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Fläche zwischen Wendetangente und Achsen

Beispiel:

Die Wendetangente des Graphen der Funktion f mit f(x)= x 3 -3 x 2 - x +7 (Tangente im Wendepunkt) schließt mit den Koordinatenachsen eine Dreiecksfläche ein.
Berechne den Inhalt dieser Fläche.

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Zuerst muss natürlich mal der Wendepunkt berechnet werden:

f(x)= x 3 -3 x 2 - x +7

Als erstes leitet man die Funktion drei mal ab.

f'(x)= 3 x 2 -6x -1 +0

= 3 x 2 -6x -1


f''(x)= 6x -6 +0

= 6x -6


f'''(x)= 6 +0

= 6

Die notwendige Bedingung für einen Wendepunkt ist f''(x)=0.

(Wendestellen sind Extremstellen in der Ableitung, also haben Wendepunkten die Steigung 0 in f').

Man setzt nun also die zweite Ableitung gleich 0, um die einzig möglichen x-Werte für Wendepunkte zu bestimmen.

6x -6 = 0 | +6
6x = 6 |:6
x = 1

Die Lösung x= 1 ist nun der einzige Kandidat für eine Wendestelle.

Die einfachste Möglichkeit, um diese Kandidaten zu überprüfen, ist das Einsetzen dieser x-Werte in die dritte Ableitung.

Ist die dritte Ableitung des Punktes ungleich 0, so handelt es sich um einen Wendepunkt (hinreichende Bedingung: f''(x0)=0 und f'''(x0)≠0).

Überprüfung bei x = 1 :

f'''(1 ) = 6 +0 = 6

Da f'''(1 )≠0, haben wir bei x = 1 einen Wendepunkt.
Um dessen y-Wert zu erhalten muss der entsprechende x-Wert in f(x) eingesetzen werden.
f(1 ) = 1 3 -3 1 2 - 1 +7 = 4
Man erhält so den Wendepunkt: WP(1 | 4 )

Jetzt müssen wir die Tangente im Wendepunkt anlegen:

Um die Steigung der Tangente zu erhalten, setzen wir den gegebenen x-Wert in die Ableitung ein:

mt = f'(1)= 3 1 2 -61 -1

= 31 -6 -1

= 3 -6 -1

= -4

Damit wissen wir nun schon, dass die Tangente die Gleichung t: y= -4 x+c besitzt.

Um noch das c zu bestimmen, brauchen wir einen Punkt, den wir in die Gleichung einsetzen können.
Dazu müssen wir noch den y-Wert des Berührpunkts bestimmen, also f(1)= 1 3 -3 1 2 - 1 +7 = 1 -31 -1 +7 = 1 -3 -1 +7 = 4

Wir erhalten so also den Punkt B(1| 4 ) als Berührpunkt.

Nun setzt man die errechnete Ableitung und die errechneten Punktkoordinaten in eine allgemeine Geradengleichung (y=mx+c) ein:

4 = -4 ⋅1 + c

4 = -4 + c | + 4

8 = c

also c= 8

Damit erhält man als Geradengleichung für die Tangente: y= -4 ⋅x + 8

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Jetzt brauchen wir noch die Schnittpunkte der Wendetangente mit der x- und der y-Achse:

Der Schnittpunkt mit der y-Achse kennen wir bereits, das ist ja der y-Achsenabschnitt c = 8.

Der Schnittpunkt mit der x-Achse können wir berechnen, in dem wir in die Tangentengleichung y = 0 einsetzen:

-4x +8 = 0 | -8
-4x = -8 |:(-4 )
x = 2

Die Wendetangente schneidet somit die x-Achse in N( 2 |0).

Da die gesuchte Fläche ja ein rechtwinkliges Dreieck mit den Katheten 8 und 2 ist, gilt für den Flächeninhalt:

A = 1 2 2 ⋅ 8 = 8.

Anwendungsaufgaben

Beispiel:

Ein Testfahrzeug fährt mit unterschiedlicher Geschwindigkeit auf einer Teststrecke. Dabei kann die Geschwindigkeit zur Zeit x (in Sekunden) für 0 ≤ x ≤ 10 durch die Funktion f mit f(x)= 2 5 x 2 -4x +13 (in Meter pro Sekunde) angeben werden.

  1. Wie schnell ist das Fahrzeug nach 9 Sekunden ?
  2. Nach wie viel Sekunden ist das Fahrzeug erstmals 47 5 m/s schnell?
  3. Zu welcher Zeit (in s) ist das Fahrzeug am langsamsten?

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  1. y-Wert bei x = 9

    Hier müssen wir einfach die 9 in den Funktionsterm einsetzen:

    f(9) = 2 5 9 2 -49 +13 = 162 5 -36 +13 = 47 5 ≈ 9.4 .

    Nach 9 s beträgt also der Wert 9.4 m/s.

  2. x-Wert bei y = 47 5

    Wir suchen hierfür die x-Stellen, an denen der Funktionsterm den Wert 47 5 einnimmt:

    2 5 x 2 -4x +13 = 47 5 |⋅ 5
    5( 2 5 x 2 -4x +13 ) = 47
    2 x 2 -20x +65 = 47 | -47
    2 x 2 -20x +18 = 0 |:2

    x 2 -10x +9 = 0

    Lösen mit der a-b-c-Formel (Mitternachtsformel):

    eingesetzt in x1,2 = - b ± b 2 -4a · c 2a ergibt:

    x1,2 = +10 ± ( -10 ) 2 -4 · 1 · 9 21

    x1,2 = +10 ± 100 -36 2

    x1,2 = +10 ± 64 2

    x1 = 10 + 64 2 = 10 +8 2 = 18 2 = 9

    x2 = 10 - 64 2 = 10 -8 2 = 2 2 = 1

    Lösen mit der p-q-Formel (x² + px + q = 0):

    vor dem Einsetzen in x1,2 = - p 2 ± ( p 2 ) 2 - q
    berechnen wir zuerst die Diskriminante D = ( p 2 ) 2 - q :

    D = ( -5 ) 2 - 9 = 25 - 9 = 16

    x1,2 = 5 ± 16

    x1 = 5 - 4 = 1

    x2 = 5 + 4 = 9

    .

    Der erste Wert mit y = 47 5 m/s ist also bei x = 1 s.

  3. x-Wert des Minimums (TP)

    Gesucht ist die Stelle mit dem geringsten Funktionswert, also der x-Wert des Tiefpunkts.

    Detail-Rechnung für den Tiefpunkt (5 | 3 ) einblenden

    Der einzige Tiefpunkt im gegebenen Bereich liegt also bei 5 .

    Der Vollständigkeit wegen müssen wir noch die Randwerte untersuchen, an denen ja ein noch kleinerer Funktionswert auftreten könnte:

    f(0) = 13 und f(10) = 13 sind aber beide nicht kleiner als der y-Wert des Tiefpunkt.

    Der kleinste Wert wird also nach 5 s erreicht.