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Exponentielles Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element sind zu Beginn der Beobachtung 16g vorhanden. Nach 6 Tagen sind nur noch 15,068g übrig. a) Wie viel g sind noch nach 8 Tagen da? b) Wann sind nur noch 15g davon übrig?

Lösung einblenden

Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 16 ist, gilt: f(0)= 16, also 16 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 16 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(6)= 16 e k · 6 = 15,0682.

16 e 6k = 15,0682 |:16
e 6k = 0,9418 |ln(⋅)
6k = ln( 0,9418 ) |:6
k = 1 6 ln( 0,9418 ) ≈ -0.01

also k ≈ -0.0099937235287805, => f(t)= 16 e -0,01t


Wert zur Zeit 8: f(8)= 16 e -0,018 ≈ 14.8


Wann wird der Wert 15?: f(t)=15

16 e -0,01t = 15 |:16
e -0,01t = 15 16 |ln(⋅)
-0,01t = ln( 15 16 ) |:-0,01
t = - 1 0,01 ln( 15 16 ) ≈ 6.4539

also t=6.5

Exponentielles Wachstum mit Halbwertszeit

Beispiel:

Der Schalldruck (in Pa) verdoppelt sich alle 6,02 Db (Dezibel) Schalldruckpegel. Bei 0 Db ist der Schalldruck 0,00002 Pa. a) Welcher Schalldruck ist bei 85 Db? b) Wie hoch ist der Schalldruckpegel in Db wenn der Schalldruck 42 Pa beträgt?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 0.00002 ist, gilt: f(0)= 0.00002, also 0.00002 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 0,00002 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Wir berechnen k über die Verdopplungszeit. Dazu stellen wir die Formel TV= ln(2) k um zu
k= ln(2) T = ln(2) 6.02 ≈ 0.11514072766777


=> f(t)= 0,00002 e 0,1151t


Wert zur Zeit 85: f(85)= 0,00002 e 0,115185 ≈ 0.4


Wann wird der Wert 42?: f(t)=42

0,00002 e 0,1151t = 42 |:0,00002
e 0,1151t = 2100000 |ln(⋅)
0,1151t = ln( 2100000 ) |:0,1151
t = 1 0,1151 ln( 2100000 ) ≈ 126.4315

also t=126.4

Exponentielles Wachstum mit Prozent

Beispiel:

Im Pythagoras-See nimmt die Lichtstärke mit jedem Meter unter Wasser um 12% ab. An der Oberfläche leuchtet eine Lichtquelle mit 12 Lux. a) Wie hoch ist die Lichtstärke noch nach 2 Metern? b) Nach wieviel Metern ist die Lichtstärke noch 3 Lux?

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Da wir von exponentiellem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= a · e k · t .

Da der Anfangsbestand 12 ist, gilt: f(0)= 12, also 12 = a · e k · 0 = a = a

somit gilt: f(t)= 12 e k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu nutzen wir die Formel k= ln(1-p/100) = ln(0.88) ≈ -0.12783337150988


=> f(t)= 12 e -0,1278t


Wert zur Zeit 2: f(2)= 12 e -0,12782 ≈ 9.3


Wann wird der Wert 3?: f(t)=3

12 e -0,1278t = 3 |:12
e -0,1278t = 1 4 |ln(⋅)
-0,1278t = ln( 1 4 ) |:-0,1278
t = - 1 0,1278 ln( 1 4 ) ≈ 10.8474

also t=10.8

beschränktes Wachstum mit 2. Wert

Beispiel:

Die Körpertemperatur eines Menschen wird mit dem Fieberthermometer gemessen. Dabei ist die Geschwindigkeit, mit der die Temperatur des Thermometers steigt, proportional zur Differenz zwischen tatsächlicher Temperatur und der des Thermometers. Bei der Untersuchung eines gesunden Menschen, dessen Körpertemperatur 37,0 Grad beträgt, steigt die Anzeige des Thermometers in der ersten halben Minute von 17,0 Grad auf 29 Grad an. a) Welche Temperatur zeigt das Thermometer nach 2,5 Minuten an? b) Wann zeigt es 36,9° an?

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Da wir von beschränktem Wachstum ausgehen, haben wir einen Funktionsterm der Form f(t)= S - c · e -k · t .

Aus dem Text entnehmen wir, dass die Schranke S=37 sein muss.

Da der Anfangsbestand 17 ist, gilt: f(0)= 17, also 17 = 37 - c · e -k · 0 = 37 - c = 37 - c

17 = 37 - c
17 = -c +37 | -17 + c
c = 20

somit gilt: f(t)= 37 -20 e -k · t , wir müssen also nur noch k bestimmen.

Dazu setzen wir einfach die zweite Information ein: f(0.5)= 37 -20 e -k · 0,5 = 29.

37 -20 e -0,5k = 29,0001
-20 e -0,5k +37 = 29,0001 | -37
-20 e -0,5k = -7,9999 |:-20
e -0,5k = 0,4 |ln(⋅)
-0,5k = ln( 0,4 ) |:-0,5
k = - 1 0,5 ln( 0,4 ) ≈ 1.8326

also k ≈ 1.8325814637483, => f(t)= 37 -20 e -1,8326t


Wert zur Zeit 2.5: f(2.5)= 37 -20 e -1,83262,5 ≈ 36.8


Wann wird der Wert 36.9?: f(t)=36.9

37 -20 e -1,8326t = 36,9
-20 e -1,8326t +37 = 36,9 | -37
-20 e -1,8326t = -0,1 |:-20
e -1,8326t = 0,005 |ln(⋅)
-1,8326t = ln( 0,005 ) |:-1,8326
t = - 1 1,8326 ln( 0,005 ) ≈ 2.8911

also t=2.9

beschränktes Wachstum mit Differentialgleichung

Beispiel:

Nach dem Abi vergisst Klaus-Dieter jeden Monat 5% seines Englischwortschatzes. Zum Zeitpunkt des Abiturs betrug dieser noch 3749 Wörter. Aus Langeweile entschließt er sich, wieder regelmäßig jeden Monat 66 Wörter zu lernen. a) Wie groß ist sein englischer Wortschatz nach 9 Monaten? b) Wann beträgt dieser 2807 Wörter ?

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Wir können aus der Aufgabe lesen, dass immer ein konstanter Zuwachs und eine prozentuale Abnahme pro Zeitheit stattfindet. Wir können also für die (momentane) Änderungsrate f'(t) folgendes festhalten:

f'(t) = 66 - 0.05⋅f(t)

wenn man 0.05 ausklammert ergibt sich folgende Gleichung

f'(t) = 0.05( 66 0.05 - f(t))

also f'(t) = 0.05(1320 - f(t))

das ist nun ein Differtialgleichung des beschränkten Wachstums: f'(t) = k(S - f(t))

Wir wissen nun also, dass die Schranke S=1320 und der Wachstumsfaktor k=0.05 sein müssen.

Der Funktionsterm muss also die Form f(t)= 1320 - c · e -0,05t haben.

Um c noch bestimmen zu können, setzen wir einfach den Startwert f(0)=3749 ein (Punktprobe).

3749 = 1320 - c · e -0,050
3749 = 1320 - c
3749 = -c +1320 | -3749 + c
c = -2429

somit haben wir nun unseren Funktionsterm: f(t)= 1320 +2429 e -0,05x


Wert zur Zeit 9: f(9)= 1320 +2429 e -0,059 ≈ 2868.8


Wann wird der Wert 2807?: f(t)=2807

1320 +2429 e -0,05t = 2807
2429 e -0,05t +1320 = 2807 | -1320
2429 e -0,05t = 1487 |:2429
e -0,05t = 1487 2429 |ln(⋅)
-0,05t = ln( 1487 2429 ) |:-0,05
t = - 1 0,05 ln( 1487 2429 ) ≈ 9.8144

also t=9.8

Halbwerts- + Verdopplungszeit best.

Beispiel:

Gegeben ist die Bestandsfunktion f mit f(t)= 12 e -0,02t (t in min). Bestimme die Halbwertszeit bzw. die Verdopplungszeit.

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Am negativen Vorzeichen der Wachstumskonstante k, also des Koeffizienten im Exponent (-0,02 ) erkennen wir, dass es sich um exponentiellen Zerfall handeln muss. Somit suchen wir die Halbwertszeit.

Dazu setzen wir k = -0,02 einfach in die Formel TH = - ln(2) k ein:

TH = - ln(2) -0,02 34.657 min