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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 9g vorhanden. Nach 3 Tagen sind nur noch 8,476g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 5 Tagen da? b) Wann sind nur noch 7g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 9 ist, gilt: f(0)= 9, also 9 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 9 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 9 e k · 3 = 8,4759.

9 e 3k = 8,4759 |:9
e 3k = 0,9418 |ln(⋅)
3k = ln( 0,9418 ) |:3
k = 1 3 ln( 0,9418 ) ≈ -0.02

also k ≈ -0.019987447057561, => f(t)= 9 e -0,02t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 9 e -0,025 ≈ 8.1


Wann wird der Wert 7?: f(t)=7

9 e -0,02t = 7 |:9
e -0,02t = 7 9 |ln(⋅)
-0,02t = ln( 7 9 ) |:-0,02
t = - 1 0,02 ln( 7 9 ) ≈ 12.5657

also t=12.6

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, dass blonde Haare wegen rezessiver Vererbung aussterben. Demnach würde sich alle 1795 Jahre die Zahl der Blonden halbieren. a) Wenn man davon ausgeht, dass im Jahr 2000 eine Milliarde blonde Menschen auf der Welt waren, wie viele (in Milliarden) wären es dann im Jahr 2188? b) Wie viel Jahre später (als 2000) gäbe es nur noch 0,6 Milliarden Blondies?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 1 ist, gilt: f(0)= 1, also 1 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 1795 ≈ -0.00038615441813925


=> f(t)= e -0,0004t


Wert zur Zeit 188: f(188)= e -0,0004188 ≈ 0.9


Wann wird der Wert 0.6?: f(t)=0.6

e -0,0004t = 0,6 |ln(⋅)
-0,0004t = ln( 0,6 ) |:-0,0004
t = - 1 0,0004 ln( 0,6 ) ≈ 1323.3824

also t=1323.4

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man davon aus, dass sie jede Stunde um 14% wächst. Zu Beginn der Beobachtung werden 12 Milliarden geschätzt. a) Aus wie vielen Milliarden besteht die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann sind es 17 Millarden?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1+p/100) = ln(1.14) ≈ 0.1310282624064


=> f(t)= 12 e 0,131t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 12 e 0,1314 ≈ 20.3


Wann wird der Wert 17?: f(t)=17

12 e 0,131t = 17 |:12
e 0,131t = 17 12 |ln(⋅)
0,131t = ln( 17 12 ) |:0,131
t = 1 0,131 ln( 17 12 ) ≈ 2.6588

also t=2.7

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 60° erhitzt hat. Nach 4 min ist das Wasser auf 54° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 2 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 60 ist, gilt: f(0)= 60, also 60 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

60 = 20 - c
60 = -c +20 | -60 + c
c = -40

somit gilt: f(t)= 20 +40 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(4)= 20 +40 e -k · 4 = 54.

20 +40 e -4k = 54,004
40 e -4k +20 = 54,004 | -20
40 e -4k = 34,004 |:40
e -4k = 0,8501 |ln(⋅)
-4k = ln( 0,8501 ) |:-4
k = - 1 4 ln( 0,8501 ) ≈ 0.0406

also k ≈ 0.040600322339706, => f(t)= 20 +40 e -0,0406t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 20 +40 e -0,04062 ≈ 56.9


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +40 e -0,0406t = 50
40 e -0,0406t +20 = 50 | -20
40 e -0,0406t = 30 |:40
e -0,0406t = 3 4 |ln(⋅)
-0,0406t = ln( 3 4 ) |:-0,0406
t = - 1 0,0406 ln( 3 4 ) ≈ 7.0858

also t=7.1

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 10ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 1% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 8 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 9ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 10 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 10 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(1000 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1000 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1000 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 1000 - c · e -0,010
0 = 1000 - c
0 = -c +1000 |0 + c
c = 1000

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1000 -1000 e -0,01x


Wert zur Zeit 8: f(8)= 1000 -1000 e -0,018 ≈ 76.9


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

1000 -1000 e -0,01t = 9
-1000 e -0,01t +1000 = 9 | -1000
-1000 e -0,01t = -991 |:-1000
e -0,01t = 991 1000 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 991 1000 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 991 1000 ) ≈ 0.9041

also t=0.9

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 10 e 0,05t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,05 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,05 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,05 13.863 min