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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 4 Millionen Algen im Teich. Nach 5 Stunden sind es 5,967 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 7 Stunden? b) Wann waren es 6 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 4 e k · 5 = 5,9673.

4 e 5k = 5,9673 |:4
e 5k = 1,4918 |ln(⋅)
5k = ln( 1,4918 ) |:5
k = 1 5 ln( 1,4918 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.079996688907785, => f(t)= 4 e 0,08t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 4 e 0,087 ≈ 7


Wann wird der Wert 6?: f(t)=6

4 e 0,08t = 6 |:4
e 0,08t = 3 2 |ln(⋅)
0,08t = ln( 3 2 ) |:0,08
t = 1 0,08 ln( 3 2 ) ≈ 5.0683

also t=5.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 20 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 13-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 54 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 32,5-Tausend Euro gestiegen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 20 ≈ 0.034657359027997


=> f(t)= 13 e 0,0347t


Wert zur Zeit 54: f(54)= 13 e 0,034754 ≈ 84.5


Wann wird der Wert 32.5?: f(t)=32.5

13 e 0,0347t = 32,5 |:13
e 0,0347t = 2,5 |ln(⋅)
0,0347t = ln( 2,5 ) |:0,0347
t = 1 0,0347 ln( 2,5 ) ≈ 26.4388

also t=26.4

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 10% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 3 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 3 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.9) ≈ -0.10536051565783


=> f(t)= 3 e -0,1054t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 3 e -0,10543 ≈ 2.2


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

3 e -0,1054t = 1 |:3
e -0,1054t = 1 3 |ln(⋅)
-0,1054t = ln( 1 3 ) |:-0,1054
t = - 1 0,1054 ln( 1 3 ) ≈ 10.4233

also t=10.4

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 57° erhitzt hat. Nach 4 min ist das Wasser auf 53° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 57 ist, gilt: f(0)= 57, also 57 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

57 = 20 - c
57 = -c +20 | -57 + c
c = -37

somit gilt: f(t)= 20 +37 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 20 +37 e -k · 4 = 53.

20 +37 e -4k = 53,0003
37 e -4k +20 = 53,0003 | -20
37 e -4k = 33,0003 |:37
e -4k = 0,8919 |ln(⋅)
-4k = ln( 0,8919 ) |:-4
k = - 1 4 ln( 0,8919 ) ≈ 0.0286

also k ≈ 0.028600315077494, => f(t)= 20 +37 e -0,0286t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +37 e -0,02861 ≈ 56


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +37 e -0,0286t = 50
37 e -0,0286t +20 = 50 | -20
37 e -0,0286t = 30 |:37
e -0,0286t = 30 37 |ln(⋅)
-0,0286t = ln( 30 37 ) |:-0,0286
t = - 1 0,0286 ln( 30 37 ) ≈ 7.3329

also t=7.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,2% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 10 Jahren, wenn jedes Jahr 0,6 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 58 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.6 - 0.012⋅f(t)

wenn man 0.012 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.012( 0.6 0.012 - f(t))

also f'(t) = 0.012(50 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=50 und der Wachstumsfaktor k=0.012 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 50 - c · e -0,012t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 50 - c · e -0,0120
80 = 50 - c
80 = -c +50 | -80 + c
c = -30

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 50 +30 e -0,012x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 50 +30 e -0,01210 ≈ 76.6


Wann wird der Wert 58?: f(t)=58

50 +30 e -0,012t = 58
30 e -0,012t +50 = 58 | -50
30 e -0,012t = 8 |:30
e -0,012t = 4 15 |ln(⋅)
-0,012t = ln( 4 15 ) |:-0,012
t = - 1 0,012 ln( 4 15 ) ≈ 110.1463

also t=110.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 14 e 0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,02 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,02 34.657 min