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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 19 Millionen Algen im Teich. Nach 6 Stunden sind es 24,154 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 9 Stunden? b) Wann waren es 26 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 19 e k · 6 = 24,1537.

19 e 6k = 24,1537 |:19
e 6k = 1,2712 |ln(⋅)
6k = ln( 1,2712 ) |:6
k = 1 6 ln( 1,2712 ) ≈ 0.04

also k ≈ 0.039993556040062, => f(t)= 19 e 0,04t


Wert zur Zeit 9: f(9)= 19 e 0,049 ≈ 27.2


Wann wird der Wert 26?: f(t)=26

19 e 0,04t = 26 |:19
e 0,04t = 26 19 |ln(⋅)
0,04t = ln( 26 19 ) |:0,04
t = 1 0,04 ln( 26 19 ) ≈ 7.8414

also t=7.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 74 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 43 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 74: f(74)= 0,00002 e 0,115174 ≈ 0.1


Wann wird der Wert 43?: f(t)=43

0,00002 e 0,1151t = 43 |:0,00002
e 0,1151t = 2150000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 2150000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 2150000 ) ≈ 126.6358

also t=126.6

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 9% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 46% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.91) ≈ -0.094310679471241


=> f(t)= 100 e -0,0943t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,09435 ≈ 62.4


Wann wird der Wert 46?: f(t)=46

100 e -0,0943t = 46 |:100
e -0,0943t = 23 50 |ln(⋅)
-0,0943t = ln( 23 50 ) |:-0,0943
t = - 1 0,0943 ln( 23 50 ) ≈ 8.2347

also t=8.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 55° erhitzt hat. Nach 5 min ist das Wasser auf 51° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 55 ist, gilt: f(0)= 55, also 55 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

55 = 20 - c
55 = -c +20 | -55 + c
c = -35

somit gilt: f(t)= 20 +35 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 20 +35 e -k · 5 = 51.

20 +35 e -5k = 50,9957
35 e -5k +20 = 50,9957 | -20
35 e -5k = 30,9957 |:35
e -5k = 0,8856 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,8856 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,8856 ) ≈ 0.0243

also k ≈ 0.024297979517542, => f(t)= 20 +35 e -0,0243t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +35 e -0,02431 ≈ 54.2


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +35 e -0,0243t = 50
35 e -0,0243t +20 = 50 | -20
35 e -0,0243t = 30 |:35
e -0,0243t = 6 7 |ln(⋅)
-0,0243t = ln( 6 7 ) |:-0,0243
t = - 1 0,0243 ln( 6 7 ) ≈ 6.3436

also t=6.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 10% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3777 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 72 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 10 Monaten? b) Wann beträgt dieser 1838 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 72 - 0.1⋅f(t)

wenn man 0.1 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.1( 72 0.1 - f(t))

also f'(t) = 0.1(720 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=720 und der Wachstumsfaktor k=0.1 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 720 - c · e -0,1t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3777 ein (Punktprobe).

3777 = 720 - c · e -0,10
3777 = 720 - c
3777 = -c +720 | -3777 + c
c = -3057

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 720 +3057 e -0,1x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 720 +3057 e -0,110 ≈ 1844.6


Wann wird der Wert 1838?: f(t)=1838

720 +3057 e -0,1t = 1838
3057 e -0,1t +720 = 1838 | -720
3057 e -0,1t = 1118 |:3057
e -0,1t = 1118 3057 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 1118 3057 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 1118 3057 ) ≈ 10.0589

also t=10.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 6 e 0,05t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,05 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,05 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,05 13.863 min