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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 4g vorhanden. Nach 3 Tagen sind nur noch 3,656g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 4 Tagen da? b) Wann sind nur noch 3g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 4 e k · 3 = 3,6557.

4 e 3k = 3,6557 |:4
e 3k = 0,9139 |ln(⋅)
3k = ln( 0,9139 ) |:3
k = 1 3 ln( 0,9139 ) ≈ -0.03

also k ≈ -0.03001137423466, => f(t)= 4 e -0,03t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 4 e -0,034 ≈ 3.5


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

4 e -0,03t = 3 |:4
e -0,03t = 3 4 |ln(⋅)
-0,03t = ln( 3 4 ) |:-0,03
t = - 1 0,03 ln( 3 4 ) ≈ 9.5894

also t=9.6

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1172 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2268? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,7 Milliarden Blondies?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1172 ≈ -0.00059142250901019


=> f(t)= e -0,0006t


Wert zur Zeit 268: f(268)= e -0,0006268 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.7?: f(t)=0.7

e -0,0006t = 0,7 |ln(⋅)
-0,0006t = ln( 0,7 ) |:-0,0006
t = - 1 0,0006 ln( 0,7 ) ≈ 603.5109

also t=603.5

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 13% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 35% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.87) ≈ -0.13926206733351


=> f(t)= 100 e -0,1393t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,13935 ≈ 49.8


Wann wird der Wert 35?: f(t)=35

100 e -0,1393t = 35 |:100
e -0,1393t = 7 20 |ln(⋅)
-0,1393t = ln( 7 20 ) |:-0,1393
t = - 1 0,1393 ln( 7 20 ) ≈ 7.5364

also t=7.5

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 58° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 53° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 5 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 58 ist, gilt: f(0)= 58, also 58 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

58 = 20 - c
58 = -c +20 | -58 + c
c = -38

somit gilt: f(t)= 20 +38 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +38 e -k · 5 = 53.

20 +38 e -5k = 53,0026
38 e -5k +20 = 53,0026 | -20
38 e -5k = 33,0026 |:38
e -5k = 0,8685 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,8685 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,8685 ) ≈ 0.0282

also k ≈ 0.028197538660195, => f(t)= 20 +38 e -0,0282t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 20 +38 e -0,02825 ≈ 53


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +38 e -0,0282t = 50
38 e -0,0282t +20 = 50 | -20
38 e -0,0282t = 30 |:38
e -0,0282t = 15 19 |ln(⋅)
-0,0282t = ln( 15 19 ) |:-0,0282
t = - 1 0,0282 ln( 15 19 ) ≈ 8.3826

also t=8.4

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 2ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 10% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 6 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 2ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 2 - 0.1⋅f(t)

wenn man 0.1 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.1( 2 0.1 - f(t))

also f'(t) = 0.1(20 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=20 und der Wachstumsfaktor k=0.1 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 20 - c · e -0,1t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 20 - c · e -0,10
0 = 20 - c
0 = -c +20 |0 + c
c = 20

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 20 -20 e -0,1x


Wert zur Zeit 6: f(6)= 20 -20 e -0,16 ≈ 9


Wann wird der Wert 2?: f(t)=2

20 -20 e -0,1t = 2
-20 e -0,1t +20 = 2 | -20
-20 e -0,1t = -18 |:-20
e -0,1t = 9 10 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 9 10 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 9 10 ) ≈ 1.0536

also t=1.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 4 e -0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,09 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,09 7.702 min