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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 15g vorhanden. Nach 8 Tagen sind nur noch 12,782g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 10 Tagen da? b) Wann sind nur noch 13g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 15 ist, gilt: f(0)= 15, also 15 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 15 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(8)= 15 e k · 8 = 12,7822.

15 e 8k = 12,7822 |:15
e 8k = 0,8521 |ln(⋅)
8k = ln( 0,8521 ) |:8
k = 1 8 ln( 0,8521 ) ≈ -0.02

also k ≈ -0.020006423518528, => f(t)= 15 e -0,02t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 15 e -0,02⋅10 ≈ 12.3


Wann wird der Wert 13?: f(t)=13

15 e -0,02t = 13 |:15
e -0,02t = 13 15 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 13 15 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 13 15 ) ≈ 7.155

also t=7.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 173 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 4g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 397 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 3,6g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 173 ≈ -0.0040066311015026


=> f(t)= 4 e -0,004t


Wert zur Zeit 397: f(397)= 4 e -0,004⋅397 ≈ 0.8


Wann wird der Wert 3.6?: f(t)=3.6

4 e -0,004t = 3,6 |:4
e -0,004t = 0,9 |ln(⋅)
-0,004t = ln( 0,9 ) |:-0,004
t = - 1 0,004 ln( 0,9 ) ≈ 26.2941

also t=26.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 17% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 16 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 5 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 5 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.83) ≈ -0.18632957819149


=> f(t)= 16 e -0,1863t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 16 e -0,1863⋅5 ≈ 6.3


Wann wird der Wert 5?: f(t)=5

16 e -0,1863t = 5 |:16
e -0,1863t = 5 16 |ln(⋅)
-0,1863t = ln( 5 16 ) |:-0,1863
t = - 1 0,1863 ln( 5 16 ) ≈ 6.2434

also t=6.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 29°C wird eine Limo aus einem 7° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 9 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 19,21°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 10 Minuten? b) Wann ist sie 28°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=29 sein muss.

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = 29 - c · e -k · 0 = 29 - c = 29 - c

7 = 29 - c
7 = -c +29 | -7 + c
c = 22

somit gilt: f(t)= 29 -22 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 29 -22 e -k · 9 = 19,21.

29 -22 e -9k = 19,2131
-22 e -9k +29 = 19,2131 | -29
-22 e -9k = -9,7869 |:-22
e -9k = 0,4449 |ln(⋅)
-9k = ln( 0,4449 ) |:-9
k = - 1 9 ln( 0,4449 ) ≈ 0.09

also k ≈ 0.089989526796682, => f(t)= 29 -22 e -0,09t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 29 -22 e -0,09⋅10 ≈ 20.1


Wann wird der Wert 28?: f(t)=28

29 -22 e -0,09t = 28
-22 e -0,09t +29 = 28 | -29
-22 e -0,09t = -1 |:-22
e -0,09t = 1 22 |ln(⋅)
-0,09t = ln( 1 22 ) |:-0,09
t = - 1 0,09 ln( 1 22 ) ≈ 34.3449

also t=34.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 2ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 8% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 12 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 10ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 2 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 2 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(25 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=25 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 25 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 25 - c · e -0,08⋅0
0 = 25 - c
0 = -c +25 |0 + c
c = 25

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 25 -25 e -0,08x


Wert zur Zeit 12: f(12)= 25 -25 e -0,08⋅12 ≈ 15.4


Wann wird der Wert 10?: f(t)=10

25 -25 e -0,08t = 10
-25 e -0,08t +25 = 10 | -25
-25 e -0,08t = -15 |:-25
e -0,08t = 3 5 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 3 5 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 3 5 ) ≈ 6.3853

also t=6.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 4 e -0,03t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,03 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,03 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,03 ≈ 23.105 min