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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 16g vorhanden. Nach 10 Tagen sind nur noch 9,704g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 12 Tagen da? b) Wann sind nur noch 10g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 16 e k · 10 = 9,7045.

16 e 10k = 9,7045 |:16
e 10k = 0,6065 |ln(⋅)
10k = ln( 0,6065 ) |:10
k = 1 10 ln( 0,6065 ) ≈ -0.05

also k ≈ -0.050005055059803, => f(t)= 16 e -0,05t


Wert zur Zeit 12: f(12)= 16 e -0,0512 ≈ 8.8


Wann wird der Wert 10?: f(t)=10

16 e -0,05t = 10 |:16
e -0,05t = 5 8 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 5 8 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 5 8 ) ≈ 9.4001

also t=9.4

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1883 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2156? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,5 Milliarden Blondies?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1883 ≈ -0.00036810790258096


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 156: f(156)= e -0,0004156 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.5?: f(t)=0.5

e -0,0004t = 0,5 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,5 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,5 ) ≈ 1883.5521

also t=1883.6

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 11% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 4 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 34% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.89) ≈ -0.11653381625595


=> f(t)= 100 e -0,1165t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 100 e -0,11654 ≈ 62.8


Wann wird der Wert 34?: f(t)=34

100 e -0,1165t = 34 |:100
e -0,1165t = 17 50 |ln(⋅)
-0,1165t = ln( 17 50 ) |:-0,1165
t = - 1 0,1165 ln( 17 50 ) ≈ 9.2602

also t=9.3

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 29°C wird eine Limo aus einem 9° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 9 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 18,35°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 10 Minuten? b) Wann ist sie 12°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=29 sein muss.

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = 29 - c · e -k · 0 = 29 - c = 29 - c

9 = 29 - c
9 = -c +29 | -9 + c
c = 20

somit gilt: f(t)= 29 -20 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 29 -20 e -k · 9 = 18,35.

29 -20 e -9k = 18,3482
-20 e -9k +29 = 18,3482 | -29
-20 e -9k = -10,6518 |:-20
e -9k = 0,5326 |ln(⋅)
-9k = ln( 0,5326 ) |:-9
k = - 1 9 ln( 0,5326 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.069998289511367, => f(t)= 29 -20 e -0,07t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 29 -20 e -0,0710 ≈ 19.1


Wann wird der Wert 12?: f(t)=12

29 -20 e -0,07t = 12
-20 e -0,07t +29 = 12 | -29
-20 e -0,07t = -17 |:-20
e -0,07t = 17 20 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 17 20 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 17 20 ) ≈ 2.3217

also t=2.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 7ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 8% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 14 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 83ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 7 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 7 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(87.5 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=87.5 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 87,5 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 87,5 - c · e -0,080
0 = 87,5 - c
0 = -c +87,5 |0 + c
c = 87,5

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 87,5 -87,5 e -0,08x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 87,5 -87,5 e -0,0814 ≈ 59


Wann wird der Wert 83?: f(t)=83

87,5 -87,5 e -0,08t = 83
-87,5 e -0,08t +87,5 = 83 | -87,5
-87,5 e -0,08t = -4,5 |:-87,5
e -0,08t = 0,0514 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 0,0514 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 0,0514 ) ≈ 37.1015

also t=37.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 18 e 0,09t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,09 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,09 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,09 7.702 min