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1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: log 3 ( 45 ) - log 3 ( 5 ) .

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log 3 ( 45 ) - log 3 ( 5 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a) - log(b) rückwärts an:

= log 3 ( 45 5 )

= log 3 ( 9 )

= log 3 ( 3 2 )

= 2

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 25 ) - lg( 1 20 x 3 ) - lg( 1 2 x 3 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 25 ) - lg( 1 20 x 3 ) - lg( 1 2 x 3 )

= - lg( 1 25 ) - lg( 1 20 x -3 ) - lg( 1 2 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 25 ) + lg( 1 ) ) - ( lg( 1 20 ) + lg( 1 x 3 ) ) - ( lg( 1 2 ) + lg( x 3 ) )

= - lg( 1 25 ) - lg( 1 ) - lg( 1 20 ) - lg( 1 x 3 ) - lg( 1 2 ) - lg( x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 25 ) +0 - lg( 1 20 ) +3 lg( x ) - lg( 1 2 ) -3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 25 ) +0 - lg( 1 ) + lg( 20 ) +3 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 2 ) -3 lg( x )

= lg( 25 ) + lg( 20 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 25 · 20 · 2 )

= lg( 1000 )

= lg( 10 3 )

= 3

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -4 e -0,4x +0,4 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,4x +0,4 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,4x +0,4 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -4 vor e -0,4x +0,4 wird e -0,4x +0,4 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -4 e -0,4x +0,4 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y < 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-4 e -0,4x +0,4 = y |:-4
e -0,4x +0,4 = - 1 4 y |ln(⋅)
-0,4x +0,4 = ln( - 1 4 y )
-0,4x +0,4 = ln( - 1 4 y ) | -0,4
-0,4x = ln( - 1 4 y ) -0,4 |:(-0,4 )
x = - 1 0,4 ln( - 1 4 y ) + 0,4 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,4 ln( - 1 4 x ) + 0,4 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,4 ln( - 1 4 x ) + 0,4 0,4

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 0,919 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Halbwertszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 0,919 t ablesen: a=0.919.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.919( 1 2 ) ≈ 8.21 (Zeiteinheiten)

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einem Staat geht man näherungsweise davon aus, dass dessen Bevölkerung exponentiell abnimmt. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 55 Millionen Einwohner. Nach 4 Jahren hat der Staat noch 50,73 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 5 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 51,8 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=55 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 55 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 4 Jahre der Bestand 50.73 Millionen Einwohner ist, also f(4) = 50.73. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 55 a t ein:

55 a 4 = 50,73 |:55
a 4 = 0,92236 | 4
a1 = - 0,92236 4 -0,98
a2 = 0,92236 4 0,98

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,98 ≈ 0.98 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 55 0,98 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Jahre, also f(5):

f(5) = 55 0,98 5 49,716.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 51.8 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 51.8:

55 0,98 t = 51,8 |:55
0,98 t = 0,9418 |lg(⋅)
lg( 0,98 t ) = lg( 0,9418 )
t · lg( 0,98 ) = lg( 0,9418 ) |: lg( 0,98 )
t = lg( 0,9418 ) lg( 0,98 )
t = 2,968

Nach ca. 2,968 Jahre ist also der Bestand = 51.8 Millionen Einwohner.