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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 17g vorhanden. Nach 10 Tagen sind nur noch 8,442g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 13 Tagen da? b) Wann sind nur noch 11g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 17 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 17 e k · 10 = 8,442.

17 e 10k = 8,442 |:17
e 10k = 0,4966 |ln(⋅)
10k = ln( 0,4966 ) |:10
k = 1 10 ln( 0,4966 ) ≈ -0.07

also k ≈ -0.069997040590807, => f(t)= 17 e -0,07t


Wert zur Zeit 13: f(13)= 17 e -0,0713 ≈ 6.8


Wann wird der Wert 11?: f(t)=11

17 e -0,07t = 11 |:17
e -0,07t = 11 17 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 11 17 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 11 17 ) ≈ 6.2188

also t=6.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 13 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 17-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 10 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 85-Tausend Euro gestiegen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 17 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 13 ≈ 0.053319013889227


=> f(t)= 17 e 0,0533t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 17 e 0,053310 ≈ 29


Wann wird der Wert 85?: f(t)=85

17 e 0,0533t = 85 |:17
e 0,0533t = 5 |ln(⋅)
0,0533t = ln( 5 ) |:0,0533
t = 1 0,0533 ln( 5 ) ≈ 30.1851

also t=30.2

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 18% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 12 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 3 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.82) ≈ -0.19845093872384


=> f(t)= 12 e -0,1985t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 12 e -0,19853 ≈ 6.6


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

12 e -0,1985t = 1 |:12
e -0,1985t = 1 12 |ln(⋅)
-0,1985t = ln( 1 12 ) |:-0,1985
t = - 1 0,1985 ln( 1 12 ) ≈ 12.5184

also t=12.5

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 31°C wird eine Limo aus einem 8° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 6 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 13,96°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 7 Minuten? b) Wann ist sie 24°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=31 sein muss.

Da der Anfangsbestand 8 ist, gilt: f(0)= 8, also 8 = 31 - c · e -k · 0 = 31 - c = 31 - c

8 = 31 - c
8 = -c +31 | -8 + c
c = 23

somit gilt: f(t)= 31 -23 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 31 -23 e -k · 6 = 13,96.

31 -23 e -6k = 13,9612
-23 e -6k +31 = 13,9612 | -31
-23 e -6k = -17,0388 |:-23
e -6k = 0,7408 |ln(⋅)
-6k = ln( 0,7408 ) |:-6
k = - 1 6 ln( 0,7408 ) ≈ 0.05

also k ≈ 0.050004099275028, => f(t)= 31 -23 e -0,05t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 31 -23 e -0,057 ≈ 14.8


Wann wird der Wert 24?: f(t)=24

31 -23 e -0,05t = 24
-23 e -0,05t +31 = 24 | -31
-23 e -0,05t = -7 |:-23
e -0,05t = 7 23 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 7 23 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 7 23 ) ≈ 23.7917

also t=23.8

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 5 Jahren, wenn jedes Jahr 0,4 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 74 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.4 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 0.4 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(40 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=40 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 40 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 40 - c · e -0,010
80 = 40 - c
80 = -c +40 | -80 + c
c = -40

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 40 +40 e -0,01x


Wert zur Zeit 5: f(5)= 40 +40 e -0,015 ≈ 78


Wann wird der Wert 74?: f(t)=74

40 +40 e -0,01t = 74
40 e -0,01t +40 = 74 | -40
40 e -0,01t = 34 |:40
e -0,01t = 17 20 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 17 20 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 17 20 ) ≈ 16.2519

also t=16.3

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 16 e -0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,09 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,09 7.702 min