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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 14 Millionen Algen im Teich. Nach 8 Stunden sind es 24,509 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 9 Stunden? b) Wann waren es 22 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 14 ist, gilt: f(0)= 14, also 14 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 14 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(8)= 14 e k · 8 = 24,5094.

14 e 8k = 24,5094 |:14
e 8k = 1,7507 |ln(⋅)
8k = ln( 1,7507 ) |:8
k = 1 8 ln( 1,7507 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.070001963494594, => f(t)= 14 e 0,07t


Wert zur Zeit 9: f(9)= 14 e 0,079 ≈ 26.3


Wann wird der Wert 22?: f(t)=22

14 e 0,07t = 22 |:14
e 0,07t = 11 7 |ln(⋅)
0,07t = ln( 11 7 ) |:0,07
t = 1 0,07 ln( 11 7 ) ≈ 6.4569

also t=6.5

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1002 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2272? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,7 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1002 ≈ -0.00069176365325344


=> f(t)= e -0,0007t


Wert zur Zeit 272: f(272)= e -0,0007272 ≈ 0.8


Wann wird der Wert 0.7?: f(t)=0.7

e -0,0007t = 0,7 |ln(⋅)
-0,0007t = ln( 0,7 ) |:-0,0007
t = - 1 0,0007 ln( 0,7 ) ≈ 515.4262

also t=515.4

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 8% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 11 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 5 Stunden? b) Wann sind es 16 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 11 ist, gilt: f(0)= 11, also 11 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 11 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.08) ≈ 0.076961041136128


=> f(t)= 11 e 0,077t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 11 e 0,0775 ≈ 16.2


Wann wird der Wert 16?: f(t)=16

11 e 0,077t = 16 |:11
e 0,077t = 16 11 |ln(⋅)
0,077t = ln( 16 11 ) |:0,077
t = 1 0,077 ln( 16 11 ) ≈ 4.8661

also t=4.9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 61° erhitzt hat. Nach 3 min ist das Wasser auf 53° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 3 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 61 ist, gilt: f(0)= 61, also 61 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

61 = 20 - c
61 = -c +20 | -61 + c
c = -41

somit gilt: f(t)= 20 +41 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 20 +41 e -k · 3 = 53.

20 +41 e -3k = 52,9955
41 e -3k +20 = 52,9955 | -20
41 e -3k = 32,9955 |:41
e -3k = 0,8048 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,8048 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,8048 ) ≈ 0.0724

also k ≈ 0.072387159878887, => f(t)= 20 +41 e -0,0724t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 20 +41 e -0,07243 ≈ 53


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +41 e -0,0724t = 50
41 e -0,0724t +20 = 50 | -20
41 e -0,0724t = 30 |:41
e -0,0724t = 30 41 |ln(⋅)
-0,0724t = ln( 30 41 ) |:-0,0724
t = - 1 0,0724 ln( 30 41 ) ≈ 4.3146

also t=4.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,3% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 10 Jahren, wenn jedes Jahr 0,5 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 77 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.5 - 0.013⋅f(t)

wenn man 0.013 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.013( 0.5 0.013 - f(t))

also f'(t) = 0.013(38.46 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=38.46 und der Wachstumsfaktor k=0.013 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 38,46 - c · e -0,013t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 38,46 - c · e -0,0130
80 = 38,46 - c
80 = -c +38,46 | -80 + c
c = -41,54

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 38,46 +41,54 e -0,013x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 38,46 +41,54 e -0,01310 ≈ 74.9


Wann wird der Wert 77?: f(t)=77

38,46 +41,54 e -0,013t = 77
41,54 e -0,013t +38,46 = 77 | -38,46
41,54 e -0,013t = 38,54 |:41,54
e -0,013t = 0,9278 |ln(⋅)
-0,013t = ln( 0,9278 ) |:-0,013
t = - 1 0,013 ln( 0,9278 ) ≈ 5.7645

also t=5.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 6 e 0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,06 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,06 11.552 min