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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 3 Millionen Algen im Teich. Nach 10 Stunden sind es 5,466 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 11 Stunden? b) Wann waren es 4 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 3 e k · 10 = 5,4664.

3 e 10k = 5,4664 |:3
e 10k = 1,8221 |ln(⋅)
10k = ln( 1,8221 ) |:10
k = 1 10 ln( 1,8221 ) ≈ 0.06

also k ≈ 0.05999896820737, => f(t)= 3 e 0,06t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 3 e 0,06⋅11 ≈ 5.8


Wann wird der Wert 4?: f(t)=4

3 e 0,06t = 4 |:3
e 0,06t = 4 3 |ln(⋅)
0,06t = ln( 4 3 ) |:0,06
t = 1 0,06 ln( 4 3 ) ≈ 4.7947

also t=4.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 15 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 20-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 10 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 28,57-Tausend Euro gestiegen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 20 ist, gilt: f(0)= 20, also 20 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 20 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 15 ≈ 0.04620981203733


=> f(t)= 20 e 0,04621t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 20 e 0,04621⋅10 ≈ 31.7


Wann wird der Wert 28.57?: f(t)=28.57

20 e 0,04621t = 28,57 |:20
e 0,04621t = 1,4285 |ln(⋅)
0,04621t = ln( 1,4285 ) |:0,04621
t = 1 0,04621 ln( 1,4285 ) ≈ 7.7175

also t=7.7

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 13% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 7 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 4 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 3 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 7 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.87) ≈ -0.13926206733351


=> f(t)= 7 e -0,1393t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 7 e -0,1393⋅4 ≈ 4


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

7 e -0,1393t = 3 |:7
e -0,1393t = 3 7 |ln(⋅)
-0,1393t = ln( 3 7 ) |:-0,1393
t = - 1 0,1393 ln( 3 7 ) ≈ 6.0825

also t=6.1

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 30°C wird eine Limo aus einem 5° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 7 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 16,69°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 10 Minuten? b) Wann ist sie 17°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=30 sein muss.

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = 30 - c · e -k · 0 = 30 - c = 30 - c

5 = 30 - c
5 = -c +30 | -5 + c
c = 25

somit gilt: f(t)= 30 -25 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(7)= 30 -25 e -k · 7 = 16,69.

30 -25 e -7k = 16,6852
-25 e -7k +30 = 16,6852 | -30
-25 e -7k = -13,3148 |:-25
e -7k = 0,5326 |ln(⋅)
-7k = ln( 0,5326 ) |:-7
k = - 1 7 ln( 0,5326 ) ≈ 0.09

also k ≈ 0.089997800800329, => f(t)= 30 -25 e -0,09t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 30 -25 e -0,09⋅10 ≈ 19.8


Wann wird der Wert 17?: f(t)=17

30 -25 e -0,09t = 17
-25 e -0,09t +30 = 17 | -30
-25 e -0,09t = -13 |:-25
e -0,09t = 13 25 |ln(⋅)
-0,09t = ln( 13 25 ) |:-0,09
t = - 1 0,09 ln( 13 25 ) ≈ 7.2658

also t=7.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 4% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3245 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 75 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 11 Monaten? b) Wann beträgt dieser 2254 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 75 - 0.04⋅f(t)

wenn man 0.04 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.04( 75 0.04 - f(t))

also f'(t) = 0.04(1875 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1875 und der Wachstumsfaktor k=0.04 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1875 - c · e -0,04t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3245 ein (Punktprobe).

3245 = 1875 - c · e -0,04⋅0
3245 = 1875 - c
3245 = -c +1875 | -3245 + c
c = -1370

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1875 +1370 e -0,04x


Wert zur Zeit 11: f(11)= 1875 +1370 e -0,04⋅11 ≈ 2757.3


Wann wird der Wert 2254?: f(t)=2254

1875 +1370 e -0,04t = 2254
1370 e -0,04t +1875 = 2254 | -1875
1370 e -0,04t = 379 |:1370
e -0,04t = 379 1370 |ln(⋅)
-0,04t = ln( 379 1370 ) |:-0,04
t = - 1 0,04 ln( 379 1370 ) ≈ 32.1257

also t=32.1

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 10 e 0,08t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,08 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,08 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,08 ≈ 8.664 min