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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 11 Millionen Algen im Teich. Nach 6 Stunden sind es 14,848 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 9 Stunden? b) Wann waren es 14 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 11 ist, gilt: f(0)= 11, also 11 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 11 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 11 e k · 6 = 14,8484.

11 e 6k = 14,8484 |:11
e 6k = 1,3499 |ln(⋅)
6k = ln( 1,3499 ) |:6
k = 1 6 ln( 1,3499 ) ≈ 0.05

also k ≈ 0.050005085938774, => f(t)= 11 e 0,05t


Wert zur Zeit 9: f(9)= 11 e 0,059 ≈ 17.3


Wann wird der Wert 14?: f(t)=14

11 e 0,05t = 14 |:11
e 0,05t = 14 11 |ln(⋅)
0,05t = ln( 14 11 ) |:0,05
t = 1 0,05 ln( 14 11 ) ≈ 4.8232

also t=4.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 893 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 13g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 2505 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 5,2g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 893 ≈ -0.00077620065012312


=> f(t)= 13 e -0,0008t


Wert zur Zeit 2505: f(2505)= 13 e -0,00082505 ≈ 1.9


Wann wird der Wert 5.2?: f(t)=5.2

13 e -0,0008t = 5,2 |:13
e -0,0008t = 0,4 |ln(⋅)
-0,0008t = ln( 0,4 ) |:-0,0008
t = - 1 0,0008 ln( 0,4 ) ≈ 1180.787

also t=1180.8

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 12% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 2 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 64% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.88) ≈ -0.12783337150988


=> f(t)= 100 e -0,1278t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 100 e -0,12782 ≈ 77.4


Wann wird der Wert 64?: f(t)=64

100 e -0,1278t = 64 |:100
e -0,1278t = 16 25 |ln(⋅)
-0,1278t = ln( 16 25 ) |:-0,1278
t = - 1 0,1278 ln( 16 25 ) ≈ 3.4921

also t=3.5

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 57° erhitzt hat. Nach 3 min ist das Wasser auf 52° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 57 ist, gilt: f(0)= 57, also 57 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

57 = 20 - c
57 = -c +20 | -57 + c
c = -37

somit gilt: f(t)= 20 +37 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 20 +37 e -k · 3 = 52.

20 +37 e -3k = 51,9994
37 e -3k +20 = 51,9994 | -20
37 e -3k = 31,9994 |:37
e -3k = 0,8648 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,8648 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,8648 ) ≈ 0.0484

also k ≈ 0.048419004219046, => f(t)= 20 +37 e -0,0484t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +37 e -0,04841 ≈ 55.3


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +37 e -0,0484t = 50
37 e -0,0484t +20 = 50 | -20
37 e -0,0484t = 30 |:37
e -0,0484t = 30 37 |ln(⋅)
-0,0484t = ln( 30 37 ) |:-0,0484
t = - 1 0,0484 ln( 30 37 ) ≈ 4.3331

also t=4.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 4ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 2% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 13 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 171ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 4 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 4 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(200 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=200 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 200 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 200 - c · e -0,020
0 = 200 - c
0 = -c +200 |0 + c
c = 200

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 200 -200 e -0,02x


Wert zur Zeit 13: f(13)= 200 -200 e -0,0213 ≈ 45.8


Wann wird der Wert 171?: f(t)=171

200 -200 e -0,02t = 171
-200 e -0,02t +200 = 171 | -200
-200 e -0,02t = -29 |:-200
e -0,02t = 29 200 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 29 200 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 29 200 ) ≈ 96.5511

also t=96.6

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 11 e 0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,02 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,02 34.657 min