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2. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 1 x 3 ) +2 lg( 1 x ) + lg( x 4 ) zu einem Vielfachen von lg( x ) .

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a):
lg( 1 x 3 ) +2 lg( 1 x ) + lg( x 4 )
= lg( x -3 ) +2 lg( x -1 ) + lg( x 4 )
= -3 lg( x ) -2 lg( x ) +4 lg( x )
= - lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 2 ) + lg( 5 x 2 ) - lg( 1000 x 2 ) soweit wie möglich.

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lg( 2 ) + lg( 5 x 2 ) - lg( 1000 x 2 )

= lg( 2 ) + lg( 5 x -2 ) - lg( 1000 x -2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 2 ) + lg( 1 ) + ( lg( 5 ) + lg( 1 x 2 ) ) - ( lg( 1000 ) + lg( 1 x 2 ) )

= lg( 2 ) + lg( 1 ) + lg( 5 ) + lg( 1 x 2 ) - lg( 1000 ) - lg( 1 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 2 ) +0 + lg( 5 ) -2 lg( x ) - lg( 1000 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 2 ) +0 + lg( 5 ) -2 lg( x ) - lg( 1000 ) +2 lg( x )

= - lg( 1000 ) + lg( 5 ) + lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 1000 · 5 · 2 )

= lg( 1 100 )

= lg( 10 -2 )

= -2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -3 e 0,4x -0,4 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,4x -0,4 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,4x -0,4 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -3 vor e 0,4x -0,4 wird e 0,4x -0,4 an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -3 e 0,4x -0,4 die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y < 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-3 e 0,4x -0,4 = y |:-3
e 0,4x -0,4 = - 1 3 y |ln(⋅)
0,4x -0,4 = ln( - 1 3 y )
0,4x -0,4 = ln( - 1 3 y ) | +0,4
0,4x = ln( - 1 3 y ) +0,4 |:0,4
x = 1 0,4 ln( - 1 3 y ) + 0,4 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,4 ln( - 1 3 x ) + 0,4 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,4 ln( - 1 3 x ) + 0,4 0,4

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 5,7% seines Bestands. Bestimme die Halbwertszeit dieses radioaktives Elements.

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Die prozentuale Abnahme um 5.7% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 5.7% weggehen,
also Bneu = B - 5.7 100 ⋅B = (1 - 5.7 100 ) ⋅ B = 0,943 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,943.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.943( 1 2 ) ≈ 11.81 Tage

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 8% seines Bestands. 8 Tage nach Beobachtungsbeginn sind nur noch 25,66kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 11 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 30kg vorhanden?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 8% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 8% weggehen,
also Bneu = B - 8 100 ⋅B = (1 - 8 100 ) ⋅ B = 0,92 ⋅ B. Somit ist das a=0,92.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,92 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Tage der Bestand 25.66 kg ist, also f(8) = 25.66. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,92 t ein:

c ⋅ 0.928 = 25.66

c ⋅ 0.51322 = 25.66 | : 0.51322

c = 50

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 50 0,92 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Tage, also f(11):

f(11) = 50 0,92 11 19,982.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 30 kg ist, also f(t) = 30:

50 0,92 t = 30 |:50
0,92 t = 3 5 |lg(⋅)
lg( 0,92 t ) = lg( 3 5 )
t · lg( 0,92 ) = lg( 3 5 ) |: lg( 0,92 )
t = lg( 3 5 ) lg( 0,92 )
t = 6,1264

Nach ca. 6,126 Tage ist also der Bestand = 30 kg.