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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 13 Millionen Algen im Teich. Nach 5 Stunden sind es 18,448 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 8 Stunden? b) Wann waren es 19 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 13 e k · 5 = 18,4479.

13 e 5k = 18,4479 |:13
e 5k = 1,4191 |ln(⋅)
5k = ln( 1,4191 ) |:5
k = 1 5 ln( 1,4191 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.070004573571671, => f(t)= 13 e 0,07t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 13 e 0,07⋅8 ≈ 22.8


Wann wird der Wert 19?: f(t)=19

13 e 0,07t = 19 |:13
e 0,07t = 19 13 |ln(⋅)
0,07t = ln( 19 13 ) |:0,07
t = 1 0,07 ln( 19 13 ) ≈ 5.4213

also t=5.4

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1762 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2246? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,5 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1762 ≈ -0.00039338659509645


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 246: f(246)= e -0,0004⋅246 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.5?: f(t)=0.5

e -0,0004t = 0,5 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,5 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,5 ) ≈ 1763.7333

also t=1763.7

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 19% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 8 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 4 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 8 ist, gilt: f(0)= 8, also 8 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 8 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.81) ≈ -0.21072103131565


=> f(t)= 8 e -0,2107t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 8 e -0,2107⋅4 ≈ 3.4


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

8 e -0,2107t = 1 |:8
e -0,2107t = 1 8 |ln(⋅)
-0,2107t = ln( 1 8 ) |:-0,2107
t = - 1 0,2107 ln( 1 8 ) ≈ 9.8692

also t=9.9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 57° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 52,01° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 5 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 57 ist, gilt: f(0)= 57, also 57 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

57 = 20 - c
57 = -c +20 | -57 + c
c = -37

somit gilt: f(t)= 20 +37 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +37 e -k · 5 = 52,01.

20 +37 e -5k = 52,0058
37 e -5k +20 = 52,0058 | -20
37 e -5k = 32,0058 |:37
e -5k = 0,865 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,865 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,865 ) ≈ 0.029

also k ≈ 0.029005154410052, => f(t)= 20 +37 e -0,029t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 20 +37 e -0,029⋅5 ≈ 52


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +37 e -0,029t = 50
37 e -0,029t +20 = 50 | -20
37 e -0,029t = 30 |:37
e -0,029t = 30 37 |ln(⋅)
-0,029t = ln( 30 37 ) |:-0,029
t = - 1 0,029 ln( 30 37 ) ≈ 7.2317

also t=7.2

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 7ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 10% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 15 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 9ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 7 - 0.1⋅f(t)

wenn man 0.1 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.1( 7 0.1 - f(t))

also f'(t) = 0.1(70 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=70 und der Wachstumsfaktor k=0.1 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 70 - c · e -0,1t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 70 - c · e -0,1⋅0
0 = 70 - c
0 = -c +70 |0 + c
c = 70

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 70 -70 e -0,1x


Wert zur Zeit 15: f(15)= 70 -70 e -0,1⋅15 ≈ 54.4


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

70 -70 e -0,1t = 9
-70 e -0,1t +70 = 9 | -70
-70 e -0,1t = -61 |:-70
e -0,1t = 61 70 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 61 70 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 61 70 ) ≈ 1.3762

also t=1.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 19 e 0,05t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,05 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,05 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,05 ≈ 13.863 min