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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 4 Millionen Algen im Teich. Nach 7 Stunden sind es 4,935 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 9 Stunden? b) Wann waren es 5 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(7)= 4 e k · 7 = 4,9347.

4 e 7k = 4,9347 |:4
e 7k = 1,2337 |ln(⋅)
7k = ln( 1,2337 ) |:7
k = 1 7 ln( 1,2337 ) ≈ 0.03

also k ≈ 0.03000254058504, => f(t)= 4 e 0,03t


Wert zur Zeit 9: f(9)= 4 e 0,039 ≈ 5.2


Wann wird der Wert 5?: f(t)=5

4 e 0,03t = 5 |:4
e 0,03t = 5 4 |ln(⋅)
0,03t = ln( 5 4 ) |:0,03
t = 1 0,03 ln( 5 4 ) ≈ 7.4381

also t=7.4

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 97 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 93 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 97: f(97)= 0,00002 e 0,115197 ≈ 1.4


Wann wird der Wert 93?: f(t)=93

0,00002 e 0,1151t = 93 |:0,00002
e 0,1151t = 4650000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 4650000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 4650000 ) ≈ 133.3355

also t=133.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 18% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 16 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 2 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 2 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.82) ≈ -0.19845093872384


=> f(t)= 16 e -0,1985t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 16 e -0,19852 ≈ 10.8


Wann wird der Wert 2?: f(t)=2

16 e -0,1985t = 2 |:16
e -0,1985t = 1 8 |ln(⋅)
-0,1985t = ln( 1 8 ) |:-0,1985
t = - 1 0,1985 ln( 1 8 ) ≈ 10.4758

also t=10.5

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 60° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 51° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 3 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 60 ist, gilt: f(0)= 60, also 60 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

60 = 20 - c
60 = -c +20 | -60 + c
c = -40

somit gilt: f(t)= 20 +40 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +40 e -k · 5 = 51.

20 +40 e -5k = 50,9967
40 e -5k +20 = 50,9967 | -20
40 e -5k = 30,9967 |:40
e -5k = 0,7749 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,7749 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,7749 ) ≈ 0.051

also k ≈ 0.051004258042447, => f(t)= 20 +40 e -0,051t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 20 +40 e -0,0513 ≈ 54.3


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +40 e -0,051t = 50
40 e -0,051t +20 = 50 | -20
40 e -0,051t = 30 |:40
e -0,051t = 3 4 |ln(⋅)
-0,051t = ln( 3 4 ) |:-0,051
t = - 1 0,051 ln( 3 4 ) ≈ 5.6408

also t=5.6

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,5% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 10 Jahren, wenn jedes Jahr 0,6 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 56 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.6 - 0.015⋅f(t)

wenn man 0.015 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.015( 0.6 0.015 - f(t))

also f'(t) = 0.015(40 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=40 und der Wachstumsfaktor k=0.015 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 40 - c · e -0,015t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 40 - c · e -0,0150
80 = 40 - c
80 = -c +40 | -80 + c
c = -40

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 40 +40 e -0,015x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 40 +40 e -0,01510 ≈ 74.4


Wann wird der Wert 56?: f(t)=56

40 +40 e -0,015t = 56
40 e -0,015t +40 = 56 | -40
40 e -0,015t = 16 |:40
e -0,015t = 2 5 |ln(⋅)
-0,015t = ln( 2 5 ) |:-0,015
t = - 1 0,015 ln( 2 5 ) ≈ 61.086

also t=61.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 20 e -0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,06 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,06 11.552 min