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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 4 Millionen Algen im Teich. Nach 4 Stunden sind es 4,51 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 5 Stunden? b) Wann waren es 5 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 4 e k · 4 = 4,51.

4 e 4k = 4,51 |:4
e 4k = 1,1275 |ln(⋅)
4k = ln( 1,1275 ) |:4
k = 1 4 ln( 1,1275 ) ≈ 0.03

also k ≈ 0.030000698098674, => f(t)= 4 e 0,03t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 4 e 0,035 ≈ 4.6


Wann wird der Wert 5?: f(t)=5

4 e 0,03t = 5 |:4
e 0,03t = 5 4 |ln(⋅)
0,03t = ln( 5 4 ) |:0,03
t = 1 0,03 ln( 5 4 ) ≈ 7.4381

also t=7.4

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 770 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 17g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 1691 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 6,8g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 17 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 770 ≈ -0.00090019114358434


=> f(t)= 17 e -0,0009t


Wert zur Zeit 1691: f(1691)= 17 e -0,00091691 ≈ 3.7


Wann wird der Wert 6.8?: f(t)=6.8

17 e -0,0009t = 6,8 |:17
e -0,0009t = 0,4 |ln(⋅)
-0,0009t = ln( 0,4 ) |:-0,0009
t = - 1 0,0009 ln( 0,4 ) ≈ 1018.1008

also t=1018.1

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 3% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 85% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.97) ≈ -0.030459207484709


=> f(t)= 100 e -0,0305t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,03055 ≈ 85.9


Wann wird der Wert 85?: f(t)=85

100 e -0,0305t = 85 |:100
e -0,0305t = 17 20 |ln(⋅)
-0,0305t = ln( 17 20 ) |:-0,0305
t = - 1 0,0305 ln( 17 20 ) ≈ 5.3285

also t=5.3

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 64° erhitzt hat. Nach 4 min ist das Wasser auf 53,99° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 5 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 64 ist, gilt: f(0)= 64, also 64 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

64 = 20 - c
64 = -c +20 | -64 + c
c = -44

somit gilt: f(t)= 20 +44 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 20 +44 e -k · 4 = 53,99.

20 +44 e -4k = 53,9942
44 e -4k +20 = 53,9942 | -20
44 e -4k = 33,9942 |:44
e -4k = 0,7726 |ln(⋅)
-4k = ln( 0,7726 ) |:-4
k = - 1 4 ln( 0,7726 ) ≈ 0.0645

also k ≈ 0.064498457187489, => f(t)= 20 +44 e -0,0645t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 20 +44 e -0,06455 ≈ 51.9


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +44 e -0,0645t = 50
44 e -0,0645t +20 = 50 | -20
44 e -0,0645t = 30 |:44
e -0,0645t = 15 22 |ln(⋅)
-0,0645t = ln( 15 22 ) |:-0,0645
t = - 1 0,0645 ln( 15 22 ) ≈ 5.9379

also t=5.9

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 3ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 2% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 11 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 75ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 3 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 3 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(150 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=150 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 150 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 150 - c · e -0,020
0 = 150 - c
0 = -c +150 |0 + c
c = 150

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 150 -150 e -0,02x


Wert zur Zeit 11: f(11)= 150 -150 e -0,0211 ≈ 29.6


Wann wird der Wert 75?: f(t)=75

150 -150 e -0,02t = 75
-150 e -0,02t +150 = 75 | -150
-150 e -0,02t = -75 |:-150
e -0,02t = 1 2 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 1 2 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 1 2 ) ≈ 34.6574

also t=34.7

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 16 e 0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,02 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,02 34.657 min