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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 10g vorhanden. Nach 9 Tagen sind nur noch 4,066g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 11 Tagen da? b) Wann sind nur noch 5g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 10 e k · 9 = 4,0657.

10 e 9k = 4,0657 |:10
e 9k = 0,4066 |ln(⋅)
9k = ln( 0,4066 ) |:9
k = 1 9 ln( 0,4066 ) ≈ -0.1

also k ≈ -0.099991708643099, => f(t)= 10 e -0,1t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 10 e -0,1⋅11 ≈ 3.3


Wann wird der Wert 5?: f(t)=5

10 e -0,1t = 5 |:10
e -0,1t = 1 2 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 1 2 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 1 2 ) ≈ 6.9315

also t=6.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1709 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2262? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,9 Milliarden Blondies?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1709 ≈ -0.00040558641343473


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 262: f(262)= e -0,0004⋅262 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.9?: f(t)=0.9

e -0,0004t = 0,9 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,9 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,9 ) ≈ 259.5087

also t=259.5

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 12% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 4 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 52% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.88) ≈ -0.12783337150988


=> f(t)= 100 e -0,1278t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 100 e -0,1278⋅4 ≈ 60


Wann wird der Wert 52?: f(t)=52

100 e -0,1278t = 52 |:100
e -0,1278t = 13 25 |ln(⋅)
-0,1278t = ln( 13 25 ) |:-0,1278
t = - 1 0,1278 ln( 13 25 ) ≈ 5.1168

also t=5.1

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 57° erhitzt hat. Nach 2 min ist das Wasser auf 51° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 5 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 57 ist, gilt: f(0)= 57, also 57 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

57 = 20 - c
57 = -c +20 | -57 + c
c = -37

somit gilt: f(t)= 20 +37 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 20 +37 e -k · 2 = 51.

20 +37 e -2k = 50,9979
37 e -2k +20 = 50,9979 | -20
37 e -2k = 30,9979 |:37
e -2k = 0,8378 |ln(⋅)
-2k = ln( 0,8378 ) |:-2
k = - 1 2 ln( 0,8378 ) ≈ 0.0885

also k ≈ 0.088487935234601, => f(t)= 20 +37 e -0,0885t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 20 +37 e -0,0885⋅5 ≈ 43.8


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +37 e -0,0885t = 50
37 e -0,0885t +20 = 50 | -20
37 e -0,0885t = 30 |:37
e -0,0885t = 30 37 |ln(⋅)
-0,0885t = ln( 30 37 ) |:-0,0885
t = - 1 0,0885 ln( 30 37 ) ≈ 2.3697

also t=2.4

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 10% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3136 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 76 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 13 Monaten? b) Wann beträgt dieser 2638 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 76 - 0.1⋅f(t)

wenn man 0.1 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.1( 76 0.1 - f(t))

also f'(t) = 0.1(760 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=760 und der Wachstumsfaktor k=0.1 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 760 - c · e -0,1t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3136 ein (Punktprobe).

3136 = 760 - c · e -0,1⋅0
3136 = 760 - c
3136 = -c +760 | -3136 + c
c = -2376

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 760 +2376 e -0,1x


Wert zur Zeit 13: f(13)= 760 +2376 e -0,1⋅13 ≈ 1407.5


Wann wird der Wert 2638?: f(t)=2638

760 +2376 e -0,1t = 2638
2376 e -0,1t +760 = 2638 | -760
2376 e -0,1t = 1878 |:2376
e -0,1t = 313 396 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 313 396 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 313 396 ) ≈ 2.3521

also t=2.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 18 e -0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,04 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,04 ≈ 17.329 min