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log im Interval bestimmen

Beispiel:

Finde zwei benachbarte ganze Zahlen, zwischen denen der Logarithmus log 2 (71) liegt.

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Wir suchen 2er-Potenzen in der Näher von 71, also eine die gerade noch kleiner und eine die schon größer als 71 ist.

Dabei kommt man auf 2 6 = 26 < 71 und auf 2 7 = 27 > 71.

Und da wir bei log 2 (71) ja das ☐ von 2 = 71 suchen, muss dieses ☐ irgendwo zwischen 6 und 7 liegen, wegen:
26 = 2 6 < 71 < 2 7 = 27

Es gilt somit: 6 < log 2 (71) < 7

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 4 x 2 ) + lg( 4 x 2 ) + lg( 1 1600 ) soweit wie möglich.

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lg( 4 x 2 ) + lg( 4 x 2 ) + lg( 1 1600 )

= lg( 4 x 2 ) + lg( 4 x -2 ) + lg( 1 1600 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 4 ) + lg( x 2 ) + ( lg( 4 ) + lg( 1 x 2 ) ) + ( lg( 1 1600 ) + lg( 1 ) )

= lg( 4 ) + lg( x 2 ) + lg( 4 ) + lg( 1 x 2 ) + lg( 1 1600 ) + lg( 1 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 4 ) +2 lg( x ) + lg( 4 ) -2 lg( x ) + lg( 1 1600 ) +0

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 4 ) +2 lg( x ) + lg( 4 ) -2 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 1600 ) +0

= - lg( 1600 ) + lg( 4 ) + lg( 4 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 1 1600 · 4 · 4 )

= lg( 1 100 )

= lg( 10 -2 )

= -2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= 4 e x -2 -3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent x -2 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e x -2 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Auch mit dem positiven Koeffizienten 4 vor e x -2 können die Funktionswerte von 4 e x -2 alles zwischen 0 und ∞ annehmen.

Durch die -3 hinter dem 4 e x -2 wird zu allen Funktionswerten von 4 e x -2 noch -3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > -3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

4 e x -2 -3 = y | +3
4 e x -2 = y +3 |:4
e x -2 = 1 4 y + 3 4 |ln(⋅)
x -2 = ln( 1 4 y + 3 4 )
x -2 = ln( 1 4 y + 3 4 ) | +2
x = ln( 1 4 y + 3 4 ) +2

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = ln( 1 4 x + 3 4 ) +2

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = ln( 1 4 x + 3 4 ) +2

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 135 0,7 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 135

f(1) = 135 0,7

f(2) = 135 0,70,7

f(3) = 135 0,70,70,7

f(4) = 135 0,70,70,70,7

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,7 multipliziert. Da 0,7 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,7-fache, also auf 70 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 70% = 30 %

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 8% abnimmt. 8 Jahre nach Beobachtungsbeginn werden nur noch 5,65 Millionen der Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 9 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 4,8 Millionen dieser Insekten?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 8% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 8% weggehen,
also Bneu = B - 8 100 ⋅B = (1 - 8 100 ) ⋅ B = 0,92 ⋅ B. Somit ist das a=0,92.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,92 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 8 Jahre der Bestand 5.65 Millionen Insekten ist, also f(8) = 5.65. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,92 t ein:

c ⋅ 0.928 = 5.65

c ⋅ 0.51322 = 5.65 | : 0.51322

c = 11

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 11 0,92 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Jahre, also f(9):

f(9) = 11 0,92 9 5,194.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 4.8 Millionen Insekten ist, also f(t) = 4.8:

11 0,92 t = 4,8 |:11
0,92 t = 0,4364 |lg(⋅)
lg( 0,92 t ) = lg( 0,4364 )
t · lg( 0,92 ) = lg( 0,4364 ) |: lg( 0,92 )
t = lg( 0,4364 ) lg( 0,92 )
t = 9,9446

Nach ca. 9,945 Jahre ist also der Bestand = 4.8 Millionen Insekten.