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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 10 Millionen Algen im Teich. Nach 6 Stunden sind es 15,22 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 7 Stunden? b) Wann waren es 14 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 10 e k · 6 = 15,2196.

10 e 6k = 15,2196 |:10
e 6k = 1,522 |ln(⋅)
6k = ln( 1,522 ) |:6
k = 1 6 ln( 1,522 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.070004209906582, => f(t)= 10 e 0,07t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 10 e 0,077 ≈ 16.3


Wann wird der Wert 14?: f(t)=14

10 e 0,07t = 14 |:10
e 0,07t = 7 5 |ln(⋅)
0,07t = ln( 7 5 ) |:0,07
t = 1 0,07 ln( 7 5 ) ≈ 4.8067

also t=4.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 46 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 10g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 104 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 8g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 46 ≈ -0.015068416968694


=> f(t)= 10 e -0,0151t


Wert zur Zeit 104: f(104)= 10 e -0,0151104 ≈ 2.1


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

10 e -0,0151t = 8 |:10
e -0,0151t = 4 5 |ln(⋅)
-0,0151t = ln( 4 5 ) |:-0,0151
t = - 1 0,0151 ln( 4 5 ) ≈ 14.8091

also t=14.8

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 11% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 5 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 3 Stunden? b) Wann sind es 8 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 5 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.11) ≈ 0.10436001532424


=> f(t)= 5 e 0,1044t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 5 e 0,10443 ≈ 6.8


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

5 e 0,1044t = 8 |:5
e 0,1044t = 8 5 |ln(⋅)
0,1044t = ln( 8 5 ) |:0,1044
t = 1 0,1044 ln( 8 5 ) ≈ 4.502

also t=4.5

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 60° erhitzt hat. Nach 2 min ist das Wasser auf 54° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 2 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 60 ist, gilt: f(0)= 60, also 60 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

60 = 20 - c
60 = -c +20 | -60 + c
c = -40

somit gilt: f(t)= 20 +40 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 20 +40 e -k · 2 = 54.

20 +40 e -2k = 53,9972
40 e -2k +20 = 53,9972 | -20
40 e -2k = 33,9972 |:40
e -2k = 0,8499 |ln(⋅)
-2k = ln( 0,8499 ) |:-2
k = - 1 2 ln( 0,8499 ) ≈ 0.0813

also k ≈ 0.081318291738778, => f(t)= 20 +40 e -0,0813t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 20 +40 e -0,08132 ≈ 54


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +40 e -0,0813t = 50
40 e -0,0813t +20 = 50 | -20
40 e -0,0813t = 30 |:40
e -0,0813t = 3 4 |ln(⋅)
-0,0813t = ln( 3 4 ) |:-0,0813
t = - 1 0,0813 ln( 3 4 ) ≈ 3.5385

also t=3.5

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 8% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3199 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 65 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 9 Monaten? b) Wann beträgt dieser 1040 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 65 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 65 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(812.5 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=812.5 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 812,5 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3199 ein (Punktprobe).

3199 = 812,5 - c · e -0,080
3199 = 812,5 - c
3199 = -c +812,5 | -3199 + c
c = -2386,5

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 812,5 +2386,5 e -0,08x


Wert zur Zeit 9: f(9)= 812,5 +2386,5 e -0,089 ≈ 1974.1


Wann wird der Wert 1040?: f(t)=1040

812,5 +2386,5 e -0,08t = 1040
2386,5 e -0,08t +812,5 = 1040 | -812,5
2386,5 e -0,08t = 227,5 |:2386,5
e -0,08t = 0,0953 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 0,0953 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 0,0953 ) ≈ 29.3841

also t=29.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 10 e 0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,09 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,09 7.702 min