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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 20g vorhanden. Nach 4 Tagen sind nur noch 16,375g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 7 Tagen da? b) Wann sind nur noch 14g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 20 ist, gilt: f(0)= 20, also 20 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 20 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 20 e k · 4 = 16,3746.

20 e 4k = 16,3746 |:20
e 4k = 0,8187 |ln(⋅)
4k = ln( 0,8187 ) |:4
k = 1 4 ln( 0,8187 ) ≈ -0.05

also k ≈ -0.050009390649934, => f(t)= 20 e -0,05t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 20 e -0,05⋅7 ≈ 14.1


Wann wird der Wert 14?: f(t)=14

20 e -0,05t = 14 |:20
e -0,05t = 7 10 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 7 10 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 7 10 ) ≈ 7.1335

also t=7.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1482 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2155? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,5 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1482 ≈ -0.00046771064815111


=> f(t)= e -0,0005t


Wert zur Zeit 155: f(155)= e -0,0005⋅155 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.5?: f(t)=0.5

e -0,0005t = 0,5 |ln(⋅)
-0,0005t = ln( 0,5 ) |:-0,0005
t = - 1 0,0005 ln( 0,5 ) ≈ 1481.0837

also t=1481.1

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 18% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 19 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 3 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 9 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.82) ≈ -0.19845093872384


=> f(t)= 19 e -0,1985t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 19 e -0,1985⋅3 ≈ 10.5


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

19 e -0,1985t = 9 |:19
e -0,1985t = 9 19 |ln(⋅)
-0,1985t = ln( 9 19 ) |:-0,1985
t = - 1 0,1985 ln( 9 19 ) ≈ 3.7643

also t=3.8

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 59° erhitzt hat. Nach 3 min ist das Wasser auf 53° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 59 ist, gilt: f(0)= 59, also 59 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

59 = 20 - c
59 = -c +20 | -59 + c
c = -39

somit gilt: f(t)= 20 +39 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 20 +39 e -k · 3 = 53.

20 +39 e -3k = 52,9985
39 e -3k +20 = 52,9985 | -20
39 e -3k = 32,9985 |:39
e -3k = 0,8461 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,8461 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,8461 ) ≈ 0.0557

also k ≈ 0.055705907683894, => f(t)= 20 +39 e -0,0557t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +39 e -0,0557⋅1 ≈ 56.9


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +39 e -0,0557t = 50
39 e -0,0557t +20 = 50 | -20
39 e -0,0557t = 30 |:39
e -0,0557t = 10 13 |ln(⋅)
-0,0557t = ln( 10 13 ) |:-0,0557
t = - 1 0,0557 ln( 10 13 ) ≈ 4.7103

also t=4.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 2% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 2276 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 75 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 14 Monaten? b) Wann beträgt dieser 2585 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 75 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 75 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(3750 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=3750 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 3750 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=2276 ein (Punktprobe).

2276 = 3750 - c · e -0,02⋅0
2276 = 3750 - c
2276 = -c +3750 | -2276 + c
c = 1474

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 3750 -1474 e -0,02x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 3750 -1474 e -0,02⋅14 ≈ 2636


Wann wird der Wert 2585?: f(t)=2585

3750 -1474 e -0,02t = 2585
-1474 e -0,02t +3750 = 2585 | -3750
-1474 e -0,02t = -1165 |:-1474
e -0,02t = 1165 1474 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 1165 1474 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 1165 1474 ) ≈ 11.7629

also t=11.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 6 e -0,1t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,1 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,1 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,1 ≈ 6.931 min