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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 16g vorhanden. Nach 9 Tagen sind nur noch 9,324g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 10 Tagen da? b) Wann sind nur noch 9g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 16 e k · 9 = 9,324.

16 e 9k = 9,324 |:16
e 9k = 0,5828 |ln(⋅)
9k = ln( 0,5828 ) |:9
k = 1 9 ln( 0,5828 ) ≈ -0.06

also k ≈ -0.059990133851232, => f(t)= 16 e -0,06t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 16 e -0,0610 ≈ 8.8


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

16 e -0,06t = 9 |:16
e -0,06t = 9 16 |ln(⋅)
-0,06t = ln( 9 16 ) |:-0,06
t = - 1 0,06 ln( 9 16 ) ≈ 9.5894

also t=9.6

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1565 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2183? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,2 Milliarden Blondies?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1565 ≈ -0.00044290554668367


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 183: f(183)= e -0,0004183 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.2?: f(t)=0.2

e -0,0004t = 0,2 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,2 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,2 ) ≈ 3633.0427

also t=3633

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 12% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 7 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann sind es 10 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 7 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.12) ≈ 0.113328685307


=> f(t)= 7 e 0,1133t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 7 e 0,11334 ≈ 11


Wann wird der Wert 10?: f(t)=10

7 e 0,1133t = 10 |:7
e 0,1133t = 10 7 |ln(⋅)
0,1133t = ln( 10 7 ) |:0,1133
t = 1 0,1133 ln( 10 7 ) ≈ 3.1481

also t=3.1

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 28°C wird eine Limo aus einem 9° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 4 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 11,81°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 7 Minuten? b) Wann ist sie 25°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=28 sein muss.

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = 28 - c · e -k · 0 = 28 - c = 28 - c

9 = 28 - c
9 = -c +28 | -9 + c
c = 19

somit gilt: f(t)= 28 -19 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 28 -19 e -k · 4 = 11,81.

28 -19 e -4k = 11,8093
-19 e -4k +28 = 11,8093 | -28
-19 e -4k = -16,1907 |:-19
e -4k = 0,8521 |ln(⋅)
-4k = ln( 0,8521 ) |:-4
k = - 1 4 ln( 0,8521 ) ≈ 0.04

also k ≈ 0.040012847037057, => f(t)= 28 -19 e -0,04t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 28 -19 e -0,047 ≈ 13.6


Wann wird der Wert 25?: f(t)=25

28 -19 e -0,04t = 25
-19 e -0,04t +28 = 25 | -28
-19 e -0,04t = -3 |:-19
e -0,04t = 3 19 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 3 19 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 3 19 ) ≈ 46.1457

also t=46.1

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 6ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 8% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 6 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 18ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 6 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 6 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(75 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=75 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 75 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 75 - c · e -0,080
0 = 75 - c
0 = -c +75 |0 + c
c = 75

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 75 -75 e -0,08x


Wert zur Zeit 6: f(6)= 75 -75 e -0,086 ≈ 28.6


Wann wird der Wert 18?: f(t)=18

75 -75 e -0,08t = 18
-75 e -0,08t +75 = 18 | -75
-75 e -0,08t = -57 |:-75
e -0,08t = 19 25 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 19 25 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 19 25 ) ≈ 3.4305

also t=3.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 17 e -0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,02 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,02 34.657 min