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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 4g vorhanden. Nach 10 Tagen sind nur noch 2,195g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 12 Tagen da? b) Wann sind nur noch 2g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 4 ist, gilt: f(0)= 4, also 4 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 4 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(10)= 4 e k · 10 = 2,1952.

4 e 10k = 2,1952 |:4
e 10k = 0,5488 |ln(⋅)
10k = ln( 0,5488 ) |:10
k = 1 10 ln( 0,5488 ) ≈ -0.06

also k ≈ -0.060002120257046, => f(t)= 4 e -0,06t


Wert zur Zeit 12: f(12)= 4 e -0,0612 ≈ 1.9


Wann wird der Wert 2?: f(t)=2

4 e -0,06t = 2 |:4
e -0,06t = 1 2 |ln(⋅)
-0,06t = ln( 1 2 ) |:-0,06
t = - 1 0,06 ln( 1 2 ) ≈ 11.5525

also t=11.6

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 85 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 55 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 85: f(85)= 0,00002 e 0,115185 ≈ 0.4


Wann wird der Wert 55?: f(t)=55

0,00002 e 0,1151t = 55 |:0,00002
e 0,1151t = 2750000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 2750000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 2750000 ) ≈ 128.7735

also t=128.8

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 15% seiner Masse. a) Wie viel Prozent seiner Masse sind nach 5 Tagen noch vorhanden. b) Wann sind noch 10% der Masse da?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 100 ist, gilt: f(0)= 100, also 100 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 100 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.85) ≈ -0.16251892949777


=> f(t)= 100 e -0,1625t


Wert zur Zeit 5: f(5)= 100 e -0,16255 ≈ 44.4


Wann wird der Wert 10?: f(t)=10

100 e -0,1625t = 10 |:100
e -0,1625t = 1 10 |ln(⋅)
-0,1625t = ln( 1 10 ) |:-0,1625
t = - 1 0,1625 ln( 1 10 ) ≈ 14.1698

also t=14.2

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Ein Wasserboiler schaltet ab wenn er das Wasser auf 60° erhitzt hat. Nach 3 min ist das Wasser auf 52° abgekühlt. Die Temperatur des Raumes, in dem sich der Boiler befindet ist 20°. a) Wie warm war das Wasser nach 3 Minuten?b) Wie lange ist der Boiler ausgeschaltet, wenn er bei einer Wassertemperatur von 50° wieder automatisch einschaltet?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=20 sein muss.

Da der Anfangsbestand 60 ist, gilt: f(0)= 60, also 60 = 20 - c · e -k · 0 = 20 - c = 20 - c

60 = 20 - c
60 = -c +20 | -60 + c
c = -40

somit gilt: f(t)= 20 +40 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(3)= 20 +40 e -k · 3 = 52.

20 +40 e -3k = 51,9982
40 e -3k +20 = 51,9982 | -20
40 e -3k = 31,9982 |:40
e -3k = 0,8 |ln(⋅)
-3k = ln( 0,8 ) |:-3
k = - 1 3 ln( 0,8 ) ≈ 0.0744

also k ≈ 0.074381183771403, => f(t)= 20 +40 e -0,0744t


Wert zur Zeit 3: f(3)= 20 +40 e -0,07443 ≈ 52


Wann wird der Wert 50?: f(t)=50

20 +40 e -0,0744t = 50
40 e -0,0744t +20 = 50 | -20
40 e -0,0744t = 30 |:40
e -0,0744t = 3 4 |ln(⋅)
-0,0744t = ln( 3 4 ) |:-0,0744
t = - 1 0,0744 ln( 3 4 ) ≈ 3.8667

also t=3.9

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Ein Patient bekommt über eine Infusion jede Minute 6ml eines Wirkstoff ins Blut verabreicht. Gleichzeitig baut sein Körper jede Minute 10% des Wirkstoffs wieder ab. a) Wie viel Wirkstoff ist 14 Minuten nach dem erstmaligen Anlegen der Infusion in seinem Blut. b) Wann sind 9ml davon in seinem Blut?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 6 - 0.1⋅f(t)

wenn man 0.1 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.1( 6 0.1 - f(t))

also f'(t) = 0.1(60 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=60 und der Wachstumsfaktor k=0.1 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 60 - c · e -0,1t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=0 ein (Punktprobe).

0 = 60 - c · e -0,10
0 = 60 - c
0 = -c +60 |0 + c
c = 60

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 60 -60 e -0,1x


Wert zur Zeit 14: f(14)= 60 -60 e -0,114 ≈ 45.2


Wann wird der Wert 9?: f(t)=9

60 -60 e -0,1t = 9
-60 e -0,1t +60 = 9 | -60
-60 e -0,1t = -51 |:-60
e -0,1t = 17 20 |ln(⋅)
-0,1t = ln( 17 20 ) |:-0,1
t = - 1 0,1 ln( 17 20 ) ≈ 1.6252

also t=1.6

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 5 e -0,01t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,01 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,01 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,01 69.315 min