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2. Logarithmusgesetz einfach

Beispiel:

Vereinfache den Term 4 lg( x 4 ) + lg( 1 x 2 ) zu einem Vielfachen von lg( x ) .

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Es gilt mit dem Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a):
4 lg( x 4 ) + lg( 1 x 2 )
= 4 lg( x 4 ) + lg( x -2 )
= 16 lg( x ) -2 lg( x )
= 14 lg( x )

Beide Logarithmusgesetze

Beispiel:

Vereinfache den Term - lg( 1 5 x 3 ) + lg( 1 10 x ) + lg( 20 x 2 ) soweit wie möglich.

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- lg( 1 5 x 3 ) + lg( 1 10 x ) + lg( 20 x 2 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) umformen zu:

= -( lg( 1 5 ) + lg( x 3 ) ) + ( lg( 1 10 ) + lg( x ) ) + ( lg( 20 ) + lg( x 2 ) )

= - lg( 1 5 ) - lg( x 3 ) + lg( 1 10 ) + lg( x ) + lg( 20 ) + lg( x 2 )

Jetzt kann man mit dem 2. Logarithmusgesetz log(ab) = b⋅log(a) umformen zu:

= - lg( 1 5 ) -3 lg( x ) + lg( 1 10 ) + lg( x ) + lg( 20 ) +2 lg( x )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log( a b ) = log(a)- log(b) noch die Brüche im Logarithmus umformen:

= - lg( 1 ) + lg( 5 ) -3 lg( x ) + lg( 1 ) - lg( 10 ) + lg( x ) + lg( 20 ) +2 lg( x )

= lg( 20 ) - lg( 10 ) + lg( 5 )

Jetzt kann man mit dem 1. Logarithmusgesetz log(a ⋅ b) = log(a) + log(b) rückwärts umformen zu:

= lg( 20 10 · 5 )

= lg( 10 )

= lg( 10 )

= 1

Umkehrfunktion von e- und ln-Funkt'n

Beispiel:

Die Funktion f mit f(x)= e 0,4x -0,4 ist auf ihrer maximalen Definitionsmenge umkehrbar.

Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Wertemenge von f sowie einen Term für die Umkehrfunktion f - .

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Maximale Definitionsmenge von f

Bei einer Exponentialfunktion kann man alle Werte für x einsetzen. (e0=1; e-c= 1 e c )

Für die maximale Definitionsmenge gilt somit: D = ℝ

Wertemenge von f

Der Exponent 0,4x -0,4 ist eine lineare Funktion (Gerade), die jeden Wert zwischen -∞ und ∞ annehmen kann.

Wir wissen, dass e 0,4x -0,4 für negative betragsmäßig große Werte im Exponent der 0 sehr schnell beliebig nahe kommt und für große positive Werte (sehr schnell) gegen ∞ strebt. Somit ist jeder Funktionswert im Bereich 0 < y < ∞ möglich.

Somit ist der Wertebereich von f: W = {y ∈ ℝ | y > 0}

Umkehrfunktion

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Wir schreiben einfach mal y für f(x) und lösen die Funktionsgleichung nach x auf:

e 0,4x -0,4 = y |ln(⋅)
0,4x -0,4 = ln( y )
0,4x -0,4 = ln( y ) | +0,4
0,4x = ln( y ) +0,4 |:0,4
x = 1 0,4 ln( y ) + 0,4 0,4

Statt jedem x ein y zuzuordnen (x ↦ y), wird bei der Umkehrfunktion ja gerade andersrum dem y das x zugeordnet (y ↦ x).
Deswegen vertauschen wir nun x und y:

y = 1 0,4 ln( x ) + 0,4 0,4

und erhalten so die Umkehrfunktion f - (x) = 1 0,4 ln( x ) + 0,4 0,4

prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 30⋅ 1,5 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 30

f(1) = 30 ⋅ 1,5

f(2) = 30 ⋅ 1,5 ⋅ 1,5

f(3) = 30 ⋅ 1,5 ⋅ 1,5 ⋅ 1,5

f(4) = 30 ⋅ 1,5 ⋅ 1,5 ⋅ 1,5 ⋅ 1,5

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,5 multipliziert. Da 1,5 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,5-fache, also auf 150 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 150% - 100% = 50 %

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Staat verliert jedes Jahr 3,3% seiner Bevölkerung. Nach 10 Jahren hat der Staat noch 53,62 Millionen Einwohner. a) Wie viel Millionen Einwohner hat der Staat noch nach 4 Jahren? b) Wann hat das Land nur noch 45 Millionen Einwohner?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 3.3% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 3.3% weggehen,
also Bneu = B - 3.3 100 ⋅B = (1 - 3.3 100 ) ⋅ B = 0,967 ⋅ B. Somit ist das a=0,967.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,967 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 10 Jahre der Bestand 53.62 Millionen Einwohner ist, also f(10) = 53.62. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,967 t ein:

c ⋅ 0.96710 = 53.62

c ⋅ 0.71493 = 53.62 | : 0.71493

c = 75

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 75⋅ 0,967 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Jahre, also f(4):

f(4) = 75⋅ 0,967 4 ≈ 65,579.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 45 Millionen Einwohner ist, also f(t) = 45:

75⋅ 0,967 t = 45 |:75
0,967 t = 3 5 |lg(⋅)
lg( 0,967 t ) = lg( 3 5 )
t · lg( 0,967 ) = lg( 3 5 ) |: lg( 0,967 )
t = lg( 3 5 ) lg( 0,967 )
t = 15,2227

Nach ca. 15,223 Jahre ist also der Bestand = 45 Millionen Einwohner.