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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 6 Millionen Algen im Teich. Nach 4 Stunden sind es 7,328 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 6 Stunden? b) Wann waren es 8 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 6 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 6 e k · 4 = 7,3284.

6 e 4k = 7,3284 |:6
e 4k = 1,2214 |ln(⋅)
4k = ln( 1,2214 ) |:4
k = 1 4 ln( 1,2214 ) ≈ 0.05

also k ≈ 0.049999435451724, => f(t)= 6 e 0,05t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 6 e 0,056 ≈ 8.1


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

6 e 0,05t = 8 |:6
e 0,05t = 4 3 |ln(⋅)
0,05t = ln( 4 3 ) |:0,05
t = 1 0,05 ln( 4 3 ) ≈ 5.7536

also t=5.8

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 14 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 13-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 25 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 18,57-Tausend Euro gestiegen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 13 ist, gilt: f(0)= 13, also 13 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 13 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 14 ≈ 0.049510512897139


=> f(t)= 13 e 0,0495t


Wert zur Zeit 25: f(25)= 13 e 0,049525 ≈ 44.8


Wann wird der Wert 18.57?: f(t)=18.57

13 e 0,0495t = 18,57 |:13
e 0,0495t = 1,4285 |ln(⋅)
0,0495t = ln( 1,4285 ) |:0,0495
t = 1 0,0495 ln( 1,4285 ) ≈ 7.2029

also t=7.2

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 9% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 6 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 3 Stunden? b) Wann sind es 9 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 6 ist, gilt: f(0)= 6, also 6 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 6 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.09) ≈ 0.086177696241052


=> f(t)= 6 e 0,0862t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 6 e 0,08623 ≈ 7.8


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

6 e 0,0862t = 9 |:6
e 0,0862t = 3 2 |ln(⋅)
0,0862t = ln( 3 2 ) |:0,0862
t = 1 0,0862 ln( 3 2 ) ≈ 4.7038

also t=4.7

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 28°C wird eine Limo aus einem 3° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 5 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 10,38°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 6 Minuten? b) Wann ist sie 13°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=28 sein muss.

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = 28 - c · e -k · 0 = 28 - c = 28 - c

3 = 28 - c
3 = -c +28 | -3 + c
c = 25

somit gilt: f(t)= 28 -25 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 28 -25 e -k · 5 = 10,38.

28 -25 e -5k = 10,3828
-25 e -5k +28 = 10,3828 | -28
-25 e -5k = -17,6172 |:-25
e -5k = 0,7047 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,7047 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,7047 ) ≈ 0.07

also k ≈ 0.069996619729832, => f(t)= 28 -25 e -0,07t


Wert zur Zeit 6: f(6)= 28 -25 e -0,076 ≈ 11.6


Wann wird der Wert 13?: f(t)=13

28 -25 e -0,07t = 13
-25 e -0,07t +28 = 13 | -28
-25 e -0,07t = -15 |:-25
e -0,07t = 3 5 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 3 5 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 3 5 ) ≈ 7.2975

also t=7.3

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 5% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3939 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 64 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 11 Monaten? b) Wann beträgt dieser 2693 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 64 - 0.05⋅f(t)

wenn man 0.05 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.05( 64 0.05 - f(t))

also f'(t) = 0.05(1280 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1280 und der Wachstumsfaktor k=0.05 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1280 - c · e -0,05t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3939 ein (Punktprobe).

3939 = 1280 - c · e -0,050
3939 = 1280 - c
3939 = -c +1280 | -3939 + c
c = -2659

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1280 +2659 e -0,05x


Wert zur Zeit 11: f(11)= 1280 +2659 e -0,0511 ≈ 2814.1


Wann wird der Wert 2693?: f(t)=2693

1280 +2659 e -0,05t = 2693
2659 e -0,05t +1280 = 2693 | -1280
2659 e -0,05t = 1413 |:2659
e -0,05t = 1413 2659 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 1413 2659 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 1413 2659 ) ≈ 12.6447

also t=12.6

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 19 e -0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,06 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,06 11.552 min