nach Aufgabentypen suchen

Aufgabentypen anhand von Beispielen durchstöbern

Browserfenster aktualisieren (F5), um neue Beispiele bei den Aufgabentypen zu sehen

Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 12 Millionen Algen im Teich. Nach 10 Stunden sind es 14,657 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 12 Stunden? b) Wann waren es 14 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 12 e k · 10 = 14,6568.

12 e 10k = 14,6568 |:12
e 10k = 1,2214 |ln(⋅)
10k = ln( 1,2214 ) |:10
k = 1 10 ln( 1,2214 ) ≈ 0.02

also k ≈ 0.01999977418069, => f(t)= 12 e 0,02t


Wert zur Zeit 12: f(12)= 12 e 0,02⋅12 ≈ 15.3


Wann wird der Wert 14?: f(t)=14

12 e 0,02t = 14 |:12
e 0,02t = 7 6 |ln(⋅)
0,02t = ln( 7 6 ) |:0,02
t = 1 0,02 ln( 7 6 ) ≈ 7.7075

also t=7.7

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1685 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2268? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,6 Milliarden Blondies?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1685 ≈ -0.00041136331190501


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 268: f(268)= e -0,0004⋅268 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.6?: f(t)=0.6

e -0,0004t = 0,6 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,6 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,6 ) ≈ 1242.8847

also t=1242.9

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 19% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 3 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 2 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.81) ≈ -0.21072103131565


=> f(t)= 3 e -0,2107t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 3 e -0,2107⋅2 ≈ 2


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

3 e -0,2107t = 1 |:3
e -0,2107t = 1 3 |ln(⋅)
-0,2107t = ln( 1 3 ) |:-0,2107
t = - 1 0,2107 ln( 1 3 ) ≈ 5.2141

also t=5.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 64° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 53,99° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 2 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

Lösung einblenden

Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 64 ist, gilt: f(0)= 64, also 64 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

64 = 20 - c
64 = -c +20 | -64 + c
c = -44

somit gilt: f(t)= 20 +44 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +44 e -k · 5 = 53,99.

20 +44 e -5k = 53,9942
44 e -5k +20 = 53,9942 | -20
44 e -5k = 33,9942 |:44
e -5k = 0,7726 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,7726 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,7726 ) ≈ 0.0516

also k ≈ 0.051598765749991, => f(t)= 20 +44 e -0,0516t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 20 +44 e -0,0516⋅2 ≈ 59.7


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +44 e -0,0516t = 50
44 e -0,0516t +20 = 50 | -20
44 e -0,0516t = 30 |:44
e -0,0516t = 15 22 |ln(⋅)
-0,0516t = ln( 15 22 ) |:-0,0516
t = - 1 0,0516 ln( 15 22 ) ≈ 7.4223

also t=7.4

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,4% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 6 Jahren, wenn jedes Jahr 0,5 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 38 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.5 - 0.014⋅f(t)

wenn man 0.014 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.014( 0.5 0.014 - f(t))

also f'(t) = 0.014(35.71 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=35.71 und der Wachstumsfaktor k=0.014 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 35,71 - c · e -0,014t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 35,71 - c · e -0,014⋅0
80 = 35,71 - c
80 = -c +35,71 | -80 + c
c = -44,29

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 35,71 +44,29 e -0,014x


Wert zur Zeit 6: f(6)= 35,71 +44,29 e -0,014⋅6 ≈ 76.4


Wann wird der Wert 38?: f(t)=38

35,71 +44,29 e -0,014t = 38
44,29 e -0,014t +35,71 = 38 | -35,71
44,29 e -0,014t = 2,29 |:44,29
e -0,014t = 0,0517 |ln(⋅)
-0,014t = ln( 0,0517 ) |:-0,014
t = - 1 0,014 ln( 0,0517 ) ≈ 211.5927

also t=211.6

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 12 e 0,01t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

Lösung einblenden

Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,01 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,01 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,01 ≈ 69.315 min