nach Aufgabentypen suchen

Aufgabentypen anhand von Beispielen durchstöbern

Browserfenster aktualisieren (F5), um neue Beispiele bei den Aufgabentypen zu sehen

log im Interval bestimmen

Beispiel:

Finde zwei benachbarte ganze Zahlen, zwischen denen der Logarithmus log 15 (224) liegt.

Lösung einblenden

Wir suchen 15er-Potenzen in der Näher von 224, also eine die gerade noch kleiner und eine die schon größer als 224 ist.

Dabei kommt man auf 15 = 151 < 224 und auf 15 2 = 152 > 224.

Und da wir bei log 15 (224) ja das ☐ von 15☐ = 224 suchen, muss dieses ☐ irgendwo zwischen 1 und 2 liegen, wegen:
151 = 15 < 224 < 15 2 = 152

Es gilt somit: 1 < log 15 (224) < 2

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 25 x 3 ) + lg( 2 x 4 ) + lg( 1 50 x 9 ) soweit wie möglich.

Lösung einblenden

- lg( 1 25 x 3 ) + lg( 2 x 4 ) + lg( 1 50 x 9 )

= - lg( 1 25 x -3 ) + lg( 2 x 4 ) + lg( 1 50 x -9 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 25 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x 4 ) ) + ( lg( 1 50 ) + lg( 1 x 9 ) )

= - lg( 1 25 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 2 ) + lg( x 4 ) + lg( 1 50 ) + lg( 1 x 9 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 25 ) +3 lg( x ) + lg( 2 ) +4 lg( x ) + lg( 1 50 ) -9 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 25 ) +3 lg( x ) + lg( 2 ) +4 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 50 ) -9 lg( x )

= -2 lg( x ) - lg( 50 ) + lg( 25 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -2 lg( x ) + lg( 1 50 · 25 · 2 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 )

= -2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= - e -0,4x -2 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

Lösung einblenden

Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,4x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,4x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -1 vor e -0,4x wird e -0,4x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei - e -0,4x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -2 hinter dem - e -0,4x wird zu allen Funktionswerten von - e -0,4x noch -2 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -2}

Umkehrfunktion

Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

- e -0,4x -2 = y | +2
- e -0,4x = y +2 |:-1
e -0,4x = -y -2 |ln(⋅)
-0,4x = ln( -y -2 ) |:-0,4
x = - 1 0,4 ln( -y -2 )
x = - 5 2 ln( -y -2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 5 2 ln( -x -2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 5 2 ln( -x -2 )

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 14% abnimmt. Wann hat sich die Anzahl dieser Insektenart halbiert?

Lösung einblenden

Die prozentuale Abnahme um 14% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 14% weggehen,
also Bneu = B - 14 100 ⋅B = (1 - 14 100 ) ⋅ B = 0,86 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,86.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.86( 1 2 ) ≈ 4.6 Jahre

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 26%. 2 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 3,18Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 11 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 22 Millionen Bakterien?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 26% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 26% dazukommen,
also Bneu = B + 26 100 ⋅B = (1 + 26 100 ) ⋅ B = 1,26 ⋅ B. Somit ist das a=1,26.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,26 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 2 Stunden der Bestand 3.18 Millionen Bakterien ist, also f(2) = 3.18. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,26 t ein:

c ⋅ 1.262 = 3.18

c ⋅ 1.5876 = 3.18 | : 1.5876

c = 2

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 2⋅ 1,26 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Stunden, also f(11):

f(11) = 2⋅ 1,26 11 ≈ 25,416.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 22 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 22:

2⋅ 1,26 t = 22 |:2
1,26 t = 11 |lg(⋅)
lg( 1,26 t ) = lg( 11 )
t · lg( 1,26 ) = lg( 11 ) |: lg( 1,26 )
t = lg( 11 ) lg( 1,26 )
t = 10,3755

Nach ca. 10,376 Stunden ist also der Bestand = 22 Millionen Bakterien.