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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 18 Millionen Algen im Teich. Nach 4 Stunden sind es 26,853 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 7 Stunden? b) Wann waren es 36 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 18 ist, gilt: f(0)= 18, also 18 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 18 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 18 e k · 4 = 26,8528.

18 e 4k = 26,8528 |:18
e 4k = 1,4918 |ln(⋅)
4k = ln( 1,4918 ) |:4
k = 1 4 ln( 1,4918 ) ≈ 0.1

also k ≈ 0.099995861134731, => f(t)= 18 e 0,1t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 18 e 0,17 ≈ 36.2


Wann wird der Wert 36?: f(t)=36

18 e 0,1t = 36 |:18
e 0,1t = 2 |ln(⋅)
0,1t = ln( 2 ) |:0,1
t = 1 0,1 ln( 2 ) ≈ 6.9315

also t=6.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 89 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 32 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 89: f(89)= 0,00002 e 0,115189 ≈ 0.6


Wann wird der Wert 32?: f(t)=32

0,00002 e 0,1151t = 32 |:0,00002
e 0,1151t = 1600000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 1600000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 1600000 ) ≈ 124.0697

also t=124.1

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 5% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 12 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 2 Stunden? b) Wann sind es 15 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.05) ≈ 0.048790164169432


=> f(t)= 12 e 0,0488t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 12 e 0,04882 ≈ 13.2


Wann wird der Wert 15?: f(t)=15

12 e 0,0488t = 15 |:12
e 0,0488t = 5 4 |ln(⋅)
0,0488t = ln( 5 4 ) |:0,0488
t = 1 0,0488 ln( 5 4 ) ≈ 4.5726

also t=4.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 59° erhitzt hat. Nach 4 min ist das Wasser auf 51,99° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 5 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 59 ist, gilt: f(0)= 59, also 59 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

59 = 20 - c
59 = -c +20 | -59 + c
c = -39

somit gilt: f(t)= 20 +39 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 20 +39 e -k · 4 = 51,99.

20 +39 e -4k = 51,9944
39 e -4k +20 = 51,9944 | -20
39 e -4k = 31,9944 |:39
e -4k = 0,8204 |ln(⋅)
-4k = ln( 0,8204 ) |:-4
k = - 1 4 ln( 0,8204 ) ≈ 0.0495

also k ≈ 0.049490813195978, => f(t)= 20 +39 e -0,0495t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 20 +39 e -0,04955 ≈ 50.4


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +39 e -0,0495t = 50
39 e -0,0495t +20 = 50 | -20
39 e -0,0495t = 30 |:39
e -0,0495t = 10 13 |ln(⋅)
-0,0495t = ln( 10 13 ) |:-0,0495
t = - 1 0,0495 ln( 10 13 ) ≈ 5.3003

also t=5.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 4ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 2% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 13 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 53ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 4 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 4 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(200 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=200 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 200 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 200 - c · e -0,020
0 = 200 - c
0 = -c +200 |0 + c
c = 200

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 200 -200 e -0,02x


Wert zur Zeit 13: f(13)= 200 -200 e -0,0213 ≈ 45.8


Wann wird der Wert 53?: f(t)=53

200 -200 e -0,02t = 53
-200 e -0,02t +200 = 53 | -200
-200 e -0,02t = -147 |:-200
e -0,02t = 147 200 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 147 200 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 147 200 ) ≈ 15.3942

also t=15.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 12 e 0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,04 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,04 17.329 min