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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 16g vorhanden. Nach 6 Tagen sind nur noch 13,364g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 7 Tagen da? b) Wann sind nur noch 13g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 16 e k · 6 = 13,3643.

16 e 6k = 13,3643 |:16
e 6k = 0,8353 |ln(⋅)
6k = ln( 0,8353 ) |:6
k = 1 6 ln( 0,8353 ) ≈ -0.03

also k ≈ -0.029994056203379, => f(t)= 16 e -0,03t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 16 e -0,037 ≈ 13


Wann wird der Wert 13?: f(t)=13

16 e -0,03t = 13 |:16
e -0,03t = 13 16 |ln(⋅)
-0,03t = ln( 13 16 ) |:-0,03
t = - 1 0,03 ln( 13 16 ) ≈ 6.9213

also t=6.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 537 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 12g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 867 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 3,6g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 537 ≈ -0.0012907768725511


=> f(t)= 12 e -0,0013t


Wert zur Zeit 867: f(867)= 12 e -0,0013867 ≈ 3.9


Wann wird der Wert 3.6?: f(t)=3.6

12 e -0,0013t = 3,6 |:12
e -0,0013t = 0,3 |ln(⋅)
-0,0013t = ln( 0,3 ) |:-0,0013
t = - 1 0,0013 ln( 0,3 ) ≈ 932.5893

also t=932.6

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 10% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 2 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 40% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.9) ≈ -0.10536051565783


=> f(t)= 100 e -0,1054t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 100 e -0,10542 ≈ 81


Wann wird der Wert 40?: f(t)=40

100 e -0,1054t = 40 |:100
e -0,1054t = 2 5 |ln(⋅)
-0,1054t = ln( 2 5 ) |:-0,1054
t = - 1 0,1054 ln( 2 5 ) ≈ 8.6935

also t=8.7

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 61° erhitzt hat. Nach 3 min ist das Wasser auf 54° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 5 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 61 ist, gilt: f(0)= 61, also 61 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

61 = 20 - c
61 = -c +20 | -61 + c
c = -41

somit gilt: f(t)= 20 +41 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 20 +41 e -k · 3 = 54.

20 +41 e -3k = 54,0004
41 e -3k +20 = 54,0004 | -20
41 e -3k = 34,0004 |:41
e -3k = 0,8293 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,8293 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,8293 ) ≈ 0.0624

also k ≈ 0.062391102508326, => f(t)= 20 +41 e -0,0624t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 20 +41 e -0,06245 ≈ 50


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +41 e -0,0624t = 50
41 e -0,0624t +20 = 50 | -20
41 e -0,0624t = 30 |:41
e -0,0624t = 30 41 |ln(⋅)
-0,0624t = ln( 30 41 ) |:-0,0624
t = - 1 0,0624 ln( 30 41 ) ≈ 5.006

also t=5

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,2% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 9 Jahren, wenn jedes Jahr 0,7 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 68 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.7 - 0.012⋅f(t)

wenn man 0.012 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.012( 0.7 0.012 - f(t))

also f'(t) = 0.012(58.33 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=58.33 und der Wachstumsfaktor k=0.012 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 58,33 - c · e -0,012t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 58,33 - c · e -0,0120
80 = 58,33 - c
80 = -c +58,33 | -80 + c
c = -21,67

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 58,33 +21,67 e -0,012x


Wert zur Zeit 9: f(9)= 58,33 +21,67 e -0,0129 ≈ 77.8


Wann wird der Wert 68?: f(t)=68

58,33 +21,67 e -0,012t = 68
21,67 e -0,012t +58,33 = 68 | -58,33
21,67 e -0,012t = 9,67 |:21,67
e -0,012t = 0,4462 |ln(⋅)
-0,012t = ln( 0,4462 ) |:-0,012
t = - 1 0,012 ln( 0,4462 ) ≈ 67.249

also t=67.2

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 16 e -0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,04 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,04 17.329 min