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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 15 Millionen Algen im Teich. Nach 5 Stunden sind es 15,769 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 7 Stunden? b) Wann waren es 16 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 15 ist, gilt: f(0)= 15, also 15 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 15 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 15 e k · 5 = 15,7691.

15 e 5k = 15,7691 |:15
e 5k = 1,0513 |ln(⋅)
5k = ln( 1,0513 ) |:5
k = 1 5 ln( 1,0513 ) ≈ 0.01

also k ≈ 0.01000549871993, => f(t)= 15 e 0,01t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 15 e 0,017 ≈ 16.1


Wann wird der Wert 16?: f(t)=16

15 e 0,01t = 16 |:15
e 0,01t = 16 15 |ln(⋅)
0,01t = ln( 16 15 ) |:0,01
t = 1 0,01 ln( 16 15 ) ≈ 6.4539

also t=6.5

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1345 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2134? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,9 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1345 ≈ -0.00051535106361334


=> f(t)= e -0,0005t


Wert zur Zeit 134: f(134)= e -0,0005134 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.9?: f(t)=0.9

e -0,0005t = 0,9 |ln(⋅)
-0,0005t = ln( 0,9 ) |:-0,0005
t = - 1 0,0005 ln( 0,9 ) ≈ 204.5835

also t=204.6

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 14% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 16 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 5 Stunden? b) Wann sind es 23 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.14) ≈ 0.1310282624064


=> f(t)= 16 e 0,131t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 16 e 0,1315 ≈ 30.8


Wann wird der Wert 23?: f(t)=23

16 e 0,131t = 23 |:16
e 0,131t = 23 16 |ln(⋅)
0,131t = ln( 23 16 ) |:0,131
t = 1 0,131 ln( 23 16 ) ≈ 2.7703

also t=2.8

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 25°C wird eine Limo aus einem 8° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 8 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 10,51°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 10 Minuten? b) Wann ist sie 15°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=25 sein muss.

Da der Anfangsbestand 8 ist, gilt: f(0)= 8, also 8 = 25 - c · e -k · 0 = 25 - c = 25 - c

8 = 25 - c
8 = -c +25 | -8 + c
c = 17

somit gilt: f(t)= 25 -17 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(8)= 25 -17 e -k · 8 = 10,51.

25 -17 e -8k = 10,5136
-17 e -8k +25 = 10,5136 | -25
-17 e -8k = -14,4864 |:-17
e -8k = 0,8521 |ln(⋅)
-8k = ln( 0,8521 ) |:-8
k = - 1 8 ln( 0,8521 ) ≈ 0.02

also k ≈ 0.020006423518528, => f(t)= 25 -17 e -0,02t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 25 -17 e -0,0210 ≈ 11.1


Wann wird der Wert 15?: f(t)=15

25 -17 e -0,02t = 15
-17 e -0,02t +25 = 15 | -25
-17 e -0,02t = -10 |:-17
e -0,02t = 10 17 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 10 17 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 10 17 ) ≈ 26.5314

also t=26.5

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 15 Jahren, wenn jedes Jahr 0,5 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 66 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.5 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 0.5 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(50 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=50 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 50 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 50 - c · e -0,010
80 = 50 - c
80 = -c +50 | -80 + c
c = -30

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 50 +30 e -0,01x


Wert zur Zeit 15: f(15)= 50 +30 e -0,0115 ≈ 75.8


Wann wird der Wert 66?: f(t)=66

50 +30 e -0,01t = 66
30 e -0,01t +50 = 66 | -50
30 e -0,01t = 16 |:30
e -0,01t = 8 15 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 8 15 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 8 15 ) ≈ 62.8609

also t=62.9

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 18 e -0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,04 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,04 17.329 min