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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 3 Millionen Algen im Teich. Nach 5 Stunden sind es 4,05 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 6 Stunden? b) Wann waren es 4 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 3 e k · 5 = 4,0496.

3 e 5k = 4,0496 |:3
e 5k = 1,3499 |ln(⋅)
5k = ln( 1,3499 ) |:5
k = 1 5 ln( 1,3499 ) ≈ 0.06

also k ≈ 0.060006103126529, => f(t)= 3 e 0,06t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 3 e 0,066 ≈ 4.3


Wann wird der Wert 4?: f(t)=4

3 e 0,06t = 4 |:3
e 0,06t = 4 3 |ln(⋅)
0,06t = ln( 4 3 ) |:0,06
t = 1 0,06 ln( 4 3 ) ≈ 4.7947

also t=4.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 626 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 10g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 1279 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 3g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 626 ≈ -0.0011072638667092


=> f(t)= 10 e -0,0011t


Wert zur Zeit 1279: f(1279)= 10 e -0,00111279 ≈ 2.4


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

10 e -0,0011t = 3 |:10
e -0,0011t = 3 10 |ln(⋅)
-0,0011t = ln( 3 10 ) |:-0,0011
t = - 1 0,0011 ln( 3 10 ) ≈ 1087.5996

also t=1087.6

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 13% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 6 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 5 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 4 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 6 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.87) ≈ -0.13926206733351


=> f(t)= 6 e -0,1393t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 6 e -0,13935 ≈ 3


Wann wird der Wert 4?: f(t)=4

6 e -0,1393t = 4 |:6
e -0,1393t = 2 3 |ln(⋅)
-0,1393t = ln( 2 3 ) |:-0,1393
t = - 1 0,1393 ln( 2 3 ) ≈ 2.9107

also t=2.9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 27°C wird eine Limo aus einem 9° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 3 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 12,41°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 6 Minuten? b) Wann ist sie 11°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=27 sein muss.

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = 27 - c · e -k · 0 = 27 - c = 27 - c

9 = 27 - c
9 = -c +27 | -9 + c
c = 18

somit gilt: f(t)= 27 -18 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 27 -18 e -k · 3 = 12,41.

27 -18 e -3k = 12,4095
-18 e -3k +27 = 12,4095 | -27
-18 e -3k = -14,5905 |:-18
e -3k = 0,8106 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,8106 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,8106 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.069993521595976, => f(t)= 27 -18 e -0,07t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 27 -18 e -0,076 ≈ 15.2


Wann wird der Wert 11?: f(t)=11

27 -18 e -0,07t = 11
-18 e -0,07t +27 = 11 | -27
-18 e -0,07t = -16 |:-18
e -0,07t = 8 9 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 8 9 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 8 9 ) ≈ 1.6826

also t=1.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 4ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 2% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 10 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 112ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 4 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 4 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(200 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=200 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 200 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 200 - c · e -0,020
0 = 200 - c
0 = -c +200 |0 + c
c = 200

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 200 -200 e -0,02x


Wert zur Zeit 10: f(10)= 200 -200 e -0,0210 ≈ 36.3


Wann wird der Wert 112?: f(t)=112

200 -200 e -0,02t = 112
-200 e -0,02t +200 = 112 | -200
-200 e -0,02t = -88 |:-200
e -0,02t = 11 25 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 11 25 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 11 25 ) ≈ 41.049

also t=41

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 16 e -0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,09 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,09 7.702 min