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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 17g vorhanden. Nach 9 Tagen sind nur noch 9,054g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 10 Tagen da? b) Wann sind nur noch 6g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 17 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(9)= 17 e k · 9 = 9,0541.

17 e 9k = 9,0541 |:17
e 9k = 0,5326 |ln(⋅)
9k = ln( 0,5326 ) |:9
k = 1 9 ln( 0,5326 ) ≈ -0.07

also k ≈ -0.069998289511367, => f(t)= 17 e -0,07t


Wert zur Zeit 10: f(10)= 17 e -0,0710 ≈ 8.4


Wann wird der Wert 6?: f(t)=6

17 e -0,07t = 6 |:17
e -0,07t = 6 17 |ln(⋅)
-0,07t = ln( 6 17 ) |:-0,07
t = - 1 0,07 ln( 6 17 ) ≈ 14.8779

also t=14.9

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Das neu entdeckte radioaktive Element Gaußium hat eine Halbwertszeit von 738 Tagen. Zu Beginn der Beobachtung sind 17g davon vorhanden. a) Wie viel g Gaußium sind nach 595 Tagen noch da? b) Nach wie vielen Tagen ist noch 5,1g Gaußium da?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 17 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Halbwertszeit. Dazu stellen wir die Formel TH= -ln(2) k um zu
k= -ln(2) T = -ln(2) 738 ≈ -0.00093922382189694


=> f(t)= 17 e -0,0009t


Wert zur Zeit 595: f(595)= 17 e -0,0009595 ≈ 9.7


Wann wird der Wert 5.1?: f(t)=5.1

17 e -0,0009t = 5,1 |:17
e -0,0009t = 0,3 |ln(⋅)
-0,0009t = ln( 0,3 ) |:-0,0009
t = - 1 0,0009 ln( 0,3 ) ≈ 1282.1862

also t=1282.2

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 3% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 82% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.97) ≈ -0.030459207484709


=> f(t)= 100 e -0,0305t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,03055 ≈ 85.9


Wann wird der Wert 82?: f(t)=82

100 e -0,0305t = 82 |:100
e -0,0305t = 41 50 |ln(⋅)
-0,0305t = ln( 41 50 ) |:-0,0305
t = - 1 0,0305 ln( 41 50 ) ≈ 6.5066

also t=6.5

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 56° erhitzt hat. Nach 2 min ist das Wasser auf 52° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 1 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 56 ist, gilt: f(0)= 56, also 56 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

56 = 20 - c
56 = -c +20 | -56 + c
c = -36

somit gilt: f(t)= 20 +36 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(2)= 20 +36 e -k · 2 = 52.

20 +36 e -2k = 51,9995
36 e -2k +20 = 51,9995 | -20
36 e -2k = 31,9995 |:36
e -2k = 0,8889 |ln(⋅)
-2k = ln( 0,8889 ) |:-2
k = - 1 2 ln( 0,8889 ) ≈ 0.0589

also k ≈ 0.058885267867254, => f(t)= 20 +36 e -0,0589t


Wert zur Zeit 1: f(1)= 20 +36 e -0,05891 ≈ 53.9


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +36 e -0,0589t = 50
36 e -0,0589t +20 = 50 | -20
36 e -0,0589t = 30 |:36
e -0,0589t = 5 6 |ln(⋅)
-0,0589t = ln( 5 6 ) |:-0,0589
t = - 1 0,0589 ln( 5 6 ) ≈ 3.0954

also t=3.1

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 6ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 5% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 11 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 67ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 6 - 0.05⋅f(t)

wenn man 0.05 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.05( 6 0.05 - f(t))

also f'(t) = 0.05(120 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=120 und der Wachstumsfaktor k=0.05 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 120 - c · e -0,05t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 120 - c · e -0,050
0 = 120 - c
0 = -c +120 |0 + c
c = 120

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 120 -120 e -0,05x


Wert zur Zeit 11: f(11)= 120 -120 e -0,0511 ≈ 50.8


Wann wird der Wert 67?: f(t)=67

120 -120 e -0,05t = 67
-120 e -0,05t +120 = 67 | -120
-120 e -0,05t = -53 |:-120
e -0,05t = 53 120 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 53 120 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 53 120 ) ≈ 16.344

also t=16.3

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 15 e 0,04t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am postiven Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (0,04 ) erkennen wir, dass es sich um exponentielles Wachstum handeln muss. Somit suchen wir die Verdopplungszeit.

Dazu setzen wir k = 0,04 einfach in die Formel TV = ln(2) k ein:

TV = ln(2) 0,04 17.329 min