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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 4 Millionen Algen im Teich. Nach 2 Stunden sind es 4,333 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 4 Stunden? b) Wann waren es 6 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 4 e k · 2 = 4,3331.

4 e 2k = 4,3331 |:4
e 2k = 1,0833 |ln(⋅)
2k = ln( 1,0833 ) |:2
k = 1 2 ln( 1,0833 ) ≈ 0.04

also k ≈ 0.040005968984692, => f(t)= 4 e 0,04t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 4 e 0,044 ≈ 4.7


Wann wird der Wert 6?: f(t)=6

4 e 0,04t = 6 |:4
e 0,04t = 3 2 |ln(⋅)
0,04t = ln( 3 2 ) |:0,04
t = 1 0,04 ln( 3 2 ) ≈ 10.1366

also t=10.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1886 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2148? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,4 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1886 ≈ -0.00036752236509011


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 148: f(148)= e -0,0004148 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.4?: f(t)=0.4

e -0,0004t = 0,4 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,4 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,4 ) ≈ 2489.9205

also t=2489.9

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 20% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 5 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 2 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 5 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.8) ≈ -0.22314355131421


=> f(t)= 5 e -0,2231t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 5 e -0,22312 ≈ 3.2


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

5 e -0,2231t = 1 |:5
e -0,2231t = 1 5 |ln(⋅)
-0,2231t = ln( 1 5 ) |:-0,2231
t = - 1 0,2231 ln( 1 5 ) ≈ 7.214

also t=7.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 65° erhitzt hat. Nach 3 min ist das Wasser auf 52° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 65 ist, gilt: f(0)= 65, also 65 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

65 = 20 - c
65 = -c +20 | -65 + c
c = -45

somit gilt: f(t)= 20 +45 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 20 +45 e -k · 3 = 52.

20 +45 e -3k = 52,0041
45 e -3k +20 = 52,0041 | -20
45 e -3k = 32,0041 |:45
e -3k = 0,7112 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,7112 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,7112 ) ≈ 0.1136

also k ≈ 0.11360053159415, => f(t)= 20 +45 e -0,1136t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +45 e -0,11361 ≈ 60.2


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +45 e -0,1136t = 50
45 e -0,1136t +20 = 50 | -20
45 e -0,1136t = 30 |:45
e -0,1136t = 2 3 |ln(⋅)
-0,1136t = ln( 2 3 ) |:-0,1136
t = - 1 0,1136 ln( 2 3 ) ≈ 3.5692

also t=3.6

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,1% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 8 Jahren, wenn jedes Jahr 0,6 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 60 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.6 - 0.011⋅f(t)

wenn man 0.011 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.011( 0.6 0.011 - f(t))

also f'(t) = 0.011(54.55 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=54.55 und der Wachstumsfaktor k=0.011 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 54,55 - c · e -0,011t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 54,55 - c · e -0,0110
80 = 54,55 - c
80 = -c +54,55 | -80 + c
c = -25,45

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 54,55 +25,45 e -0,011x


Wert zur Zeit 8: f(8)= 54,55 +25,45 e -0,0118 ≈ 77.9


Wann wird der Wert 60?: f(t)=60

54,55 +25,45 e -0,011t = 60
25,45 e -0,011t +54,55 = 60 | -54,55
25,45 e -0,011t = 5,45 |:25,45
e -0,011t = 0,2141 |ln(⋅)
-0,011t = ln( 0,2141 ) |:-0,011
t = - 1 0,011 ln( 0,2141 ) ≈ 140.1193

also t=140.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 14 e -0,1t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,1 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,1 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,1 6.931 min