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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Der Schalldruckpegel gibt an wie laut etwas ist. Die zugehörige Maßeinheit ist dB (Dezibel). Der leiseste für den Menschen noch wahrnehmbare Schall ist 0 Dezibel. Dabei ist der Schalldruck 0,00002 Pa (Pascal). Mit steigendem Schalldruckpegel (in dB) wächst der Schalldruck (in Pa) exponentiell. Ein Fernseher auf Zimmerlautstärke erzeugt einen Schalldruckpegel von 60 dB, was einem Schalldruck von 0,02 Pa entspricht. a) Wie hoch ist der Schalldruck bei 92 dB? b) Wie viel dB misst man bei einem Schalldruck von 72 Pa?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(60)= 0,00002 e k · 60 = 0,02.

0,00002 e 60k = 0,02 |:0,00002
e 60k = 1000 |ln(⋅)
60k = ln( 1000 ) |:60
k = 1 60 ln( 1000 ) ≈ 0.1151

also k ≈ 0.1151292546497, => f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 92: f(92)= 0,00002 e 0,115192 ≈ 0.8


Wann wird der Wert 72?: f(t)=72

0,00002 e 0,1151t = 72 |:0,00002
e 0,1151t = 3600000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 3600000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 3600000 ) ≈ 131.1594

also t=131.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1284 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2262? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,9 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1284 ≈ -0.00053983425277254


=> f(t)= e -0,00054t


Wert zur Zeit 262: f(262)= e -0,00054262 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.9?: f(t)=0.9

e -0,00054t = 0,9 |ln(⋅)
-0,00054t = ln( 0,9 ) |:-0,00054
t = - 1 0,00054 ln( 0,9 ) ≈ 195.1121

also t=195.1

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 10% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 18 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann sind es 23 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 18 ist, gilt: f(0)= 18, also 18 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 18 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.1) ≈ 0.095310179804325


=> f(t)= 18 e 0,0953t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 18 e 0,09534 ≈ 26.4


Wann wird der Wert 23?: f(t)=23

18 e 0,0953t = 23 |:18
e 0,0953t = 23 18 |ln(⋅)
0,0953t = ln( 23 18 ) |:0,0953
t = 1 0,0953 ln( 23 18 ) ≈ 2.5721

also t=2.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 27°C wird eine Limo aus einem 3° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 7 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 6,14°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 10 Minuten? b) Wann ist sie 6°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=27 sein muss.

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = 27 - c · e -k · 0 = 27 - c = 27 - c

3 = 27 - c
3 = -c +27 | -3 + c
c = 24

somit gilt: f(t)= 27 -24 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(7)= 27 -24 e -k · 7 = 6,14.

27 -24 e -7k = 6,1354
-24 e -7k +27 = 6,1354 | -27
-24 e -7k = -20,8646 |:-24
e -7k = 0,8694 |ln(⋅)
-7k = ln( 0,8694 ) |:-7
k = - 1 7 ln( 0,8694 ) ≈ 0.02

also k ≈ 0.019993137203921, => f(t)= 27 -24 e -0,02t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 27 -24 e -0,0210 ≈ 7.4


Wann wird der Wert 6?: f(t)=6

27 -24 e -0,02t = 6
-24 e -0,02t +27 = 6 | -27
-24 e -0,02t = -21 |:-24
e -0,02t = 7 8 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 7 8 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 7 8 ) ≈ 6.6766

also t=6.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 2ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 8% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 6 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 8ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 2 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 2 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(25 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=25 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 25 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 25 - c · e -0,080
0 = 25 - c
0 = -c +25 |0 + c
c = 25

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 25 -25 e -0,08x


Wert zur Zeit 6: f(6)= 25 -25 e -0,086 ≈ 9.5


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

25 -25 e -0,08t = 8
-25 e -0,08t +25 = 8 | -25
-25 e -0,08t = -17 |:-25
e -0,08t = 17 25 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 17 25 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 17 25 ) ≈ 4.8208

also t=4.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 19 e -0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,02 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,02 34.657 min