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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 8 Millionen Algen im Teich. Nach 3 Stunden sind es 8,753 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 6 Stunden? b) Wann waren es 9 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 8 ist, gilt: f(0)= 8, also 8 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 8 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 8 e k · 3 = 8,7534.

8 e 3k = 8,7534 |:8
e 3k = 1,0942 |ln(⋅)
3k = ln( 1,0942 ) |:3
k = 1 3 ln( 1,0942 ) ≈ 0.03

also k ≈ 0.030007834215863, => f(t)= 8 e 0,03t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 8 e 0,03⋅6 ≈ 9.6


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

8 e 0,03t = 9 |:8
e 0,03t = 9 8 |ln(⋅)
0,03t = ln( 9 8 ) |:0,03
t = 1 0,03 ln( 9 8 ) ≈ 3.9261

also t=3.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 12 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 19-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 29 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 21,11-Tausend Euro gestiegen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 12 ≈ 0.057762265046662


=> f(t)= 19 e 0,0578t


Wert zur Zeit 29: f(29)= 19 e 0,0578⋅29 ≈ 101.4


Wann wird der Wert 21.11?: f(t)=21.11

19 e 0,0578t = 21,11 |:19
e 0,0578t = 1,1111 |ln(⋅)
0,0578t = ln( 1,1111 ) |:0,0578
t = 1 0,0578 ln( 1,1111 ) ≈ 1.8239

also t=1.8

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 13% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 7 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 2 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 2 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 7 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.87) ≈ -0.13926206733351


=> f(t)= 7 e -0,1393t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 7 e -0,1393⋅2 ≈ 5.3


Wann wird der Wert 2?: f(t)=2

7 e -0,1393t = 2 |:7
e -0,1393t = 2 7 |ln(⋅)
-0,1393t = ln( 2 7 ) |:-0,1393
t = - 1 0,1393 ln( 2 7 ) ≈ 8.9933

also t=9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 63° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 53,99° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 2 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 63 ist, gilt: f(0)= 63, also 63 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

63 = 20 - c
63 = -c +20 | -63 + c
c = -43

somit gilt: f(t)= 20 +43 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +43 e -k · 5 = 53,99.

20 +43 e -5k = 53,9945
43 e -5k +20 = 53,9945 | -20
43 e -5k = 33,9945 |:43
e -5k = 0,7906 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,7906 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,7906 ) ≈ 0.047

also k ≈ 0.04699262562391, => f(t)= 20 +43 e -0,047t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 20 +43 e -0,047⋅2 ≈ 59.1


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +43 e -0,047t = 50
43 e -0,047t +20 = 50 | -20
43 e -0,047t = 30 |:43
e -0,047t = 30 43 |ln(⋅)
-0,047t = ln( 30 43 ) |:-0,047
t = - 1 0,047 ln( 30 43 ) ≈ 7.6596

also t=7.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 8% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 2218 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 89 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 14 Monaten? b) Wann beträgt dieser 2045 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 89 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 89 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(1112.5 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1112.5 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1112,5 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=2218 ein (Punktprobe).

2218 = 1112,5 - c · e -0,08⋅0
2218 = 1112,5 - c
2218 = -c +1112,5 | -2218 + c
c = -1105,5

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1112,5 +1105,5 e -0,08x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 1112,5 +1105,5 e -0,08⋅14 ≈ 1473.2


Wann wird der Wert 2045?: f(t)=2045

1112,5 +1105,5 e -0,08t = 2045
1105,5 e -0,08t +1112,5 = 2045 | -1112,5
1105,5 e -0,08t = 932,5 |:1105,5
e -0,08t = 0,8435 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 0,8435 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 0,8435 ) ≈ 2.1274

also t=2.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 9 e 0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,09 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,09 ≈ 7.702 min