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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 14 Millionen Algen im Teich. Nach 6 Stunden sind es 22,625 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 8 Stunden? b) Wann waren es 25 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 14 ist, gilt: f(0)= 14, also 14 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 14 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 14 e k · 6 = 22,625.

14 e 6k = 22,625 |:14
e 6k = 1,6161 |ln(⋅)
6k = ln( 1,6161 ) |:6
k = 1 6 ln( 1,6161 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.08000263989541, => f(t)= 14 e 0,08t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 14 e 0,088 ≈ 26.6


Wann wird der Wert 25?: f(t)=25

14 e 0,08t = 25 |:14
e 0,08t = 25 14 |ln(⋅)
0,08t = ln( 25 14 ) |:0,08
t = 1 0,08 ln( 25 14 ) ≈ 7.2477

also t=7.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1464 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2263? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,6 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1464 ≈ -0.00047346118890707


=> f(t)= e -0,0005t


Wert zur Zeit 263: f(263)= e -0,0005263 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.6?: f(t)=0.6

e -0,0005t = 0,6 |ln(⋅)
-0,0005t = ln( 0,6 ) |:-0,0005
t = - 1 0,0005 ln( 0,6 ) ≈ 1079.9696

also t=1080

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 2% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 90% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.98) ≈ -0.020202707317519


=> f(t)= 100 e -0,0202t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,02025 ≈ 90.4


Wann wird der Wert 90?: f(t)=90

100 e -0,0202t = 90 |:100
e -0,0202t = 9 10 |ln(⋅)
-0,0202t = ln( 9 10 ) |:-0,0202
t = - 1 0,0202 ln( 9 10 ) ≈ 5.2159

also t=5.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Die Körpertemperatur eines Menschen wird mit dem Fieberthermometer gemessen. Dabei ist die Geschwindigkeit, mit der die Temperatur des Thermometers steigt, proportional zur Differenz zwischen tatsächlicher Temperatur und der des Thermometers. Bei der Untersuchung eines gesunden Menschen, dessen Körpertemperatur 37,0 Grad beträgt, steigt die Anzeige des Thermometers in der ersten halben Minute von 17,0 Grad auf 28 Grad an. a) Welche Temperatur zeigt das Thermometer nach 1,5 Minuten an? b) Wann zeigt es 36,9° an?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=37 sein muss.

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = 37 - c · e -k · 0 = 37 - c = 37 - c

17 = 37 - c
17 = -c +37 | -17 + c
c = 20

somit gilt: f(t)= 37 -20 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(0.5)= 37 -20 e -k · 0,5 = 28.

37 -20 e -0,5k = 27,9999
-20 e -0,5k +37 = 27,9999 | -37
-20 e -0,5k = -9,0001 |:-20
e -0,5k = 0,45 |ln(⋅)
-0,5k = ln( 0,45 ) |:-0,5
k = - 1 0,5 ln( 0,45 ) ≈ 1.597

also k ≈ 1.5970153924355, => f(t)= 37 -20 e -1,597t


Wert zur Zeit 1.5: f(1.5)= 37 -20 e -1,5971,5 ≈ 35.2


Wann wird der Wert 36.9?: f(t)=36.9

37 -20 e -1,597t = 36,9
-20 e -1,597t +37 = 36,9 | -37
-20 e -1,597t = -0,1 |:-20
e -1,597t = 0,005 |ln(⋅)
-1,597t = ln( 0,005 ) |:-1,597
t = - 1 1,597 ln( 0,005 ) ≈ 3.3177

also t=3.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 4% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 2785 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 60 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 7 Monaten? b) Wann beträgt dieser 2757 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 60 - 0.04⋅f(t)

wenn man 0.04 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.04( 60 0.04 - f(t))

also f'(t) = 0.04(1500 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1500 und der Wachstumsfaktor k=0.04 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1500 - c · e -0,04t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=2785 ein (Punktprobe).

2785 = 1500 - c · e -0,040
2785 = 1500 - c
2785 = -c +1500 | -2785 + c
c = -1285

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1500 +1285 e -0,04x


Wert zur Zeit 7: f(7)= 1500 +1285 e -0,047 ≈ 2471.2


Wann wird der Wert 2757?: f(t)=2757

1500 +1285 e -0,04t = 2757
1285 e -0,04t +1500 = 2757 | -1500
1285 e -0,04t = 1257 |:1285
e -0,04t = 1257 1285 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 1257 1285 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 1257 1285 ) ≈ 0.5508

also t=0.6

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 10 e -0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,09 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,09 7.702 min