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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 19 Millionen Algen im Teich. Nach 8 Stunden sind es 33,263 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 9 Stunden? b) Wann waren es 26 Milionen Algen?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 19 ist, gilt: f(0)= 19, also 19 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 19 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(8)= 19 e k · 8 = 33,2628.

19 e 8k = 33,2628 |:19
e 8k = 1,7507 |ln(⋅)
8k = ln( 1,7507 ) |:8
k = 1 8 ln( 1,7507 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.070001963494594, => f(t)= 19 e 0,07t


Wert zur Zeit 9: f(9)= 19 e 0,079 ≈ 35.7


Wann wird der Wert 26?: f(t)=26

19 e 0,07t = 26 |:19
e 0,07t = 26 19 |ln(⋅)
0,07t = ln( 26 19 ) |:0,07
t = 1 0,07 ln( 26 19 ) ≈ 4.4808

also t=4.5

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1137 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2206? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,9 Milliarden Blondies?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1137 ≈ -0.00060962812714155


=> f(t)= e -0,00061t


Wert zur Zeit 206: f(206)= e -0,00061206 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.9?: f(t)=0.9

e -0,00061t = 0,9 |ln(⋅)
-0,00061t = ln( 0,9 ) |:-0,00061
t = - 1 0,00061 ln( 0,9 ) ≈ 172.7222

also t=172.7

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 7% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 79% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.93) ≈ -0.072570692834835


=> f(t)= 100 e -0,0726t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,07265 ≈ 69.6


Wann wird der Wert 79?: f(t)=79

100 e -0,0726t = 79 |:100
e -0,0726t = 79 100 |ln(⋅)
-0,0726t = ln( 79 100 ) |:-0,0726
t = - 1 0,0726 ln( 79 100 ) ≈ 3.2469

also t=3.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 25°C wird eine Limo aus einem 7° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 5 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 12,32°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 7 Minuten? b) Wann ist sie 19°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=25 sein muss.

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = 25 - c · e -k · 0 = 25 - c = 25 - c

7 = 25 - c
7 = -c +25 | -7 + c
c = 18

somit gilt: f(t)= 25 -18 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 25 -18 e -k · 5 = 12,32.

25 -18 e -5k = 12,3156
-18 e -5k +25 = 12,3156 | -25
-18 e -5k = -12,6844 |:-18
e -5k = 0,7047 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,7047 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,7047 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.069996619729832, => f(t)= 25 -18 e -0,07t


Wert zur Zeit 7: f(7)= 25 -18 e -0,077 ≈ 14


Wann wird der Wert 19?: f(t)=19

25 -18 e -0,07t = 19
-18 e -0,07t +25 = 19 | -25
-18 e -0,07t = -6 |:-18
e -0,07t = 1 3 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 1 3 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 1 3 ) ≈ 15.6945

also t=15.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 2% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3041 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 85 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 14 Monaten? b) Wann beträgt dieser 3074 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 85 - 0.02⋅f(t)

wenn man 0.02 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.02( 85 0.02 - f(t))

also f'(t) = 0.02(4250 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=4250 und der Wachstumsfaktor k=0.02 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 4250 - c · e -0,02t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3041 ein (Punktprobe).

3041 = 4250 - c · e -0,020
3041 = 4250 - c
3041 = -c +4250 | -3041 + c
c = 1209

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 4250 -1209 e -0,02x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 4250 -1209 e -0,0214 ≈ 3336.3


Wann wird der Wert 3074?: f(t)=3074

4250 -1209 e -0,02t = 3074
-1209 e -0,02t +4250 = 3074 | -4250
-1209 e -0,02t = -1176 |:-1209
e -0,02t = 392 403 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 392 403 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 392 403 ) ≈ 1.3837

also t=1.4

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 16 e 0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,02 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,02 34.657 min