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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 9g vorhanden. Nach 4 Tagen sind nur noch 8,647g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 7 Tagen da? b) Wann sind nur noch 9g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 9 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 9 e k · 4 = 8,6471.

9 e 4k = 8,6471 |:9
e 4k = 0,9608 |ln(⋅)
4k = ln( 0,9608 ) |:4
k = 1 4 ln( 0,9608 ) ≈ -0.01

also k ≈ -0.0099972520540908, => f(t)= 9 e -0,01t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 9 e -0,01⋅7 ≈ 8.4


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

9 e -0,01t = 9 |:9
e -0,01t = 1 |ln(⋅)
-0,01t = 0 |:-0,01
t = 0 ≈ 0

also t=0

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1627 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2228? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,9 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1627 ≈ -0.00042602776924397


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 228: f(228)= e -0,0004⋅228 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.9?: f(t)=0.9

e -0,0004t = 0,9 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,9 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,9 ) ≈ 247.3252

also t=247.3

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 20% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 19 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 4 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 1 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.8) ≈ -0.22314355131421


=> f(t)= 19 e -0,2231t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 19 e -0,2231⋅4 ≈ 7.8


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

19 e -0,2231t = 1 |:19
e -0,2231t = 1 19 |ln(⋅)
-0,2231t = ln( 1 19 ) |:-0,2231
t = - 1 0,2231 ln( 1 19 ) ≈ 13.1978

also t=13.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 26°C wird eine Limo aus einem 10° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 9 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 13,79°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 12 Minuten? b) Wann ist sie 11°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=26 sein muss.

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = 26 - c · e -k · 0 = 26 - c = 26 - c

10 = 26 - c
10 = -c +26 | -10 + c
c = 16

somit gilt: f(t)= 26 -16 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 26 -16 e -k · 9 = 13,79.

26 -16 e -9k = 13,7859
-16 e -9k +26 = 13,7859 | -26
-16 e -9k = -12,2141 |:-16
e -9k = 0,7634 |ln(⋅)
-9k = ln( 0,7634 ) |:-9
k = - 1 9 ln( 0,7634 ) ≈ 0.03

also k ≈ 0.02999701540789, => f(t)= 26 -16 e -0,03t


Wert zur Zeit 12: f(12)= 26 -16 e -0,03⋅12 ≈ 14.8


Wann wird der Wert 11?: f(t)=11

26 -16 e -0,03t = 11
-16 e -0,03t +26 = 11 | -26
-16 e -0,03t = -15 |:-16
e -0,03t = 15 16 |ln(⋅)
-0,03t = ln( 15 16 ) |:-0,03
t = - 1 0,03 ln( 15 16 ) ≈ 2.1513

also t=2.2

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 10% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 2601 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 83 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 5 Monaten? b) Wann beträgt dieser 1429 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 83 - 0.1⋅f(t)

wenn man 0.1 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.1( 83 0.1 - f(t))

also f'(t) = 0.1(830 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=830 und der Wachstumsfaktor k=0.1 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 830 - c · e -0,1t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=2601 ein (Punktprobe).

2601 = 830 - c · e -0,1⋅0
2601 = 830 - c
2601 = -c +830 | -2601 + c
c = -1771

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 830 +1771 e -0,1x


Wert zur Zeit 5: f(5)= 830 +1771 e -0,1⋅5 ≈ 1904.2


Wann wird der Wert 1429?: f(t)=1429

830 +1771 e -0,1t = 1429
1771 e -0,1t +830 = 1429 | -830
1771 e -0,1t = 599 |:1771
e -0,1t = 599 1771 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 599 1771 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 599 1771 ) ≈ 10.8404

also t=10.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 5 e 0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,04 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,04 ≈ 17.329 min