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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 16g vorhanden. Nach 4 Tagen sind nur noch 13,634g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 6 Tagen da? b) Wann sind nur noch 12g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 16 e k · 4 = 13,6343.

16 e 4k = 13,6343 |:16
e 4k = 0,8521 |ln(⋅)
4k = ln( 0,8521 ) |:4
k = 1 4 ln( 0,8521 ) ≈ -0.04

also k ≈ -0.040012847037057, => f(t)= 16 e -0,04t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 16 e -0,046 ≈ 12.6


Wann wird der Wert 12?: f(t)=12

16 e -0,04t = 12 |:16
e -0,04t = 3 4 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 3 4 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 3 4 ) ≈ 7.1921

also t=7.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 77 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 33 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 77: f(77)= 0,00002 e 0,115177 ≈ 0.1


Wann wird der Wert 33?: f(t)=33

0,00002 e 0,1151t = 33 |:0,00002
e 0,1151t = 1650000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 1650000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 1650000 ) ≈ 124.337

also t=124.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 6% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 3 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann sind es 4 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.06) ≈ 0.058268908123976


=> f(t)= 3 e 0,0583t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 3 e 0,05834 ≈ 3.8


Wann wird der Wert 4?: f(t)=4

3 e 0,0583t = 4 |:3
e 0,0583t = 4 3 |ln(⋅)
0,0583t = ln( 4 3 ) |:0,0583
t = 1 0,0583 ln( 4 3 ) ≈ 4.9345

also t=4.9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Die Körpertemperatur eines Menschen wird mit dem Fieberthermometer gemessen. Dabei ist die Geschwindigkeit, mit der die Temperatur des Thermometers steigt, proportional zur Differenz zwischen tatsächlicher Temperatur und der des Thermometers. Bei der Untersuchung eines gesunden Menschen, dessen Körpertemperatur 37,0 Grad beträgt, steigt die Anzeige des Thermometers in der ersten halben Minute von 17,0 Grad auf 31 Grad an. a) Welche Temperatur zeigt das Thermometer nach 2,5 Minuten an? b) Wann zeigt es 36,9° an?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=37 sein muss.

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = 37 - c · e -k · 0 = 37 - c = 37 - c

17 = 37 - c
17 = -c +37 | -17 + c
c = 20

somit gilt: f(t)= 37 -20 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(0.5)= 37 -20 e -k · 0,5 = 31.

37 -20 e -0,5k = 30,9999
-20 e -0,5k +37 = 30,9999 | -37
-20 e -0,5k = -6,0001 |:-20
e -0,5k = 0,3 |ln(⋅)
-0,5k = ln( 0,3 ) |:-0,5
k = - 1 0,5 ln( 0,3 ) ≈ 2.4079

also k ≈ 2.4079456086519, => f(t)= 37 -20 e -2,4079t


Wert zur Zeit 2.5: f(2.5)= 37 -20 e -2,40792,5 ≈ 37


Wann wird der Wert 36.9?: f(t)=36.9

37 -20 e -2,4079t = 36,9
-20 e -2,4079t +37 = 36,9 | -37
-20 e -2,4079t = -0,1 |:-20
e -2,4079t = 0,005 |ln(⋅)
-2,4079t = ln( 0,005 ) |:-2,4079
t = - 1 2,4079 ln( 0,005 ) ≈ 2.2004

also t=2.2

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 14 Jahren, wenn jedes Jahr 0,3 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 61 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.3 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 0.3 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(30 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=30 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 30 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 30 - c · e -0,010
80 = 30 - c
80 = -c +30 | -80 + c
c = -50

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 30 +50 e -0,01x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 30 +50 e -0,0114 ≈ 73.5


Wann wird der Wert 61?: f(t)=61

30 +50 e -0,01t = 61
50 e -0,01t +30 = 61 | -30
50 e -0,01t = 31 |:50
e -0,01t = 31 50 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 31 50 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 31 50 ) ≈ 47.8036

also t=47.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 10 e -0,1t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,1 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,1 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,1 6.931 min