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1. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache lg( 10000000 x ) + lg( x ) so, dass das Argument des Logarithmus möglichst einfach wird.

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b):
lg( 10000000 x ) + lg( x )
= lg( 10000000 ) - lg( x ) + lg( x )
= lg( 10 7 ) - lg( x ) + lg( x )
= 7 - lg( x ) + lg( x )
= 7

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 20 x 3 ) - lg( 1 5 x 2 ) - lg( 100x ) soweit wie möglich.

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lg( 20 x 3 ) - lg( 1 5 x 2 ) - lg( 100x )

= lg( 20 x -3 ) - lg( 1 5 x -2 ) - lg( 100x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 20 ) + lg( 1 x 3 ) - ( lg( 1 5 ) + lg( 1 x 2 ) ) - ( lg( 100 ) + lg( x ) )

= lg( 20 ) + lg( 1 x 3 ) - lg( 1 5 ) - lg( 1 x 2 ) - lg( 100 ) - lg( x )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 20 ) -3 lg( x ) - lg( 1 5 ) +2 lg( x ) - lg( 100 ) - lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 20 ) -3 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 5 ) +2 lg( x ) - lg( 100 ) - lg( x )

= -2 lg( x ) - lg( 100 ) + lg( 20 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= -2 lg( x ) + lg( 1 100 · 20 · 5 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 5 · 5 )

= -2 lg( x ) + lg( 1 )

= -2 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 2 e 0,2x -0,4 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,2x -0,4 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,2x -0,4 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 2 vor e 0,2x -0,4 können die Funktionswerte von 2 e 0,2x -0,4 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y > 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

2 e 0,2x -0,4 = y |:2
e 0,2x -0,4 = 1 2 y |ln(⋅)
0,2x -0,4 = ln( 1 2 y )
0,2x -0,4 = ln( 1 2 y ) | +0,4
0,2x = ln( 1 2 y ) +0,4 |:0,2
x = 1 0,2 ln( 1 2 y ) + 0,4 0,2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,2 ln( 1 2 x ) + 0,4 0,2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,2 ln( 1 2 x ) + 0,4 0,2

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 89 1,1 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 89

f(1) = 89 1,1

f(2) = 89 1,11,1

f(3) = 89 1,11,11,1

f(4) = 89 1,11,11,11,1

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,1 multipliziert. Da 1,1 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,1-fache, also auf 110 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 110% - 100% = 10 %

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 6% verzinst. 2 Jahre nach dem das Konto eröffnet wurde, sind bereits 6741,6€ auf dem Konto. a) Wie hoch ist der Kontostand 11 Jahre nach der Kontoeröffnung? b) Wann ist der Kontostand auf 11000€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 6% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 6% dazukommen,
also Bneu = B + 6 100 ⋅B = (1 + 6 100 ) ⋅ B = 1,06 ⋅ B. Somit ist das a=1,06.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,06 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 2 Jahre der Bestand 6741.6 € ist, also f(2) = 6741.6. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,06 t ein:

c ⋅ 1.062 = 6741.6

c ⋅ 1.1236 = 6741.6 | : 1.1236

c = 6000

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 6000 1,06 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=11 Jahre, also f(11):

f(11) = 6000 1,06 11 11389,791.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 11000 € ist, also f(t) = 11000:

6000 1,06 t = 11000 |:6000
1,06 t = 11 6 |lg(⋅)
lg( 1,06 t ) = lg( 11 6 )
t · lg( 1,06 ) = lg( 11 6 ) |: lg( 1,06 )
t = lg( 11 6 ) lg( 1,06 )
t = 10,4024

Nach ca. 10,402 Jahre ist also der Kontostand = 11000 €.