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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 9 Millionen Algen im Teich. Nach 2 Stunden sind es 10,775 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 5 Stunden? b) Wann waren es 16 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 9 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 9 e k · 2 = 10,775.

9 e 2k = 10,775 |:9
e 2k = 1,1972 |ln(⋅)
2k = ln( 1,1972 ) |:2
k = 1 2 ln( 1,1972 ) ≈ 0.09

also k ≈ 0.089992748498203, => f(t)= 9 e 0,09t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 9 e 0,09⋅5 ≈ 14.1


Wann wird der Wert 16?: f(t)=16

9 e 0,09t = 16 |:9
e 0,09t = 16 9 |ln(⋅)
0,09t = ln( 16 9 ) |:0,09
t = 1 0,09 ln( 16 9 ) ≈ 6.3929

also t=6.4

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 82 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 90 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 82: f(82)= 0,00002 e 0,1151⋅82 ≈ 0.3


Wann wird der Wert 90?: f(t)=90

0,00002 e 0,1151t = 90 |:0,00002
e 0,1151t = 4500000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 4500000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 4500000 ) ≈ 133.0507

also t=133.1

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 15% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 7 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 2 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 2 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 7 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.85) ≈ -0.16251892949777


=> f(t)= 7 e -0,1625t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 7 e -0,1625⋅2 ≈ 5.1


Wann wird der Wert 2?: f(t)=2

7 e -0,1625t = 2 |:7
e -0,1625t = 2 7 |ln(⋅)
-0,1625t = ln( 2 7 ) |:-0,1625
t = - 1 0,1625 ln( 2 7 ) ≈ 7.7093

also t=7.7

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 57° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 51° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 57 ist, gilt: f(0)= 57, also 57 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

57 = 20 - c
57 = -c +20 | -57 + c
c = -37

somit gilt: f(t)= 20 +37 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +37 e -k · 5 = 51.

20 +37 e -5k = 50,9979
37 e -5k +20 = 50,9979 | -20
37 e -5k = 30,9979 |:37
e -5k = 0,8378 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,8378 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,8378 ) ≈ 0.0354

also k ≈ 0.035395174093841, => f(t)= 20 +37 e -0,0354t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +37 e -0,0354⋅1 ≈ 55.7


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +37 e -0,0354t = 50
37 e -0,0354t +20 = 50 | -20
37 e -0,0354t = 30 |:37
e -0,0354t = 30 37 |ln(⋅)
-0,0354t = ln( 30 37 ) |:-0,0354
t = - 1 0,0354 ln( 30 37 ) ≈ 5.9243

also t=5.9

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 6ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 2% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 11 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 248ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 6 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 6 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(300 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=300 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 300 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 300 - c · e -0,02⋅0
0 = 300 - c
0 = -c +300 |0 + c
c = 300

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 300 -300 e -0,02x


Wert zur Zeit 11: f(11)= 300 -300 e -0,02⋅11 ≈ 59.2


Wann wird der Wert 248?: f(t)=248

300 -300 e -0,02t = 248
-300 e -0,02t +300 = 248 | -300
-300 e -0,02t = -52 |:-300
e -0,02t = 13 75 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 13 75 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 13 75 ) ≈ 87.6269

also t=87.6

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 3 e 0,07t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,07 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,07 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,07 ≈ 9.902 min