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Fläche zwischen Wendetangente und Achsen

Beispiel:

Die Wendetangente des Graphen der Funktion f mit f(x)= x 3 -3 x 2 +5 (Tangente im Wendepunkt) schließt mit den Koordinatenachsen eine Dreiecksfläche ein.
Berechne den Inhalt dieser Fläche.

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Zuerst muss natürlich mal der Wendepunkt berechnet werden:

f(x)= x 3 -3 x 2 +5

Als erstes leitet man die Funktion drei mal ab.

f'(x)= 3 x 2 -6x +0

= 3 x 2 -6x


f''(x)= 6x -6


f'''(x)= 6 +0

= 6

Die notwendige Bedingung für einen Wendepunkt ist f''(x)=0.

(Wendestellen sind Extremstellen in der Ableitung, also haben Wendepunkten die Steigung 0 in f').

Man setzt nun also die zweite Ableitung gleich 0, um die einzig möglichen x-Werte für Wendepunkte zu bestimmen.

6x -6 = 0 | +6
6x = 6 |:6
x = 1

Die Lösung x= 1 ist nun der einzige Kandidat für eine Wendestelle.

Die einfachste Möglichkeit, um diese Kandidaten zu überprüfen, ist das Einsetzen dieser x-Werte in die dritte Ableitung.

Ist die dritte Ableitung des Punktes ungleich 0, so handelt es sich um einen Wendepunkt (hinreichende Bedingung: f''(x0)=0 und f'''(x0)≠0).

Überprüfung bei x = 1 :

f'''(1 ) = 6 +0 = 6

Da f'''(1 )≠0, haben wir bei x = 1 einen Wendepunkt.
Um dessen y-Wert zu erhalten muss der entsprechende x-Wert in f(x) eingesetzen werden.
f(1 ) = 1 3 -3 1 2 +5 = 3
Man erhält so den Wendepunkt: WP(1 | 3 )

Jetzt müssen wir die Tangente im Wendepunkt anlegen:

Um die Steigung der Tangente zu erhalten, setzen wir den gegebenen x-Wert in die Ableitung ein:

mt = f'(1)= 3 1 2 -61

= 31 -6

= 3 -6

= -3

Damit wissen wir nun schon, dass die Tangente die Gleichung t: y= -3 x+c besitzt.

Um noch das c zu bestimmen, brauchen wir einen Punkt, den wir in die Gleichung einsetzen können.
Dazu müssen wir noch den y-Wert des Berührpunkts bestimmen, also f(1)= 1 3 -3 1 2 +5 = 1 -31 +5 = 1 -3 +5 = 3

Wir erhalten so also den Punkt B(1| 3 ) als Berührpunkt.

Nun setzt man die errechnete Ableitung und die errechneten Punktkoordinaten in eine allgemeine Geradengleichung (y=mx+c) ein:

3 = -3 ⋅1 + c

3 = -3 + c | + 3

6 = c

also c= 6

Damit erhält man als Geradengleichung für die Tangente: y= -3 ⋅x + 6

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Jetzt brauchen wir noch die Schnittpunkte der Wendetangente mit der x- und der y-Achse:

Der Schnittpunkt mit der y-Achse kennen wir bereits, das ist ja der y-Achsenabschnitt c = 6.

Der Schnittpunkt mit der x-Achse können wir berechnen, in dem wir in die Tangentengleichung y = 0 einsetzen:

-3x +6 = 0 | -6
-3x = -6 |:(-3 )
x = 2

Die Wendetangente schneidet somit die x-Achse in N( 2 |0).

Da die gesuchte Fläche ja ein rechtwinkliges Dreieck mit den Katheten 6 und 2 ist, gilt für den Flächeninhalt:

A = 1 2 2 ⋅ 6 = 6.

Anwendungsaufgaben

Beispiel:

Der Verlauf eines Teilstücks einer Achterbahn kann für 0 ≤ x ≤ 6 durch den Graph einer Funktion f mit f(x)= - 2 3 x 2 +4x +1 (alle Angaben in Meter). Der Startpunkt der Achterbahn ist bei x=0.

  1. Auf welcher Höhe ist die Achterbahn, wenn sie in horizontaler Richtung 2 Meter vom Startpunkt entfernt ist?
  2. Wie lang ist die horizontale Strecke in dem Bereich, in dem die Achterbahn auf einer Höhe von mindestens 19 3 m verläuft?
  3. Bestimme die Höhe des höchsten Punkts der Achterbahn.

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  1. y-Wert bei x = 2

    Hier müssen wir einfach die 2 in den Funktionsterm einsetzen:

    f(2) = - 2 3 2 2 +42 +1 = - 8 3 +8 +1 = 19 3 ≈ 6.33 .

    Nach 2 m beträgt also der Wert 6.33 m.

  2. x-Bereich, wo f(x) > 19 3

    Wir suchen hierfür die x-Stellen, an denen der Funktionsterm den Wert 19 3 einnimmt:

    - 2 3 x 2 +4x +1 = 19 3 |⋅ 3
    3( - 2 3 x 2 +4x +1 ) = 19
    -2 x 2 +12x +3 = 19 | -19
    -2 x 2 +12x -16 = 0 |:2

    - x 2 +6x -8 = 0

    Lösen mit der a-b-c-Formel (Mitternachtsformel):

    eingesetzt in x1,2 = - b ± b 2 -4a · c 2a ergibt:

    x1,2 = -6 ± 6 2 -4 · ( -1 ) · ( -8 ) 2( -1 )

    x1,2 = -6 ± 36 -32 -2

    x1,2 = -6 ± 4 -2

    x1 = -6 + 4 -2 = -6 +2 -2 = -4 -2 = 2

    x2 = -6 - 4 -2 = -6 -2 -2 = -8 -2 = 4

    Lösen mit der p-q-Formel (x² + px + q = 0):

    Um die Gleichung auf die Form "x² + px + q = 0" zu bekommen, müssen wir zuerst die ganze Gleichung durch "-1 " teilen:

    - x 2 +6x -8 = 0 |: -1

    x 2 -6x +8 = 0

    vor dem Einsetzen in x1,2 = - p 2 ± ( p 2 ) 2 - q
    berechnen wir zuerst die Diskriminante D = ( p 2 ) 2 - q :

    D = ( -3 ) 2 - 8 = 9 - 8 = 1

    x1,2 = 3 ± 1

    x1 = 3 - 1 = 2

    x2 = 3 + 1 = 4

    .

    Bei 2 und 4 sind also die einzigen Schnittstellen und der Wert dazwischen f(3) = - 2 3 3 2 +43 +1 = 7 ist größer.

    In den 2 m zwischen 2 m und 4 m beträgt der Wert mindestens 19 3 m.

  3. y-Wert des Maximums (HP)

    Gesucht ist der höchste Funktionswert, also der y-Wert des Hochpunkts.

    Detail-Rechnung für den Hochpunkt (3 | 7 ) einblenden

    Der Vollständigkeit wegen müssen wir noch die Randwerte untersuchen, an denen ja ein noch größerer Funktionswert auftreten könnte:

    f(0) = 1 und f(6) = 1 sind aber beide nicht größer als der y-Wert des Hochpunkt.

    Der einzige Hochpunkt im gegebenen Bereich liegt also bei (3 | 7 ).

    Der größte Wert beträgt somit 7 m.