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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 12g vorhanden. Nach 9 Tagen sind nur noch 9,161g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 11 Tagen da? b) Wann sind nur noch 10g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 12 e k · 9 = 9,1606.

12 e 9k = 9,1606 |:12
e 9k = 0,7634 |ln(⋅)
9k = ln( 0,7634 ) |:9
k = 1 9 ln( 0,7634 ) ≈ -0.03

also k ≈ -0.02999701540789, => f(t)= 12 e -0,03t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 12 e -0,0311 ≈ 8.6


Wann wird der Wert 10?: f(t)=10

12 e -0,03t = 10 |:12
e -0,03t = 5 6 |ln(⋅)
-0,03t = ln( 5 6 ) |:-0,03
t = - 1 0,03 ln( 5 6 ) ≈ 6.0774

also t=6.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 20 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 14-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 18 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 70-Tausend Euro gestiegen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 14 ist, gilt: f(0)= 14, also 14 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 14 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 20 ≈ 0.034657359027997


=> f(t)= 14 e 0,0347t


Wert zur Zeit 18: f(18)= 14 e 0,034718 ≈ 26.1


Wann wird der Wert 70?: f(t)=70

14 e 0,0347t = 70 |:14
e 0,0347t = 5 |ln(⋅)
0,0347t = ln( 5 ) |:0,0347
t = 1 0,0347 ln( 5 ) ≈ 46.439

also t=46.4

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 12% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 40% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.88) ≈ -0.12783337150988


=> f(t)= 100 e -0,1278t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,12785 ≈ 52.8


Wann wird der Wert 40?: f(t)=40

100 e -0,1278t = 40 |:100
e -0,1278t = 2 5 |ln(⋅)
-0,1278t = ln( 2 5 ) |:-0,1278
t = - 1 0,1278 ln( 2 5 ) ≈ 7.1697

also t=7.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 31°C wird eine Limo aus einem 4° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 2 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 8,89°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 4 Minuten? b) Wann ist sie 28°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=31 sein muss.

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = 31 - c · e -k · 0 = 31 - c = 31 - c

4 = 31 - c
4 = -c +31 | -4 + c
c = 27

somit gilt: f(t)= 31 -27 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 31 -27 e -k · 2 = 8,89.

31 -27 e -2k = 8,8943
-27 e -2k +31 = 8,8943 | -31
-27 e -2k = -22,1057 |:-27
e -2k = 0,8187 |ln(⋅)
-2k = ln( 0,8187 ) |:-2
k = - 1 2 ln( 0,8187 ) ≈ 0.1

also k ≈ 0.10001878129987, => f(t)= 31 -27 e -0,1t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 31 -27 e -0,14 ≈ 12.9


Wann wird der Wert 28?: f(t)=28

31 -27 e -0,1t = 28
-27 e -0,1t +31 = 28 | -31
-27 e -0,1t = -3 |:-27
e -0,1t = 1 9 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 1 9 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 1 9 ) ≈ 21.9722

also t=22

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,2% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 10 Jahren, wenn jedes Jahr 0,3 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 43 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.3 - 0.012⋅f(t)

wenn man 0.012 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.012( 0.3 0.012 - f(t))

also f'(t) = 0.012(25 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=25 und der Wachstumsfaktor k=0.012 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 25 - c · e -0,012t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 25 - c · e -0,0120
80 = 25 - c
80 = -c +25 | -80 + c
c = -55

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 25 +55 e -0,012x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 25 +55 e -0,01210 ≈ 73.8


Wann wird der Wert 43?: f(t)=43

25 +55 e -0,012t = 43
55 e -0,012t +25 = 43 | -25
55 e -0,012t = 18 |:55
e -0,012t = 18 55 |ln(⋅)
-0,012t = ln( 18 55 ) |:-0,012
t = - 1 0,012 ln( 18 55 ) ≈ 93.0801

also t=93.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 13 e -0,1t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,1 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,1 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,1 6.931 min