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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 6 Millionen Algen im Teich. Nach 10 Stunden sind es 16,31 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 13 Stunden? b) Wann waren es 11 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 6 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 6 e k · 10 = 16,3097.

6 e 10k = 16,3097 |:6
e 10k = 2,7183 |ln(⋅)
10k = ln( 2,7183 ) |:10
k = 1 10 ln( 2,7183 ) ≈ 0.1

also k ≈ 0.1000006684914, => f(t)= 6 e 0,1t


Wert zur Zeit 13: f(13)= 6 e 0,113 ≈ 22


Wann wird der Wert 11?: f(t)=11

6 e 0,1t = 11 |:6
e 0,1t = 11 6 |ln(⋅)
0,1t = ln( 11 6 ) |:0,1
t = 1 0,1 ln( 11 6 ) ≈ 6.0614

also t=6.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 88 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 8g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 146 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 4,8g Gaußium da?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 8 ist, gilt: f(0)= 8, also 8 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 8 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 88 ≈ -0.007876672506363


=> f(t)= 8 e -0,0079t


Wert zur Zeit 146: f(146)= 8 e -0,0079146 ≈ 2.5


Wann wird der Wert 4.8?: f(t)=4.8

8 e -0,0079t = 4,8 |:8
e -0,0079t = 0,6 |ln(⋅)
-0,0079t = ln( 0,6 ) |:-0,0079
t = - 1 0,0079 ln( 0,6 ) ≈ 64.8503

also t=64.9

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 5% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 70% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.95) ≈ -0.051293294387551


=> f(t)= 100 e -0,0513t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,05135 ≈ 77.4


Wann wird der Wert 70?: f(t)=70

100 e -0,0513t = 70 |:100
e -0,0513t = 7 10 |ln(⋅)
-0,0513t = ln( 7 10 ) |:-0,0513
t = - 1 0,0513 ln( 7 10 ) ≈ 6.9527

also t=7

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 28°C wird eine Limo aus einem 4° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 3 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 6,71°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 6 Minuten? b) Wann ist sie 9°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=28 sein muss.

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = 28 - c · e -k · 0 = 28 - c = 28 - c

4 = 28 - c
4 = -c +28 | -4 + c
c = 24

somit gilt: f(t)= 28 -24 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 28 -24 e -k · 3 = 6,71.

28 -24 e -3k = 6,7139
-24 e -3k +28 = 6,7139 | -28
-24 e -3k = -21,2861 |:-24
e -3k = 0,8869 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,8869 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,8869 ) ≈ 0.04

also k ≈ 0.040007680866577, => f(t)= 28 -24 e -0,04t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 28 -24 e -0,046 ≈ 9.1


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

28 -24 e -0,04t = 9
-24 e -0,04t +28 = 9 | -28
-24 e -0,04t = -19 |:-24
e -0,04t = 19 24 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 19 24 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 19 24 ) ≈ 5.8404

also t=5.8

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,3% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 12 Jahren, wenn jedes Jahr 0,3 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 60 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.3 - 0.013⋅f(t)

wenn man 0.013 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.013( 0.3 0.013 - f(t))

also f'(t) = 0.013(23.08 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=23.08 und der Wachstumsfaktor k=0.013 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 23,08 - c · e -0,013t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 23,08 - c · e -0,0130
80 = 23,08 - c
80 = -c +23,08 | -80 + c
c = -56,92

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 23,08 +56,92 e -0,013x


Wert zur Zeit 12: f(12)= 23,08 +56,92 e -0,01312 ≈ 71.8


Wann wird der Wert 60?: f(t)=60

23,08 +56,92 e -0,013t = 60
56,92 e -0,013t +23,08 = 60 | -23,08
56,92 e -0,013t = 36,92 |:56,92
e -0,013t = 0,6486 |ln(⋅)
-0,013t = ln( 0,6486 ) |:-0,013
t = - 1 0,013 ln( 0,6486 ) ≈ 33.303

also t=33.3

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 3 e 0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,09 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,09 7.702 min