)
-0,0007t = ln( 0,6 ) |:-0,0007
t = - 1 0,0007 ln( 0,6 ) ≈ 750.111

also t=750.1

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 9% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 16 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann sind es 20 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.09) ≈ 0.086177696241052


=> f(t)= 16 e 0,0862t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 16 e 0,08624 ≈ 22.6


Wann wird der Wert 20?: f(t)=20

16 e 0,0862t = 20 |:16
e 0,0862t = 5 4 |ln(⋅)
0,0862t = ln( 5 4 ) |:0,0862
t = 1 0,0862 ln( 5 4 ) ≈ 2.5887

also t=2.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 64° erhitzt hat. Nach 2 min ist das Wasser auf 52° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 4 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 64 ist, gilt: f(0)= 64, also 64 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

64 = 20 - c
64 = -c +20 | -64 + c
c = -44

somit gilt: f(t)= 20 +44 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 20 +44 e -k · 2 = 52.

20 +44 e -2k = 52,0017
44 e -2k +20 = 52,0017 | -20
44 e -2k = 32,0017 |:44
e -2k = 0,7273 |ln(⋅)
-2k = ln( 0,7273 ) |:-2
k = - 1 2 ln( 0,7273 ) ≈ 0.1592

also k ≈ 0.15920811591082, => f(t)= 20 +44 e -0,1592t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 20 +44 e -0,15924 ≈ 43.3


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +44 e -0,1592t = 50
44 e -0,1592t +20 = 50 | -20
44 e -0,1592t = 30 |:44
e -0,1592t = 15 22 |ln(⋅)
-0,1592t = ln( 15 22 ) |:-0,1592
t = - 1 0,1592 ln( 15 22 ) ≈ 2.4057

also t=2.4

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 10% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 2107 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 72 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 5 Monaten? b) Wann beträgt dieser 782 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 72 - 0.1⋅f(t)

wenn man 0.1 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.1( 72 0.1 - f(t))

also f'(t) = 0.1(720 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=720 und der Wachstumsfaktor k=0.1 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 720 - c · e -0,1t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=2107 ein (Punktprobe).

2107 = 720 - c · e -0,10
2107 = 720 - c
2107 = -c +720 | -2107 + c
c = -1387

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 720 +1387 e -0,1x


Wert zur Zeit 5: f(5)= 720 +1387 e -0,15 ≈ 1561.3


Wann wird der Wert 782?: f(t)=782

720 +1387 e -0,1t = 782
1387 e -0,1t +720 = 782 | -720
1387 e -0,1t = 62 |:1387
e -0,1t = 62 1387 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 62 1387 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 62 1387 ) ≈ 31.0776

also t=31.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 6 e 0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,06 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,06 11.552 min