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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 3g vorhanden. Nach 2 Tagen sind nur noch 2,941g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 3 Tagen da? b) Wann sind nur noch 3g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 3 e k · 2 = 2,9406.

3 e 2k = 2,9406 |:3
e 2k = 0,9802 |ln(⋅)
2k = ln( 0,9802 ) |:2
k = 1 2 ln( 0,9802 ) ≈ -0.01

also k ≈ -0.009999323253345, => f(t)= 3 e -0,01t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 3 e -0,013 ≈ 2.9


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

3 e -0,01t = 3 |:3
e -0,01t = 1 |ln(⋅)
-0,01t = 0 |:-0,01
t = 0 ≈ 0

also t=0

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 232 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 19g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 638 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 17,1g Gaußium da?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 232 ≈ -0.0029877033644825


=> f(t)= 19 e -0,003t


Wert zur Zeit 638: f(638)= 19 e -0,003638 ≈ 2.8


Wann wird der Wert 17.1?: f(t)=17.1

19 e -0,003t = 17,1 |:19
e -0,003t = 0,9 |ln(⋅)
-0,003t = ln( 0,9 ) |:-0,003
t = - 1 0,003 ln( 0,9 ) ≈ 35.2612

also t=35.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 14% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 3 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 58% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.86) ≈ -0.15082288973458


=> f(t)= 100 e -0,1508t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 100 e -0,15083 ≈ 63.6


Wann wird der Wert 58?: f(t)=58

100 e -0,1508t = 58 |:100
e -0,1508t = 29 50 |ln(⋅)
-0,1508t = ln( 29 50 ) |:-0,1508
t = - 1 0,1508 ln( 29 50 ) ≈ 3.6122

also t=3.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 65° erhitzt hat. Nach 2 min ist das Wasser auf 52° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 65 ist, gilt: f(0)= 65, also 65 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

65 = 20 - c
65 = -c +20 | -65 + c
c = -45

somit gilt: f(t)= 20 +45 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 20 +45 e -k · 2 = 52.

20 +45 e -2k = 51,9977
45 e -2k +20 = 51,9977 | -20
45 e -2k = 31,9977 |:45
e -2k = 0,7111 |ln(⋅)
-2k = ln( 0,7111 ) |:-2
k = - 1 2 ln( 0,7111 ) ≈ 0.1705

also k ≈ 0.17047110604633, => f(t)= 20 +45 e -0,1705t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +45 e -0,17051 ≈ 57.9


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +45 e -0,1705t = 50
45 e -0,1705t +20 = 50 | -20
45 e -0,1705t = 30 |:45
e -0,1705t = 2 3 |ln(⋅)
-0,1705t = ln( 2 3 ) |:-0,1705
t = - 1 0,1705 ln( 2 3 ) ≈ 2.3781

also t=2.4

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 8% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 2295 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 90 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 8 Monaten? b) Wann beträgt dieser 1659 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 90 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 90 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(1125 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1125 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1125 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=2295 ein (Punktprobe).

2295 = 1125 - c · e -0,080
2295 = 1125 - c
2295 = -c +1125 | -2295 + c
c = -1170

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1125 +1170 e -0,08x


Wert zur Zeit 8: f(8)= 1125 +1170 e -0,088 ≈ 1741.9


Wann wird der Wert 1659?: f(t)=1659

1125 +1170 e -0,08t = 1659
1170 e -0,08t +1125 = 1659 | -1125
1170 e -0,08t = 534 |:1170
e -0,08t = 89 195 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 89 195 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 89 195 ) ≈ 9.8045

also t=9.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 12 e 0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,06 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,06 11.552 min