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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 9g vorhanden. Nach 6 Tagen sind nur noch 7,982g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 9 Tagen da? b) Wann sind nur noch 8g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 9 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 9 e k · 6 = 7,9823.

9 e 6k = 7,9823 |:9
e 6k = 0,8869 |ln(⋅)
6k = ln( 0,8869 ) |:6
k = 1 6 ln( 0,8869 ) ≈ -0.02

also k ≈ -0.020003840433288, => f(t)= 9 e -0,02t


Wert zur Zeit 9: f(9)= 9 e -0,029 ≈ 7.5


Wann wird der Wert 8?: f(t)=8

9 e -0,02t = 8 |:9
e -0,02t = 8 9 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 8 9 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 8 9 ) ≈ 5.8892

also t=5.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Ein Finanzberater bewirbt eine Geldanlage, bei der sich das Geld immer alle 12 Jahre verdoppelt. Herr Q. legt 7-Tausend € an. a) Wie hoch ist das Vermögen nach 11 Jahren (in Tausend Euro)? b) Wann ist das Vermögen auf 7,78-Tausend Euro gestiegen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 7 ist, gilt: f(0)= 7, also 7 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 7 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 12 ≈ 0.057762265046662


=> f(t)= 7 e 0,0578t


Wert zur Zeit 11: f(11)= 7 e 0,057811 ≈ 13.2


Wann wird der Wert 7.78?: f(t)=7.78

7 e 0,0578t = 7,78 |:7
e 0,0578t = 1,1114 |ln(⋅)
0,0578t = ln( 1,1114 ) |:0,0578
t = 1 0,0578 ln( 1,1114 ) ≈ 1.8285

also t=1.8

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 3% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 3 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann sind es 3 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 3 ist, gilt: f(0)= 3, also 3 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 3 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.03) ≈ 0.029558802241544


=> f(t)= 3 e 0,0296t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 3 e 0,02964 ≈ 3.4


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

3 e 0,0296t = 3 |:3
e 0,0296t = 1 |ln(⋅)
0,0296t = 0 |:0,0296
t = 0 ≈ 0

also t=0

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 60° erhitzt hat. Nach 4 min ist das Wasser auf 52° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 2 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 60 ist, gilt: f(0)= 60, also 60 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

60 = 20 - c
60 = -c +20 | -60 + c
c = -40

somit gilt: f(t)= 20 +40 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 20 +40 e -k · 4 = 52.

20 +40 e -4k = 51,9982
40 e -4k +20 = 51,9982 | -20
40 e -4k = 31,9982 |:40
e -4k = 0,8 |ln(⋅)
-4k = ln( 0,8 ) |:-4
k = - 1 4 ln( 0,8 ) ≈ 0.0558

also k ≈ 0.055785887828552, => f(t)= 20 +40 e -0,0558t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 20 +40 e -0,05582 ≈ 55.8


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +40 e -0,0558t = 50
40 e -0,0558t +20 = 50 | -20
40 e -0,0558t = 30 |:40
e -0,0558t = 3 4 |ln(⋅)
-0,0558t = ln( 3 4 ) |:-0,0558
t = - 1 0,0558 ln( 3 4 ) ≈ 5.1556

also t=5.2

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 2ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 1% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 6 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 152ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 2 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 2 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(200 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=200 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 200 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 200 - c · e -0,010
0 = 200 - c
0 = -c +200 |0 + c
c = 200

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 200 -200 e -0,01x


Wert zur Zeit 6: f(6)= 200 -200 e -0,016 ≈ 11.6


Wann wird der Wert 152?: f(t)=152

200 -200 e -0,01t = 152
-200 e -0,01t +200 = 152 | -200
-200 e -0,01t = -48 |:-200
e -0,01t = 6 25 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 6 25 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 6 25 ) ≈ 142.7116

also t=142.7

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 15 e 0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,04 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,04 17.329 min