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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 19 Millionen Algen im Teich. Nach 3 Stunden sind es 22,747 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 6 Stunden? b) Wann waren es 26 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 19 e k · 3 = 22,7471.

19 e 3k = 22,7471 |:19
e 3k = 1,1972 |ln(⋅)
3k = ln( 1,1972 ) |:3
k = 1 3 ln( 1,1972 ) ≈ 0.06

also k ≈ 0.059995165665469, => f(t)= 19 e 0,06t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 19 e 0,066 ≈ 27.2


Wann wird der Wert 26?: f(t)=26

19 e 0,06t = 26 |:19
e 0,06t = 26 19 |ln(⋅)
0,06t = ln( 26 19 ) |:0,06
t = 1 0,06 ln( 26 19 ) ≈ 5.2276

also t=5.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 123 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 3g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 188 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 0,6g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 123 ≈ -0.0056353429313817


=> f(t)= 3 e -0,0056t


Wert zur Zeit 188: f(188)= 3 e -0,0056188 ≈ 1


Wann wird der Wert 0.6?: f(t)=0.6

3 e -0,0056t = 0,6 |:3
e -0,0056t = 0,2 |ln(⋅)
-0,0056t = ln( 0,2 ) |:-0,0056
t = - 1 0,0056 ln( 0,2 ) ≈ 285.6145

also t=285.6

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 14% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 4 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 2 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.86) ≈ -0.15082288973458


=> f(t)= 4 e -0,1508t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 4 e -0,15082 ≈ 3


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

4 e -0,1508t = 1 |:4
e -0,1508t = 1 4 |ln(⋅)
-0,1508t = ln( 1 4 ) |:-0,1508
t = - 1 0,1508 ln( 1 4 ) ≈ 9.1929

also t=9.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 26°C wird eine Limo aus einem 8° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 7 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 9,22°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 8 Minuten? b) Wann ist sie 24°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=26 sein muss.

Da der Anfangsbestand 8 ist, gilt: f(0)= 8, also 8 = 26 - c · e -k · 0 = 26 - c = 26 - c

8 = 26 - c
8 = -c +26 | -8 + c
c = 18

somit gilt: f(t)= 26 -18 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(7)= 26 -18 e -k · 7 = 9,22.

26 -18 e -7k = 9,2169
-18 e -7k +26 = 9,2169 | -26
-18 e -7k = -16,7831 |:-18
e -7k = 0,9324 |ln(⋅)
-7k = ln( 0,9324 ) |:-7
k = - 1 7 ln( 0,9324 ) ≈ 0.01

also k ≈ 0.0099990531172193, => f(t)= 26 -18 e -0,01t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 26 -18 e -0,018 ≈ 9.4


Wann wird der Wert 24?: f(t)=24

26 -18 e -0,01t = 24
-18 e -0,01t +26 = 24 | -26
-18 e -0,01t = -2 |:-18
e -0,01t = 1 9 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 1 9 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 1 9 ) ≈ 219.7225

also t=219.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 9ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 5% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 7 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 134ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 9 - 0.05⋅f(t)

wenn man 0.05 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.05( 9 0.05 - f(t))

also f'(t) = 0.05(180 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=180 und der Wachstumsfaktor k=0.05 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 180 - c · e -0,05t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 180 - c · e -0,050
0 = 180 - c
0 = -c +180 |0 + c
c = 180

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 180 -180 e -0,05x


Wert zur Zeit 7: f(7)= 180 -180 e -0,057 ≈ 53.2


Wann wird der Wert 134?: f(t)=134

180 -180 e -0,05t = 134
-180 e -0,05t +180 = 134 | -180
-180 e -0,05t = -46 |:-180
e -0,05t = 23 90 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 23 90 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 23 90 ) ≈ 27.2863

also t=27.3

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 9 e 0,03t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,03 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,03 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,03 23.105 min