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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 18g vorhanden. Nach 6 Tagen sind nur noch 15,965g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 8 Tagen da? b) Wann sind nur noch 15g davon übrig?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 18 ist, gilt: f(0)= 18, also 18 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 18 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 18 e k · 6 = 15,9646.

18 e 6k = 15,9646 |:18
e 6k = 0,8869 |ln(⋅)
6k = ln( 0,8869 ) |:6
k = 1 6 ln( 0,8869 ) ≈ -0.02

also k ≈ -0.020003840433288, => f(t)= 18 e -0,02t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 18 e -0,028 ≈ 15.3


Wann wird der Wert 15?: f(t)=15

18 e -0,02t = 15 |:18
e -0,02t = 5 6 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 5 6 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 5 6 ) ≈ 9.1161

also t=9.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1995 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2180? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,7 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1995 ≈ -0.0003474421957694


=> f(t)= e -0,0003t


Wert zur Zeit 180: f(180)= e -0,0003180 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.7?: f(t)=0.7

e -0,0003t = 0,7 |ln(⋅)
-0,0003t = ln( 0,7 ) |:-0,0003
t = - 1 0,0003 ln( 0,7 ) ≈ 1027.8817

also t=1027.9

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 13% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 16 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 3 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 4 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.87) ≈ -0.13926206733351


=> f(t)= 16 e -0,1393t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 16 e -0,13933 ≈ 10.5


Wann wird der Wert 4?: f(t)=4

16 e -0,1393t = 4 |:16
e -0,1393t = 1 4 |ln(⋅)
-0,1393t = ln( 1 4 ) |:-0,1393
t = - 1 0,1393 ln( 1 4 ) ≈ 9.9519

also t=10

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 25°C wird eine Limo aus einem 7° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 9 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 16,24°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 11 Minuten? b) Wann ist sie 15°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=25 sein muss.

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = 25 - c · e -k · 0 = 25 - c = 25 - c

7 = 25 - c
7 = -c +25 | -7 + c
c = 18

somit gilt: f(t)= 25 -18 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 25 -18 e -k · 9 = 16,24.

25 -18 e -9k = 16,2385
-18 e -9k +25 = 16,2385 | -25
-18 e -9k = -8,7615 |:-18
e -9k = 0,4868 |ln(⋅)
-9k = ln( 0,4868 ) |:-9
k = - 1 9 ln( 0,4868 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.079989101985418, => f(t)= 25 -18 e -0,08t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 25 -18 e -0,0811 ≈ 17.5


Wann wird der Wert 15?: f(t)=15

25 -18 e -0,08t = 15
-18 e -0,08t +25 = 15 | -25
-18 e -0,08t = -10 |:-18
e -0,08t = 5 9 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 5 9 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 5 9 ) ≈ 7.3473

also t=7.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 9ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 4% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 11 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 8ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 9 - 0.04⋅f(t)

wenn man 0.04 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.04( 9 0.04 - f(t))

also f'(t) = 0.04(225 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=225 und der Wachstumsfaktor k=0.04 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 225 - c · e -0,04t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 225 - c · e -0,040
0 = 225 - c
0 = -c +225 |0 + c
c = 225

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 225 -225 e -0,04x


Wert zur Zeit 11: f(11)= 225 -225 e -0,0411 ≈ 80.1


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

225 -225 e -0,04t = 8
-225 e -0,04t +225 = 8 | -225
-225 e -0,04t = -217 |:-225
e -0,04t = 217 225 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 217 225 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 217 225 ) ≈ 0.9051

also t=0.9

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 18 e 0,03t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,03 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,03 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,03 23.105 min