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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 17g vorhanden. Nach 9 Tagen sind nur noch 8,275g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 11 Tagen da? b) Wann sind nur noch 3g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 17 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 17 e k · 9 = 8,2748.

17 e 9k = 8,2748 |:17
e 9k = 0,4868 |ln(⋅)
9k = ln( 0,4868 ) |:9
k = 1 9 ln( 0,4868 ) ≈ -0.08

also k ≈ -0.079989101985418, => f(t)= 17 e -0,08t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 17 e -0,0811 ≈ 7.1


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

17 e -0,08t = 3 |:17
e -0,08t = 3 17 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 3 17 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 3 17 ) ≈ 21.6825

also t=21.7

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 216 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 10g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 218 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 8g Gaußium da?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 216 ≈ -0.0032090147248146


=> f(t)= 10 e -0,0032t


Wert zur Zeit 218: f(218)= 10 e -0,0032218 ≈ 5


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

10 e -0,0032t = 8 |:10
e -0,0032t = 4 5 |ln(⋅)
-0,0032t = ln( 4 5 ) |:-0,0032
t = - 1 0,0032 ln( 4 5 ) ≈ 69.5368

also t=69.5

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 3% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 9 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann sind es 10 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 9 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.03) ≈ 0.029558802241544


=> f(t)= 9 e 0,0296t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 9 e 0,02964 ≈ 10.1


Wann wird der Wert 10?: f(t)=10

9 e 0,0296t = 10 |:9
e 0,0296t = 10 9 |ln(⋅)
0,0296t = ln( 10 9 ) |:0,0296
t = 1 0,0296 ln( 10 9 ) ≈ 3.5595

also t=3.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 60° erhitzt hat. Nach 3 min ist das Wasser auf 51° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 4 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 60 ist, gilt: f(0)= 60, also 60 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

60 = 20 - c
60 = -c +20 | -60 + c
c = -40

somit gilt: f(t)= 20 +40 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 20 +40 e -k · 3 = 51.

20 +40 e -3k = 50,9967
40 e -3k +20 = 50,9967 | -20
40 e -3k = 30,9967 |:40
e -3k = 0,7749 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,7749 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,7749 ) ≈ 0.085

also k ≈ 0.085007096737411, => f(t)= 20 +40 e -0,085t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 20 +40 e -0,0854 ≈ 48.5


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +40 e -0,085t = 50
40 e -0,085t +20 = 50 | -20
40 e -0,085t = 30 |:40
e -0,085t = 3 4 |ln(⋅)
-0,085t = ln( 3 4 ) |:-0,085
t = - 1 0,085 ln( 3 4 ) ≈ 3.3845

also t=3.4

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Deutschland hat derzeit ca. 80 Millionen Einwohner. Aufgrund der niedrigen Geburtenrate deutscher Frauen verliert das Land jedes Jahr 1,1% seiner Bevölkerung. Durch Zuwanderung könnte dieser Bevölkerungsrückgang abgemildert werden. a) Wie viel Millionen Menschen gäbe es in 9 Jahren, wenn jedes Jahr 0,6 Millionen nach Deutschland einwandern würden. b) In wie vielen Jahren hätte Deutschland dann 77 Millionen Einwohner?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 0.6 - 0.011⋅f(t)

wenn man 0.011 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.011( 0.6 0.011 - f(t))

also f'(t) = 0.011(54.55 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=54.55 und der Wachstumsfaktor k=0.011 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 54,55 - c · e -0,011t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=80 ein (Punktprobe).

80 = 54,55 - c · e -0,0110
80 = 54,55 - c
80 = -c +54,55 | -80 + c
c = -25,45

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 54,55 +25,45 e -0,011x


Wert zur Zeit 9: f(9)= 54,55 +25,45 e -0,0119 ≈ 77.6


Wann wird der Wert 77?: f(t)=77

54,55 +25,45 e -0,011t = 77
25,45 e -0,011t +54,55 = 77 | -54,55
25,45 e -0,011t = 22,45 |:25,45
e -0,011t = 0,8821 |ln(⋅)
-0,011t = ln( 0,8821 ) |:-0,011
t = - 1 0,011 ln( 0,8821 ) ≈ 11.4045

also t=11.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 20 e 0,08t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,08 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,08 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,08 8.664 min