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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 10g vorhanden. Nach 2 Tagen sind nur noch 8,521g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 4 Tagen da? b) Wann sind nur noch 3g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 10 e k · 2 = 8,5214.

10 e 2k = 8,5214 |:10
e 2k = 0,8521 |ln(⋅)
2k = ln( 0,8521 ) |:2
k = 1 2 ln( 0,8521 ) ≈ -0.08

also k ≈ -0.080025694074113, => f(t)= 10 e -0,08t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 10 e -0,084 ≈ 7.3


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

10 e -0,08t = 3 |:10
e -0,08t = 3 10 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 3 10 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 3 10 ) ≈ 15.0497

also t=15

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1292 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2141? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,8 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1292 ≈ -0.00053649162582039


=> f(t)= e -0,0005t


Wert zur Zeit 141: f(141)= e -0,0005141 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.8?: f(t)=0.8

e -0,0005t = 0,8 |ln(⋅)
-0,0005t = ln( 0,8 ) |:-0,0005
t = - 1 0,0005 ln( 0,8 ) ≈ 416.3126

also t=416.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 12% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 13 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 5 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 8 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.88) ≈ -0.12783337150988


=> f(t)= 13 e -0,1278t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 13 e -0,12785 ≈ 6.9


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

13 e -0,1278t = 8 |:13
e -0,1278t = 8 13 |ln(⋅)
-0,1278t = ln( 8 13 ) |:-0,1278
t = - 1 0,1278 ln( 8 13 ) ≈ 3.799

also t=3.8

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 25°C wird eine Limo aus einem 5° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 6 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 14,02°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 9 Minuten? b) Wann ist sie 14°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=25 sein muss.

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = 25 - c · e -k · 0 = 25 - c = 25 - c

5 = 25 - c
5 = -c +25 | -5 + c
c = 20

somit gilt: f(t)= 25 -20 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 25 -20 e -k · 6 = 14,02.

25 -20 e -6k = 14,0238
-20 e -6k +25 = 14,0238 | -25
-20 e -6k = -10,9762 |:-20
e -6k = 0,5488 |ln(⋅)
-6k = ln( 0,5488 ) |:-6
k = - 1 6 ln( 0,5488 ) ≈ 0.1

also k ≈ 0.10000353376174, => f(t)= 25 -20 e -0,1t


Wert zur Zeit 9: f(9)= 25 -20 e -0,19 ≈ 16.9


Wann wird der Wert 14?: f(t)=14

25 -20 e -0,1t = 14
-20 e -0,1t +25 = 14 | -25
-20 e -0,1t = -11 |:-20
e -0,1t = 11 20 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 11 20 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 11 20 ) ≈ 5.9784

also t=6

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 6ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 2% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 14 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 45ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 6 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 6 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(300 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=300 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 300 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 300 - c · e -0,020
0 = 300 - c
0 = -c +300 |0 + c
c = 300

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 300 -300 e -0,02x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 300 -300 e -0,0214 ≈ 73.3


Wann wird der Wert 45?: f(t)=45

300 -300 e -0,02t = 45
-300 e -0,02t +300 = 45 | -300
-300 e -0,02t = -255 |:-300
e -0,02t = 17 20 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 17 20 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 17 20 ) ≈ 8.1259

also t=8.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 15 e -0,05t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,05 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,05 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,05 13.863 min