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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 14g vorhanden. Nach 4 Tagen sind nur noch 11,462g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 7 Tagen da? b) Wann sind nur noch 8g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 14 ist, gilt: f(0)= 14, also 14 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 14 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 14 e k · 4 = 11,4622.

14 e 4k = 11,4622 |:14
e 4k = 0,8187 |ln(⋅)
4k = ln( 0,8187 ) |:4
k = 1 4 ln( 0,8187 ) ≈ -0.05

also k ≈ -0.050009390649934, => f(t)= 14 e -0,05t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 14 e -0,057 ≈ 9.9


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

14 e -0,05t = 8 |:14
e -0,05t = 4 7 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 4 7 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 4 7 ) ≈ 11.1923

also t=11.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1852 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2199? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,3 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1852 ≈ -0.0003742695359395


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 199: f(199)= e -0,0004199 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.3?: f(t)=0.3

e -0,0004t = 0,3 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,3 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,3 ) ≈ 3219.1786

also t=3219.2

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 2% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 18 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 2 Stunden? b) Wann sind es 19 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 18 ist, gilt: f(0)= 18, also 18 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 18 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.02) ≈ 0.01980262729618


=> f(t)= 18 e 0,0198t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 18 e 0,01982 ≈ 18.7


Wann wird der Wert 19?: f(t)=19

18 e 0,0198t = 19 |:18
e 0,0198t = 19 18 |ln(⋅)
0,0198t = ln( 19 18 ) |:0,0198
t = 1 0,0198 ln( 19 18 ) ≈ 2.7307

also t=2.7

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 63° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 52° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 2 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 63 ist, gilt: f(0)= 63, also 63 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

63 = 20 - c
63 = -c +20 | -63 + c
c = -43

somit gilt: f(t)= 20 +43 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +43 e -k · 5 = 52.

20 +43 e -5k = 51,9989
43 e -5k +20 = 51,9989 | -20
43 e -5k = 31,9989 |:43
e -5k = 0,7442 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,7442 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,7442 ) ≈ 0.0591

also k ≈ 0.059089092613923, => f(t)= 20 +43 e -0,0591t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 20 +43 e -0,05912 ≈ 58.2


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +43 e -0,0591t = 50
43 e -0,0591t +20 = 50 | -20
43 e -0,0591t = 30 |:43
e -0,0591t = 30 43 |ln(⋅)
-0,0591t = ln( 30 43 ) |:-0,0591
t = - 1 0,0591 ln( 30 43 ) ≈ 6.0914

also t=6.1

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 5% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3448 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 78 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 14 Monaten? b) Wann beträgt dieser 1600 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 78 - 0.05⋅f(t)

wenn man 0.05 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.05( 78 0.05 - f(t))

also f'(t) = 0.05(1560 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1560 und der Wachstumsfaktor k=0.05 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1560 - c · e -0,05t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3448 ein (Punktprobe).

3448 = 1560 - c · e -0,050
3448 = 1560 - c
3448 = -c +1560 | -3448 + c
c = -1888

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1560 +1888 e -0,05x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 1560 +1888 e -0,0514 ≈ 2497.6


Wann wird der Wert 1600?: f(t)=1600

1560 +1888 e -0,05t = 1600
1888 e -0,05t +1560 = 1600 | -1560
1888 e -0,05t = 40 |:1888
e -0,05t = 5 236 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 5 236 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 5 236 ) ≈ 77.0879

also t=77.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 16 e 0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,06 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,06 11.552 min