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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 13 Millionen Algen im Teich. Nach 4 Stunden sind es 17,201 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 5 Stunden? b) Wann waren es 22 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 13 e k · 4 = 17,2007.

13 e 4k = 17,2007 |:13
e 4k = 1,3231 |ln(⋅)
4k = ln( 1,3231 ) |:4
k = 1 4 ln( 1,3231 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.069994367016557, => f(t)= 13 e 0,07t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 13 e 0,075 ≈ 18.4


Wann wird der Wert 22?: f(t)=22

13 e 0,07t = 22 |:13
e 0,07t = 22 13 |ln(⋅)
0,07t = ln( 22 13 ) |:0,07
t = 1 0,07 ln( 22 13 ) ≈ 7.5156

also t=7.5

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 517 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 11g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 832 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 7,7g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 11 ist, gilt: f(0)= 11, also 11 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 11 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 517 ≈ -0.001340710213849


=> f(t)= 11 e -0,0013t


Wert zur Zeit 832: f(832)= 11 e -0,0013832 ≈ 3.6


Wann wird der Wert 7.7?: f(t)=7.7

11 e -0,0013t = 7,7 |:11
e -0,0013t = 0,7 |ln(⋅)
-0,0013t = ln( 0,7 ) |:-0,0013
t = - 1 0,0013 ln( 0,7 ) ≈ 265.9768

also t=266

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 7% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 2 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 79% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.93) ≈ -0.072570692834835


=> f(t)= 100 e -0,0726t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 100 e -0,07262 ≈ 86.5


Wann wird der Wert 79?: f(t)=79

100 e -0,0726t = 79 |:100
e -0,0726t = 79 100 |ln(⋅)
-0,0726t = ln( 79 100 ) |:-0,0726
t = - 1 0,0726 ln( 79 100 ) ≈ 3.2469

also t=3.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 57° erhitzt hat. Nach 3 min ist das Wasser auf 53° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 5 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 57 ist, gilt: f(0)= 57, also 57 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

57 = 20 - c
57 = -c +20 | -57 + c
c = -37

somit gilt: f(t)= 20 +37 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 20 +37 e -k · 3 = 53.

20 +37 e -3k = 53,0036
37 e -3k +20 = 53,0036 | -20
37 e -3k = 33,0036 |:37
e -3k = 0,892 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,892 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,892 ) ≈ 0.0381

also k ≈ 0.038096382134043, => f(t)= 20 +37 e -0,0381t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 20 +37 e -0,03815 ≈ 50.6


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +37 e -0,0381t = 50
37 e -0,0381t +20 = 50 | -20
37 e -0,0381t = 30 |:37
e -0,0381t = 30 37 |ln(⋅)
-0,0381t = ln( 30 37 ) |:-0,0381
t = - 1 0,0381 ln( 30 37 ) ≈ 5.5045

also t=5.5

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 8ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 10% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 10 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 78ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 8 - 0.1⋅f(t)

wenn man 0.1 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.1( 8 0.1 - f(t))

also f'(t) = 0.1(80 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=80 und der Wachstumsfaktor k=0.1 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 80 - c · e -0,1t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 80 - c · e -0,10
0 = 80 - c
0 = -c +80 |0 + c
c = 80

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 80 -80 e -0,1x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 80 -80 e -0,110 ≈ 50.6


Wann wird der Wert 78?: f(t)=78

80 -80 e -0,1t = 78
-80 e -0,1t +80 = 78 | -80
-80 e -0,1t = -2 |:-80
e -0,1t = 1 40 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 1 40 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 1 40 ) ≈ 36.8888

also t=36.9

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 14 e -0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,02 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,02 34.657 min