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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 7g vorhanden. Nach 3 Tagen sind nur noch 6,592g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 5 Tagen da? b) Wann sind nur noch 6g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 7 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 7 e k · 3 = 6,5924.

7 e 3k = 6,5924 |:7
e 3k = 0,9418 |ln(⋅)
3k = ln( 0,9418 ) |:3
k = 1 3 ln( 0,9418 ) ≈ -0.02

also k ≈ -0.019987447057561, => f(t)= 7 e -0,02t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 7 e -0,025 ≈ 6.3


Wann wird der Wert 6?: f(t)=6

7 e -0,02t = 6 |:7
e -0,02t = 6 7 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 6 7 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 6 7 ) ≈ 7.7075

also t=7.7

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 14 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 12-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 8 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 17,14-Tausend Euro gestiegen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 14 ≈ 0.049510512897139


=> f(t)= 12 e 0,0495t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 12 e 0,04958 ≈ 17.8


Wann wird der Wert 17.14?: f(t)=17.14

12 e 0,0495t = 17,14 |:12
e 0,0495t = 1,4283 |ln(⋅)
0,0495t = ln( 1,4283 ) |:0,0495
t = 1 0,0495 ln( 1,4283 ) ≈ 7.2001

also t=7.2

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 14% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 8 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 3 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 4 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 8 ist, gilt: f(0)= 8, also 8 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 8 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.86) ≈ -0.15082288973458


=> f(t)= 8 e -0,1508t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 8 e -0,15083 ≈ 5.1


Wann wird der Wert 4?: f(t)=4

8 e -0,1508t = 4 |:8
e -0,1508t = 1 2 |ln(⋅)
-0,1508t = ln( 1 2 ) |:-0,1508
t = - 1 0,1508 ln( 1 2 ) ≈ 4.5965

also t=4.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 25°C wird eine Limo aus einem 10° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 6 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 16,26°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 8 Minuten? b) Wann ist sie 12°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=25 sein muss.

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = 25 - c · e -k · 0 = 25 - c = 25 - c

10 = 25 - c
10 = -c +25 | -10 + c
c = 15

somit gilt: f(t)= 25 -15 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 25 -15 e -k · 6 = 16,26.

25 -15 e -6k = 16,2588
-15 e -6k +25 = 16,2588 | -25
-15 e -6k = -8,7412 |:-15
e -6k = 0,5827 |ln(⋅)
-6k = ln( 0,5827 ) |:-6
k = - 1 6 ln( 0,5827 ) ≈ 0.09

also k ≈ 0.090013800805518, => f(t)= 25 -15 e -0,09t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 25 -15 e -0,098 ≈ 17.7


Wann wird der Wert 12?: f(t)=12

25 -15 e -0,09t = 12
-15 e -0,09t +25 = 12 | -25
-15 e -0,09t = -13 |:-15
e -0,09t = 13 15 |ln(⋅)
-0,09t = ln( 13 15 ) |:-0,09
t = - 1 0,09 ln( 13 15 ) ≈ 1.59

also t=1.6

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,1% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 9 Jahren, wenn jedes Jahr 0,7 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 73 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.7 - 0.011⋅f(t)

wenn man 0.011 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.011( 0.7 0.011 - f(t))

also f'(t) = 0.011(63.64 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=63.64 und der Wachstumsfaktor k=0.011 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 63,64 - c · e -0,011t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 63,64 - c · e -0,0110
80 = 63,64 - c
80 = -c +63,64 | -80 + c
c = -16,36

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 63,64 +16,36 e -0,011x


Wert zur Zeit 9: f(9)= 63,64 +16,36 e -0,0119 ≈ 78.5


Wann wird der Wert 73?: f(t)=73

63,64 +16,36 e -0,011t = 73
16,36 e -0,011t +63,64 = 73 | -63,64
16,36 e -0,011t = 9,36 |:16,36
e -0,011t = 0,5721 |ln(⋅)
-0,011t = ln( 0,5721 ) |:-0,011
t = - 1 0,011 ln( 0,5721 ) ≈ 50.7674

also t=50.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 19 e 0,05t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,05 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,05 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,05 13.863 min