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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 18g vorhanden. Nach 9 Tagen sind nur noch 16,451g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 11 Tagen da? b) Wann sind nur noch 17g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 18 ist, gilt: f(0)= 18, also 18 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 18 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 18 e k · 9 = 16,4508.

18 e 9k = 16,4508 |:18
e 9k = 0,9139 |ln(⋅)
9k = ln( 0,9139 ) |:9
k = 1 9 ln( 0,9139 ) ≈ -0.01

also k ≈ -0.010003791411553, => f(t)= 18 e -0,01t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 18 e -0,0111 ≈ 16.1


Wann wird der Wert 17?: f(t)=17

18 e -0,01t = 17 |:18
e -0,01t = 17 18 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 17 18 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 17 18 ) ≈ 5.7158

also t=5.7

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 92 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 19g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 128 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 13,3g Gaußium da?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 92 ≈ -0.0075342084843472


=> f(t)= 19 e -0,0075t


Wert zur Zeit 128: f(128)= 19 e -0,0075128 ≈ 7.2


Wann wird der Wert 13.3?: f(t)=13.3

19 e -0,0075t = 13,3 |:19
e -0,0075t = 0,7 |ln(⋅)
-0,0075t = ln( 0,7 ) |:-0,0075
t = - 1 0,0075 ln( 0,7 ) ≈ 47.342

also t=47.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 13% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 35% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.87) ≈ -0.13926206733351


=> f(t)= 100 e -0,1393t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,13935 ≈ 49.8


Wann wird der Wert 35?: f(t)=35

100 e -0,1393t = 35 |:100
e -0,1393t = 7 20 |ln(⋅)
-0,1393t = ln( 7 20 ) |:-0,1393
t = - 1 0,1393 ln( 7 20 ) ≈ 7.5364

also t=7.5

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Die Körpertemperatur eines Menschen wird mit dem Fieberthermometer gemessen. Dabei ist die Geschwindigkeit, mit der die Temperatur des Thermometers steigt, proportional zur Differenz zwischen tatsächlicher Temperatur und der des Thermometers. Bei der Untersuchung eines gesunden Menschen, dessen Körpertemperatur 37,0 Grad beträgt, steigt die Anzeige des Thermometers in der ersten halben Minute von 17,0 Grad auf 32 Grad an. a) Welche Temperatur zeigt das Thermometer nach 1,5 Minuten an? b) Wann zeigt es 36,9° an?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=37 sein muss.

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = 37 - c · e -k · 0 = 37 - c = 37 - c

17 = 37 - c
17 = -c +37 | -17 + c
c = 20

somit gilt: f(t)= 37 -20 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(0.5)= 37 -20 e -k · 0,5 = 32.

37 -20 e -0,5k = 32
-20 e -0,5k +37 = 32 | -37
-20 e -0,5k = -5 |:-20
e -0,5k = 1 4 |ln(⋅)
-0,5k = ln( 1 4 ) |:-0,5
k = - 1 0,5 ln( 1 4 ) ≈ 2.7726

also k ≈ 2.7725887222398, => f(t)= 37 -20 e -2,7726t


Wert zur Zeit 1.5: f(1.5)= 37 -20 e -2,77261,5 ≈ 36.7


Wann wird der Wert 36.9?: f(t)=36.9

37 -20 e -2,7726t = 36,9
-20 e -2,7726t +37 = 36,9 | -37
-20 e -2,7726t = -0,1 |:-20
e -2,7726t = 0,005 |ln(⋅)
-2,7726t = ln( 0,005 ) |:-2,7726
t = - 1 2,7726 ln( 0,005 ) ≈ 1.911

also t=1.9

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 7ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 4% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 6 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 166ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 7 - 0.04⋅f(t)

wenn man 0.04 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.04( 7 0.04 - f(t))

also f'(t) = 0.04(175 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=175 und der Wachstumsfaktor k=0.04 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 175 - c · e -0,04t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 175 - c · e -0,040
0 = 175 - c
0 = -c +175 |0 + c
c = 175

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 175 -175 e -0,04x


Wert zur Zeit 6: f(6)= 175 -175 e -0,046 ≈ 37.3


Wann wird der Wert 166?: f(t)=166

175 -175 e -0,04t = 166
-175 e -0,04t +175 = 166 | -175
-175 e -0,04t = -9 |:-175
e -0,04t = 9 175 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 9 175 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 9 175 ) ≈ 74.189

also t=74.2

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 5 e -0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,04 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,04 17.329 min