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Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 4 x 2 ) + lg( 1 2 x 3 ) + lg( 50 x 5 ) soweit wie möglich.

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lg( 4 x 2 ) + lg( 1 2 x 3 ) + lg( 50 x 5 )

= lg( 4 x 2 ) + lg( 1 2 x 3 ) + lg( 50 x -5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 4 ) + lg( x 2 ) + ( lg( 1 2 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 50 ) + lg( 1 x 5 ) )

= lg( 4 ) + lg( x 2 ) + lg( 1 2 ) + lg( x 3 ) + lg( 50 ) + lg( 1 x 5 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 4 ) +2 lg( x ) + lg( 1 2 ) +3 lg( x ) + lg( 50 ) -5 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 4 ) +2 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 2 ) +3 lg( x ) + lg( 50 ) -5 lg( x )

= lg( 50 ) + lg( 4 ) - lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 50 · 4 2 )

= lg( 100 )

= lg( 10 2 )

= 2

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 2500 x ) - lg( 1 50 x 3 ) - lg( 1 5 x 2 ) soweit wie möglich.

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lg( 1 2500 x ) - lg( 1 50 x 3 ) - lg( 1 5 x 2 )

= lg( 1 2500 x -1 ) - lg( 1 50 x -3 ) - lg( 1 5 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 1 2500 ) + lg( 1 x ) - ( lg( 1 50 ) + lg( 1 x 3 ) ) - ( lg( 1 5 ) + lg( x 2 ) )

= lg( 1 2500 ) + lg( 1 x ) - lg( 1 50 ) - lg( 1 x 3 ) - lg( 1 5 ) - lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 1 2500 ) - lg( x ) - lg( 1 50 ) +3 lg( x ) - lg( 1 5 ) -2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 1 ) - lg( 2500 ) - lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 50 ) +3 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 5 ) -2 lg( x )

= - lg( 2500 ) + lg( 50 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 2500 · 50 · 5 )

= lg( 1 10 )

= lg( 10 -1 )

= -1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 3 e x -3 +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -3 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -3 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 3 vor e x -3 können die Funktionswerte von 3 e x -3 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die +1 hinter dem 3 e x -3 wird zu allen Funktionswerten von 3 e x -3 noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

3 e x -3 +1 = y | -1
3 e x -3 = y -1 |:3
e x -3 = 1 3 y - 1 3 |ln(⋅)
x -3 = ln( 1 3 y - 1 3 )
x -3 = ln( 1 3 y - 1 3 ) | +3
x = ln( 1 3 y - 1 3 ) +3

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 3 x - 1 3 ) +3

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 3 x - 1 3 ) +3

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 96 1,1 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 96

f(1) = 96 1,1

f(2) = 96 1,11,1

f(3) = 96 1,11,11,1

f(4) = 96 1,11,11,11,1

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,1 multipliziert. Da 1,1 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,1-fache, also auf 110 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 110% - 100% = 10 %

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 29%. 6 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 92,17Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 9 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 720 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 29% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 29% dazukommen,
also Bneu = B + 29 100 ⋅B = (1 + 29 100 ) ⋅ B = 1,29 ⋅ B. Somit ist das a=1,29.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,29 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 6 Stunden der Bestand 92.17 Millionen Bakterien ist, also f(6) = 92.17. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,29 t ein:

c ⋅ 1.296 = 92.17

c ⋅ 4.60827 = 92.17 | : 4.60827

c = 20

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 20 1,29 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Stunden, also f(9):

f(9) = 20 1,29 9 197,851.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 720 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 720:

20 1,29 t = 720 |:20
1,29 t = 36 |lg(⋅)
lg( 1,29 t ) = lg( 36 )
t · lg( 1,29 ) = lg( 36 ) |: lg( 1,29 )
t = lg( 36 ) lg( 1,29 )
t = 14,0728

Nach ca. 14,073 Stunden ist also der Bestand = 720 Millionen Bakterien.