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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Das Wachstum einer Algenkultur in einem Teich kann als exponentiell angenommen werden. Zu Beginn der Beobachtung sind 11 Millionen Algen im Teich. Nach 3 Stunden sind es 13,984 Millionen. a) Wie viel Millionen Algen gibt es nach 4 Stunden? b) Wann waren es 15 Milionen Algen?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 11 ist, gilt: f(0)= 11, also 11 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 11 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 11 e k · 3 = 13,9837.

11 e 3k = 13,9837 |:11
e 3k = 1,2712 |ln(⋅)
3k = ln( 1,2712 ) |:3
k = 1 3 ln( 1,2712 ) ≈ 0.08

also k ≈ 0.079987112080123, => f(t)= 11 e 0,08t


Wert zur Zeit 4: f(4)= 11 e 0,084 ≈ 15.1


Wann wird der Wert 15?: f(t)=15

11 e 0,08t = 15 |:11
e 0,08t = 15 11 |ln(⋅)
0,08t = ln( 15 11 ) |:0,08
t = 1 0,08 ln( 15 11 ) ≈ 3.8769

also t=3.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 96 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 70 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 96: f(96)= 0,00002 e 0,115196 ≈ 1.3


Wann wird der Wert 70?: f(t)=70

0,00002 e 0,1151t = 70 |:0,00002
e 0,1151t = 3500000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 3500000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 3500000 ) ≈ 130.868

also t=130.9

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 14% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 30% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.86) ≈ -0.15082288973458


=> f(t)= 100 e -0,1508t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,15085 ≈ 47


Wann wird der Wert 30?: f(t)=30

100 e -0,1508t = 30 |:100
e -0,1508t = 3 10 |ln(⋅)
-0,1508t = ln( 3 10 ) |:-0,1508
t = - 1 0,1508 ln( 3 10 ) ≈ 7.9839

also t=8

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

An einem wunderschönen Sommertag mit 28°C wird eine Limo aus einem 10° C kalten Kühlschrank geholt. Nach 5 Minuten beträgt die Temperatur der Limo bereits 12,51°.a) Welche Temeratur hat die Limonade nach 8 Minuten? b) Wann ist sie 23°C warm?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=28 sein muss.

Da der Anfangsbestand 10 ist, gilt: f(0)= 10, also 10 = 28 - c · e -k · 0 = 28 - c = 28 - c

10 = 28 - c
10 = -c +28 | -10 + c
c = 18

somit gilt: f(t)= 28 -18 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(5)= 28 -18 e -k · 5 = 12,51.

28 -18 e -5k = 12,5073
-18 e -5k +28 = 12,5073 | -28
-18 e -5k = -15,4927 |:-18
e -5k = 0,8607 |ln(⋅)
-5k = ln( 0,8607 ) |:-5
k = - 1 5 ln( 0,8607 ) ≈ 0.03

also k ≈ 0.030001853465342, => f(t)= 28 -18 e -0,03t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 28 -18 e -0,038 ≈ 13.8


Wann wird der Wert 23?: f(t)=23

28 -18 e -0,03t = 23
-18 e -0,03t +28 = 23 | -28
-18 e -0,03t = -5 |:-18
e -0,03t = 5 18 |ln(⋅)
-0,03t = ln( 5 18 ) |:-0,03
t = - 1 0,03 ln( 5 18 ) ≈ 42.6978

also t=42.7

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 9ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 1% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 15 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 325ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 9 - 0.01⋅f(t)

wenn man 0.01 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.01( 9 0.01 - f(t))

also f'(t) = 0.01(900 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=900 und der Wachstumsfaktor k=0.01 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 900 - c · e -0,01t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 900 - c · e -0,010
0 = 900 - c
0 = -c +900 |0 + c
c = 900

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 900 -900 e -0,01x


Wert zur Zeit 15: f(15)= 900 -900 e -0,0115 ≈ 125.4


Wann wird der Wert 325?: f(t)=325

900 -900 e -0,01t = 325
-900 e -0,01t +900 = 325 | -900
-900 e -0,01t = -575 |:-900
e -0,01t = 23 36 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 23 36 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 23 36 ) ≈ 44.8025

also t=44.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 14 e -0,06t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,06 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,06 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,06 11.552 min