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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 5 Millionen Algen im Teich. Nach 5 Stunden sind es 7,842 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 7 Stunden? b) Wann waren es 8 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 5 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 5 e k · 5 = 7,8416.

5 e 5k = 7,8416 |:5
e 5k = 1,5683 |ln(⋅)
5k = ln( 1,5683 ) |:5
k = 1 5 ln( 1,5683 ) ≈ 0.09

also k ≈ 0.089998446031648, => f(t)= 5 e 0,09t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 5 e 0,097 ≈ 9.4


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

5 e 0,09t = 8 |:5
e 0,09t = 8 5 |ln(⋅)
0,09t = ln( 8 5 ) |:0,09
t = 1 0,09 ln( 8 5 ) ≈ 5.2223

also t=5.2

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1765 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2273? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,4 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1765 ≈ -0.00039271794932575


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 273: f(273)= e -0,0004273 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.4?: f(t)=0.4

e -0,0004t = 0,4 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,4 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,4 ) ≈ 2331.5286

also t=2331.5

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 14% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 7 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 4 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 2 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 7 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.86) ≈ -0.15082288973458


=> f(t)= 7 e -0,1508t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 7 e -0,15084 ≈ 3.8


Wann wird der Wert 2?: f(t)=2

7 e -0,1508t = 2 |:7
e -0,1508t = 2 7 |ln(⋅)
-0,1508t = ln( 2 7 ) |:-0,1508
t = - 1 0,1508 ln( 2 7 ) ≈ 8.3074

also t=8.3

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 27°C wird eine Limo aus einem 3° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 3 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 6,95°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 4 Minuten? b) Wann ist sie 15°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=27 sein muss.

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = 27 - c · e -k · 0 = 27 - c = 27 - c

3 = 27 - c
3 = -c +27 | -3 + c
c = 24

somit gilt: f(t)= 27 -24 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 27 -24 e -k · 3 = 6,95.

27 -24 e -3k = 6,9535
-24 e -3k +27 = 6,9535 | -27
-24 e -3k = -20,0465 |:-24
e -3k = 0,8353 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,8353 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,8353 ) ≈ 0.06

also k ≈ 0.059988112406759, => f(t)= 27 -24 e -0,06t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 27 -24 e -0,064 ≈ 8.1


Wann wird der Wert 15?: f(t)=15

27 -24 e -0,06t = 15
-24 e -0,06t +27 = 15 | -27
-24 e -0,06t = -12 |:-24
e -0,06t = 1 2 |ln(⋅)
-0,06t = ln( 1 2 ) |:-0,06
t = - 1 0,06 ln( 1 2 ) ≈ 11.5525

also t=11.6

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 10ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 5% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 9 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 79ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 10 - 0.05⋅f(t)

wenn man 0.05 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.05( 10 0.05 - f(t))

also f'(t) = 0.05(200 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=200 und der Wachstumsfaktor k=0.05 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 200 - c · e -0,05t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 200 - c · e -0,050
0 = 200 - c
0 = -c +200 |0 + c
c = 200

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 200 -200 e -0,05x


Wert zur Zeit 9: f(9)= 200 -200 e -0,059 ≈ 72.5


Wann wird der Wert 79?: f(t)=79

200 -200 e -0,05t = 79
-200 e -0,05t +200 = 79 | -200
-200 e -0,05t = -121 |:-200
e -0,05t = 121 200 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 121 200 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 121 200 ) ≈ 10.0505

also t=10.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 19 e 0,08t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,08 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,08 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,08 8.664 min