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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 10 Millionen Algen im Teich. Nach 8 Stunden sind es 18,965 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 11 Stunden? b) Wann waren es 16 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(8)= 10 e k · 8 = 18,9648.

10 e 8k = 18,9648 |:10
e 8k = 1,8965 |ln(⋅)
8k = ln( 1,8965 ) |:8
k = 1 8 ln( 1,8965 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.080001260268352, => f(t)= 10 e 0,08t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 10 e 0,0811 ≈ 24.1


Wann wird der Wert 16?: f(t)=16

10 e 0,08t = 16 |:10
e 0,08t = 8 5 |ln(⋅)
0,08t = ln( 8 5 ) |:0,08
t = 1 0,08 ln( 8 5 ) ≈ 5.875

also t=5.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 20 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 5-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 42 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 10-Tausend Euro gestiegen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 5 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 20 ≈ 0.034657359027997


=> f(t)= 5 e 0,0347t


Wert zur Zeit 42: f(42)= 5 e 0,034742 ≈ 21.4


Wann wird der Wert 10?: f(t)=10

5 e 0,0347t = 10 |:5
e 0,0347t = 2 |ln(⋅)
0,0347t = ln( 2 ) |:0,0347
t = 1 0,0347 ln( 2 ) ≈ 20.0002

also t=20

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 5% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 6 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 3 Stunden? b) Wann sind es 8 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 6 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.05) ≈ 0.048790164169432


=> f(t)= 6 e 0,0488t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 6 e 0,04883 ≈ 6.9


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

6 e 0,0488t = 8 |:6
e 0,0488t = 4 3 |ln(⋅)
0,0488t = ln( 4 3 ) |:0,0488
t = 1 0,0488 ln( 4 3 ) ≈ 5.8951

also t=5.9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 59° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 51° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 2 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 59 ist, gilt: f(0)= 59, also 59 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

59 = 20 - c
59 = -c +20 | -59 + c
c = -39

somit gilt: f(t)= 20 +39 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +39 e -k · 5 = 51.

20 +39 e -5k = 51,0023
39 e -5k +20 = 51,0023 | -20
39 e -5k = 31,0023 |:39
e -5k = 0,7949 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,7949 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,7949 ) ≈ 0.0459

also k ≈ 0.045907791680614, => f(t)= 20 +39 e -0,0459t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 20 +39 e -0,04592 ≈ 55.6


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +39 e -0,0459t = 50
39 e -0,0459t +20 = 50 | -20
39 e -0,0459t = 30 |:39
e -0,0459t = 10 13 |ln(⋅)
-0,0459t = ln( 10 13 ) |:-0,0459
t = - 1 0,0459 ln( 10 13 ) ≈ 5.716

also t=5.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 2ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 1% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 13 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 95ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 2 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 2 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(200 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=200 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 200 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 200 - c · e -0,010
0 = 200 - c
0 = -c +200 |0 + c
c = 200

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 200 -200 e -0,01x


Wert zur Zeit 13: f(13)= 200 -200 e -0,0113 ≈ 24.4


Wann wird der Wert 95?: f(t)=95

200 -200 e -0,01t = 95
-200 e -0,01t +200 = 95 | -200
-200 e -0,01t = -105 |:-200
e -0,01t = 21 40 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 21 40 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 21 40 ) ≈ 64.4357

also t=64.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 4 e -0,08t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,08 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,08 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,08 8.664 min