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1. Logarithmusgesetz rückwärts

Beispiel:

Vereinfache: log 2 ( 128 ) - log 2 ( 4 ) .

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log 2 ( 128 ) - log 2 ( 4 )

Jetzt wenden wir das Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a) - log(b) rückwärts an:

= log 2 ( 128 4 )

= log 2 ( 32 )

= log 2 ( 2 5 )

= 5

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 50 x 3 ) - lg( 1 4 ) - lg( 2 x 3 ) soweit wie möglich.

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lg( 50 x 3 ) - lg( 1 4 ) - lg( 2 x 3 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 50 ) + lg( x 3 ) - ( lg( 1 4 ) + lg( 1 ) ) - ( lg( 2 ) + lg( x 3 ) )

= lg( 50 ) + lg( x 3 ) - lg( 1 4 ) - lg( 1 ) - lg( 2 ) - lg( x 3 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 50 ) +3 lg( x ) - lg( 1 4 ) +0 - lg( 2 ) -3 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 50 ) +3 lg( x ) - lg( 1 ) + lg( 4 ) +0 - lg( 2 ) -3 lg( x )

= lg( 50 ) + lg( 4 ) - lg( 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 50 · 4 2 )

= lg( 100 )

= lg( 10 2 )

= 2

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e -0,4x +0,8 +1 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,4x +0,8 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,4x +0,8 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch die +1 hinter dem e -0,4x +0,8 wird zu allen Funktionswerten von e -0,4x +0,8 noch 1 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y > 1}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e -0,4x +0,8 +1 = y | -1
e -0,4x +0,8 = y -1 |ln(⋅)
-0,4x +0,8 = ln( y -1 )
-0,4x +0,8 = ln( y -1 ) | -0,8
-0,4x = ln( y -1 ) -0,8 |:(-0,4 )
x = - 1 0,4 ln( y -1 ) + 0,8 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 1 0,4 ln( x -1 ) + 0,8 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 1 0,4 ln( x -1 ) + 0,8 0,4

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element mit einer Halbwertszeit von 22,8 Jahren sind zu Beobachtungsbeginn 40kg vorhanden. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Masse des radioaktiven Elements nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 40 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 22.8 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 22,8 = 1 2 | 22,8
a1 = - ( 1 2 ) 1 22,8 -0,97
a2 = ( 1 2 ) 1 22,8 0,97

Das gesuchte a ist somit 0,97 ≈ 0.97, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 40 0,97 t

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 3,5% seiner Bevölkerung. Nach 2 Jahren hat der Staat noch 65,19 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 5 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 60 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 3.5% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 3.5% weggehen,
also Bneu = B - 3.5 100 ⋅B = (1 - 3.5 100 ) ⋅ B = 0,965 ⋅ B. Somit ist das a=0,965.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,965 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 2 Jahre der Bestand 65.19 Millionen Einwohner ist, also f(2) = 65.19. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,965 t ein:

c ⋅ 0.9652 = 65.19

c ⋅ 0.93123 = 65.19 | : 0.93123

c = 70

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 70 0,965 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=5 Jahre, also f(5):

f(5) = 70 0,965 5 58,578.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 60 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 60:

70 0,965 t = 60 |:70
0,965 t = 6 7 |lg(⋅)
lg( 0,965 t ) = lg( 6 7 )
t · lg( 0,965 ) = lg( 6 7 ) |: lg( 0,965 )
t = lg( 6 7 ) lg( 0,965 )
t = 4,3268

Nach ca. 4,327 Jahre ist also der Bestand = 60 Millionen Einwohner.