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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 15 Millionen Algen im Teich. Nach 6 Stunden sind es 24,241 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 7 Stunden? b) Wann waren es 25 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 15 ist, gilt: f(0)= 15, also 15 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 15 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 15 e k · 6 = 24,2411.

15 e 6k = 24,2411 |:15
e 6k = 1,6161 |ln(⋅)
6k = ln( 1,6161 ) |:6
k = 1 6 ln( 1,6161 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.08000263989541, => f(t)= 15 e 0,08t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 15 e 0,087 ≈ 26.3


Wann wird der Wert 25?: f(t)=25

15 e 0,08t = 25 |:15
e 0,08t = 5 3 |ln(⋅)
0,08t = ln( 5 3 ) |:0,08
t = 1 0,08 ln( 5 3 ) ≈ 6.3853

also t=6.4

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 98 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 32 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 98: f(98)= 0,00002 e 0,115198 ≈ 1.6


Wann wird der Wert 32?: f(t)=32

0,00002 e 0,1151t = 32 |:0,00002
e 0,1151t = 1600000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 1600000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 1600000 ) ≈ 124.0697

also t=124.1

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 3% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 3 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 88% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.97) ≈ -0.030459207484709


=> f(t)= 100 e -0,0305t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 100 e -0,03053 ≈ 91.3


Wann wird der Wert 88?: f(t)=88

100 e -0,0305t = 88 |:100
e -0,0305t = 22 25 |ln(⋅)
-0,0305t = ln( 22 25 ) |:-0,0305
t = - 1 0,0305 ln( 22 25 ) ≈ 4.1913

also t=4.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 62° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 53,99° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 3 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 62 ist, gilt: f(0)= 62, also 62 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

62 = 20 - c
62 = -c +20 | -62 + c
c = -42

somit gilt: f(t)= 20 +42 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +42 e -k · 5 = 53,99.

20 +42 e -5k = 53,9935
42 e -5k +20 = 53,9935 | -20
42 e -5k = 33,9935 |:42
e -5k = 0,8094 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,8094 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,8094 ) ≈ 0.0423

also k ≈ 0.042292409308074, => f(t)= 20 +42 e -0,0423t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 20 +42 e -0,04233 ≈ 57


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +42 e -0,0423t = 50
42 e -0,0423t +20 = 50 | -20
42 e -0,0423t = 30 |:42
e -0,0423t = 5 7 |ln(⋅)
-0,0423t = ln( 5 7 ) |:-0,0423
t = - 1 0,0423 ln( 5 7 ) ≈ 7.9544

also t=8

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 4ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 8% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 5 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 31ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 4 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 4 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(50 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=50 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 50 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 50 - c · e -0,080
0 = 50 - c
0 = -c +50 |0 + c
c = 50

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 50 -50 e -0,08x


Wert zur Zeit 5: f(5)= 50 -50 e -0,085 ≈ 16.5


Wann wird der Wert 31?: f(t)=31

50 -50 e -0,08t = 31
-50 e -0,08t +50 = 31 | -50
-50 e -0,08t = -19 |:-50
e -0,08t = 19 50 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 19 50 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 19 50 ) ≈ 12.0948

also t=12.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 12 e -0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,06 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,06 11.552 min