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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 5 Millionen Algen im Teich. Nach 10 Stunden sind es 11,128 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 11 Stunden? b) Wann waren es 7 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 5 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 5 e k · 10 = 11,1277.

5 e 10k = 11,1277 |:5
e 10k = 2,2255 |ln(⋅)
10k = ln( 2,2255 ) |:10
k = 1 10 ln( 2,2255 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.079998160947377, => f(t)= 5 e 0,08t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 5 e 0,0811 ≈ 12.1


Wann wird der Wert 7?: f(t)=7

5 e 0,08t = 7 |:5
e 0,08t = 7 5 |ln(⋅)
0,08t = ln( 7 5 ) |:0,08
t = 1 0,08 ln( 7 5 ) ≈ 4.2059

also t=4.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 776 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 16g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 1249 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 14,4g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 776 ≈ -0.00089323090278343


=> f(t)= 16 e -0,0009t


Wert zur Zeit 1249: f(1249)= 16 e -0,00091249 ≈ 5.2


Wann wird der Wert 14.4?: f(t)=14.4

16 e -0,0009t = 14,4 |:16
e -0,0009t = 0,9 |ln(⋅)
-0,0009t = ln( 0,9 ) |:-0,0009
t = - 1 0,0009 ln( 0,9 ) ≈ 117.9849

also t=118

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 20% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 15 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 3 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 15 ist, gilt: f(0)= 15, also 15 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 15 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.8) ≈ -0.22314355131421


=> f(t)= 15 e -0,2231t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 15 e -0,22313 ≈ 7.7


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

15 e -0,2231t = 1 |:15
e -0,2231t = 1 15 |ln(⋅)
-0,2231t = ln( 1 15 ) |:-0,2231
t = - 1 0,2231 ln( 1 15 ) ≈ 12.1383

also t=12.1

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 62° erhitzt hat. Nach 2 min ist das Wasser auf 54° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 4 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 62 ist, gilt: f(0)= 62, also 62 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

62 = 20 - c
62 = -c +20 | -62 + c
c = -42

somit gilt: f(t)= 20 +42 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 20 +42 e -k · 2 = 54.

20 +42 e -2k = 53,9969
42 e -2k +20 = 53,9969 | -20
42 e -2k = 33,9969 |:42
e -2k = 0,8095 |ln(⋅)
-2k = ln( 0,8095 ) |:-2
k = - 1 2 ln( 0,8095 ) ≈ 0.1057

also k ≈ 0.10566925293222, => f(t)= 20 +42 e -0,1057t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 20 +42 e -0,10574 ≈ 47.5


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +42 e -0,1057t = 50
42 e -0,1057t +20 = 50 | -20
42 e -0,1057t = 30 |:42
e -0,1057t = 5 7 |ln(⋅)
-0,1057t = ln( 5 7 ) |:-0,1057
t = - 1 0,1057 ln( 5 7 ) ≈ 3.1833

also t=3.2

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 5ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 2% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 12 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 205ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 5 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 5 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(250 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=250 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 250 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 250 - c · e -0,020
0 = 250 - c
0 = -c +250 |0 + c
c = 250

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 250 -250 e -0,02x


Wert zur Zeit 12: f(12)= 250 -250 e -0,0212 ≈ 53.3


Wann wird der Wert 205?: f(t)=205

250 -250 e -0,02t = 205
-250 e -0,02t +250 = 205 | -250
-250 e -0,02t = -45 |:-250
e -0,02t = 9 50 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 9 50 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 9 50 ) ≈ 85.7399

also t=85.7

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 19 e 0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,02 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,02 34.657 min