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Eigenschaften von e-Funktionen

Beispiel:

Welche Eigenschaften hat die Funktion f mit f(x)= 2 e x -1 -1 .

Tipp: Skizziere zuerst den Graph von f auf einem Stück Papier.

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Als erstes erinnern wir uns an die natürliche Exponentialfunktion f0(x)= e x (im Schaubild in schwarzer Farbe eingezeichnet).

Am Koeffizient vor dem e x erkennen wir, dass der Graph gegenüber dem der natürlichen Exponentialfunktion lediglich in y-Richtung gestreckt wurde. Qualitativ unterscheiden sich die beiden Graphen also nicht.

Da bei 2 e x -1 -1 zu jedem Funktionswert von e x noch -1 addiert wird, ist der Graph von 2 e x -1 -1 gegenüber dem der natürlichen Exponentialfunktion, um 1 nach unten verschoben.

Da bei 2 e x -1 -1 das x von e x durch ein 'x-1' ersetzt wurde, wird der Graph der natürlichen Exponentialfunktion um 1 in x-Richtung verschoben .

Daraus ergeben sich folgende Aussagen:

  • Dadurch schneidet der Graph von f die x-Achse.
  • Die Funktionswerte werden also immer größer, die Funktion ist also streng monoton wachsend.
  • Für x → ∞ strebt 2 e x -1 -1 gegen .
  • Für x → - ∞ strebt 2 e x -1 -1 gegen 0 -1 = -1 .

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term lg( 20x ) - lg( 400 x ) + lg( 20 x 2 ) soweit wie möglich.

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lg( 20x ) - lg( 400 x ) + lg( 20 x 2 )

= lg( 20x ) - lg( 400 x -1 ) + lg( 20 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= lg( 20 ) + lg( x ) - ( lg( 400 ) + lg( 1 x ) ) + ( lg( 20 ) + lg( x 2 ) )

= lg( 20 ) + lg( x ) - lg( 400 ) - lg( 1 x ) + lg( 20 ) + lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= lg( 20 ) + lg( x ) - lg( 400 ) + lg( x ) + lg( 20 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= lg( 20 ) + lg( x ) - lg( 400 ) + lg( x ) + lg( 20 ) +2 lg( x )

= 4 lg( x ) - lg( 400 ) + lg( 20 ) + lg( 20 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= 4 lg( x ) + lg( 1 400 · 20 · 20 )

= 4 lg( x ) + lg( 1 20 · 20 )

= 4 lg( x ) + lg( 1 )

= 4 lg( x )

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= -2 e -0,3x -3 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent -0,3x ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e -0,3x für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Durch den negativen Koeffizienten -2 vor e -0,3x wird e -0,3x an der x-Achse gespiegelt. Dadurch liegen bei -2 e -0,3x die Funktionswerte zwischen -∞ und 0.

Durch die -3 hinter dem -2 e -0,3x wird zu allen Funktionswerten von -2 e -0,3x noch -3 addiert. Dadurch verschiebt sich auch der Wertebereich zu W = {y ∈ ℝ | y < -3}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

-2 e -0,3x -3 = y | +3
-2 e -0,3x = y +3 |:-2
e -0,3x = - 1 2 y - 3 2 |ln(⋅)
-0,3x = ln( - 1 2 y - 3 2 ) |:-0,3
x = - 1 0,3 ln( - 1 2 y - 3 2 )
x = - 10 3 ln( - 1 2 y - 3 2 )

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = - 10 3 ln( - 1 2 x - 3 2 )

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = - 10 3 ln( - 1 2 x - 3 2 )

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 200 0,75 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 200

f(1) = 200 0,75

f(2) = 200 0,750,75

f(3) = 200 0,750,750,75

f(4) = 200 0,750,750,750,75

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,75 multipliziert. Da 0,75 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,75-fache, also auf 75 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 75% = 25 %

c und a gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 1,1% seiner Bevölkerung. Zu Beobachtungsbeginn hat das Land 80 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 9 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 72,4 Millionen Einwohner?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=80 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Abnahme um 1.1% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 1.1% weggehen,
also Bneu = B - 1.1 100 ⋅B = (1 - 1.1 100 ) ⋅ B = 0,989 ⋅ B. Somit ist das a=0,989.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 80 0,989 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=9 Jahre, also f(9):

f(9) = 80 0,989 9 72,42.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 72.4 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 72.4:

80 0,989 t = 72,4 |:80
0,989 t = 0,905 |lg(⋅)
lg( 0,989 t ) = lg( 0,905 )
t · lg( 0,989 ) = lg( 0,905 ) |: lg( 0,989 )
t = lg( 0,905 ) lg( 0,989 )
t = 9,0246

Nach ca. 9,025 Jahre ist also der Bestand = 72.4 Millionen Einwohner.