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2. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( x ) + lg( x 2 ) zu einem Vielfachen von lg( x ) .

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a):
lg( x ) + lg( x 2 )
= lg( x 1 2 ) + lg( x 2 )
= 1 2 lg( x ) +2 lg( x )
= 5 2 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 5 x 3 ) + lg( 2 x 2 ) + lg( 1 10 x 9 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 5 x 3 ) + lg( 2 x 2 ) + lg( 1 10 x 9 )

= - lg( 1 5 x -3 ) + lg( 2 x 2 ) + lg( 1 10 x -9 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 5 ) + lg( 1 x 3 ) ) + ( lg( 2 ) + lg( x 2 ) ) + ( lg( 1 10 ) + lg( 1 x 9 ) )

= - lg( 1 5 ) - lg( 1 x 3 ) + lg( 2 ) + lg( x 2 ) + lg( 1 10 ) + lg( 1 x 9 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 5 ) +3 lg( x ) + lg( 2 ) +2 lg( x ) + lg( 1 10 ) -9 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 5 ) +3 lg( x ) + lg( 2 ) +2 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 10 ) -9 lg( x )

= -4 lg( x ) - lg( 10 ) + lg( 5 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -4 lg( x ) + lg( 1 10 · 5 · 2 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 2 · 2 )

= -4 lg( x ) + lg( 1 )

= -4 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -3 e x -2 +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -2 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -2 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -3 vor e x -2 wird e x -2 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -3 e x -2 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die +1 hinter dem -3 e x -2 wird zu allen Funktionswerten von -3 e x -2 noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-3 e x -2 +1 = y | -1
-3 e x -2 = y -1 |:-3
e x -2 = - 1 3 y + 1 3 |ln(⋅)
x -2 = ln( - 1 3 y + 1 3 )
x -2 = ln( - 1 3 y + 1 3 ) | +2
x = ln( - 1 3 y + 1 3 ) +2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( - 1 3 x + 1 3 ) +2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( - 1 3 x + 1 3 ) +2

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 1,7% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 1.7% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 1.7% dazukommen,
also Bneu = B + 1.7 100 ⋅B = (1 + 1.7 100 ) ⋅ B = 1,017 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,017.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.017(2) ≈ 41.12 Jahre

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 2%. 12 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 16,49Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 16,5 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 2% dazukommen,
also Bneu = B + 2 100 ⋅B = (1 + 2 100 ) ⋅ B = 1,02 ⋅ B. Somit ist das a=1,02.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,02 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 12 Stunden der Bestand 16.49 Millionen Bakterien ist, also f(12) = 16.49. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,02 t ein:

c ⋅ 1.0212 = 16.49

c ⋅ 1.26824 = 16.49 | : 1.26824

c = 13

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 13 1,02 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Stunden, also f(4):

f(4) = 13 1,02 4 14,072.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 16.5 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 16.5:

13 1,02 t = 16,5 |:13
1,02 t = 1,2692 |lg(⋅)
lg( 1,02 t ) = lg( 1,2692 )
t · lg( 1,02 ) = lg( 1,2692 ) |: lg( 1,02 )
t = lg( 1,2692 ) lg( 1,02 )
t = 12,0381

Nach ca. 12,038 Stunden ist also der Bestand = 16.5 Millionen Bakterien.