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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 6 Millionen Algen im Teich. Nach 3 Stunden sind es 7,627 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 6 Stunden? b) Wann waren es 9 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 6 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 6 e k · 3 = 7,6275.

6 e 3k = 7,6275 |:6
e 3k = 1,2713 |ln(⋅)
3k = ln( 1,2713 ) |:3
k = 1 3 ln( 1,2713 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.080013332991313, => f(t)= 6 e 0,08t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 6 e 0,086 ≈ 9.7


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

6 e 0,08t = 9 |:6
e 0,08t = 3 2 |ln(⋅)
0,08t = ln( 3 2 ) |:0,08
t = 1 0,08 ln( 3 2 ) ≈ 5.0683

also t=5.1

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 17 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 15-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 49 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 21,43-Tausend Euro gestiegen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 15 ist, gilt: f(0)= 15, also 15 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 15 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 17 ≈ 0.04077336356235


=> f(t)= 15 e 0,0408t


Wert zur Zeit 49: f(49)= 15 e 0,040849 ≈ 110.6


Wann wird der Wert 21.43?: f(t)=21.43

15 e 0,0408t = 21,43 |:15
e 0,0408t = 1,4287 |ln(⋅)
0,0408t = ln( 1,4287 ) |:0,0408
t = 1 0,0408 ln( 1,4287 ) ≈ 8.75

also t=8.8

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 17% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 19 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 5 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 3 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.83) ≈ -0.18632957819149


=> f(t)= 19 e -0,1863t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 19 e -0,18635 ≈ 7.5


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

19 e -0,1863t = 3 |:19
e -0,1863t = 3 19 |ln(⋅)
-0,1863t = ln( 3 19 ) |:-0,1863
t = - 1 0,1863 ln( 3 19 ) ≈ 9.9078

also t=9.9

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 26°C wird eine Limo aus einem 9° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 10 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 13,41°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 12 Minuten? b) Wann ist sie 11°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=26 sein muss.

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = 26 - c · e -k · 0 = 26 - c = 26 - c

9 = 26 - c
9 = -c +26 | -9 + c
c = 17

somit gilt: f(t)= 26 -17 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 26 -17 e -k · 10 = 13,41.

26 -17 e -10k = 13,4061
-17 e -10k +26 = 13,4061 | -26
-17 e -10k = -12,5939 |:-17
e -10k = 0,7408 |ln(⋅)
-10k = ln( 0,7408 ) |:-10
k = - 1 10 ln( 0,7408 ) ≈ 0.03

also k ≈ 0.030002459565017, => f(t)= 26 -17 e -0,03t


Wert zur Zeit 12: f(12)= 26 -17 e -0,0312 ≈ 14.1


Wann wird der Wert 11?: f(t)=11

26 -17 e -0,03t = 11
-17 e -0,03t +26 = 11 | -26
-17 e -0,03t = -15 |:-17
e -0,03t = 15 17 |ln(⋅)
-0,03t = ln( 15 17 ) |:-0,03
t = - 1 0,03 ln( 15 17 ) ≈ 4.1721

also t=4.2

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 4ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 8% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 9 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 1ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 4 - 0.08⋅f(t)

wenn man 0.08 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.08( 4 0.08 - f(t))

also f'(t) = 0.08(50 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=50 und der Wachstumsfaktor k=0.08 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 50 - c · e -0,08t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 50 - c · e -0,080
0 = 50 - c
0 = -c +50 |0 + c
c = 50

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 50 -50 e -0,08x


Wert zur Zeit 9: f(9)= 50 -50 e -0,089 ≈ 25.7


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

50 -50 e -0,08t = 1
-50 e -0,08t +50 = 1 | -50
-50 e -0,08t = -49 |:-50
e -0,08t = 49 50 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 49 50 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 49 50 ) ≈ 0.2525

also t=0.3

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 17 e 0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,06 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,06 11.552 min