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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Der Schalldruckpegel gibt an wie laut etwas ist. Die zugehörige Maßeinheit ist dB (Dezibel). Der leiseste für den Menschen noch wahrnehmbare Schall ist 0 Dezibel. Dabei ist der Schalldruck 0,00002 Pa (Pascal). Mit steigendem Schalldruckpegel (in dB) wächst der Schalldruck (in Pa) exponentiell. Ein Fernseher auf Zimmerlautstärke erzeugt einen Schalldruckpegel von 60 dB, was einem Schalldruck von 0,02 Pa entspricht. a) Wie hoch ist der Schalldruck bei 87 dB? b) Wie viel dB misst man bei einem Schalldruck von 94 Pa?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(60)= 0,00002 e k · 60 = 0,02.

0,00002 e 60k = 0,02 |:0,00002
e 60k = 1000 |ln(⋅)
60k = ln( 1000 ) |:60
k = 1 60 ln( 1000 ) ≈ 0.1151

also k ≈ 0.1151292546497, => f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 87: f(87)= 0,00002 e 0,115187 ≈ 0.4


Wann wird der Wert 94?: f(t)=94

0,00002 e 0,1151t = 94 |:0,00002
e 0,1151t = 4700000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 4700000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 4700000 ) ≈ 133.4759

also t=133.5

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 536 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 5g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 646 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 1g Gaußium da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 5 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 536 ≈ -0.0012931850383581


=> f(t)= 5 e -0,0013t


Wert zur Zeit 646: f(646)= 5 e -0,0013646 ≈ 2.2


Wann wird der Wert 1?: f(t)=1

5 e -0,0013t = 1 |:5
e -0,0013t = 1 5 |ln(⋅)
-0,0013t = ln( 1 5 ) |:-0,0013
t = - 1 0,0013 ln( 1 5 ) ≈ 1244.7316

also t=1244.7

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 10% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 10 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 4 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 5 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 10 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.9) ≈ -0.10536051565783


=> f(t)= 10 e -0,1054t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 10 e -0,10544 ≈ 6.6


Wann wird der Wert 5?: f(t)=5

10 e -0,1054t = 5 |:10
e -0,1054t = 1 2 |ln(⋅)
-0,1054t = ln( 1 2 ) |:-0,1054
t = - 1 0,1054 ln( 1 2 ) ≈ 6.5763

also t=6.6

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 31°C wird eine Limo aus einem 5° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 9 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 18,34°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 12 Minuten? b) Wann ist sie 16°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=31 sein muss.

Da der Anfangsbestand 5 ist, gilt: f(0)= 5, also 5 = 31 - c · e -k · 0 = 31 - c = 31 - c

5 = 31 - c
5 = -c +31 | -5 + c
c = 26

somit gilt: f(t)= 31 -26 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 31 -26 e -k · 9 = 18,34.

31 -26 e -9k = 18,3444
-26 e -9k +31 = 18,3444 | -31
-26 e -9k = -12,6556 |:-26
e -9k = 0,4868 |ln(⋅)
-9k = ln( 0,4868 ) |:-9
k = - 1 9 ln( 0,4868 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.079989101985418, => f(t)= 31 -26 e -0,08t


Wert zur Zeit 12: f(12)= 31 -26 e -0,0812 ≈ 21


Wann wird der Wert 16?: f(t)=16

31 -26 e -0,08t = 16
-26 e -0,08t +31 = 16 | -31
-26 e -0,08t = -15 |:-26
e -0,08t = 15 26 |ln(⋅)
-0,08t = ln( 15 26 ) |:-0,08
t = - 1 0,08 ln( 15 26 ) ≈ 6.8756

also t=6.9

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 6ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 1% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 14 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 329ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 6 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 6 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(600 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=600 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 600 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 600 - c · e -0,010
0 = 600 - c
0 = -c +600 |0 + c
c = 600

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 600 -600 e -0,01x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 600 -600 e -0,0114 ≈ 78.4


Wann wird der Wert 329?: f(t)=329

600 -600 e -0,01t = 329
-600 e -0,01t +600 = 329 | -600
-600 e -0,01t = -271 |:-600
e -0,01t = 271 600 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 271 600 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 271 600 ) ≈ 79.4811

also t=79.5

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 18 e -0,05t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,05 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,05 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,05 13.863 min