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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 6 Millionen Algen im Teich. Nach 3 Stunden sind es 8,099 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 5 Stunden? b) Wann waren es 10 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 6 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 6 e k · 3 = 8,0992.

6 e 3k = 8,0992 |:6
e 3k = 1,3499 |ln(⋅)
3k = ln( 1,3499 ) |:3
k = 1 3 ln( 1,3499 ) ≈ 0.1

also k ≈ 0.10001017187755, => f(t)= 6 e 0,1t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 6 e 0,15 ≈ 9.9


Wann wird der Wert 10?: f(t)=10

6 e 0,1t = 10 |:6
e 0,1t = 5 3 |ln(⋅)
0,1t = ln( 5 3 ) |:0,1
t = 1 0,1 ln( 5 3 ) ≈ 5.1083

also t=5.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 15 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 3-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 35 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 3,33-Tausend Euro gestiegen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 15 ≈ 0.04620981203733


=> f(t)= 3 e 0,04621t


Wert zur Zeit 35: f(35)= 3 e 0,0462135 ≈ 15.1


Wann wird der Wert 3.33?: f(t)=3.33

3 e 0,04621t = 3,33 |:3
e 0,04621t = 1,11 |ln(⋅)
0,04621t = ln( 1,11 ) |:0,04621
t = 1 0,04621 ln( 1,11 ) ≈ 2.2584

also t=2.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 15% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 2 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 40% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.85) ≈ -0.16251892949777


=> f(t)= 100 e -0,1625t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 100 e -0,16252 ≈ 72.3


Wann wird der Wert 40?: f(t)=40

100 e -0,1625t = 40 |:100
e -0,1625t = 2 5 |ln(⋅)
-0,1625t = ln( 2 5 ) |:-0,1625
t = - 1 0,1625 ln( 2 5 ) ≈ 5.6387

also t=5.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 65° erhitzt hat. Nach 4 min ist das Wasser auf 54° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 3 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 65 ist, gilt: f(0)= 65, also 65 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

65 = 20 - c
65 = -c +20 | -65 + c
c = -45

somit gilt: f(t)= 20 +45 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 20 +45 e -k · 4 = 54.

20 +45 e -4k = 53,9967
45 e -4k +20 = 53,9967 | -20
45 e -4k = 33,9967 |:45
e -4k = 0,7555 |ln(⋅)
-4k = ln( 0,7555 ) |:-4
k = - 1 4 ln( 0,7555 ) ≈ 0.0701

also k ≈ 0.070093874317336, => f(t)= 20 +45 e -0,0701t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 20 +45 e -0,07013 ≈ 56.5


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +45 e -0,0701t = 50
45 e -0,0701t +20 = 50 | -20
45 e -0,0701t = 30 |:45
e -0,0701t = 2 3 |ln(⋅)
-0,0701t = ln( 2 3 ) |:-0,0701
t = - 1 0,0701 ln( 2 3 ) ≈ 5.7841

also t=5.8

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 8ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 1% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 11 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 618ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 8 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 8 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(800 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=800 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 800 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 800 - c · e -0,010
0 = 800 - c
0 = -c +800 |0 + c
c = 800

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 800 -800 e -0,01x


Wert zur Zeit 11: f(11)= 800 -800 e -0,0111 ≈ 83.3


Wann wird der Wert 618?: f(t)=618

800 -800 e -0,01t = 618
-800 e -0,01t +800 = 618 | -800
-800 e -0,01t = -182 |:-800
e -0,01t = 91 400 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 91 400 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 91 400 ) ≈ 148.0605

also t=148.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 14 e 0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,04 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,04 17.329 min