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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 19 Millionen Algen im Teich. Nach 2 Stunden sind es 19,384 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 3 Stunden? b) Wann waren es 20 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 19 e k · 2 = 19,3838.

19 e 2k = 19,3838 |:19
e 2k = 1,0202 |ln(⋅)
2k = ln( 1,0202 ) |:2
k = 1 2 ln( 1,0202 ) ≈ 0.01

also k ≈ 0.0099993432533446, => f(t)= 19 e 0,01t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 19 e 0,01⋅3 ≈ 19.6


Wann wird der Wert 20?: f(t)=20

19 e 0,01t = 20 |:19
e 0,01t = 20 19 |ln(⋅)
0,01t = ln( 20 19 ) |:0,01
t = 1 0,01 ln( 20 19 ) ≈ 5.1293

also t=5.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 155 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 9g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 152 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 6,3g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 9 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 155 ≈ -0.0044719172939351


=> f(t)= 9 e -0,0045t


Wert zur Zeit 152: f(152)= 9 e -0,0045⋅152 ≈ 4.6


Wann wird der Wert 6.3?: f(t)=6.3

9 e -0,0045t = 6,3 |:9
e -0,0045t = 0,7 |ln(⋅)
-0,0045t = ln( 0,7 ) |:-0,0045
t = - 1 0,0045 ln( 0,7 ) ≈ 79.7574

also t=79.8

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 4% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 2 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 84% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.96) ≈ -0.040821994520255


=> f(t)= 100 e -0,0408t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 100 e -0,0408⋅2 ≈ 92.2


Wann wird der Wert 84?: f(t)=84

100 e -0,0408t = 84 |:100
e -0,0408t = 21 25 |ln(⋅)
-0,0408t = ln( 21 25 ) |:-0,0408
t = - 1 0,0408 ln( 21 25 ) ≈ 4.2734

also t=4.3

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 55° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 51° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 3 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 55 ist, gilt: f(0)= 55, also 55 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

55 = 20 - c
55 = -c +20 | -55 + c
c = -35

somit gilt: f(t)= 20 +35 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +35 e -k · 5 = 51.

20 +35 e -5k = 50,9957
35 e -5k +20 = 50,9957 | -20
35 e -5k = 30,9957 |:35
e -5k = 0,8856 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,8856 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,8856 ) ≈ 0.0243

also k ≈ 0.024297979517542, => f(t)= 20 +35 e -0,0243t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 20 +35 e -0,0243⋅3 ≈ 52.5


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +35 e -0,0243t = 50
35 e -0,0243t +20 = 50 | -20
35 e -0,0243t = 30 |:35
e -0,0243t = 6 7 |ln(⋅)
-0,0243t = ln( 6 7 ) |:-0,0243
t = - 1 0,0243 ln( 6 7 ) ≈ 6.3436

also t=6.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 5% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 2702 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 80 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 15 Monaten? b) Wann beträgt dieser 1709 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 80 - 0.05⋅f(t)

wenn man 0.05 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.05( 80 0.05 - f(t))

also f'(t) = 0.05(1600 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1600 und der Wachstumsfaktor k=0.05 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1600 - c · e -0,05t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=2702 ein (Punktprobe).

2702 = 1600 - c · e -0,05⋅0
2702 = 1600 - c
2702 = -c +1600 | -2702 + c
c = -1102

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1600 +1102 e -0,05x


Wert zur Zeit 15: f(15)= 1600 +1102 e -0,05⋅15 ≈ 2120.5


Wann wird der Wert 1709?: f(t)=1709

1600 +1102 e -0,05t = 1709
1102 e -0,05t +1600 = 1709 | -1600
1102 e -0,05t = 109 |:1102
e -0,05t = 109 1102 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 109 1102 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 109 1102 ) ≈ 46.2707

also t=46.3

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 12 e 0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,09 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,09 ≈ 7.702 min